ilwein,
.—— Weinessz Anrrtt E muschi
die tuitlun
eien ie w, tr, Mega h*
U- Jen
rnit Ful,
en 2
7 7 27
37¹ geen Feten eilt f rnb. * tanta*
eker
eln Fes
Frirdben
Dienstag den 5. August.
M91.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil.
Detreffend: Statistische Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernte⸗
Ertrags im deutschen Reich im Jahr 1879.
Friedberg den 30. Juli 1879.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Die Aufstellung der Ernteerträgnisse des Jahres 1879 hat in der— selben Weise, wie dies im Jahr 1878 erfolgt ist, stattzufinden. Indem wir daher auf unsere Verfügung vom 22. Mai und auf das Ausschreiben vom 29. Mai vorigen Jahres, in Nr. 66 des Oberhessischen Anzeigers von 1878, Bezug nehmen, benachrichtigen wir Sie, daß Ihnen mit nächster Post je zwei Exemplare des Formulars A. und B. zur Ausfüllung zu⸗ gehen. Das eine dieser Formulare ist als Concept zu benutzen und bei Idren Acten zurückzubehalten; das andere ist längstens bis zum 1. Nov. laufenden Jahres an uns einzusenden. Ein Eintrag des Flächengehalts nach Haupt- Culturarten, auf Grund des Centralkatasters auf Seite 1 des Formulars A., ist dietemal unterblieben. Bei Durchsicht der vorjährigen Aufstellungen sind die nachstehenden Fehler und Irrthümer constatirt worden. Mehrfach findet sich für eine und dieselbe Fruchtart in Formular A. eine andere Anbaufläche angegeben als in Formular B.; in andern Fällen enthält Formular A. einen Eintrag, aber Formular B. nicht, oder es enthält Formular B. einen Eintrag, der in Formular A. steht, oder Formular A. gibt die Anbaufläche für Sommerfrucht, Formular B. aber für Winterfrucht an und umgekehrt. Uebercinstimmung der Größe der Anbaufläche derselben Fruchtart in beiden Formularien A. und B., d. h. richtige Uebertragung aus Formular 4 in die bezüglichen Stellen des Formulars B. ist daher Erfordern'ß für die richtige Aufstellung der Ueber— sicht der Anbaufläche.
Nach II. 1. der„Beflimmungen“ soll eine Ermittelung der Ernte- Eiträge für alle Früchte, für welche die Anbaufläche festgestellt wird, angenommen werden, und zwar ist dies nicht um für die Haupt- son⸗ dern auch die Nebenfrucht und die Grünfutter nutzung und nicht
Heu, Bast ꝛc. zu verstehen. Dem entgegen ist im Jahr 1878 in manchen Gemarkungen bei einzelnen Früchten 1c. zwar die Größe der An- baufläche, aber kein Ertrag angegeben worden und zwar zeigten sich diese Auslassungen nicht nur bei Hauptfruchtarten, sondern auch und noch in höherem Maße bei Nebenfruchtarten. Was die auf mit Getreide und Hülsenfrüchten angebauten Flächen geernteten Grünfuttermengen be⸗ trifft, so sind diese in Formular B. unter I. a.(Getreide und Hülsenftuchte) in der letzten Stelle, deren Kopf infolge eines Druckversehens statt„zu- sammen also, mit Einfluß der zu Samengewinn benutzten Flächen“:„zu- sammen also, mit Einschluß der Grünfutterflächen“ heißen muß, mit ein- zutragen.— Nicht selten ist zwar der Körnerertrag angegeben worden, aber es sehlt der Ertrag des Strohs 1c. Bei Lein(Flachs) und Hanf waren ferner die Einträge nur in den wenigsten Fällen vollständig. Meistens war nämlich entweder nur ein Ertrag an Samen oder nur ein Ertrag an Bast angegeben. Auch hatte sich die Aufnahme bei Hanf und Flachs mitunter auf die Angabe beschränkt, daß der Flachs oder Hanf gehechelt 1c. worden sei, ohne daß(außer etwa der geernteten Samen- menge) das Gewicht der Ernte an Bast, Stengel ꝛc. in den entsprechenden Spalten des Formulars B. eingetragen worden wäre. Erforderniß für richtige Ausstellung der Uebersicht der Ernteerträgnisse ist jedoch, daß zu jeder Anbaufläche auch ein Ernteertrag angegeben wird. Sollte sich er⸗ geben, daß aus irgend einem Grunde auf der angebauten Fläche kein Ertrag erzielt wurde, so ist dies in jedem einzelnen Falle durch eine Bemerkung zu erläutern.— Endlich sind mehrfach tragbare Obstbäume gezählt worden, von welchen der Ertrag nicht angegeden worden ist. Auch hier ist, wenn keine Auslassung vorliegt, durch eine Bemerkung der Aus-
—
nur für die Ernte an Körnern, Samen c., sondern auch an Stroh,
fall zu erläutern
Dr. Bradeu.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Großherzog wird gutem Vernehmen nach sich in dieser Woche nach Ober— hessen begeben, um in den Forsten bei Romrod zu jagen. Die Großherzoglichen Kinder bleiben indessen auf Jagdschloß Wolfsgarten.
Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 18, enthält:
1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.
II. Bekanntmachung über die Bestätigung von Stift- ungen und Vermächinissen.
III. Bekanntmachung über die Ergebnisse der Ver⸗ waltung der Wütwen- und Waisenkasse der Volksschul⸗ lehrer vom Jahre 1877.
IV. Bekanntmachung über die Erhebung einer nach⸗ näglichen Umlage der ist. Religions-Gemeinde Rodheim v. d. H. für 1877/79.
V. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen tines ftemden Ordens.
VI. Namens veränderungen. 5
VII. Diensinachrichten. Dem ev. Pfarrer Flick zu Ober⸗Stemen wurde die Pfarrstelle zu Reichelsheim über⸗ tragen; der auf die 3. ev. Pfarrsielle zu Büdingen präh. Pfarrer Heumann von Ober Mockstadt wurde beslätigt; det Hülseconducteur Rodrian aus Fürfeld zum Conducteur bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn ernannt; den Schullehrern Grünewald zu Reichelsheim i. O. und Zimmermann zu Armsheim Lehrerstellen zu Worms übertragen; Kath. Diehm aus Gießen zur Oberhebamme an der En(bindungs⸗ anstalt zu Gießen, der Brückenwärter Gönner zu Kostheim zum Biückenwärter zu Mainz ernannt. N 05
VIII. Ruhestandsversetzungen. Der Förster Seibel zu Haarhausen wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seinet Dienste, der Archivregistrator Budde aus Anlaß der veränderten Organtsatlon des Archlvdjenstes, sowie der Universtidtetdtener Zimmermann zu Gießen auf Nachsuchen unter Anerkennung einer Pienste in den Ruhestand versetzt.
IX. Goncurrenz⸗ Eröffnungen. Erledigt find: Eine Lehrerstelle an der Volkeschule zu Worms, An fangsgehalt 1200 M., auffleigend bis zu 2200 M. Die ev. Pfarr- sielle zu Romrod, Gehalt 2138 M. Eine Lehrerstelle zu Pfeddersheim, Gehalt 1000— 1400 M. Sechs Lebrerinnen⸗ sellen an der Volksschule zu Mainz. Gehalt je 1200 M.; ron diesen Stellen sind 4 mit kath. und 2 mit evang.
Lehrerinnen zu besetzen. Eine Lehrerstelle zu Griedel, Gehalt 900 M.; das Präsentationsrecht steht dem Fürsten zu Solms-Wraunfels zu. Eine Lehrerstelle zu Geiß⸗Nidda, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Leeheim, Gehalt 900 M. Die ev. Pfarrstelle zu Armsheim, Gebal! 2224 M.
X. Sterbefälle. Gestorben find: der Revisionscon⸗ troleur Thomin zu Mainz; der Landgerichts assessor Klein⸗ schmidt zu Darmstadt; der ev. Pfarrer Vietor zu Groß⸗ Rohrheim; der Friedensrichter Knaus zu Alzey; der Zahlmeister Kirchhoff zu Mainz; der Schullehrer Müller zu Worms; der Schullehrer Dintelmann zu Altheim; der Major Heß zu Darmftadt.
Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 33 enthält die Bekanntmachung über die Abänderung und Ergänzung des zwischen Hessen und Preußen wegen Herstellung von Eisenbahnverbindungen in der Provinz Oberhessen abgeschlossenen Staats vertrags vom 12. Juni 1868.
— Postpersonalnachrichten. Ernannt ist der Telegraphenassistent Zöller in Schlitz zum Post— verwalter; Versetzt sind der Postmeister Bitsch von Castel nach Darmstadt als comm. Buchhalter bei der Ober ⸗Postkasse; der Postmeister Cronenberg von Heppenheim nach Castel, sowie die Post— secretäre Obermayer von Worms nach Heppenheim und Eichhorn von Breslau nach Mainz. Ruhestand getreten ist der Ober-Telegraphenassistent Mögenburg in Gießen. Gestorben sind der Post⸗ secretär Klostermann in Mainz und der Ober- Telegraphenassistent Büttner in Heppenheim.
Berlin. Die nächste internationale Tele' graphen⸗Conferenz soll zu Berlin im Jahre 1884 tagen; unter 21 stimmenden Staaten erhielt auf der jetzt geschlossenen Londoner Conferenz Berlin eine Majorität von einer Stimme gegen Bern, welches als Sitz des internationalen Bureaus schon früher lebhafte Vertreter gefunden hatte.
Erfurt, 2. Aug. Bei der hiefigen Reichs- tagswahl erhielt heute von 9422 abgegebenen
In den von Rehabilitationen, zum Erlaß von Steuern
Stimmen Minister Dr. Lucius 5050, Träger (Fortschritt) 2267, Kapell(Socialdemokrat) 1648. Minister Dr. Lucius ist somit wiedergewählt. Straßburg. Das Reichsgesetzblatt publicirt eine kaiserliche Verordnung, wonach das Gesetz, betr. die Verfassung und Verwaltung von Elsaß⸗ Lothringen, am ersten Oct. in Kraft tritt; ferner eine kaiserliche Verordnung, worin die dem zum kaiserlichen Statthalter von Elsaß⸗Lothringen er— nannten General- Feldmarschall von Manteuffel übertragenen Befugnisse aufgezählt werden. Zu den Befugnissen des Statthalters gehören unter Anderem die Anordnung der Wahlen zu den Be⸗ zirkstagen und Kreistagen, sowie deren Eröffnung und Schließung, die Suspension oder Vernichtung der Beschlüsse von Bezirkstagen und Kreistagen, die Feststellung des Haushaltsetats der Bezirke, die Auflösung der Kreistage und Gemeinderäthe, die Genehmigung zur Aufnahme von Anleihen Seitens der Bezirke und Gemeinden zur Errichtung gemeinnütziger Anstalten und Gesellschaften, zur Abgrenzung von Kreis-, Gemeinde- und Pfarrei⸗ bezirken, die Besugniß zum Erlaß von richterlichen oder administrativen Geldstrafen, zur Ertheilung
und Gefällen, zur Ernennung und Abberufung von Bürgermeistern und Beigeordneten, zur Ge— nehmigung der von den katholischen Bischösen vor— genommenen Ernennungen zu geistlichen Aemtern, die Bestätigung der Ernennung und Abberufung protestantischer Pfarrer, die Bestätigung von Wahlen zu anderen geistlichen Aemtern, sowie auch zu Aemtern des israelitischen Cultus.
Ausland.
Oesterreich-lUngarn. Pest. Das Amts- blatt veröffentlicht die Enthebung des Grafen
—
—
.——


