Zur Reichstagswahl.
Anfrage aus dem 2. oberhessischen Wahlbezirk.
453 Wie will es Herr Hofgerichts-Advocat Freiherr v. Wedekind rechtfertigen, daß er dermalen im Interesse seiner Candidatur zum Reichstagsabgeordneten in unsrem Wahl— bezirk von Ort zu Ort pilgert und Wahlversammlungen beiwohnt, während die zweite Kammer der Landstände, welcher er als Vertreter der Stadt Friedberg angehört, in der vergangenen
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An die Wähler! Der nahe bevorstehende Tag, welcher
alle deutschen Wähler zusammenführen wird, um die von unseren Heeren auf den Gefilden Frankreichs blutig erkämpfte Einigung der deutschen Stämme und Wiederbegründung des deutschen Kaiserreichs durch die Wahlen zum ersten deutschen Reichstage zu besiegeln, erscheint
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und in der laufenden Woche Sitzungen über wichtige Angelegenheiten abgehalten hat resp.
abhält e vorzugsweise geeignet, det Fürsorge für Die—
jenigen zu gedenken, welche in jenem Kampfe Gesundheit und Leben eingesetzt haben und noch jetzt an Wunden oder Krankheit darniederliegen. Auf Auregung des deutschen Centralcomités sollen deßhalb am Wahltage(3. Marz d. J.) n allen Wahllokalen des deutschen Reichs, und insbesondere— mit Genehmigung der höchsten Staatsbehörde— auch im Großherzogthum Hessen, Sammelbüchsen mit der Aufschrift:
Dank der Wähler an die deut⸗ schen Krieger
aufgestellt und der Ertrag für die Pflege der Verwundeten und Kranken verwendet werden.
Wir brauchen wohl kein Wort weiter hin— zuzufügen. Wo wir zum erstenmal im neuen deutschen Reich unsere politische Pflicht als
„Welche Entschuldigung will er insbesondere dafür vordringen, daß er in der Sitzung
„vom Samstag den 25. d. Mts., in welcher ein auch von ihm unterzeichneter
„Antrag auf Erbauung einer Eisenbahn von Alsfeld nach Friedberg
„zur Berathung und Beschlußfassung kam, ganzlich gefehlt und statt in Darmstadt
„— in Södel“) Reden gehalten hat 2“ Bei diesem Antrag handelte es sich neben Erbauung der Bahn überhaupt insbesondere auch um den Ausspruch des speziellen Wunsches der Kammer, daß die zukünftige Bahn gerade in Friedberg einmünden moge. Die Annahme des Antrags war in keiner Weise außer Zweifel gestellt und konnte es auf die eine Stimme des Herrn von Wedekind ankommen, ganz abgesehen, daß es seine Schuldigkeit als Antragsteller gewesen wäre, den Gegenstand auch bei der Berathung zu unterstützen. Hat Herr von Wedekind hier das Interesse der Stadt Friedberg, deren Vertreter er im Landtage ist, und der Wetterau gewahrt e Merkwürdig verhält sich diese Thatsache zu einer kurzlich im Wetterauer Boten erschtenenen Notiz, worin ein Vogelsberger seine Befriedigung über die Candidatur des Herrn v. Wedekind im Hinblick auf dessen Thätigkeit in der Alsfeld Friedberger Bahnangelegenheit ausspricht e Der Mann scheint durch die Unterschrift des erwähnen Antrags durch Frhrn. von Wedekind bereits befriedigt zu sein! Haben wir hiernach Garantien dafür, daß Herr von Wedekind
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ö nicht auch im Reichstag bei Gegenständen, welche unsern Wahlbezirk nahe berühren, 3 Wähler üben, wollen wir auch unsere Pflicht 15 bei der Branntweinbesteuerung, welche wieder zur Berathung gebracht werden wird, fehlendes Dankes erfüllen, jeder nach Vermögen, ate b würde. Kann nicht fast angenommen werden, er würde auch dort wichtige Sitzungen s. 3. aber alle freudig und in dem Bewußtsein, daß Dar ö versäumen, um vielleicht die Erneuerung seines im nächsten Jahre ablaufenden Mandats als Alles, was wir auch thun, hinter dem zurück⸗„ 0 Landtagsabgeordneter hier zu betreiben! bleibt, was unsere kämpfenden Brüder dem *) Diürch ein bei der Correct terlaufenes Versehen ist diese Stelle in d i N si istellend Raten Feta eee 1 U 8 orrec 5 un er au enes 2 005 en 1 lese elle in der vorigen ummer sinnentstellen Da r m st a 187 15. Februar 1871. zum Abdruck gekommen, was berichtigend bemerkt wird. der Vorstand des Hülsbereins im Großher⸗ 10 2 8 jogrhum Hessen für die Krankenpflege und Die Saumenhandlung„Zum strinernen Haus“ JI Se er Se e 7 Der Vorsitzende: Der Schriftführer: 100 von A. Weber. A. Buchner. Georg Andreas in Frankfurt a. M., Markt 44, J D a u E halt ihr Lager in allen Gattungen 5 f 465 Belm Scheiden aus dem uns so lieb gewordenen ö
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sagen wir dem Herrn Med tzinalrath Dr. Bode und
Herrn Dr. Bode jun. für die gute
i 3.. und freundliche Behandlung im Reseive⸗Lazarelh Trink⸗ 5 npfohlen. Cataloge gratis& franco. 403 dalle unsern innigsten Dank, insbesendere auch den fang 78 2 werlden Damen für die liebevolle Pflege und Auf⸗ und 1 meiksamkett, die dazu beitrug, uns den Aufenthalt in Dite 1 1 II im E 1 1 E U Naudeim während unserer Krankheit so angenehm zu Folge machen, daß die bier verlebten Tage eine herrliche, bur .. 8 f unausöschliche Erinnerung bet uns zurückgelassen. 1 0 446 zur Reichetegswahl mit dem Namen des Herrn Georg v. Wedekind können in Empfang Nochmals berzlichen Dank. Aue genommen werden in Butzbach bei M. Kuhl, Friedberg bei C. Scriba, Groß Karben Köster Unterossizter der Garde⸗Artillerle. bol bei K. Mai, Vilbel bei W. Kullmann, Altenstadt bei Aug. Geiß, Büdingen Abel, Gesrelter im 4. Ingentcur-Corpa. tber bei Pf. Habermann, Nieder-Mockstadt bei Aug. Cullmann.* all — Veeere Oelfässer, Li— 4„ 4 11 E N l. d 1 1 g. 8 5 390 zu Pfuhl ꝛc. ꝛc., bet Georg Groß. 15 477 Die Wähler unserer Stadt werden auf Donnerstag Abend 8 Uhr zu einer Besprechung K f— 4 b im obern Lokal des Herrn C. F. Walz eingeladen und wird um zahlreiche Betheiligung gebeten. ricgs& riedensnummern bie der Gartenlaube. 8. b 5 Nr. 9 7 460 Allen freisinnigen Wählern des 2. Wahllreises empfehlen wir zum Abgeordneten Inbalt: Die Zuwider⸗ Wurzen. Eine Geschichte lun für den Reichstag aus den bairischen Bergen. Von Hermann Schmid. 5 5 4 3 65 5 Aus 7 Region. Von Guido Hammer. 7 0 ti Abblleung: Die Beute des Adlers. Original- ani Herrn Georg von Wedekind In Darmstadt. zeichnung vem Berfasser.— Um Paris herum. Von 5 riedrich Gerstäcker. III. Auf dem Mont Valerten.— Im Hauptquartier des Prinzen Friedrich Karl. Von bert unserem Berichterstalter Georg do n. Zwoͤlster Brief. Zuse 5 7 Unter dem Kreuze von Genf.— Aus 1116 8 Für, Poltzeiteben des ersten französischen Kalserreichs: Die 8 Zur Meichstagswahl 5 Kinder polizei. Die Poltzemd tener. Die coiberische 80 5 3 a Cobo te. Saß. ee 8 Bläuer und 6 71 Die Gegner des Herrn Buff machen es demselben in erster Linie zum Vorwurfe, daß] Büden: Das Kbaisewägelcht. Von Georg Foren.— a er nicht allen Sitzungen des Reich stages beigewohnt habe, und doch empfehlen sie Herrn A. ee eee ee 15 von Wedekind, der sich des gleich en Vergehens in unserem Landtage schuldig gemacht z[dnungen: St. Denis, binter Fort Double 10 der sogar am verflossenen Samstag ehne trifftigen Grund die Sitzung versaumte, in welcher douronne, am 29. Jan. 1871; Beider Rlesen⸗ et eine für Friedberg— dessen Landtags- Abgeordneter er ist— sehr wichtige Angelegen-[Kanone auf Fort La Belche, am 30. Januar das heit— bie Eisenbahnfrage— berathen wurde. Dank der Verwendung anderer Herren im dera e eee dan uu nd Landtage ist die Sache zum Vortbeile für Friedberg entschieden worden; aber dennoch hat“— 98 7 0 uns das Fehlen des Herrn v. Wedelind so mißfallen, daß wir uns vorgenommen haben, nun 4 dung nicht ihm, sondern Herrn Buff, der im Reichstage ebensoviel wirken kann und wirlt, wie 11 verpa 0 en.. er, unsere Stimmen zu geben. Ein Gleiches zu thun, erwarten wir von allen unsern Mit— 8 i. elde bürgern, denen das Wohl ihrer Vaterstadt am Herzen liegt. Auch ersuchen wir sie, freim islig 5 50 e 15 eee elrca e ag zur Urne zu eilen und sich nicht von dem cinen oder andern Herrn, der sonst nicht ihrer pech Nachlasse ter ecuken ene e Ned ain Freundschast und Dienste begehrt, dahin geleiten oder treiben zu lassen. zu verpachten durch Curator Peter Best II. 0 a Mehrere Wähler. in Bruchenbrücken. ger


