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burp, bierber zurück und wird morgen Vormittag nach Paris abceisen.

22. März. DieMorning Post schreibt, daß das britische Cabinet die bestimmte Zusage der Demobilistrung der russischen Armee fordere. Dasselbe sei zwar geneigt, der abgeänderten Fassung des Protokoll-Entwurfes beizupflichten, könne aber nicht der Forderung von Abmachungen zustimmen, wodurch England nach Unterzeichnung des Pro- tokolls verpflichtet sein würde, die türkische Regierung zur Abrüstung aufzufordern, bevor Rußland zur Demobilisirung seiner Armee schreite.

Italien. Rom, 20. März. Bei dem heutigen Consistorium hielt der Papst eine kurze Allocution, worin er das in dem Consistorium vom 12. d. von ihm Gesagte bekräftigte, mit dem Hinzufügen, er werde vor der ganzen Welt Protest dagegen einlegen, daß man ihm die Rede Freiheit entziehen wolle. DerAgenzia Stefani zufolge ist der Papst von einem Unwohlsein befallen. Das Befinden des Papstes ist bedenklich, wenn gleich dies verheimlicht wird.

Türkei. Constantinopel. Die Pforte, genau den Standpunkt der Conferenz einnehmend,

wird unter Hinweisung auf die Constitution und das Parlament das Protokoll ablehnen.

21. März.(Amtliche Mittheilung). Die türkische Regierung hat heute die Verlängerung des eben zu Ende gebenden Waffenstillstaudes bis zum 13. April excl. verfügt. Der Großvezir hat bereits den Fürsten von Montenegro biervon telegraphisch benachrichtigt und den militärischen Be · fehlshabern die betreffenden Befehle zugehen lassen. März. Die montenegrinischen Abge⸗ sandten wurden durch eine Depesche des Fürsten benachrichtigt, daß derselbe auf verschiedene der bisher gestellten Forderungen, wie auf die Ab- tretung des Hafens Spizza und des rechten Moracza- Users verzichte, und außer den bereits

von der Pforte zugestandenen Gebiets⸗Abtretungen nur noch an der Einräumung der Districte Niksie, Kuni und eines Theils von Kolacie festhalte. Der Abtretung von Wassojevitz an die Türkei könne der Fürst nicht seine Zustimmung geben und beharre auf der Bedingung binsichtlich der freien Schifffahrt auf dem Bojana-Fluß, ver zichte hingegen auf die Abtretung der Inseln im See von Skutari. Nachdem heute diese redu cirten Bedingungen von den montenegrischen Be- vollmächtigten an Sapfet Pascha mitgetheilt waren, wurden solche vom Ministerrathe in Berathung genommen.

Amerika. Washington, 21. März. Das Cabinet hat beschlossen, den Congreß zu einer außerordentlichen Session auf den 4. Juni einzuberufen. Dasselbe beabfsichtigt ferner, eine Commission von hervorragenden Staatsmännern

nach Louisiana zu entsenden, um sich über die Lage zu informiren, bevor es seine definitive Ent⸗ scheidung bezüglich des dortigen Conflittes trifft.

Aus Stadt und Land. Bad⸗Nauheim. Mit dem Früh Zuge von Frank-

furt kamen am verflossenen Sonntage zwei Geschäfteleute

von Frankfurt, denen von einem angeblichen Bedienten jolgende Geschichte vorgelogen worden war. Sein Herr, in Commerzienrath Sigismund, der bisher in Wien ge wohnt und bei dem er schon seit sieben Jahren diene, lasse die Herren auf den folgenden Tag nach Naubeim bestellen,

um die Eineichtung seiner geerbien VillaSchönbrunn,

die bis acht Tage nach Ostern sertig sein müßte, zu über

nehmen. Die Herren versprachen pünklich zu sein. Der Bediente hatte aber angeblich seine Beiestasche verloren, wodurch er momentan obne Mittel war, und er pumpte nun die Beiden ordentlich an. Am Sonntag früh an⸗ gekommen, fanden sie, daß die ganze Geschichte natürlich Schwindel war, wovon sie bei der Polizei auch sogleich Anzeige machten. Um den Aerger zu verteinken, begaben sich beide Herren zu einem hiesigen Gastwirih, wo unter

dessen noch drei weitere Herren mit dem 11 Ubr-Zug an

gekommen waren, die sich in derselben angenehmen Lage befanden. Nachdem der Zorn vertrunken war, fubren alle

Fünf um 12 Uhr wieder nach Frankfurt. Von dem Schwindler bat man noch keine Spur. Allerlei.

Paris. DerTemps berichtet den Tod eines

ieraelitischen Kaufmanns in Avignon, Namens Cremieux. Detselbe hat in seinem Testament 200,000 Fres. für die israelitischen Armen der Stadt, 200 000 Frcs. für arme Protestanten und 200,000 Frcs. für arme Katholiken in jeder der Pfarren intra muros hintetlassen. Zudem hat et das israeclitische Consistorium beauftragt, in seinem Namen und von seinem Gelde ein armes israelitisches Mädchen, und den Munizipalraih, eine arme Katholikin, jede mit 1000 Francs auszustatten.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 21. März. Der heutige Heu⸗ und Strobmarkt war sehr gut befahren. Heu kosicte je nach Qualität per Ceniner M. 4. 5.50, Stroh per Cen iner M. 4.4.50. Butter kostete 1. Qual. im Großhandel das Pfund M. 1.40, 2. Qual. M. 1.30, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.60, 2. Qual. M. 1.40. Eier das Hun⸗ dert gewöhnliche M. 6 6.60, italienische M. 78. Kartoffeln per 100 Kilogr. M. 6.50.

Mainz 21. März. Broducten⸗Markt. Waiten per Mäcz 22.75 pet Mai 22.90. Kern ver März 16.70, per Mai 16.80. Hafer ver März 16.45, per Mai 16.60. Rüböl per Mai 34.70.

Verloosung.

Eine ganze Serie schon früber gezogener Darmstädter 25 fl.-Loose müssen bis zum 15. Mai d. J. zur Treffer⸗ zahlung präsentirt werden, da die genannten Loose mit diesem Tage verfallen. Es sind im Ganzen ca. 5000 Loose gezogen und die Treffer noch nicht erhoben. Un⸗ gefähr 1000 Loose sind schon verfallen. Wir machen im Interesse der Inhaber fraglicher Papiere hierauf aufmerksam,

Geld⸗ Cours. Frankfurt am 22. März 1877.

* Tanz⸗ Unterricht 15 0* 883 Den geehrten Herrschaften von Nauheim und Um⸗ gegend die ergebene Anzeige, daß Unterzeichneter bereits vom 1. März d. J. an in Nauheim Tanzunterricht ertheilt. Das Honorar ist äußerst billig und es können neben Kinder auch Erwachsene am Unterricht Theil nehmen. Anmeldungen werden jeden Mittwoch und Samstag imDeutschen Hof zu Nauheim entgegen genommen;

auch ist Herr Gasthalter Bayer dahier bereit, Anmeld⸗

ungen entgegen zu nehmen. 8 Einer zahlreichen Betheiligung vertrauensvoll ent

egensehend zeichnet

5 abel den 15. März 1877. Hochachtunsgvoll L. Numpf,

* Tanz und Anstandslehrer

von Marburg.

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