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Deutsches Reich. Darmstadt. Seine Königl. Hoheit der Großberzog haben mittelst Allerböchster Entschließ- ung vom 5. l. M. das Gesetz, die Competenz der Strafgerichte in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen betr., zu vollziehen geruht, und wird dieses Gesetz, welches mit dem 1. Mai l. J. in

sei geschäftsordnungsmäßig durchaus zulässig. Be

längerer Debatte, unverändert genehmigt.

der Justiz, betr. die Vereinigung des Bezirks- beabsichtige. 12. een o Reichstag ung zurückweisen und die Entsendung eines Dele⸗ strafgerichts Michelstadt mit dem Bezirksstrafgericht setzte in seiner heutigen Sitzung die zweite girten nach Petersburg verweigern. 1 Darmstadt, sowie die Vereinigung des Bezirks- Lesung des Reichshaushalts- Etats fort. Beim 11. April. Den montenegrinischen Unter-

strafgerichts Alsfeld mit dem Bezirksstrafgericht Gießen. Diese Vereinigung, beziehungsweise die Aufhebung der Bezirksstrafgerichte Michelstadt und Alsfeld, tritt mit dem 1. Juli l. J. in Wirk⸗ samkeit. Aus diesem Anlaß wurden mit Wirkung vom 1. Juli l. J. ernannt: der Bezirksstrafgerichts- ekretär Löwer zu Michelstadt zum Landgerichts unterliege die 757 5 bei e dafllbst, der Staats- Absicht mancherlei Schwierigkeiten. im 6 anwaltssubstitut Haller zu Michelstadt zum Staats- der Telegraphen-Verwaltung befürwortete Schröder anwaltssubstituten bei dem Bezirksstrafgericht zu die Wiedereinführung der ersten Zone

Ueberführung des Werthbetrages

missärs erklärt wurde,

Etat der Wechselstempel Steuer stellte Sombart die Anfrage, ob die Regierung eine Vorlage wegen unter Berufung auf den formellen Beschluß der der Wechsel- Deputirtenkammer, stempel- Marken in die Markwährung zu machen von Niksic, Kucci beabsichtige, worauf Seitens des Bundes- Com- und bemerkte weiter, der Senat müsse die Frage daß die Regierung dazu noch heute prüfen, worauf die bereit sei, jedoch unterliege die Ausführung dieser

i. Alsfeld Satz von 30 Pfg. Darmstadt; der Landgerichtsassessor zu Alsfeld Se 0 und Richter bei dem Bezirksstrafgericht daselbst, des kleinen Depeschen⸗ Verkehrs. General- Post⸗ Hofmann, zum Stadtgerichtsassessor zu Darmstadt meister Stephan erwiederte darauf, die Frage

und Richter bei dem Bezirksstrafgericht daselbst;

wegen

Wiederherstellung der ersten Zone sei be⸗

ein Entkommen der Anführer zu verhindern. Türkei. Konstantinopel, 10. April. Die Pforte hat telegraphische Rundschreiben an alle ihre Vertreter im Auslande versendet, von welchen die hiesigen Geschäftstraͤger der aus⸗ wärtigen Mächte heute Abend Kenntniß erhalten. Die Pforte soll darin Bemerkungen über das Protokoll machen, ohne dasselbe absolut abzulehnen, die Erklärung Schuwaloffs bezüglich der Abrüst⸗

händlern gegenüber erklärte heute Sapfet Pascha,

die Abtretung der Districte und Kolatschin für unmöglich,

Montenegriner er-

wiederten, sie erwarteten am Freitag definitive

Beim Etat Antwort.

Maäontenegro. Cettinje, 11. April.

mit dem Seit drei Tagen finden zwischen Miriditen und für jedes Wort im Interesse Türken anhaltende Kämpfe statt.

Die Montene- griner werden unter Besetzung der Demarcotions linie sich defensiv verhalten.

Rußland. Petersburg. Die Meldung

der Landgerichteassessor zu Alsfeld und Richter reits geprüft, bedürse aber vor der Beschlußfassung einiger Blätter von der Erkrankung des Kaisers

bei dem Bezirksstrafgerichte daselbst, Kullmann, zum Landgerichtsassessor zu Gießen und Richter bei dem Bezirksstrafgerichte daselbst; der Bezirks- strafgerichtssekretär Kattrein zu Alsfeld zum Be- zirksstrafgerichtssekretär zu Gießen und der Staats- anwaltssubstitut Jöckel zu Alsfeld zum Staats anwaltssubstituten bei dem Bezirksstrafgerichte zu Gießen.

Postpersonalveränderungeu. Angestellt ist der Postassistent Bornträger in Darmstadt; Ange nommen ist als Postagent der Gemeindeeinnehmer Merz in Nieder Ramstadt; Versetzt sind: der Postsecretär Neuschäfer von Mainz nach Darmstadt und der Postassistent Nanz von Vilbel nach Fried- berg; ausgeschieden ist der Postagent Bender in Nieder⸗Ramstadt.

Berlin, 10. Reichstagssitzung.(Schluß.) Eine lange Reihe von Berichten über Wahlprüf ungen wurden nach den Anträgen der Abtheilungen erledigt. 11. April. Auf der Tagesordnung steht die erste Lesung des elsaß-lothringischen Etats. Der Unterstaats- Seeretär Herzog erläutert den selben. Nach längerer Debatte wird der Etat an eine Commission von 21 Mitglieder ver wiesen, ebenso die Vorlage, betr. die Einnahmen und Ausgaben des Reichslandes im Jahre 1875. Die elsaß⸗-lothringischen Gesetzentwürfe, betr. das Wasserrecht, den Kleinhandel mit Branntwein und Spiritus, das Aussuchen von Waaren-Bestellungen und den Gewerbebetrieb im Umherziehen, werden in erster und zweiter Lesung ohne Debatte resp. nach unerheblicher Debatte genehmigt. Der Freundschafts Verkrag mit den Tonga-Inseln wird, vom Abg. Kapp freudig begrüßt, in erster und zweiter Lesung unverändert angenommen. Sodann wurde folgendes Schreiben des Reichs- kanzlers verlesen:Berlin, 10. April. Ew. Hoch- wohlgeboren beehre ich mich, ergebenst zu benach⸗ richtigen, daß der Zustand meiner Gesundheit mir zu meinem lebhaften Bedauern nicht gestattet, mich an den bevorstehenden Verhandlungen des Reichs- tages zu betheiligen. Behufs meiner Wiederher stellung hat der Kaiser die Gnade gehabt, mir Urlaub zu ertheilen, und genehmigt, daß während der Dauer desselben meine Vertretung in diesem Hause bezüglich der inneren Angelegenheiten des Reiches von dem Präsidenten des Reichskanzler Amtes, bezüglich der auswärtigen Angelegenheiten von dem Staate Seeretär v. Bülow übernommen werde. Hänel sprach den Wunsch aus, daß das Schreiben gedruckt vertheilt und zum Gegenstand der Berathung in einer der nächsten Sitzungen gemacht werde. Präsident v. Forckenbeck verwies auf den Präcedenzfall vom 17. Mai 18723 da- mals sei eine weitere Erörterung an die betreffende Mittheilung nicht geknüpft worden. Das Schreiben werde selbstverständlich gedruckt und vertheilt wer- den. Der Antrag, dasselbe zur Debatte zu stellen,

noch weiterer Erbebungen. Daß der neue Tarif ungünstige finanzielle Ergebnisse gehabt habe, treffe nicht zu; die zeitweilige Verminderung der Ein nahmen beruhe auf anderen, äußeren Gründen.

11. April. Durch kaiserliche Ordre, von gestern datirt, wird dem Reichskanzler Fürsten Bismarck bis zum August Urlaub bewilligt. Die Vertretung des Kanzlers ist nach dem Vorgange der Beurlaubung im Jahre 1872 geordnet; demnach wird der Fürst in den inneren Reichs⸗Angelegen heiten durch den Präsidenten des Reichskanzler-Amts, Hofmann, in den auswärtigen Reichs- Angelegen- heiten durch den Staats Secretär v. Bülow und in Preußen durch den Vicepräsidenten des Staats- Ministeriums, Camphausen, vertreten. Der Kaiser behält sich vor, den Rath des Reichskanzlers auch während dessen Beurlaubung einzuholen.

Fürst Bismarck erhielt von dem Könige von Italien eine prachtvolle transparente Alabaster- Vase als Geburtstags-Geschenk.

DieNordd. Allg. Zig. meldet: Die Erörterungen über das Urlaubs- Gesuch des Fürsten Bismarck fanden zuerst schriftlich und theil weise auch mündlich zwischen dem Kaiser und dem Reichskanzler statt, danach unter Mitwirkung des Geh. Cabinetsraths von Wilmowski. DerPost zufolge hätte der Kaiser an den Rand von Bis marck's Entlassungs⸗Gesuch nur das eine Wort: niemals geschrieben.

Ausland.

Oesterreich- Ungarn. Wien. Der österreichische Kriegsminister hat mit den Directionen der Eisenbahn- und Dampfschifffahrt-G'sellschaften ein Uebereinkommen betreffs einer wohlfeilen Be förderung von Urlaubern und Reservisten im Fall einer Mobilmachung getroffen.

Frankreich. Paris. Der Prinz Napoleon hat die Versöhnung mit dem kaiserlichen Prinzen und die Reise nach London abgelehnt.

DemSoleil zufolge haben Simon und Say von Seite Italiens die Versicherung freund licher Gesinnung bei Frankreichs Neutralität in einem Orient-Krieg erhalten. Gleiches sei Abzae von deutscher Seite erklärt worden.

Italien. Rom, 11. April. Der von den Truppen angegriffene Haufe Internationaler ist keineswegs vernichtet; er setzt die Streifzüge fort. Eine Abtheilung Internationaler zog nach Zerstörung des Archivs in Lettino nach Gallo, wo sie die Steuercasse beraubten und ein der Ge meinde gehöriges Gebäude niederbrannten. Auch vor Capriati erschien ein Trupp Internationaler, der sich jedoch zurückzog, da die Bevölkerung sich bewaffnete. Die Mitglieder der Internationale vertheilen Geld, um Leute an sich zu ziehen,

jedoch wie es den Anschein hat ohne Er-

Alexander an einem Steinleiden ist vollständig unrichtig, der Kaiser befindet sich wohl. e 11. April. DerD. Ztg. telegraphirt man von hier: Am Sonnabend wird die Kriegs Erklärung in Petersburg bei der Kaiserparade erwartet. Der Kaiser reist am Sonntag nach Kischineff, die Pferde sind bereits voraus. Der Pruth Uebergang wird am 14. April erwartet. Amerika Washington. Die Bundes- truppen sind aus dem Regierungsgebäude zu Columbia in Süd- Carolina zurückgezogen worden. New York. Meldungen aus Havanna zu folge erhielt Jovellar von Madrid Instruction, von Zwangsmaßregeln gegen jene Deutsche, welche die Zahlung der außerordentlichen Kriegs-Contri bution verweigern, abzusehen.

Aus Stadt und Land.

Dieburg, 10. April. Einem hiesigen Mädchen wurde gestern eine Kugel in den Kopf geschossen, welche noch nicht wieder heraus genommen ist. Wie man ver⸗ nimmt, liegt eine Unvorsichligkeit vor. Indessen ist das Gericht mit der Sache befaßt.

Allerlei.

Homburg. Die Ausgrabungen auf der Saalburg baben wieder begonnen. Es sind hierzu von Seiten der Regierung etwa 6000 Mark für dieses Jahr zur Ver⸗ fügung gestellt.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 11. April. Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befabren. Hen kostete je nach Qualität per Ceniner M. 4.50 6.10, Stroh per Ceniner M. 4 505., Butter 1. Qual. im Großhandel das Pfund M. 1.3036., 2. Qual. M. 1.1520, im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.4550 2. Qual. M. 1.40., Eier das Hundert gewöhnliche M. 5.50., italienische M. 7. Kar⸗ toffeln per 100 Kilogr. M. 6.508. Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) M. 36 40., ganze Erbsen M. 2428, Bohnen M. 2226, Linsen M. 36 40, Ochsenfleisch per Pfund 70 Pf., Kuh- und Rinofleisch 50-60 Pf., Schweinefleisch 75 Pf., Kalbfleisch 5075 Pf., Hammel⸗ fleisch 4663 Pf. a

Mink, 11. April. Producten-Markt. Waizen per Mai 24.10. Korn per Mai 17.40. Hafer per Mai 16.50. Ruböl per Mai 35..

D. Frankfurt a. M., 12. April. Auch heute klangen die polinischen Nachrichten wenig tröstlich und ging aus denselben mit mehr oder weniger Gewißheit hervor, daß an dem baldigen Kriegsausbruch zwischen Rußland und der Türkei nicht zu zweifeln sei. Auch von den auswär⸗ tigen Plätzen scheint diese Ansicht getbeilt zu werden, wie es die erheblich niedriger eintreffenden Notirungen constatirten. Man eröffnete daher am internationalen Spikulationsmarkt mebrere Gulden unter dem gestrigen Mittagsniveau und besserten sich erst die Course wieder elwas, als die türkische Antwort auf das Programm der Großmächte bekannt wurde, die nicht so schroff ausgefallen ih, als erwartet worden war. Außerdem zeigte London eine sestere Haltung. Das Geschäft war ziemlich belebt. Von den Hauplspekulationspapieren bewegten sich Credit⸗ aclien zwischen 113½ 114½ 113½114¼113/ und 114, Staatsbabnaclien zwischen 179¼½, 178 180179 und 179%, Lombarden nahe 62. Von aus⸗

folg. Die Behörden treffen Maßregeln, die

ländischen Fonds waren zösterr. ungarische Fonds wieder

i Straßenübergänge zu besetzen und auf diese Welse der folgenden Fortsetzung der zweiten Lesung des Reichsbaushalts⸗Etats wurde das Capitel bezüglich der Zölle, Verbrauchs-Steuern und Aversen nach Im Laufe der Discussion wurde Seitens des Bundes Commissärs Michaelis bestätigt, daß die Re- f 7 N i ine Vorlage wegen Einführung einer Wirksamkeit treten soll, in aller Kürze im Großh. gierung eine 0 ü 7 V ersgabtee verkündigt werden. Hieran reiht Fabrik Steuer vom Branntwein an Stelle der sich eine Bekanntmachung Großh. Ministeriums jetzt bestehenden Maischraum- Steuer zu machen

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