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November. 134.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
Die einspaltige Petitzetle wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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Amtlicher Theil. effese: Die Beitreibung der Communalintraden der Gemeinden des Kreises Friedberg. An die Gemeinderechner des Kreises.
N Da nur wenige von Ihnen bis jetzt Pfändungsbefeble gegen die mit Zahlung des ersten und zweiten Zieles der Communalsteuern pro 1879 Säumigen eingereicht haben, finden wir uns veranlaßt, Sie an die baldige Befolgung Ihrer Instruction zu erinnern.
Friedberg den 7. November 1879.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. B. d. K.: Küchler, Kreis- Assessor.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen.
Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjäbrig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachten—
den Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach un— vollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. ö 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogtbum Hessen gestellunge pflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. f 2) Die Berechtigung zum einjäbrig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spälestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen.
3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briespapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die näbere Adresse angegeben wird.
ö 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. ein Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer ein-
jährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenheitezeugniß, welches für Zöglinge von höberen Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligunge- Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die Schul- zeugnisse, mit Ausnabme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschrlen I. Ordnung, sämmtlich nach dem Schema 17 zu Ersatzordnung(I. Theil der Webrordnung vom 28. September 1875 — Regierungsblalt Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen.
Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der 89. 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatzordnung verwiesen.
Darmstadt im Dezember 1878.
Großherzogliche Prüfungs Commission für einjährig Freiwillige.
Der Vorsitzende: Spamer.
— 11. Nov. Der französische Botschafter Graf
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N Deutsches Reich. lich wäre nach den beigegebenen Motiven die Darmstadt, 11. Nov. Prinz Lecpold von Heranziehung der Haustrer zu den Communal⸗ England wird heute zum Besuch hier eintreffen. abgaben der Orte, wo sie ihr Geschäst betreiben, f Darmstad t. Das Londoner Hof- Journal in'e Auge zu fassen, wie Dieses auch bei den dementirt officiell das Gerücht von der Verlobung Unternehmern der Wanderlager geschieht.
des Großherzogs von Hessen mit der Prinzessin Berlin. Nach neueren Angaben soll der von Hannover. Erweiterungsbau der Festungewerke von Thorn — Die von dem Fürsten zu Isenburg Birstein mit nächstem Jahre seinen Abschluß erreichen, präsentirten provisorischen Reallebrer Dr. Dickmann während der der Festung Posen auch schon weit und Dr. Scriba zu Offenbach wurden zu Lehrern vorgeschritten ist und der Um- und Erweiterungs— an der Realschule daselbst ernannt; der Rentamt- bau der Werke von Königsberg in allen Haupt— g mann Langsdorf zu Lampertheim wurde zum punkten als beendet gelten kann. Rechner der Landes Waisenanstalt, der Schul- der beiden ersten Festungsbarrsèren gegen Osten lehrer⸗Wiltwerkasse und des Provinzial⸗Schulfonds erscheinen jetzt allen an die neuere Befestigungs- für Starkenburg, unter Verleihung des Charakters kunst erhobenen Anforderungen entsprechend um-
als„Rech nungsrath“ ernannt.
zweiten Kammer den Antrag übergeben, die Kammer ein großer Waffenplatz erforderlich sei. wolle die Großh. Regierung um Vorlage eine⸗— 10. Nov. Dos Eintreffen des Grotsfürsten—
Gesetzentwurses ersuchen, durch welchen der Ark 11 Thronsolgers ist hier für frühestens Donnerstag
des Gesctzes vom 26. Juli 1848 über die Aus angezeigt. übung der Jagd und Fischerei in den Provinzen
* Sübstverwaltung nöthige Modiffenung periode im Reichs haus halte erklärt. erhält. N
— In einer der letzen Sitzungen der zweiten Kammer hat der Abgeordn ö eingebracht, die Kammer wolle beschließen, an Umgebung. Großh. Staats Regitrung dae Ersuchen zu stellen,
für wenige Tage nach Rom begeben wird. Das-
Die Hauptplätze
gestaltet. Die Frage dürfte sich jedoch aufdrängen, — Der Abg. Muhl hat bei dem Burcau der ob nicht zum Schutze von Oberschlesien auch noch
a N— Die betreffenden Ausschüsse des Bundes- Starkenburg und Oberhessen, die nach ven Da raths haben sich einstimmig für zweijährige Etats⸗
— Der Kronprinz unternimmt mit der Kron—
den Antrag prinzessin von Pegli aus häufitze Ausflüge in die in lee en 9 Nach dem„Corriere Mercantile“
würde es sich bestätigen, daß der Kronprinz sich
St. Vallier begab sich beute nach Varzin, um dem Reichskanzler einen Besuch abzustatten.
— Ein seit längerer Zeit ledig gebliebener Posten am Berliner Hose, der Posten eines der Person des Kaisers direct attachirten russischen Militärbevollmächtigten, ist wiederum besetzt wor⸗ den. Wenigstens telegraphirt ein Petersburger Correspondent des„Tageblatts“: Nach einer Mit- theilung der„Petersburgkiua Miedomosti“ ist General Fürst Dolgorukoff, welcher bisher die Avantgarde bei der central asiatischen Expedition
gegen die Tekke Turkmenen commandirte, abberufen sund zum Nachfolger des verstorbenen Generals Reutern in Berlin ernannt worden.
— Die commissarischen Besprechungen zur Herbeiführung handelspolitischer Vereinbarungen zwischen Deutschland und Oesterreich werden Mitte November beginnen.
Straßburg i. E. Von hier wird der „Volksztg.“ geschrieben, daß gerüchtweise verlaute, es stehe eine Verordnung des Statthalters Man- teuffel bevor, wonach versuchsweise und auf Wider- ruf die Preßfreiheit mit einzelnen Beschränkungen in Elsaß Lothringen eingeführt werden soll.
Ausland.
Oesterreich- Ungarn. Wien. Die Meldung von dem Besuche des russischen Thron- solgers in Wien bestätigt sich. Der Großfürst⸗
i 0 thum geltenden Be- 0 f die dermalen im Graßberzogtb 5 selbe Blatt meldet, daß zwischen dem Kaiser, sowie Thronfolger kommt mit seiner Gemahlin. Kaiser
slimmungen über Besteuerung des Hausirhandels einer durchgreifenden Revision zu 7 58 f in dem der Kammer vorzulegenden Gesetzentwurse besonders darauf Bedacht zu nebmen, doß die Verkehr stattfinde, Ben achtheiligungen, welchen das Gewerbe bei. Nov. stehendem Vetriebe dem Hausirhandel gegenüber beute vie u erste Berathung des Ge
aus gesetzt ist, möglichst beschränkt werden.
Im Abgeordnetenhaus begann N setzes über den österreichich deulsche Bündniß als Dritter zuge-
Nament- Erwerb mehrerer Privatbahnen für den Staat. lassen zu werden.
sen und Fürst Bismarck einerseits und unserem Kronprinzen Franz Joseph trifft von Gödöllö zur Begrüßung andererseits ein ununterbrochener telegraphischer hier ein.
Die politischen Kreise bezeichnen es als zweifellos, daß der Thronfolger als„Allianz Werber“ herkommt. Rußland verlange, in das
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