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erhalte, während Preußen das Risico einer sinken- den Rente trage. Abg. Maurer spricht für die Vorlage; der hessische Antheil der Weserbahn sei keine Eisenbahn, sondern ein Fragment; durch dessen Verkauf vereinfache man den Staats haus- halt und bewirke eine Herabsetzung der Steuern. Abg. Schröder bemerkt, daß er nicht principiell gegen den Verkauf sei, denselben jedoch gegenwärtig für nicht annehmbar halte, da Preis und Beding- ungen für Hessen ungünstige seien. Ministerial⸗ präsident Schleiermacher trat der Ansicht ent⸗ gegen, als ob die Regierung jemals beabsichtige, die Main ⸗Neckarbahn zu verkaufen, oder Baden ein solches wünschen werde. Abg. Metz spricht

gegen die Vorlage und stützt sich auf dieselben

Gründe wie die Vorredner. Er bemerkt, daß der Einfluß Hessens auf die Bahn nöthigenfalls durch Appell an den Kaiser und das Reich gestärkt werden könne. In der beutigen Nachmittags Sitzung wurde die Debatte fortgesetzt. Abg. Böhm spricht gegen die Vorlage, indem er sich den Ausfährungen des Abg. Schröder anschließt. Abg. Jöckel hält sowohl den Zeitpunkt für gekommen, wo man verkaufen müsse, als auch den Kaufpreis für ent sprechend, führt aus, daß man in Oberhessen mit der preußischen Verwaltung im höchsten Grade zufrieden und der Verkauf nur zu empfehlen sei. Die Abgeordneten Veith und Matthy motiviren

ihre Abstimmung, indem ste sich gegen die Vor-

lage erklären. Abg. Baur und Lautz vertheidgen die Vorlage, Letzterer will nicht verstehen, wie man von einer politischen Seite des Vertrages

Staatscredit werde und könne durch die Eisenbahn⸗

Vorlagen nicht in Frage gestellt werden. Für die großen Summen, die man fordere, würden ja auch größere Werthe gegeben, die das Staats- leigenthum vermehrten.

e derReichs-Anzeiger veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, welche das Verbot der Einfuhr von Rebeg zum Verpflanzen, auf alle Reben, gleichviel ob zum Verpflanzen geeignet oder nicht, sowie auf alle sonstigen Weinstocktheile, iusbesondere Rebenblätter, ausdehnt und nur die Einfuhr von Trauben gestattet, wenn zur Ver- packung derselben keine Rebenblätter verwendet sind.

Ausland.

Oesterreich⸗-Ungarn. Wien, 31. Oet. Abgeordnetenhaus. Der Adreßentwurf der Mi norität der Commission wird in der Generaldebatte 625 namentlicher Abstimmung mit 176 gegen 155 Stimmen abgelehnt und der Adreßentwurf der Majorität mit 176 gegen 162 Stimmen ange- nommen. Ministerpräsident Graf Taaffe erklärt, daß sich das Ministerium, weil über den Parteien stehend, an der Specialdebatte nicht betheilige. Hierauf wird die Adresse in zweiter und dritter Lesung angenommen.

Frankreich. Paris. Ein Dekret der Regierung annulirt den Beschluß des Generalraths der Seine welcher den Wunsch nach voller Am- nestie ausspricht Andere Dekrete verfügen die Absetzung von 22 Maires in der Vendée und von 4 Maires im Dep. Tarne et Garonne wegen

sprechen könne, lediglich die wirthschaftliche komme Theilnahme an aufrührerischen Kundgebungen. in Betracht. Der Staat, der für Wahrung Eine anscheinend inspirirte Note der der Interessen dritter besorgt sein müsse, könneAgence Havas meldet, die Abreise von Don keine Speculation treiben, sondern müsse das Ge Carlos nach England sei erfolgt in Folge von gebene annehmen. Abg. Falk schloß sich den Andeutungen, welche denselben über den Beschluß Ausführungen des Majoritätsberichts an. Schließ- der Regierung aufklärten, keinerlei westere po- lich nahmen die Referenten Abg. Wolfskehl und litische Kundgebungen von der Art zu dulden, für und Kugler das Wort und schritt man sodann welche kürzlich seine Anwesenheit zum Vorwand zur namentlichen Abstimmung. Von 48 Anwesen- gedient habe. den stimmten 31 gegen, 17 für die Vorlage. Rumänien. Bukarest, 30. Oct. In Sodann kam die Interpellation der Abg. Osann der heutigen Kammer- Sitzung brachte der Finanz und Muhl, den bedauerlichen Zustand der Ge- Minister einen Gesetzentwurf über den Rückkauf richtsschreiberei betreffend, zur Verlesung, worauf der rumänischen Bahnen ein und beantragte die Staatsminister von Starck erklärte, es würde als Dringlichkeit, welche die Kammer auch beschloß. bald den gerügten Mängeln abgeholfen werden. Die Kammer votirt ferner mit 64 gegen 5 Stimmen Die Kammer bewilligte hierauf, dem Ausschuß- das Gesetz, wodurch 883 Israeliten, welche in Antrage gemäß, für die laufende Finanz Periode der Armee gedient, naturalisirt werden. Von der die Summe von 7400 M. zu culturtechnischen durch die Regierung festgestellten Liste wurden Zwecken, und erklärte eine Neuwahl des Ober fünf Namen gesteichen. fleuerraths Baur für nicht nothwendig. Nachdem Griechenland. Athen, 1. Nov. Die der Antrag des Abg. Muhl, Revision der Gesetz: Kammer wurde heute eröffnet. Die Thronrede gebung bezüglich der Verfolgung der Beamten betont, daß die griechische Frage nunmehr einer wegen Diensthandlungen, verlesen und der Ein- Erörterung unterzogen wird, spricht die Hoffnung lauf von 50 Exemplaren der Denkschrift des auf deren endliche Lösung unter dem Beistande Vereins hessischer Aerzte bezüglich der allgemeinen der Mächte aus und empfiehlt die militärische Bauordnung bekannt gegeben war, vertagte sich Ausbildung des Volkes. die Kammer auf unbestimmte Zeit. ö Amerika. Washington. Officiell wird eie den Abr drunttenbans Der mitgetheilt, daß der amerikanische Gesandte in

; 55 Wien, Kasson, Anweisung erhielt, sich nach Bukarest Tinanzminister legie den Eiat pro 1880,81 rufe n begeben, um die Unabhängigkeit Rumäniens

0. 57. anzuerkennen und die diplomatischen Beziehungen feigen dir erstegen 455 5,607,350 M.. Desteit dwifchen Rumänien und der Union herzustellen.

. 2 5 4 10 ö Die Staatsschuld der Union hat im Monat im Extraordinarium beträgt 42 Millionen. Das Ottober um 10,353,000 Dollar abgenommen.

Gesammtdeficit im Ordinaxium und Extra-Ordi⸗

natrium betrage 47 Mill., die man durch eine 920 848500 el 10 n Anleihe decken müsse. Das Extraorbinarium mit. 5

rund 42 Millionen erscheine hoch; es kämen aber Aus Stadt und Land.

auf die bereits begonnenen Bauten allein rund Friedberg. Am 4. November findet die ersse öffent⸗ 23 Mill. Bezüglich der Reform des Steuerwesens liche Schöffengerichtssitzung dahier auf dem Amtsgerichte

ie Verständi i 9 ˖ ˖ habe di ständigung wegen Verminderung der H. 1. M. Friedberg. Eine große Schaar Leid.

directen Steuern bei etwaigen Ueberschüssen aus tragender war es, welche am 2. November unseren verslor⸗ den Reichseinnahmen stattgesunden. Der Staat benen Mitbürger S. Schloß zu seiner letzten Ruheflätte könne directer Steuern nicht entbehren; sie blieben geleitete. 91 a ward 1 A ee um den der seste Kern der Staatseinnahmen. g e trauernden Angehörigen, zu frühe den ihn beweinenden n ee N dien in An. Freuden entrissen. Ein reines, an edlen Bestrebungen

schnitten ꝛc.; da das Aussichispersonal den Thäter nicht ermitleln konnte, so wurde eine elekt sische Leitung derart hergestellt, daß bei einem neuen Beschädigungsversuch ein Thätigkeit gesetzt wurde. Die Trefflichkeit cichtung zeigte sich bald. läutete es gewaltig im Telegraphenzimmer und ein sofort nach genanntem Orte abgeschickter Bediensteler ertappte den Bösewicht auf frischer That, ohne daß dieser ahnte, welcher böse Dämon ihn verrathen hatte. Der Thäter, ein

geben.(Würde sich auch für andere Bahnhöfe empfehlen.) Berlin, 31. Oci. Der General-Inspekteur der Artillerie General v. Pobbielski ist heute Nachmittag plötzlich gestorben.

Madrid, 30. Oct. Gestern wüthete hier ein heftiger Sturm. In Malaga richtete eine Windhose enormen Schaden an. Die Stadt Vera, Provinz Almeria, wird ebenfalls von Ueberschwemmung heimgesucht. Der Fluß bei Almazora drang in die dortigen Eisen- und Silber⸗ gruben und richtete bedeutenden Schaden an, der auf ½ Million Pesetias angegeben wird. 21 Personen er⸗ tranken, 30 Häuser wurden zerstört.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 1. Nov. Wochenmarkt. Butter kostese per Pfd. im Großen 8085 Pf., im Detail M. 0.901., Eier per Stück 8 Pf.

Gießen, 1. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete Butter per Pfund M. 0.901., Eier per Stück 7 Pf., Käse per Stück 59 Pf., Tauben das Paar 60 Pf., Hübner per Stück 60 80 Pf., Hahnen per Stück 60 75 Pf., Enten per Stück M. 1.50, Gänse M. 3. 5.50, Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50 6.50, Weißkraut, 100 Stück M. 3.8., Zwiebeln per Centner M. 7.8., Ochsenfleisch per Pfund 70 Pf., uh und Rindfleisch 5056 Pf., scalbfleisch 50 54 Pf., Hammel⸗ fleisch 5665 Pf., Schweinefleisch 6064 Pf.

Frankfurt, 1. Nov. Marktbericht. Der Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität M. 2.30- 3.50 Strob M. 2. 2.80. Butter im Großen 1. Qual, 90 Pf., 2. Qual. 80 Pf., im Detail 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Ein Hahn M. 0.80 1.10, ein Huhn M. 0.80 1.20, eine Ente 1.50 2.20, eine Taube 4050 Pf.. ein Feldhuhn M. 1.50- 1.70, ein Hase M. 3.504.50. Ochsenfleisch das Pfd. 65 70 Pf., Rindfleisch 50 Pf., Kuhfleisch 50 60 Pf, Kal bfleisch 4855 Pf., Hammelfleisch 45 60 Pf., Schweinefleisch 65-70 Pf. Kartoffeln der Centner M 6.50 7., Aepfel 200 Pfdö M 4.906., Weißkraut 100 Stück M. 78., Blumenkohl 3070 Pf., Wirsing 610 Pf, Rotbkraut 10 20 Pf., weiße Rüben 24 Pf., gelbe Rüben 8.12 Pf. das Bündel, Spargel M. 2.50 das Päckchen.

Mainz, 31. Oet. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 7.8., Stroh 50 Kilo M. 1.802 Heu 50 Kilo M. 2.602 70, ½ Hundert Eier M. 1.40 1.60, Butter

ein Pfund 80 85 Pf Ein Huhn M. 1. 1.50. ein Hahn M. 1. 1.50, eine Ente M. 2. 2.20 eine Gans M. 4. 5 ein Feldhuhn M. 1.70 2., ein Hase

M. 3 503.80 Weißkraut ein Stück 56 Pf., Rotbkraut 15 20 Pf., Wirsing 34 Pf., Blumenkobl 18 25 Pf., Handkäse ein Stück 5-6 Pf. Ochsen 1. Qual. M 66 2. Qual. M. 60, Kühe 1. Qual. M. 58., 2. Qual. M 48. Alles per 50 Kilo. Kälber wurden bezablt mit 55 65 Pf. per ½ Kilo und Schweine mit 48 58 Pf. per ½ Kilo lebend Gewicht.

Marburg, 31. Oet. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.90 1. Eier per Stück 7 Pf., Käse per Stück 810 Pf. Zwiebeln per Pfd. 8 Pf. Tauben das Paar 5070 Pf., Hähnchen das Stück 6080 Pf.,

1 Hühner das Stück M. 0.80 1., Enten das Stück

M. 1.40 1.70. Rothkraut per Kopf 10 25 Pf., Kartoffeln per Korb M. 1.40 1.60 Kohlrabi 23 Stück 10 Pf. Weißkraut per Kopf 36 Pf., do 100 Stück M. 2. 3.50. Hasen per Stück M. 3. 3 50, Gänse per Stück M. 3. 4.50.

Geld Cours Frankfurt am 1. November 1879

20. Frankenstucke M. 16 11-15

do. in ½ 16 11 15 Englische Sovereigns 20 2530 Russische Imperiales 16 6772 Ble ß; Dollars in Gold. 4 1821

Oeffentliche Aufforderung. 3026 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des Pachter Philipp Dörr von Wisselsheim den formellen Coneurs erkannt hat, werden dessen Gläubiger zur Anmeldung und Be⸗ gründung ihrer Forderungen und Vorzugsrechte auf

Freitag den 14. November d. J., Morgens 8 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile des stillschweigend eintretenden Ausschlusses von der Coneursmasse anher vorgeladen.

l 2 5 n ceiches Leben ist nun abgeschlossen. Stets war der Heim⸗ griff genommen; die nächste Session würde bereits gegangene einer der Ersten, sobald es galt sür die In⸗ nach dieser Richtung Vorlagen bringen. Bezüglich keressen unserer Sladt einzutreten. Sein uneigennütziges

dee Eisenbahnwesens habe die Regierung das leb und erfolgreiches Wirken sowohl als Gemeinderath, als hafteste 1 daran, die ee ere iue als Mitglied des Vorstandes der israelilischen Ge⸗ . 1 meinde sichern ihm über sein Grab hinaus ein ehrendes in der Hand des Staates zu wissen. Im Augen- Andenken. Möge ibm die Erde leicht sein!

blick der Gefahr des Vaterlandes ist dies uner- Allerlei läßlich. Dann habe die Retzierung ein Interesse 2 i e daran, die Eisenbahnverwaltung so zu leiten, daß illingen in Baden, 28. Oct.

sie lediglich dem Verkehr zu Statten komme.

Seit mehreren

Wochen wurde der Abort des hiesigen Bahnhofes durch Der bübische Hand öfter beschädigt, Löchet in die Wand ge⸗

In diesem Termine soll nochmals ein Arrangement versucht und im Nichtentstehungsfalle Beschluß über Ver⸗ ußerug der Masse, definitive Bestellung eines Masse⸗ Curators und Gläubiger-Ausschusses und alle sonst sich ergebende Punkte gefaßt werden und wird von den schrlft⸗ lich liquidirenden und durch nicht gehörig legitimirte Bevollmächtigte vertretenen Gläubigern der Beitritt zu den Beschlüssen der Mehrheit der Gläubiger unterstellt werden. Bad-⸗Nauheim am 5. September 1879. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheilm. Schuch ard.

Klingelwerk in dem nebenanstehenden Statsonsgebäude in dieser Ein⸗ Gestern Mittag gegen 12 Uhr

sechszehnjäbriger Bursche, wurde sofort der Polizei übers

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