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Helene Heh

Samstag den 7. Dezember. M145.

serhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Freitag Abend ausgegeben. Donnerstags und Samstags.

Kreisblatt für den Areis Friedberg.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoneen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von auswärtigen Ein

sendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗C n Den* ns 2 2

onto bel uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

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Amtlicher Theil.

Betreffend: Den Landkalender für das Großherzogthum Hessen im Jahre 1880 Friedberg den 4. Dezember 1878.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bad-Mauheim, Butzbach, Friedberg, Griedel, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Klein-Karben, Münzenberg, Ober-Rosbach, Okarben, Rodheim, Reichelsheim und Vilbel. 5 Wir seben Ihren umgehenden Berichten entgegen, an welchen Tagen im Jabre 1880 die Märkte in Ihren Gemeinden abgehalten werden. Dy Bro den.

Betreffend: Rinderpest. Friedberg den 4. Dezember 1878. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.

Wir benachrichtigen Sie, daß, nachdem laut Mittbeilung des Reichskanzleramtes das Auftreten der Rinderpest in der Stadt Staollupönen, Provinz Ostpreußen, constatirt worden ist und die Märkte östlich der Weichsel gesperrt worden sind, Großherzogliches Ministerium des Innern eine werschärste Controle der Schlachtviebmörkte zu Bischofsheim und Mainz angeordnet hat. Wir empfehlen Ihnen, dem etwaigen Vorkommen der Seuche üm Großherzogthum eine erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden und eintretendenfalls nach Maßgabe der bestehenden Vorschriften zu verfahren.

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Dr. Braden.

Betreffend: Das Matbildenstift, hier die Vertheilung der für die Industrieschulen verwilligten Summen. Friedberg am 3. Dezember 1878.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schulvorstände der Orte des früheren Kreises Friedberg.

Es stehen noch Viele von Ihuen mit Exledigung unserer Versügung vom 5. Juni 1877(im Obechessischen Anzeiger Nr. 66 vom 9. Junf 1877) nämlich mit Erstattung der Rechenschaftsberichte über Verwendung der bei fraglicher Vertheilung Ihrer Gemeinde zugekommenen Belräge für die Jabre 1876/77 und 1877/78 im Rückstande. Diejenigen von Ibnen, welche mit ihren Berichten noch für beide Jahse rückständig sind, wollen in denselben den Nachweis für das Schuljahr 1876/77 und für dasjenige von 1877/78 getrennt liefern und hierbei insbesondere beachten, owir auch die Ortsvorstände hiervon bedeuten, daß diese Summen nicht für den Gehalt der Lehrerinnen, sondern zur Anschaffurg von Arbeitsstoffen,

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möglich war. Arkunde mußte das Finanzgesetz zuerst der zweiten

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inzelnen Theilen der Einnahmen und

Staßen-Gesetzes erfolgen.

Dr. Braden.

Berichte, welche dies darthun, erwarten wir nunmehr bestimmt bis zum 12. d. Mts.

N 112 u. s. w. für arme Kinder vertheilt werden. Ihre?

Deutsches Reich. Darmstadt. Nach demFr. J. bezweckt der dem Landtage zugegaugene Gesetzentwurf über die Abänderung des Art. 67 der Verfassungs-Urkunde,

sowie der Art. 26 und 33 der lundständischen

Geschäfts⸗ Ordnung, die raschere Feststellung des

Staats- Budgets herbeizuführen, als dies bisher

Nach Art. 67 der Verfassungs-

Rammer vorgelegt werden, welche darüber nach iner vertraulichen Besprechung mit der ersten

Kammer durch die Ausschüsse, ihre Beschlüsse zu

assen halle. Zukünflig soll die Kammer auch Hei dem Staatsbudget beschließen können, daß ohne vorberige Verweisung an den Finanz⸗Aus⸗ chuß in die Berathung und Abstimmung bei den Ausgaben einzutreten sei; eine Verweisung bleibt nur noth- wendig bezüglich der Theile des Hauptvoranschlages, für welche sie von der Regierung ausdrücklich in Anspruch genommen wird, wobei eine vertrauliche Gorbesprechung der Kammer-Ausschüsse stattfinden muß Die neue Einrichtung wird die in Hessen zur Regel gewordene Prolongation des Finanz

besetzes beseitigen und nutzlose Verzögerungen ab cchneiden. Der jetzt im Druck erschienene Ge.

atzentwurf über das Verfahren in Sachen der nicht streitigen Gerichtsbarkeit betrifft in seinem ursten Abschnitt die drei Provinzen, und behandelt: Allgemeine Vorschriften. Verfahren bei Anweisung tines Standesbeamten zur Vornahme einer ab helehnten Amtshandlung und bei Berichtigung der Standes Register. Verfahren bei Erkennung von Ordnungsstrafen auf Grund des Handels-Gesetz, uchs und des Genossenschafts Gesetzes. Zustell⸗

ungen der Gerichtsvollzieher. Der zweite Abschnitt

ezleht sich nur auf Rheinbessen. Der dritte Ab;

wnitt enthält Schlußbestimmungen. Die in

Aussicht genommene Reorganisation unseres Local.

bau Wesens soll erst nach Verabschiedung des

Von unserer älteren, 0

Eisenbahnschuld dürften im Laufe der nächsten Finanz⸗Periode alljährlich etwa 50,000 Mk. zur Tilgung gelangen. Von den Rothschild'schen Fünfzig Gulden ⸗Loosen ist noch immer eine be trächtliche Anzahl nicht zur Einlösung präsentirt. Um bei den Ministerialräthen fünf gleich- mäßige um 500 Mk. aussteigende Gehaltsstufen von 6500 bis 8500 M. bilden zu können, soll der Durch schnittsgehalt auf 7500 Mk. erhöht werden. Sämmtliche Districts-Einnehmereien des Landes sollen endlich feuerfeste Cassenschränke erhalten. Iq Ressort der Finanzverwaltung ist eine ein- gehende Revision der längst veralteten Diäten- bezüge verschiedener Beamten in Aussicht genom- men. Auch den Oberförstern, deren Zahl auf 71 herabgemindert wird, soll eine Aufbesserung, die sich einschließlich erhöhter Vergütung für Bureaukosten und Pferde-Fourage auf durchschnitt lich 400 Mk. belaufen wird, zu Theil werden. Das von der Stadt in's Leben gerufene Seminar für Ausbildung höherer Lehrerinnen soll vom Staat zukünftig mit 4000 Mk. per Jahr subventionirt werden.

Berlin, 4. Dec. Das Abgeordnetenhaus erledigte nach unerheblicher Debatte die zweite Lesung des Etats der landwirthschaftlichen und Gestüts Verwaltung. Nach Schluß der heutigen Sitzung gingen dem Bureau des Hauses zwei Ankräge des Centrums zu, einer von Windthorst (Meppen) auf Wiederherstellung der aufgehobenen Artikel 15, 16 und 18 der preußischen Verfassung, welche sich auf das Verhältniß des Staates zur Kirche beziehen, und ein anderer von Schorlemer Alst, welcher der neulichen Interpellation des- selben auf Wiedereinführung der Zinsbeschränkung entspricht.

Die mehrfach verbreitete Nachricht, daß beabsichtigt werde, den Reichstag auf Mitte Febr. einzuberufen, und daß darauf eine Nachsession des Landtages bevorstehe, ist, derNordd. Allg. Ztg. zufolge, vollständig aus der Luft gegriffen; die

Angelegenheit sei an maßgebenden Stellen gar nicht zur Erwägung gekommen. f Der deutsche Gesandte in Bern, General v. Röder, soll angeblich um seinen Abschied ein⸗ gekommen sein und dies mit der Schweizer Asyl frage zusammen hängen. Bestätigung bleibt abzu⸗ warten. Andrassp soll hier angefragt haben, od Graf Szechenyi als Karolyi's Nachfolger genehm sei. L. 5. Dec. Der Kaiser übernahm heute die Regierung unmittelbar nach der Rückkehr durch Vollziehung dreier Erlasse an den Kronprinz, den Reichskanzlet und das Staats- Ministerium. 5. Dec. Ueber den Einzug des Kaisers entnehmen wir den verschiedenen Zeitungen: Das Wetter war zwar morgens noch trübe, aber der Regen batte um 10 Uhr aufgehört. Die ganze Stadt bis zu den entlegensten Straßen prangte in einem niegesehenen Flaggenschmuck. Haus für Haus hatte Flaggen oder einen anderen Schmuck angelegt. An die Ausschmückung der Straßen, durch welche der Kaiser seinen Einzug hielt, wurde noch kurz vor diesem die letzte Hand gelegt. Die Ausschmückung der Stadt ist fast noch großartiger als sie beim Siegeseinzug war; noch in der letzten Nacht wurde bei Fackellicht und strömendem Regen überall gearbeitet. Auf den öffentlichen Plätzen sind große Bauwerke aufgeführt: Bei der Belle Alliance⸗Brücke ein drei Stock hoher Aufbau nach Art eines Altars, auf dessen Spitze eine Opferschale sich befindet. Auf dem Potsdamer Platz steht ein Obelisk. Die Häuser unter den Linden sind so reich mit Blumen, Guirlanden und Teppichen geschmückt, daß kaum ein Quadratsuß Wand freigeblieben ist. Im Innern der Stadt sind ganze Straßen durch Laubguirlanden, die über die Fahrdämme gespannt sind, in Lauben umgewandelt. Kurz nach 12 Uhr fuhr der reich- bekränzte kaiserliche Zug in den Bahnhof einz auf dem Perron wurde der Kaiser zunächst von dem Salut der Ehrenwache begrüßt. Unmittelbar nach dem Verlassen des Waggons umarzite der

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