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Streich war mit solcher Wucht geführt, daß das Mädchen zusammenbrach und einige Zeit bewußtlos war.
Berlin, 3. Sept. Hier ist gegen den Rückkaufs⸗ bändler Böbl, Mariannenstraße Nr. 4, ein Raub- und Mordanfall verübt worden. Der Thaler hat mittelst eines von ihm mitgebrachten Doppelhammers, dessen gleich große Hiebflächen eiwa zwei Quadralzoll groß sind, nach dem Kopfe des Böhl mebrere wuchtige Hiebe geführt. Der; Thäter ist noch nicht ergriffen.
Stockholm. Privatnachrichten melden, daß die unter dem Besehl des Professors Nordenskjold stehende schwedische Expedinon das Meer im Norden Asiens glücklich passirt habe und in Japan angekommen sei.
Bern, 27. Aug. Auf dem Rückwege von der Schynigen⸗Piatie im Berner Oberlande, woselbst kürzlich der Student Wedding von Frankfurt a. d. O. verun⸗ glückte, hat sich vorgestern schon wieder ein Unfall ereignet. Derselbe iraf dieses Mal einen Einheimischen, den Lehrer Leuenberger von hier. Auch er glitt auf dem ausgetrockne⸗ ien Grase aus und stürzte in die Tiefe; glück cherweise soll er weniger schwer verletzt sein als jener deutsche Stu— dent.— Auf einer Alp der Graubündener Gemeinde Lens sind vor einigen Tagen 147 Stück Schafe von dem Blitz etschlagen worden. Ebenso soll in Domleschg, oberhalb des Flimsersteins, der Blitz unier dem Schmalvieh zahl- reiche Opfer gefordert haben.
Schädlichkeit des Athmens durch den Mund.
In den„Züricher Blättern für Gesundheits— pflege“ wurde neuerdings das beregte hochinteressante Thema in so durchaus sachgemäßer Weise behandelt, daß wir es für geboten erachten, den betreffenden Auslassungen Raum in unseren Spalten zu ge— währen. Es heißt da: Es ist wohl nicht bloßer Zufall, daß dem Schreiber dieser Zeilen in den letzten Jahren öfter als früher Kinder und Er- wachsene begegnen, welche statt durch die Nase durch den offen gehaltenen Mund athmen und so ihre Zähne einer vorzeitigen Zerstörung aussetzen, indem nicht blos bei scharfer Kälte diese an die hierfür nicht bestimmten Zähne und das Zahnfleisch dringt, das letztere oft entzündet und dadurch auch die erstern angreift, sondern ebenso die stets mehr oder weniger reichlich in der Luft schwebenden Staub- theile, statt regelrecht an der Schleimhaut der ge— bogenen und gefalteten Nasenkanäle hängen zu bleiben und dann mit deren Schleim wieder entfernt zu werden, in den Mund, damit auch an und in bereits schadhafte Zähne dringen und deren Zer— störung wesentlich befördern. Ein bei kleinen Kindern viel zu wenig berücksichtigtes Mittel zur Erzeugung dieser schädlichen Gewohnheit ist das lange Halten der Saugnäpfchen im Munde, während nicht ge— trunken wird, wo dann natürlich Luft eingesogen und in die Athemwege aufgenommen, der Strom, derselben durch die Nase aber unterbrochen wird. Denn nicht blos wird das Mundathmen nun Ge- wohnheit und durch das Saugen Leidenschaft, sondern indem sich die natürlichen Säfte, Blut und Schleim, in der ihres natürlichen Reitzes, der durchströmenden Luft, entbehrenden Nasenschleim— haut stauen, schwillt diese— anfangs vorüber— gehend, später bleibend— an und macht so das
weil es die Luft theils nicht erwärmt,
Ctr. je nach Qual. M
2. Qual. M. 1.10. Eier das Hundert deutsche, italienische M. 6. geschälte Erbsen M.
Athmen auf dem richtigen Wege immer mühsamer. Neben dem großen Nachtheil für die Zähne ist aber das Mundathmen sehr oft, namentlich bei strophulösen Kindern, die Ursache von Hals- und Kehlkopfentzündungen und Katarrhen dieser Theile, wie dies in den Nasengängen auf einen gewissen Grad geschieht, theils schädliche Stoffe an und in diese Theile bringt. Das einfache, anfangs lästige, aber später meist dankbar anerkannte Heilmittel ist die Athemgym— nastik. Mit über dem Rücken gekreuzten Armen aufrecht stehend, macht man durch die Nase mög- lichst tiefe Ein- und Ausathmungen, anfangs 2 30, später sachte steigend bis 50 60. Wichtig ist es, daß man sie bei leerem Magen mache, um den Brustkorb nach allen Richtungen freier aus- dehnen zu können, am besten 3 Mal täglich, je vor den Mahlzeiten. Nicht selten sind anfangs widrige Schleimausscheidungen aus der Nase nach vorn und hinten die Folge; aber gerade diese zeigen, wie nützlich die Uebungen sind; denn bleibt dieser Schleim namentlich im hintern Theile der Nase hängen, so geht er nicht selten in Verderbniß über und bewirkt„übeln Geruch aus dem Munde“ und selbst oberflächliche Geschwüre der Nasenschleim⸗ haut. Wohl kommen auch einzelne Fälle vor, welche dieses einfache Mittel nicht beseitigt, nament⸗ lich wenn die Schwellung in der Nase skrophulöser Natur ist. Aber hier säume man nicht, ärztliche Hülfe beizuziehen, welche gerade durch diese Athem- übungen in ihrer Leistung trefflich unterstützt wird. Daß dieselben erst mit heranwachsenden Kindeen, deren Willenskraft hinreichend entwickelt ist, vor- zunehmen sind, versteht sich von selbst.
Verloosung.
Oesterr. 100 ⸗fl.⸗Loose vom Jahre 1864. Ziehung am 1. Sept. Auszahlung am 1. Dee. 1879. Außer den bereits mitgetheilten Hauptpreisen wurden noch folgende Treffer gezogen: Serie 2078 Nr. 59 99 je 5000 fl S. 1442 Nr. 58. S. 2502 Nr. 33, S. 3102 Nr. 54 je 2000 fl S. 56 Nr. 77, S. 1037 Nr. 17, S. 1142 Nr. 77 S. 1870 Nr. 87, S. 2502 Nr. 65, S. 3690 Nr. 64 je 1000 fl. S. 56 Nr 25 52, S. 1037 Nr. 35 65 68, S. 1142 Nr. 50, S. 2351 Nr. 71 8
S. 2434 Nr. 61, S. 2502 Nr. 89 99, S. 3223 8 S. 3564 Nr. 63 83, S. 3578 Nr. 90 je 500 fl. 56 Nr. 36, S. 1037 Nr. 67, S. 1142 Nr. 1 22 100,
S. 1870 Nr. 60 78, S. 2434 2 29 49 100, S. 2502 Nr. 88, S. 5 Nr. 51 62, S. 3223 Nr. 39 S 3564 Nr. 2 67 78,
3690 Nr. 23 43 58 je 400 fl.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 30. Aug.( Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete per 2.— 2.50, altes Heu M. 3.40; Stroh M. 2— 2.60. Butter 1. Qual. das Pfd. im Cent. M. 1., 2. Qual. 90 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.20, M. 5, Ganze Erbsen 100 Kilo M. 18.50- 26., 25.— 31., Bohnen M. 20.— 24., Linsen M. 26.—40., Weißkraut erste Sorte das Hundert
M. 12.—15., zweite Sorte M. 9.— 12. Kartoffeln 100 Kilo 0 M. 5.50—6., Blumenkohl 1 Stück 30—80 Pf., Wirsing
8 15 Pf., Rothkraut 15—30 Pf., Kohlrabi 4—6 Pf Gurken 100 Stück M. 2.30- 3.10 Ochsenfleisch per Pfd. 65 70 Pf., Kuhfleisch 58 60 Pf., Rindfleisch 50—54 Pf,
Kalbfleisch 45— 55 Pf., Hammelfleisch 50— 65 Pf., Schweinefleisch 65-70 Pl. 1 Hubn M. 1.— 1. 20 1 Hahn
70—90 Pf., Ente M. 1.2050, Gans M. 3.—3.80, Taube 20—30 Pf. Postalisches.„Der Reichsanzeiger“ veröffentlicht
einige vom General⸗ Postmeister verfügte Abänderungen der Postordnung vom 8. März 1879. Wir entnehmen daraus das Folgende. Wünscht der Absender eines Briefes über die erfolgte Bestellung eine postamtliche Be scheinigung zu erhalten, so muß dem Briefe eine gehörig ausgefüllte Zustellungsurkunde nebst Abschrift baßerlich beigefügt werden; zugleich muß in der Aufschrift ver⸗ merkt sein:„Hierbei ein Formular zur Zustellungsurkunde nebst Abschrift.“ Auf der Außenseite der zusammenge⸗ falteten Zustellungsurkunde ist vom Absender des Briefes die für die Rücksendung erforderliche Aufschrift zu setzen, Außer dem gewöhnlichen Porto sind zu zahlen 20 Pf. Zustellungsgebühr und 10 Pf. für die Ruͤcksendung der Zustellungsurkunde. In Betreff der Bestellung von Schreiben mit Zustellungsurkunde, welche von deutschen Gerichten, Gerichtsvollziehern Gerichtsschreibern, Reichs— oder Staatsbehörden ausgehen, bewendet es bei den hierüber bestehenden besonderen Bestimmungen.
D. Frankfurt a. M., 4. Sept. Nachdem die gestrige Mittagsbörse sehr fest geschlossen hatte, trat im Abendver⸗ kehr auf Gerüchte verschiedener Art, die von matten Wiener Coursen soutenirt wurden, eine Verflauung ein, die sich auch heute nach vorübergebender Festigkeit bei Beginn des Verkehrs sortsetzte. Von den gestern coursiren⸗ den Gerüchten, darunter die Meldung, daß Serajewo aber⸗ mals in Brand stehe, hat sich bis jitzt keines bestätigt, Das Geschäft war im Ganzen sehr lustlos und dieser Um⸗ stand mochte hauptsächlich zur Abbröckelung der Course beitragen. Creoitactien, gestern Abend 221½, bewegten sich zwischen 221—•2217/— 221‘—220%/5—220/— 220 und 220¾, Slaalsvahnachen, gestern Abend 2375/, gingen zwischen 238½ und 236⅝% um. Oesterr. Bahnen weisen meist Preisabschläge auf. Deutsche Bahnen ziemlich fest. Rheinische matter, später erholt. Ausländische Fonds bielten sich sest. Russen und Ocientanleihen nachgebend. Prioritäten still. Banken arößtentheils etwas matter. Wechsel fest. Privatdisconto 29½80/.
Geld ⸗Cours. Frankfurt am 4 September 1879.
20 Frankenstücsʒk e M. 16 16—20 Englische Sovereigns.„ 20 39—44 Russische n 1„ 16 71-16 Ducgen e Ducaten al marco 2 15
Dollars in Gold. 34 20—23
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