behaupien kann.
Samstag den 8. Uovember.
n 132.
Sberhesischer Auzeger
Wurd hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
Die einspaltige Petktzeile wird bei Annoneen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- over Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Volkszäblung vom 1. Dezember 1875.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Die Ihnen wieder zugehenden Controllisten der Zähler haben Sie sorgfältig aufzubewahren und zus weiteren Benutzung bereit zu halten.
J. B. d. K.: Küchler, Krtis Assessor.
Bekanntmachung.
Friedberg den 5. November 1879.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnsß gebracht, daß die beiden hiesigen Gerichtsvollzieher sich zu ihren dienstlichen Verrichtungen in die Orte des hiesigen Amtegerichtsbezirks wie folgt getheilt haben: . Herr Gerichte volzteher Born: Harheim, Massenheim, Ober ⸗Eschbach, Nieter-Eschbach, Dortelweil, Klein- Karben, Groß Karben, Burg- Gräfenrode, Büdesheim, Holzhausen, Ober Erlenbach, Nieder-Erlenbach.
Herr Gerichte vollzieher Esselborn: Vilbel, Heldenbergen, Kalchen, Rendel, Kloppenheim, Petterweil, Rodheim, Okarben.
Weiter wird noch bekannt gemacht, daß die Gerichtsschreiberei Montags und Samstags nur von 8 bis 10 Uhr Vormittags (an den übrigen Wochentagen von 2 dis 4 Uhr Nachmittags, wie dies früher schon bekannt gegeben worden ist) dem Publikum zugänglich ist. Großhberzogliches Amtsgericht Vilbel.
Vilbel den 4. November 1879.
Die Martini d. J. schuldigen Gefälle an Zeit-, Briefpacht⸗ und Steigbolzgeldern, sowie an tis zum 25. d. Mts. an den bestimmten Zahltagen Dienstags und Donnerstags, von 8 bis 12 und von 2 bi ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeistereten dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen,
die Mahnung erfolgt. Friedberg den 3. November 1879.
Wegelin.
Bekanntmachung.
vdt. Weitzel.
Beiträgen der Gemeinden zu den Forstdienerbesoldungen müssen s 5 Uhr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Wir
daß nach Ablauf obigen Termins
Großherzogliches Rentamt Friedberg. Stolz.
Aus Stadt und Land. -t- Friedberg. Der Verlauf des diesjährigen Pferde⸗
und Foblenmarktes hat den Beweis geliefert, daß letzterer
für unsere Gegend schon zum Bedürfniß geworden ist, denn trotz der äußerst ungünstigen Winierung wurde gar nicht unbedeutend gehandelt. Wenn auch durch das an⸗ haltende Regenwetter die Oekonomen mit ibren selbst ge⸗ züchteten Fohlen sast ganz fehlten, so hatten doch die regel mäßig unseren Markt besuchenden Händler an Auftrieb don schönem Material es nicht fehlen lassen. In richtiger Beurtheilung der Verhälinisse hatten die Händler schon eine geringere Anzahl Pferde als sonst zu Markt gebracht, es wurde aber von diesen auch der größere Theil verkauft. Es wurden nach Angabe der Pferdehändler im Ganzen 78 Fohlen verkauft und zwar zu einem den Zeitwerhält⸗ nißen entspiechenden Preise. Wir find sogar überzeugt, daß wenn die Pferdehändler den Ortenberger Markt nicht in so naher Aus sicht gehabt und sie in Folge dessen die orderungen immer zu hoch gestellt hätten, noch mehr erkäufe abgeschlossen worden wären. Die Vetrloosungs⸗ commission hat trotzdem, daß eine große Anzahl von Loosen
Als unverkauft aus der naheliegenden Provinz Hessen⸗
Nassau wieder zurückkam, weil die Concesstonserthellung don Seiten der Behörde über alle Maßen verschleppt worden und dadurch die Zeit zum Verkause zu kurz war, zur Aufrechthallung ihres guten Ruses die ganze im Vor⸗ anschlag vorgesehene Summe zur Ausespielung gebracht. Es waren 30 Stück prachtvolle Fohlen, und ebenso war die Ausslellung der todten Gegenstände eine schöne und vor allen Dingen eine dem Geldwer th enisprechende, was man bei anderen derartigen Verloosungen nicht immer Es wäre nur sehr zu wünschen, daß unsere Landwirthe in der Umgegend die Gelegenheit mehr benutzten, welche ihnen in den erstien Tagen nach der Ver⸗ sbosung gar oft geboten ift, den glücklichen Gewinnern, welche nicht in der Lage find die Fohlen für sich zu be⸗ halten, dlese für einen entsprechenden Preis abzunehmen. Das Comiis ist sie ts bemübt, solche Verkäufe gerne zu bermitteln, um auch auf diese Weise, dem eigentlichen Zwecke des Markles, der Hebung der Pferdezucht gerecht u werden. Eine Prämilrung der Fohlen konnte leider richt flaltfinden, da wohl 100 Mk. Seitens des Pferde. uchtvereins eingesandt waren, eine Instruktion aber über e Vertheilung von dem Vorstande des genannten Ver⸗ ins nicht eingetroffen und in Folge dessen das betreffende Ausschreiben an die Züchter nicht erlassen worden war. e. Friedberg, 4. November. Heute fand die erste Schöffengerlchtesitzung am hiesigen Amtogericht unter dem Gorsige des Gloßh. Ober Amforichters Sellheim statt. Nach einigen einleitenden Worten des Voisitzenden, womit namentlich die Schöffen auf ihre Funktionen hinwies und bervorbob, baß insbesondere die von jetzt an geltende Deffentlichkelt, Mündlichkeit und Unmittelbarkeit des Ver⸗ ahrens und das Princip der freien Beweiswürdigung dem saate und dem Volke eine größere Garantie für die Nichtigken ber zu erlassenden Enischeidungen geben werde, wurde zunächst zur Beeidigung der Schössen und sodann
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zur Verhandlung der vorliegenden 9 Strassachen geschruten.
Es wurden verschiedene Gesängniß- und Geldstrasen er; kannt und in einem Falle erfolgte Freisprechung. In der
Die Untersuchung ergab vergiftet war, und wahrscheinlich als Lockvogel für Füchse
den man in den letzten Tagen bestaftete, bereits gefolgt. daß der Vogel mit Stiychnin
Dienflag 11. Nov. I. J. staufindenden Schöffengerichte⸗ batte benutzt werden sollen.
sitzung werden nur zwel Fölle zur Aburtheilung kommen.
Vorgestern traf unser— 8 10 5 daß der Feldhüter von Vallieres letzten Dienstag, Morgens
Gestern fand der Ueberzug in das um 6 Ubr, in den Rebbügeln dieser Gemeinde drei Wölfe
Pfarrhaus flatt und Abends brachte ihm der biesige Musik—
s. Bad⸗ Nauheim, 7. Nov. ntuer Pfarrer, der seitberige Eymnasiallehrer Walz von Darmstadt hier ein.
verein„Harmonie“ ein Ständchen, für welche Aufmerkaam
W. Hungen. Nächsten Dienstag findet dabier im
ung einer Sekundärbahn von und Nieder- Wöllstadt statt und sollen in dieser Versamm
ung, sowie die beiden Kammern berathen und festgestellt außerdem aber auch die Vornahme weiter geeigneter Schritle bespiochen werden.
Lauterbach. In dem benachbarten Eichenrod ist
die Lungenseuche ausgebrochen und deßhalb Ortssperre an.
geordnet worden.
Allerlei. Rotenburg.
in der hiesigen Umgegend einige Wilddiebe, welche die
Wälder unsicher machten. Eine Abtheilung Gendarmen und einige Jäger, die sie verfolgten, wurden beim ersten Angriff von ca. 20 Schüssen empfangen, die jedoch glück⸗ licherweise alle ihr Ziel verfehlten. Die Wilddiebe sanden es sodann, obgleich in der Ueberzahl, gerathen, sich in den Wald zurückzuziehen, und ist es den Verfolgern auch nich! gelungen, ihrer habhaft zu werden, obgleich einer der Wild⸗ diebe durch eine Kugel getroffen worden war.
Berlin. Eines ganz außergewöhnlichen Kindersegens darf sich ein biesiger Töpfermeister L. rühmen, dem in diesen Tagen von seiner vierundvserzig Jahre alten Frau nach 22jähriger Ehe bereits das einundzwanzigste Kind geboren wurde. Allerdings sind von dieser reichen Kinder- schaar nur 4 am Leben und zwar das fünste, das siebente, das sechszehnte und das einundzwanzigste. Als der Vater dessen Geburtesall auf dem betressenden Standesamt an— meldete und ihm im slatistischen Interesse die übliche Frage vorgelegt wurde, das wievielte Kind seiner Ehe das eben angemeldete sel, erwiederte er sehr vergnügt: Das will ich Junen sagen— aber lachen Sie auch nicht— es ist vorläufig bas einundzwanzigste.
Aachen. Von einem gräßlichen Unglück wurde dieser Tage die in Eupen hochgeachtete Familie M. beimgesucht Zwei Töchter derselben, junge blühende Mädchen, verzehrten, wie das„Echo“ meldet, beim Abendessen gemeinschaftlich einen Krammetsvogel. Kurze Zeit nachher stürzten beide besinnungsles zusammen. Tem Arzte gelang es, die eine dem Leben zu erhalten, die andere ist ihrem Bräutigam,
keit der Gefeierte sich mit einem Hoch auf Naubeim bedankte. falle 1
sa die S Fest 0 n der Stadt. Solmser⸗Hofe die erste Versammlung des zu Echzell am ee eee 8. v. Mis. ernannten Comilés für Betreibung der Erbau⸗“ der Slation Mücke der Oberhessischen Bahnen in der Richtung nach Friedberg N N l ar 1880. lung die nöthigen Eingaben an die Großherzogliche Regier— am 1. Februar 1880
1860.
In der Umgegend von Metz zeigen sich schon
Metz. So berichtet die„Zeitung für Lotbringen?,
die Wölfe.
erblickt har, deren Gegenwart ihm durch das unruhige Benehmen seines Hundes kundgegeben wurde. Mehrere Winzer, weiche in der Umgegend arbeiteten, sahen gleich⸗ Raubthiere einige hundert Schritte von den
Verloosungen.
Finnländische 10 Thlr.⸗Loose vom Jahre 1868. Ziehung am 1. November 1879 Auszahlung Hauptpreise: Serie 9534 Nr. 19 15 000 Thlr. S. 2155 Nr. 7, 1500 Thlr. S. 5690 Nr. 3. S. 4282 Nr. 19, S. 2227 Nr. 18, je 1000 Thlr. S. 5867 Nr. 11, S. 7571 Nr. 3, S. 3253 Nr. 10, S. 2227 Nr. 2, S. 3317 Nr. 12, S. 7382 Nr. 14, S. 8273 Nr. 18 je 300 Thlr.
Schwedische 10 Thlr. Loose vom Jahre Ziehung am 1 November 1879. Hauptpreise: 10000 Thlr. Nr. 429761, 1000 Thlr.
Nr. 36544, 150 Tolr. Nr. 19733 50464
Nr. 23350 169563 je
Zu Ende voriger Woche zeigten sich 154656 189416 197577 je 60 Thlr. Nr. 15372 28663
34376 38517 97240 113910 132579 153868 162822 174980 200873 je 35 Thlr. Nr. 13259 24999 34030 75678 78162 79947 102382 111692 121381 122715 126430 148880 179569 199371 206069 208326 je 25 Thlr. Oesterr. 500 fl. ⸗Loose vom Jahre 1860. Ziehung am 3. Nov. 1879. Auszahlung am 1. Febr. 1880. Außer den bereits mitgetheilten Hauptpreisen fiel noch folgende Nummern ein Gewinn von 1000 Gulden: rie 272 Nr 19, S. 1460 Nr. 17, S. 2388 Nr. 19, 2718 Nr. 2, S. 2854 Nr. 8, S. 3320 Nr. 5, 3667 Nr. 14, S. 4860 Nr. 17, S. 5412 Nr. 11, 7915 Nr. 11, S. 8276 Nr. 6, S. 9364 Nr. 15, 9491 Nr. 5, S. 9723 Nr. 6, S. 9790 Nr. 5, „9954 Nr. 9, S. 12096 Nr 4 20, S 12281 Nr. 15, 13868 Nr. 19, S. 14550 Nr. 20, S. 14646 Nr. 2, 14791 Nr. 5, S 14807 Nr. 16, S. 15859 Nr. 5, 16913 Nr. 7, S. 17636 Nr. 4 13, S. 19437 Nr. 1 19.
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Handel und Verkehr.
Frankfurt, 5. Nov. Marktbericht. Der heutige Heu- und Strohmarkt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualltäti M. 2.3.40, Stroh M. 2 2.80. Butter im Großen 1. Qual, 90—95 Pf., 2. Qual. 80 bis 85 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1 20, 2. Qual. M. 1.10. Eler das Hundert M. 6—8, Kartoffeln(200 Zollpfund) M 6.— 7, Weißkraut 100 Stück M. 7.— 10., das Stück 10—15 Pf., Rotbtraut 10—15 Pf., Wirsing 6— 10 Pf., Blumenkohl 30-60 Pf. Ein Huhn M. 0 90— 1 10, eln Hahn M. 0.80 1.20, eine Ente M. 2.50—3, Gans
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