stimmen werde. Freiberr von Malzahn erklärt! Schweiz. Bern, 13. April. Die Landes-, b. Frankfurt a. M., 14. April. Die Börse ver⸗
Seitens der Conservativen die Zustimmung zu dem Compromiß. Hasenclever spricht für den Antrag der Socialisten. Bundescommissär General, v. Voigts-Rhetz spricht gegen die Anträge der Forischrittspartei und des Centrums auf jährliche Feststellung des Contingents duech das Budget. Er weist auf den dem Reichstage zustehenden weiten Spielraum bei der Berathung des Budgets des Heeres und auf die Höhe der Militärbudgets der übrigen europäischen Großstaaten hin, gegen welche das deutsche relativ sehr niedrig sei, und betont, daß die Präsenzstärke nicht zu hoch ge. griffen sei. Redner gibt einen Ueberblick über die Kriegsstärke der übrigen europäischen Mächte, unter denen Deutschland erst die dritte Stuse einnehme, und sagt zum Schluß:„Wir brauchen eine starke Armee, um eine kräftige Politik zu führen, wir brauchen eine gefürchtete Armee, um den Frieden zu erhalten. Das werden Sie nicht erreichen, wenn Sie den Bestand der Armee jährlich in Frage stellen. Deßhalb bitte ich, verwerfen Sie die Amendements der Abgeordneten Ausfeld und v. Mallinckrodt.“(Beifall.)
— Dem Vernebmen nach beabsichtigen Löwe (Calbe), Berger(Witten), Spiegelberg und die sechs fortschrittlichen Unterzeichner des Bennig; sen'schen Compromiß Antrages, aus der Fort⸗ schrittspartei auszutreten.
— Wie der„D. R.⸗C.“ hört, liegt es in der Absicht der Regierung, den Gesetzentwurf, betr. die Ausgabe von Reichs ⸗Cassenscheinen, wie er jetzt dem Reichstage vorliegt, demnächst zurückzu- ziehen und in neuer Form noch in dieser Session wieder vorzulegen. b
— Die„National-Zeitung“ meldet: Außer den bekannten 9 Abgeordneten tritt der Abgeordnete Rohland gleichfalls aus der Fortschrittspartei aus. Von den übrigen Mitgliedern der Fortschrittspartei werden noch Knapp, Alnoch und Knisker für den Compromiß stimmen.
— Das Zustandekommen des Reichspreßge- setzes wird stark bezweifelt, weil im Bundesrath die Vertreter Preußens besonders lebhaft gegen die Amendirungen des Reichstags opponiren.
Breslau. In Folge von am Sonnabend durch klerikale Agitationen veranlaßten Unruhen in Laurahütte sind gestern, der„Breslauer Zeit— ung“ zufolge, der Pfarrer Stabik und der Caplan Saniparski wegen Aufreizung, und acht Männer und zwei Frauen wegen Landfriedensbruchs ver— haftet worden.
Rodenberg. Der hiesige Rector, welcher zur Fahne dec renitenten Geistlichen unserer Pro— vinz hält, hat sich Anhänger zu verschaffen ge— wußt, die sich zu einer Art Gottesdienst bei ihm versammeln, wenn die Glocken hier zum Gottes- hause rufen. In Folge dessen sind Untersuchungen dieserhalb vor dem Landrathsamte in Rinteln im vollen Gange. Auf der Liste der Candidaten ist sein Name schon vor längerer Zeit gestrichen.
Dresden. Sächsische Blätter melden, daß in Anbetracht des ablehnenden Verhaltens der sächsischen Regierung gegen das Reichs-Civilehe— Gesetz von liberalen Abgeordneten beabsichtigt wird, die Angelegenheit sofort nach Wiedereröff— nung des Landtags dort zur Sprache zu bringen.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 13. April. Das Herrenhaus lehnte den Minoritäts Antrag, über das erste confessionelle Gesetz zur Tagesord— nung überzugehen, bei namentlicher Abstimmung mit 77 gegen 43 Stimmen ab und begann hierauf die Specialberathung. Vor der Abstimmung traten der Cultusminister und der Ministerpräsident unter dem Beifall der Majorität für die Vorlage ein.
— 13. April. Das Herrenhaus nahm fämmt⸗ liche Paragraphen des confessionellen Gesetz-Ent— wurfes in der Fassung des Ausschusses an, die zu einigen Paragraphen gestellten Anträge der Minorität ablehnend. Sodann wurde auch das Einführungs-Gesetz unverändert angenommen und die Gesetz Vorlagen sofort in dritter Lesung ge— nehmigt. Vor dem Beginn der Specialdebatte hatten die Erzbischöfe und Bischöfe den Saal verlassen.
gemeinde des Cantons Glarus hat einstimmig das kehrte heute, nachdem die Deckungekäuse der Contremine
Standesvotum für die Annahme des Bundes- war auch das Geschäft wenig belebl. Creditactien bewegten revisionsentwurfs abgegeben. sich zwischen 206 ½—5½ und 206. Staats bahnactien
lagen ebenfalls unbefriedigende Einnahmeberichte vor. Die Abanto vom 9. d. meldet, Marschall Serrano Pabn halle in der letzten Woche ein Gesammibetriebs⸗
f int ae Creditactien einen Deport von ca. ½ fl. In österr. Carlisten definitiv zurückgewiesen beben Bahnen herrschte heute einiges Angebot. Galizier sind
Italien. Rom. Die„Liberta“ meldet, 1½ fl., Elisabelh 1 fl., Voralberger 2 fl. matter. Bon der österreichische Botschafter Graf Paar habe am Deutschen Baynen verkehrten Hess. Ludwigsbahn anziebend. Freitag die Antwort des Kaisers von Oesterreich Von Banken waren in Folge ibres günsigen Jahresberichts
2 g 3. vesonders Deulsche Effectenbank gesucht und 1% höher. aut das Schreib dea Pang 18 175 Oesterr.⸗Deulsche hoben sich 7 /, Oesterr. Nationalbant selbe Blatt vernimmt, der Papst babe den Bot. 4 fl. höher. Prov.-Disconto ½4%, Wechslerbank 1¼%
schafter bei dieser Gelegenheit sehr wohlwollend matter. Staatsfonds fest. Oesterr. Renten besser. 30% empfangen und man habe im Vatican beschlossen, Bad. ¼ mauer. Prioritäten beliebt, namentlich beute
i 1 un wieder Iiatienische. Die Subscription auf die 4½0% gegen pie consessionallen Gesetze in Oesterreich nur Prioritäten der schweizerischen Centralbahn und der schweiz.
rein formelle Opposition zu machen. Nordostbabn bei den Hrn. M. A. v. Rotoschild& Söhne dahier erfreut sich anhaltend reger Betheiligung. Auch Aus Stadt und Land. 1 55 liefen aus allen Theilen Deutschlands und der
Mainz, 11. April. Heute Nacht gegen 2 Uhr wurde Fache zahlreiche eee e eine Von ameri- beim Rangiren im Güterbahnhof einem Heizer der linke 20% fh* sin 1 9559 10 South F Arm überfahren. Die Verletzung war der Art, daß, nach— 190 195 10% 5 1 0 0 ch 95 8 dem man den Verunglöckten in das Hospital verbracht We he 8 9 /o besser, Dortmunder 1% matter. on hatte, der Arm amputirt werden mußte. Der arme echseln London matter.
Mensch ist von Dienheim und 21 Jahre alt.
Allerlei. Frankfurt. Die Anmeldungen der Händler zum!
Geld Cours. Frankfurt am 14. April
— 0 2 *
Besuche des Ende dieses Monats staltfindenden Pferde, Preußische Friedrichsd'or. f. 2
markts sind sehr beträchtlich eingelaufen, manche sind auch eh 9 34—36
schon mit ihren Pferden bier eingetroffen. Die Thatsache Holländische fl. 10-Stücke e
steht beute schon fest, daß der heurige Frühjahrsmarkt besser Ducaten. I. 5 30—32
als die beiden vorjährigen Märkte befahren sein wird. Ducaten al marco g„ Frankfurt. Oer Nickelchestag ist glücklich vorüber 20⸗Frankenstücke 3 0 9 24—25
und haben sich glücklicher Weise die mit großer Bestimmte Englische Sovereigns l 057
veit aufgetretenen Getrüchie bevorsiehender Excesse nicht Russische Imperiales. n
bewahrheitet. Die umfassendsten Vorkehrungen waren ge- Dollars in Gold... 3 0 225 26
troffen, um jede Ausschreitung sofort im Keime zu er-*
slicken. Da wo Menschenansammlungen statthatten, wurden
die Leute freundlichst ersucht, nicht stehen zu bleiben, und E i n ge andt.
den Verkebr zu stören, sondern zu circuliten. W. 9„ Frankfurt. Die Leichen verbrennung gewinnt auch ir glauben es nicht unterlassen zu dürfen, alle
Freunde der Musik auf das nächsten Sonntag stattfin⸗ * 8 N— N en! 0 id 7* Summen repräsentiren, Boden. Ein Comite ist in der Wei ee Bildung begriffen, welches demnächst eine Versammlung flossenen Winter bei verschiedenen Concerten Gelegenheit berusen wird, um auch hier einen Leichenverbrennungs; gegeben ihre trefflich geschulten Stimmen zu. verein 1 um 8 rene zu thun Das Plogramm ist ein sehr gewähltes und verspricht uns bei den städtischen Behörden, bei der Anlage des neuen] gas N A.. Friedhofs in Sachsenhausen eine Einrichtung zu treffen, C absteles Wudtderinn, Wünschen wir ihnen ein recht welche das Verbrennen der Leichen ermöglicht. 0 3 f 5 München, 12. April. Wilbelm v. Kaulbach ist gestern Nachmittags 4 Uhr unter ungebencer Betheiligung
* des Publikums aus allen Ständen auf dem füsdlichen! S U Friedhof zur letzten Ruhe bestattet worden. Vor dem 1 eru 0
überaus reichgeschmücklen Sarge gingen die Eleven der:;; Akademie mit einer Trauerfahne, Lorbeeckränzen und Am 1. April brannte die ganze Hofraithe des
Wachsfackeln. Hinter demselben schritten in langem Zug biesigen Ortsbürgers Franz Blatz bis auf den die Staalsminister des Cultus und des Innern, der Rumpf des Wohnhauses nieder. Es ist nicht Universuätsrector, viele Plosessoren der Hochschule, des allein die Hofraithe, sondern auch sein ganzes
Polytechnikums und der Akademie, die Mehrzahl der*; 1 beiden städischen Collegien, die Vertreter der liberalen Mobiliar, sowie Frucht, Streh, Heu und für
Münchener Presse und sehr viele Verehrer und Freunde einige hundert Gulden Wagner- Werkholz und des Verlebien aus allen Kreisen. Da bei dem Civilbegräb-T Werkzeug verbrannt. Der Unglückliche ist Familien- niß jede priesterliche Function unterblieb, so hielten an Vater, schwer mit Schulden belastet und hatte die
dem mit einem Blumenbaldachin überwölbten Grabe H f ert N 50 Prosessor Carriere, die Maler Paul und Hiff, sowie Hofraithe schlecht versichert, so daß die Enischä
Reclor Riebl Trauerreden, die sich auf Kaulbach's Wirken digung kaum hinreicht für Aufbauung des Wohn⸗ als Künstler, Lehrer, Familienvater, Freund, Staatsbürger hauses. Die Mobilien waren gar nicht versichert. bezogen. Ein Grabgesang bildete den Schluß der Trauer⸗ Blatz ist jetzt ein armer Mann und in einer sehr
feier, die vom Wetter begünstigt, in würdevollster Ordnung üblen Lage; er war stets fleißig und bra verlief. Namens der Künstlergenossenschaft, der Fortschritts— b ale Ruf 1 1005 05 S 5 5. We partei Münchens, der lieberalen Presse Berlins und unbe 9 ne Sorgen immer
Münchens, wurden Kränze in das Grab gelegt. Aus mit heitrem Sinn. ö
allen größeren Städien Deutschlands, darunter von der Wir, die Unterzeichneten, richten nun an alle Künstlergenossenschaft der Polen, waren Kränze eingetroffen. Menschenfreunde die Bitte, durch milde Gaben die Noth des Verunglückten einigermaßen lindern Handel e zu helfen, insbesondere bitten wir die Bewohner Friedberg, 15. April. aizen 16 fl. 40 kt.; Korn Friedbergs und Bad- Nauhtims, nach welchen
** b 2 7(* 2 2 2 22 1 ee We 9 fl. 30 kr. beiden Städten wir Nieder- Mörler doch unseren 105 5 ganzen Verkehr haben“), ihre milde Hand aufthun Frankfurt, 13. April. Der heutige Viehmarkt war J 05 25 a gut befahren. Angetrieben waren: 330 Ochsen, 190 Kühe, zu wollen. Die augenblickliche Noth haben wir 200 Kälber uno 300 Hämmel. Die Preise stellten sich; durch Einsammeln von Heu, Stroh und Früchten Ochlen 1. Qual. 42 fl. 2. Qual. 40 fl. Kühe 1. Qual. im Ort zum Theil gestillt; es reicht dies aber
38 fl. 2. Qual. 36 fl., Kälber 38 fl. Hämmel 38 fl. per Cir. nicht für die Zukunft. Eine jede Gabe nehmen Frankfurt, 13. April. Fruch bericht. Mehl Nr. 1m i it über di 27 fl. Nr. 2 25½½ fl., Nr. 3 22½ fl., Nr. 4 18½ bis wir dankbar an und werden seiner Zeit über die
19 fl., Nr. 5 16¾—17 fl., Roggenmehl%(Berliner[ Verwendung Rechnung stellen. r Manke) 19 fl. do M.(Berliner Maike) 13½ l. Waizen Nieder⸗Mörlen den 4. April 1874. eslectes bie 17½ fl., Korn 12—413½ fl., Gersle 13 Rachor, Pfarrer. Möbs, Bürgermeister.
big 14½ fl., Haser 11½— 11¾ fl., Kohlsamen 16½ fl., Die Expedition des Oberhessischen Anzeigers
5 95 5 fl., Wicken 10 fl., Linsen 12-17 fl. Rüböl!. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo. g a.
Mainz, 14. April. Productenmarkl. Waizen per nimmt gleichfalls Gaben Ankbar in Empfang. Mai 16 fl. 24 ke., per Juli 16 fl. 3 kr. Roggen per]—— 5
April 11 fl. 42 kr., per Mai 11 fl. 40 kr., per Juli*) Durch ein Versehen des Setzers wurde in der
in hiesiger Stadt, wo die Begräbnißkosten oft m ansehnliche
11 fl. 10 kr. Hafer per Mai 11 fl. 15 kr., per Juli 11 fl. Nummer vom 11. April nur„Friedberg“ genannt. 118 ekr. Rüböl per Mai 17 fl. 42 kr., per Ocl. 19 fl. 10 kr. Die Redaction.
beendigt sind, in etwas matterer Haltung wie gestern und b
Spanien. Madrid, 13. April. Eine waren durch ihre zweitägige schlechte Einnahme gebriickt Depssche von carlistischer Seite aus Zan Pedro und gingen von 325 auf 324% berab. Für Lombarden
babe den Carlisten durch Elio Conventions-Vor⸗ ergebniß von ca. fl. 529,000 mit einem Minus gegen schläge gemacht, dieselben seien indessen von den das Vorjahr von fl. 203,000. In Liquidation bebangen
n
1 gundbuche f glaube füt b 14 Nergte Aindt ce hl, Vorfebe Senner vors hats nicht asspireuügl⸗ 1 es G abe sit bar 1 bie Anz aneh dere
8
enn düuses Iusem die Die un gem 31. J Bad⸗
9 0 f 1013 Me pol in Hef
des hiesiger bittend ver


