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Beilage.
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Aberhelsischer Anzeiger.
N 38.
* Deutsches Reich. J Darmstadt. Das Großherzogliche Regiet- 1 sblatt Nr. 17 enthält: II. Bekanntmachung Großherzoglichen Min steriums der Fbanzen, dettessend die Außercourssetzung der Landesgold— zen und der landesgesetzlich den inländischen Münzen 9 gestellten aueländischen Goldmünzen. II. Bekanntmachung desselden Ministeriums, die Außer tesetzung der Kronentbaler, sowie von Münzen des ventienssußes beitessend. III. Bekanntmachung Großh. Kreisamis Alzey, die eldung des Großherzoglichen Rabbinen zu Alzey für 4 betreffend. IV. Uedersicht der für das Jahr 1874 genehmigten lagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den einden des Kreises Vilbel. V. Eribeilung eines Erfindungspatents. VI. Nameneveränderung. VII. Concurtenzerössnungen. Erledigt sind: die Stelle es Elementatlehters für Mädchen an der städlschen ttelschule zu Darmstadt mit einem Ansangsgehalt von I. jäbrlich, ausschlüßlich der Wobnungsvergitung; bungen sind innerbalb drei Wochen einzureichen; eine lerstelle an det Stadiknabenschule zu Darmstadt mit em jäbrlichen Gebalt von 800 fl.; die Stelle ist mit em seminaristisch gebildeten Lebret zu besetzen; die driite ugelische Schulstelle zu Trebur mit einem jährlichen halt von 460 fl.; eie dritte katbelische Schulstelle zu tih mit einem jährlichen Gebalt von 400 fl.; die lie kalbolische Schulstelle zu Bürstadt mit einem Gebalt 550 fl.
Darmstadt. Das Justizministerium bat den hörden, welche ihre Amts- Verrichtungen dem- jchst in dem neuen Justiz- Palast vorzunehmen ben, die für sie bestimmten Localitäten bereits ich die Baubehörde überweisen lassen. Eine ond ere Feierlichkeit findet nicht statt. Die Ober- aats anwaltschast ist bereits übergesiedelt, das ofgericht ist im Begriffe, überzusiedeln, das Be— Aksstrafgericht wird den 31. d. seine Sitzungen ü neuen Saale kröffnen. Mainz. Am Samstag
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Abend wurde ein
Alcher von den hiesigen Gerichten wegen Be— digung des Fursten Bismarck und Grafen Hen u. s. w. zu 3 Monaten Gesängniß verur- wilt ist, von der Gendarmerie auf der Straße in haftet und in das Gefängniß zum Strafvollzug elge führt.
Berlin, 24. März. Der Reichstag beendigte nich Erledigung der Interpellanon Hohenlobe die eite Lesung des Preßgesetzes, wobei der zurück-
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verbieten, nach den Anträgen der Commission enommen, ein Antrag Gerber's, betreffend das Atunge verbot auf 6 Monate zu beschränken, bei mentlichem Aufruf mit 162 gegen 156 Stimmen tlehnt wurde. Die Debatte über eine Reso- ion betreffs der Verweisung der Preßvergehen die Schwurgerichte wurde zur dritten Lesung tagt. Hierauf kam der Antrag Völk⸗Hinschius en Einführung der Civilche zur Berathurg. Ich längerer Debatte, welcher einige Zeit die oßherzoge von Baden und Weimar beiwohnten, rde zweite Lesung im Plenum beschlossen. N — Der„Reichs-Anzeiger“ veröffentlicht einen laß des Kaisers an den Reichskanzler, worin n Kalser für die äußerst zahlreichen Glückwünsche 1 seinem Geburtstage, die ihm innerhalb und gerhalb des deutschen Reiches in den mannig: sbosten Fermen, zum Theil in fremden Sprachen, Mgegangen, seinen Dank ausspricht. Je freudiger Wies Zuströmen llebenswürdiger, von Herzen zu Ven bringender Beweise froher Theilnahme den Mer überrascht habe, um so mehr habe er sich frohem Hipblick auf soviel Liebe und Ver- Rung gehoben gefühlt, desto lebhafter sei sein em empfundener Dank. — 20. März. Reichstag. Erste Berathung Gesegentwurses, betreffend die Ausgabe von lechs-Kassenscheinen. Der Präsident des Reichs- gicramtee, Staate minister Drlbrück, leitet die Ulle ein. Mosle spricht gegen die Vorlage greift die Finanzpolitik Camphausen's an, Am er für die zweile Lesung einen Antrag auf
Ir lebender pensionirter preußischer Justizbeamter,
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Vertagung bis zum Erlaß eines Bankgesetzes an— kündigt. Camphausen befürwortet die Vorlage, welche einem dringenden Bedürfniß entspreche, in—
deß für Preußen am wenigsten nothwendig sei.
Camphausen erörtert den Standpunkt der Regier- ung gegenüber der Vorlage, beleuchtet die preußischen Papiergeld Verhältnisse, weist nach, daß Preußen keinen Vortheil von der Vorlage habe und empfiehlt schließlich deren Annahme. Nachdem noch Günther für, Tellkampf gecen die Vorlage gesprochen, und Bamberger mit ihren Principien sich einverstanden erklart, aber gegen den Betrag der Reichs-Kassen— scheine sich ausgesprochen hat, erfolgt der Schluß der Debatte. Das Haus beschließt zweite Lesung im Plenum. Es folgt die zweite Lesung des An-
trages Völk-Hinschius, betreffend die Einführung
der Civilehe im Reichsgebicte. Ein zu§. 1 von Saucken gestelter Antrag, betreffend die Aus- schließung der Geistlichen von der Bekleidung der Standesämter und die Verpflichtung der Gemeinde— Beamten zur Führung der Standesämter wird nach längerer Debatte angenommen, ebenso werden die übrigen Paragraphen bis§. 42 genehmigt. Der Reichstag vertagt sich vom 27. d. bis zum 13. April.
Koblenz. Wie der„Ostsee-Ztg.“ miige⸗ theilt wird, sind die beiden von der Gesellschaft „Weser“ in Bremerhaven gefertigten Rhein-Dampf⸗
Kanonenboote(Monitors) nunmehr bis auf die Montirung ihrer Maschinen vollendet und werden
voraussichtlich noch in diesem Monat nach ihrem künftigen Standort Koblenz abgeden. Die Bedienung erforderliche Flotten-Mannschaft, 6 See— Offiziere und 60 Mann, ist bereits designirt und wird der Commandantur der genannten Festung direct unterstellt werden. Außer jenen Matrosen er- hält jeder Monitor im Kriegsfall noch eine Besatzung von 50 Infanteristen. Sie führen je zwei 12 Cm. Marine-Geschütze in einem Dreh-Thurm, welcher ebenso wie der Gürtel-Panzer eine Panzer— Stärke von 7 Cm. hat.
Köln. Im biesigen Gefängnisse werden drei Räume zur Empfangnahme eines Gefangenen ein— gerichtet, woraus man schließt, der Erzbischof von Köln werde hierselbst seine Strafe verbüßen.
Kassel. Der als renitent abgesetzte Pfarrer Rohnert in Steinbach- Hallenberg(in dem zur
Aellte§. 17, betreffend die Befugniß des Reichs- ebemaligen Prov. Fulda gehörigen Kreise Schmal⸗ begonnen bat. Izlers, ausländische Zeitungen auf zwei Jahre kalden) hat sich unter Berusung auf das Falk'sche
Gesetz vom 14. Mai v. J. dem altlutherischen Ober-Kirchen-Collegium in Breslau unterstellt, welchem Beispiete der Pfarrer Amelung in Herren— breitungen jedenfalls solgen wird.
— Das Consistorium hat das mit der Unter— werfungs- Anzeige verbundene Gesuch des abge— setzten Pfarrers Klöffler in Wolfhagen um Restitution endgültig abgelehnt.
Deidesheim. Dahier, in Freinsheim und Gimmeldingen haben sich neuerlich Lokal-Vereine des„Vereins der Pfälzer Weinproducenten“ zur Bekämpfung der Wein Fabrikation gebildet. Mehr als alle Vereine wird ein gutes Wein-Jahr gegen die Wein-Fabrikation ausrichten, und bis jetzt wenigstens läßt der Stand der Reben ein solches hoffen.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Der Kampf im Herrenhause gegen die consesstonellen Gesetze droht heiß zu werden. Man commentirt allgemein das demonstrative Auftreten des Prager Professors Dr, Höfler, der im Vereine mit den böhmischen Hochtories jetzt gegen diese Vorlagen agitirt, nach— dem ihn die liberale Partei bereits früher des— avouirt, das Ministerium Auersperg aber ibn zum Regierungsrath ernannt, und ins Herrenhaus be— rufen batte.
Schweiz. Bern. Der Genfer Große Rath beschloß mit 55 gegen 16 Stimmen, die Bundes— Revision anzunehmen, aber keine Proclamation an
das Volk zu erlassen, was den Mitgliedern der 63
zur
antwortlichkeit freigestellt ist. Der Cantonsrath von Obwalden wird mittelst Proclamation die Verwerfung der Revision empfehlen.
Frankreich. Paris. Das Journal„Assem⸗
blée nationale“ kündigt die baldige Publication eines Briefes des Brafen Chambord an den Deputirten Cazenove de Pradine betresss des Septennats an. — Der Herzog und die Herzogin von Edin⸗ burg sollen am 28. d. zu vierzebntägigem Aufent- halt in Paris eintreffen, wo die Regierung, der „Gacette de France“ zufolge, ibnen zu Ebren in Paris und Versailles glänzende Festlichkeiten zu veranstalten gedenkt.
Großbritannien. London. Das Budget des Landheeres weist gegen das vorige Jahr eine Vermehrung von 69,200, dasjenige der Marine eine solche von 279,760 Pfd. Sterling nach.
— Die Königin wird die Revut über die aus dem Aschantikriege zurückgekehrten Truppen am 30. d. in Windsor abnehmen.
Spanien. Madrid, 24. März. Dem „Reuter'schen Bureau“ in London wird aus Durango gemeldet, die Carlisten hätten die Be- schießung Bilbab's mit Brandbomben begonnen, mehrere Straßen ständen in Flammen, die Vor— stadt Albig aaf dem linken Ufer des Nervion sei nach lebbaftem Kampfe von den Carlisten be setzt worden.
— Der Pariser„Moniteur“ veröffentlicht eine Correspondenz aus Madrid, wonach die Wieder- herstellung der constitutionellen Monarchie mit dem Prinzen Alphons von Asturien dort ernstlich dis; tutirt werde. Die Königin Isabella hätte bisber noch nicht zugestimmt, doch sei der Plan von den Urhebern, welche eventuell die einstweilige Ein- setzung eines Regentschaftsraths beabfichtigen sollen, bis die Umstände es dem Prinzen erlauben, selbst nach Spanien zu kommen, keineswegs aufgegeben. Der neue General- Capitän für Cuba, General Concha, Marques de la Habana, kam am 16. d. auf einem Kriegsdampfer von Sautan- der hier an zu einer Unterredung mit Serrano, urmittelbar vor seiner Abreise nach Cuba.
— 26. März. Ein amtliches Telegramm des Marschalls Serrano meldet, daß der Angriff auf die carlistischen Positionen gestern Morgen 6 Uhr Das Centrum, unter Befehl des Generals Loma, drang bis Carreras vor, der rechte Flügel, unter General Primo de Rivera, ging gegen die starke Position der Carlisten vor, die mit Erfolg von zwei Batterien beschossen wird. — Mitternachts. Weitere Telegramme aus Somor— rostro melden, daß die republikanische Armee gegen San Pedro Albanto, den Haupsvertheidigungs- Punkt der carlistischen Stellung, erfolgreich vor- rückt. Die Batterien sind bis Santa Juliana Carreras vorgeschoben. Der rechte Flügel hat erhöhte Posinnonen an der Eisenbahn nach Cal“ danes genommen. San Pedro Albanto steht in Brand. General Primo de Rivera hat die wich— lige Position von Montano, von welcher die Rhede von Bilbao eingesehen wird, genommen. Die Flotte unterstützt die Bewegungen der Armee mit Erfolg. Man dalt die Wegnadme von Monte Albanto für unmittelbar bevorstedend.— 2 Uhr 45 Min. Morgens. Später eingelausene Tele- gramme bestätigen den Sieg der Republikaner. Dieselben campiren auf den den Carlisten abge— nommenen Postitionen. Das Feuer wurde Nachts eingestellt. Die Verluste betrugen 17 Offiziere 435 Mann verwundet, 2 Offiziere 15 Mann todt. Die Carlisten vertheidigten ihre Positionen sehr hartnäckig.
[Rußland. Petersburg. Der Geburts- tag des deutschen Kaisers ist von dem biesigen Hose am Sonntag durch ein Fesidiner geftiert worden.
ö* 5 2 Eine gespielte Violine
nebst Bogen und Kasten billigst abzugeben
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Mehrheit und Minderheit unter persönlicher Vero sagt die Exped. d. Anz.


