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1879.
burger„Allgemeinen Zeitung“
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Donnerstag den 1. Mai.
M51.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche
0 und zwar Dienstags, Donnerstags und
Samstags.
Die einspaltige Petitzeile wird ber Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bet größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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Amtlicher Theil.
Betreffend: Den portopflichtigen Briefwechsel zwischen Gemeinde-Behörden.
as N 5 1. f f 5„ 83 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Idnen, welche noch mit der Erledigung unserer Verfügung vom 19. Februar l. J. im Rückstande find, werden hiermit
erinnert, derselben ingerhalb drei Tagen bei Meidung einer Ordnungsstrafe von 1 Mark nachzukommen.
J. B. d. K.: Küchler, Kreis- Assessor. Bekanntmachung.
Friedberg den 28. April 1879.
Zur Verhütung von Unglücksfällen wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der sogenannte Adolss-Thurm dieser Tage ausgebessert wird und ein Aufenthalt in der Nähe desselben daher mit Gefahr verbunden ist.
Friedberg den 30. April 1879.
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Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Küchler, Kreis- Assessor.
Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 12 enthält das Gesetz über die Bildung und Zu— ständigkeit des obersten Verwaltungsgerichts. Darmstadt. Der dirigirende Arzt an dem
städtischen Hospitale zu Köln Dr. Riegel wurde zum ordentlichen Professor in der medicinischen
Fakultät und zum Vorstand der medieinischen Klinik zu Gießen ernannt.
— Ein Münchener Correspondenz der Augs⸗ hält ungeachtet Dementis die früheren Angaben,
des erfolgten
betreffend Verhandlungen über Eisenbahn- Auge;
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legenheiten zwischen der hessischen und bayerischen Regierung, aufrecht.
Berlin, 28. April. Reichstag. Vor Ein- tritt in die Tagesordnung verliest der Präfident ein Schreiben des Abgeordneten Knobloch(Labiau), wonach derselbe aus privaten Rücksichten sein Mandat niederlegt. Der Präsident theilt mit, daß während der Osterferien die Zoll- und Steuer vorlagen eingegangen find, sowie ein Schreiben des Reichskanzlers, welches die Genehmigung zur
Frafrechtlichen Verfolgung Hasselmann's wegen Zu⸗
widerhandelns gegen verschiedene Bestimmungen
5 7 des Socialistengesetzes nachsucht. Dieses Schreiben t Ciguuu d irt
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geht an die Geschäftsordnungscommission. Es
folgt nunmehr die erste Berathung des Gesetzent⸗ Begleitung des Prinzen Leopold von Bayern und
wurss betreffe Ansechtungen von Rechte handlungen des Schuldners außerhalb des Concurs verfahrens. Der Entwurf geht an eine Commission. Es solgt die dritte Berathung des Nahrungsmittel- gesetzes. Nach Annahme der§§. 1 und 2 be- antragt Zimmermann die Auezäblung des Hauses, dieselbe ergibt die Anwesenheit von 199 Mit- gliedern, das Haus ist somit beschlußfähig. In längerer Debatte wird der Entwurf des Nahr
ungsmittelgesetzes mit unwesentlichen Aenderungen
nach den Beschlüssen zweiter Lesung genehmigt. — 28. April. Der„Nat. Ztg.“ zufolge sind zu Vicepräsidenten des Reichsgerichts ernannt: Appellationsgerichtepräsident Ukert(Magdeburg), Obertribunals Vicepräsident Henrici(Berlin) und Auppellationsgerichtspräsident Drenkmann(Marien- werder), serner werden genannt: der Vicepräsident des Reichs oberhandelsgerichtes Hocheder und der
Ministertalrath Bingner(Karlsruhe).
— Die Besitzer sämmtlicher Schiffs bauwersten in den Ostsecplätzen haben eine Conferenz nach Berlin zusammenberufen, um gegen die Zollpro- ltte Protest zu erheben. Während nämlich nach dem Entwurf eiserne Schißfe zollfrei eingehen ollen, ist auf das Material ein Satz von 30 M. dro Tonne vom Bundes rathe vorgeschlagen. Es
sedeutet dies eine Vertheuerung beisptelswelse einer mittleren Corvette um 4000 bis 5000 M. und
namentlich auf dem Gebiete des Schiffbaues in den letzten Jahren recht lebhaft war. teressenten verlangen keinen Schutzzoll für fertige Schiffe, sondern werden voraussichtlich um Ab- lehnung aller Eisenzölle bei dem Reichstage pe- titioniren. Der engere Ausschuß des deutschen Landwirthschastsraths erklärte sich für die Herab— setzung des Roheisenzolls auf die Hälste.
Ausland.
Die Festlichkriten zu Ehren der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares wurden mit dem heute bei sehr günstiger Witterung abgehaltenen Festzug abge— schlessen. Nach dem Absingen der Festhymne durch den Männergesangverein zogen sodann die einzelnen Gruppen des Festzuges in programm- mäßiger Weise vor den Majestäten unter stürmischen Hochrufen vorbei. Die nach Hunderttausenden zählende Volksmenge, welche zum Theile schon seit der frühesten Morgenstunde am Platze war, spendete den prächtig kostümirten und malerischen Gruppen den lebhaftesten Beifall. Das Fest
endigte um 1½ Uhr und verlief in schönster Ordnung ohne irgendwelchen Unfall. — 28. April. Kronprinz Rudolf ist heute in
des Naturforschers Brehm nach Spanien abgereist. Schweiz. Bern, 29. April. Der Bun- desrath hat den Schriftsteller Heinrich Joachim Gehlsen, stüher in Berlin, jetzt in Bern, ferner Alphonso Danesi von Bologna, Direktor der ital. Druckerei in Genf, wegen Mißbrauch des Asyls zu einer aggressiven, publicistischen Thätigkeit, welche mit der völkerrechtlichen Stellung der Schweiz un— verträglich ist, aus der Schweiz ausgewiesen.
Frankreich. Paris. Das„Journal des Debats“ meldet: Zwischen Frankreich und England ist vollkommenes Einvernehmen über die ägyptische Frage hergestellt; beide Cabinete richteten nach Con- stantinopel eine Depesche, worin sie Act nahmen von dem Erbieten der Pforte, den Khedive abzu- setzen und theilten dem Letzteren ihre Absicht mit, sich, die Freiheit des Handelns nach Verletzung der von ihm gegenüber Frankreich und England eingegangenen Verpflichtungen vorzubehalten.— Der„Rep. Fr.“ zufolge sind die Mächte in der griechtschen Frage völlig einig, und werde wahr- schelnlich diese Angelegenheit einer Botschafter⸗ Conserenz in Constantinopel überwiesen werden.
— Im Departement Drome ist ein Bona— partist zum Deputirten gewählt worden. Von 50 Generalräthen, die ihre Ansichten über Ferry's Unterrichtsgesetz-Entwürse kundgaben, sprachen sich 30 gegen und 20 für dieselben aus.
damit vollständige Vernichtung des Exports, der
Die In⸗
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 27. April.
Holland. Amsterdam, 27. April. Morgen begeben sich der König und die Königin nach dem Haag, wo ebenfalls große Feste ihren officiellen Einzug feiern werden. Nachdem dieselben stattge- funden, am 5. Mai, zieht sich das Königspaar auf das königliche Lustschloß het Loo zurück.
Großbritannien. London, 29. April. Unterhaus. Rylands' Tadelsantrag, welcher Be— dauern über die Vermehrung der Ausgaben aus- gesprochen haben will, wird mit 303 gegen 230 Stimmen verworsen; Majorität für die Regierung 79.
— Gouverneur Wolseley kehrt Anfangs Mai von Cypern zurück.
Italien. Rom. Ein Manifest Garibaldi's an die Italiener verkündigt die Bildung einer demokratischen Liga behufe Erlangung der that— sächlichen Ausübung der nationalen Souveränetät. Die Liga werde mit friedlichen Mitteln arbeiten, so lange ihr Werk nicht durch die Regierung be- hindert werde.
e— 28. April. Die Deputirtenkammer nahm die mit Deutschland und der Schweiz abgeschlossene Additional- Convention zum Gotthardbahn- Ver- trage an.
Spanien. Madrid, 29. April. Die Infantin Christine ist gestern Abend gestorben. Der König reist heute nach Sevilla ab.
Türkei. Constantinopel, 29. April. Der Redacteur der„Wiener R. Fr. Pr.“ be⸗ richtet über sein Interview mit dem Gouverneur von Ostrumelien Aleko Pascha. Dieser bemerkte: Als Gouverneur werde er gleichzeitig der Macht- Vollstrecker der europäischen Commisston sein. Die Majorität der letzteren werde in allen wichtigen Fragen das entscheidende Wort sprechen. Er werde als Gouverneur eine zwischen der Pforte und der Commission vermittelnde Stellung einnehmen. Serbien. Belgrad, 28. April. Der Sectionschef Popovic und der Zollamtsdirector Ruskalsic, die zu Vertretern bei den Verhand- lungen über den Handelsvertrag mit Oesterreich- Ungarn ernannt wurden, begeben sich demnächst nach Wien. Der Minister des Auswärtigen be— absichtigt, die Großmächte um Festsetzung der Gebietsgrenze zwischen Serbien und der Türkei zu ersuchen, behufs Verhinderung von Einfällen der Arnauten. Die Regierung entsandte Schätz- ungs Commissäre in die neuen Gebietstheile zur Regelung der Besitzverhältnisse der mohamedanischen und serbischen Bewohner.
BVBulgarien. Tirnowa, 29. April. Der Prinz von Battenberg wurde einstimmig durch Acclamation unter dem Namen Alexander J. zum Fürsten von Bulgarien gewählt.
Petersburg, 28. April. die Kaiserin, begleitet von der
Nufßiland. Der Kaiser und
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