nehmen wir, daß den gegenwärtig bestehenden 49 deutschen Lebensversicherungs Anstalten, von denen 35 im deutschen Reiche, 12 in Deutsch— Oesterreich und 2 in der deutschen Schweiz ihren
4. Die
* sonen neu beigetreten sind und damit ihren Ange— en ge. hörigen Erbschaften im Betrage von 269,618,187 1 Mark begründet baben. Im Ganzen waren am de die Schlusse des vorigen Jahres bei deu gedachten ind die 49 Anstalten 775,771 Personen mit zusammen 2, 428,367,947 Mark versichert, wovon auf die
älteste und größte Anstalt, auf die Lebensversicher— ungsbank für Deutschland in Gotha, 347,119 300 Mark, auf die„Germania“ in Stettin 203,647,203 Mark, auf die Leipziger Lebeneversicherungsgesell— schaft 137,670,350 Mark, auf die„Concordia“ in Cöln 136,142,785 Mark, auf die Stuttgarter Lebens- versicherungs und Ersparnißbank 133,840,063 M.,
— Nauf die Lübecker Gesellschast 111,509,356 Mark Juhu entfielen. Bei den ebengenannten 6 größten deutschen . Lin Lebensversicherungsanstalten war somit zusammen d fi mehr als 1 Milliarde Marl versichert.
. Nach Abzug der Sterbefälle und sonstigen Ab, — gängen ergab sich bei den sämmtlichen 49 Anstalten
im vorigen Jahre eine reine Zunahme des Ver— sicherungsbestandes um 92,413,210 Mark. Den stärksten Antheil an diesem Reinzuwachs hatte die Gotbaer Lebensversicherungsbank mit 19,107,500 Mark; ihr zunächst steben die Stutt- garter Lebens versicherungs- und Er⸗ sparnißbank mit 12,787,464 Mark, die Karlsruber Versorgungs- Anstalt mit 11,940,549 Mark und die Leipziger Lebens versicherungsgesellschaft mit 8 672,450 M.
Für gestorbene Versicherte wurden im Laufe des vorigen Jahres 35,327,789 Mark anfällig,
Fortschritte der Lebensversicherung in Deutschland. gewiß eine beträchtliche Summe, durch deren Aus-] Es wurde entweder geschliffen oder vergoldet. 1709 Aus einer kürzlich im„Bremer Handelsblatt“ zahlung unzweifelhaft Tausenden von Wittwen gelang es Bötticher durch fortgesetzte Bemühungen, veröffentlichten eingehenden statistischen Arbeit ent- und Waisen das Fortkommen nach dem Tode das weiße Porzellan zu erfinden, und schon 1710
ihrer Ernährer erleichtert worden ist.
Zur Geschichte des Porzellans. Ching ist die Wiege des Porzellans. Nach
Zeitrechnung gemacht worden sein. Neuere Forsch⸗ ungen, auf chinesische Berichte gegründet, lassen es nahezu sicher erscheinen, daß dieselbe in den Zeitraum von 185 vor bis 89 n. Chr. fällt. Die ersten Nach richten von der Fabrikation haben wir von dem arabischen Kaufmann Soliman vom Jahre 851.“ Der berühmte venetianische Reisende Marco Polo besuchte im 13. Jahrhundert China. Er erwähnt des Porzellans und gibt einige Auskunft über die Herstellung desselben. Die Porzellanfabrikation hat in China ihre böchste Blütbe zwischen dem 14. und 17. Jah hundert unserer Zeitrechnung unter der Ming Dynastie erreicht. Von 1431 stammt der berühmte Porzellanthurm von Nanking, der 300 Fuß hoch war und erst in der neuesten Zeit zerstört worden ist. Schon im 16. Jahrhundert kam chinesisches Porzellan durch den Handel nach Europa und veranlaßte vielfache Versuche, es nachzuersinden.“ Dieselben führten iadessen erst 1706 zu einem positiven Resultat. In diesem Japre erfand Bötticher das rothe Porzellan aus dem Thon von Okrilla bei Meißen. Bötticher wurde 1682 zu Schleiz geboren. Sein Stiefvater schickte ihn darauf nach Berlin zum Apotheker Zorn in die Lehre. Er folgte dem Drange seiner Zeit und versuchte Gold zu machen, den Stein der Weisen zu finden und andere Aufgaben des Adeptenthums zu lösen. Seine Stellung war bald in Berlin eine unhaltbare geworden, und so floh er 1701 nach Wittenberg. Hier erfand er 1706 das rothe Steinzeug. Dieses Porzellan ist noch ohne Glasur.
wurde in Leipzig auf der Messe für 2000 Thaler
verkauft. Auch äußere Anerkennung fehlte Bötticher
nicht. 1710 wurde die Albrechtsburg in Meißen zur ersten großen Porzellanfabrik eingerichtet und
Sitz baben, im Jahre 1878 wieder 77,128 Per- Davis soll die Erfindung im 7. Jahrbundert unserer Bötticher zum Direktor derselben ernannt. Der
erste Versuch, in Berlin Porzellan berzustellen, fällt in das Jahr 1750. Die Fabrik, von Weg ely errichtet, lag in der neuen Fried richstraße, ging aber nach siebenjährigem Bestehen wieder ein., 1761 gründete Gotzkowski die zweite Fabrik in der Leipziger— straße. Nach Verlauf von zwei Jahren wurde sit von Friedrich dem Großen übernommen und be— steht noch bis heute als Königliche Porzellanmanu— faktur. Nachdem man über 150 Jahre die Bötticher⸗ sche Erfindung des harten Porzellans in ganz Europa zu vervollkommnen strebte, ist in den letzten Jahren eine gewisse Reaktion dagegen aufgetreten, indem die Mode das leichte durchsichtige Porzellan vorzieht.
Geld Cours. Frankfurt am 4. Oetober 1879.
20 Frankenstücke. M. 16 1603 G.
Englische Sovereign„ 20 31-36 Russische Imperiales.„ 16 69½ bz. G. Fir Dollars n rr,
Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des
allein ächten Cölnischen Wassers
übertragen und empfehlen wir dasselbe
per Glas zu M. 1.50, „ ½ Dutzend 0 Dutzend„1,
Die Expedition des Anzeigers.
Versteigerung.
3302 Mittwoch den 8. October d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die der Gemeinde Büdesheim gehörigen Korbweiden an Ort und Stelle an den Meistbietenden versteigert werden. Büdesheim den 30. September 1879 Großherzogliche Bürgermeisterei Büdesheim. Wiesen bach.
1 1 U. 1
Markt⸗Anzeige.
3301 Der Markt zu Heldenbergen wird nicht, wie im Kalender angegeben, am 27. October, sondern Montag den 20 October l. J. abgehalten, was hiermit zur Kenntniß gebracht wird. Heldenbergen den 3. October 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Heldenbergen. 30 Löhner.
— 55. 7 ö Obst-Versteigerung. 3224 Kommenden Dienstag den 7. d. Mts., Nach⸗ mittags 1 Uhr, sollen dahier circa 50 Malter Aepfel, Birnen und Zwetschen in Abtheilungen versteigert
werden. Södel am 2. October 1879 Großherzogliche Bürgermeisterel Södel. Reitz.
555 Uf.
ert 8
der Stadt Alzey.
3305 Zum Vollzuge des Art. 8 der Bedingungen zur Emission und Rückzahlung der Stadt Alzeyer Obli⸗ gationen wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebrocht, Laß bei der am Heutigen stattgehabten Verloosung folgende Nummern der III. Serie gezogen worden sind, als: 3. 6, 17. 24. 29. 44. 61. 80. 94. 123. 128. 195 und 5*
Den Inhabern vieser Obligationen wird vom 1. Januar 1880 an, gegen Aushändigung der Originalobligationen und der nicht fälligen Zinscoupons, der Nennwerih durch bie landwirthschaftliche Crebitbank zu Frankfurt a. M., oder durch die Gemeindekasse zu Alzey sogleich bei An; 5% meldung ausbezahlt; vom gedachten 1. Januar 1880 an bort der Zinsenlauf der gezogenen Nummern auf. Alzey am 15. September 1879.
1 Großherzogliche Bürgermeisterei Alzey.
Kalender pro 1880.
Verloosung von Obligationen
3308 Nächsten Freitag, als am 10. d. Mis, tags 11 Uhr, soll ein der Gemeinde Melbach gehöriger,
zum Schlachten geeigneter Faselochs auf dem Bürger- meisterei Büreau öffentlich meistbieterd versteigert werden. Melbach am 4. October 1879. 10
Großherzogliche Bürgermeisterei Melbach.
Hahn. 5
—* ö
Faselochs⸗Verkauf.
3309 Freitag den 10. October l. J., Vormittags 10 Uhr,
soll ein noch junger, gut gehaltener Gemeinde-Faselochs
öffentlich versteigert werden
Ossenheim den 5 October 1879.
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