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berstellung des deutschen Reiches die deutsche Kaiserwürde für mich und meine Gas beler zu zu übernedmen. Ich habe ihnen bereits schrist⸗ lic meinen Dank für das kundgegebene Vertrauen und den Entschluß ausgesprochen, Ihrer Auf- forderung Folge zu leisten. Diesen Entschluß babe ich gefaßt in der Hoffaung, daß es mir ge lingen werde, die mit der Kaiserwürde verbundenen Yflichten zum Segen Deutschlands zu erfüllen. Dem deutschen Volke gebe ich meinen Entschluß durch eine beute von mir erlassene Proclamation kund, zu deren Verlesung ich meinen Kanzler auffordere.

DieProvinzial Correspondenz meldet: Unsere Operationen in Nordfrankreich werden demnächst im Zusammenbhang mit den Bewegungen des rechten Flügels unserer zweiten Armee(unter dem Großberzog von Mecklenburg) noch eine größere Ausdehnung und Bedeutung gewinnen.

Dasselbe Blatt schreibt: Nachdem auch die baperische Landesvertretung den Vertrag wegen

r Strg des Zutritts Baverns zum deutschen Bunde ge⸗ ter. das nehmig: hat und da mithin der erste deutsche t dentum Reichstag unter Betheiligung aller deutschen denterin Staaten zu berufen sein wird, so ist es unerläß ane lich, den Termin für die Berufung des Reichs⸗ Jute. tages und zunäachst den Wahltermin so festzusetzen,

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daß auch in Bapern die Vorbereitungen in Ge mäßheit des Wahlgesetzes ordnungsmäßig statt⸗ finden können. Demzufolge ist als Wahltermin der 3. März, als Termin für die Berufung des Reichstages der 9. März in Aussicht genommen. Der Bundesrath wird voraussichtlich zum 20. Fe- druar berufen werden.

nta u. Oesterreich. Wien. DiePresse schreibt: euleSeit geraumer Zeit erfolgt der Eingang der ät: Steuern so reichlich, daß der cisleithanische

Finanzmirister nach der Auszahlung des Januar

% csdoupons noch über baare Cassenbestände bis zu 260 11 300 Millionen verfügen soll.

Frankreich. Bordeauz, 24. Jan. Aue

i Lenr-un. pon wird der Regierung gemeldet, daß die Eisen⸗

r d L. bahnlinte Lyon-Besangon-Byans in der Rähe von

8 Quinzey durch feindliche plänkler unterbrochen

i worder ist. Ans Paris liegen keine Nachrichten vor.

, Een Ueber Faidherbe ist man sehr ungehalten, da der⸗

selbe nach stinem ersten Siege auf Arras, nach

seinem zweiten auf Lille zurückging und man

fürchte, sein dritter 885 möchte ihn nach Belgien

a bringen. Ueber das Bombardement von Paris

NN zeigt sch die Bevölkerung um so entrüsteter, als

beinahe jede Familie Anverwandte in der Haupt-

7 8 stadt zählt Augenblicklich passiren sehr viele

Trupper durch Bordeaux; die pferde sind sehr

dent A abgemagert und viele Soldaten fußkrank. Man

K hat jetzt die Kirchen zur Eisquartierung benützt, was die Geistlichkeit in Aufregung brachte.

* e 24. Januar.(Officiell.) Eine Depesche

aus Dijon vom 23. Januar, Abende 4 Uhr,

eh e neldet:Dijon wird seit 1 ubr Nachmittage

sehr heftig von einer starken preußischen Colonnt

e aus Nordwesten angegriffen. Jedermann ist auf

eta seinem Posten. 5 Uhr 16 Min.: Der Feind hat

* 0 das 1500 Meter entfernte Poullly und Chateau

St. Apolinaire besetzt. Man sagt, Ricciotti sei

umzingelt. 6 Uhr 15 Min.: Der Feind zieht

1 sich geschlagen zurück. Ricciotti hat die Fahne

des 61. Linien Regiments genommen.(Noch

% immer fehlen über die Vorgänge un Dijon allt

W Nachrichten von deutscher Seite.)

t gn f Die Regierung verbreitet folgende Nach-

t cn 45 zichten: In Folge der Weigerung des Grafen

eee Bie marc, einen Geleitschein an Juses Favre, als

Seit 1. Vertrcter Frankreichs auf der Londoner Conferenz, 1 ves zu ertheilen, hat die Regierung beschlossen, allt f 0 1 Beschlüsse der Conferenz, welche an den gegen⸗ 1 wärtig bestebenden Verträgen irgend welch Aende- ngen rung herbeiführen, als nicht vorbanden zu betrachten. Dare, 24. Jau. Der Feind hat Orbet 105 200 wieder geräumt, nachdem er der Stadt eint 5 n Contribution don 40,000 Francs auferlegt hatte. nn Der Maite und drei Municipalräthe wurden Aehe gefangen fortgeführt. Den Vormarsch auf Lisseur 0. 1 daben dit Preußen eingestellt. Die Bewegung , var nur besttmmt, den Vormarsch von stärkeren 4. eeinklichen Truppenmassen auf Rouen zu decken. 1 1

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theilung, d 20,000 M 1 Mr Beben Fehn

Lille, 22. Jan. Preußen sind in Soleemes, Bendegies, Catean und Masnieres erschienen. Cambrai soll bembarditt werden. Die französische Nordarmte wird Cantonnemente in Douai, Lille und Arras beziehen. Nach Lille ist eine Division bestimmt. Faidberbe erklärt in feinem neuesten Tagtabefehl, die Preußen hätten nicht einen ein- zigen Mann auf dem Schlachtfelde von St. Quentin zum Gesangenen gemacht.

23. Jan. Von dem Bahnhose von Arras

wurde sämmtliches Eisenbahnmaterial nordwärts weggeschafft, nachdem aus Boileux das Anrücken des Feindes gemeldet werden war. 24. Jan. Preußische Colonnen von 6000 Mann sind von Cambrai nach Vis en Artois und Roenx(beide Ortschasten im Arrond. Arras) abmarschirt. Gambelta ist gestern Abende 10 Uhr nach Calais abgereist, wo das SchiffHirondelle bereit liegt, ibn nach Cberbourg zu bringen.

Aus Ablon vom 22. d. wird derIndep. telegraphirt, daß Longwy in Folge des Bombar⸗ demente in Brand gerathen sei. Am 21. und die ganzt folgende Nacht brannte es in der Stadt; das Centrum derselben hat stark gelitten.

Aus Blondain, 24. Jan., wird tele⸗ graphirt:Die 15,000 Preußen, welche Cambrai umzingelten, sind abgezogen. Man signalisirt ihre Anwesenhest bei Rocux, welches in der Umgegend von Arras liegt. Die Faidherbe'sche Armee wird schnell reorganisirt.

Nachrichten von Angers vom 20. d. melden, daß die Ulanen die Gegend der Flecht und Chateau-Gonthier(zwischen Angers und Laval) geraumt haben und sich auf de Mans zurückzogen. Man meldet, daß die Preußen Tours wieder ge⸗ räumt haben.

Belgien Brüssel. Zwei Bataillone det diesigen Garnison, Grenadiere, Carabiniere und Artillerie, find an dit Grenze beordert.Etoile delge zufolge sind die Umgebungen von Lille, Douai und Arras unter Wasser gesetzt worden. Aus Arlon wird vom 24. d. geweldet, daß Longwy durch die Beschießung großen Schaden gelitten dat. Die Kirche, das Stadthaus und mehrere Häuser sind stark beschädigt. Heute hat das Bombardement nachgelassen. Bei Roeux, im Arronbissement Arras, waren prrußische Plänkler erschienen.

Herisson, der Adjutant Trochu's, welcher in das deutsche Hauptquartier mit dem Ansuchen eines 48 stündigen Waffenstillstandes gesandt wurde, soll, wie verlautet, auch den Auftrag gehabt baben, sich über die Stimmung zu informiren, welcher Vorschlage wegen Räumung der Haupt- fladt Seitens der Besatzungstruppen im feindlichen Hauptquartier begegnen würden.

DieIndependance bestätigt, daß die Beschießung von Cambrai am 23. Jan. Nach- mittags 2 Uhr begonnen hat. Daffelbe Blatt meldet bezüglich des Rücktrittes Trochu's, daß daran gedacht werde, daß La Ronciere das Com- mando der gegen den Feind zu verwendenden Truppen übernehme, dagegen Trochu Gouverneur von Paris bleibe.

DieGazette de France bezeichnet den von dem Präfecten der Haute Garonne, Duportal, auf den 21. d. nach Toulouse einberufenen Con- greß der Rothen als eine öffentliche Gefahr. Briese aus Lille schildern die dort berrschende allgemeine Trauer. Von 1400 Liller Mobilgar⸗ disten sind nur 400 heimgekehrt. Man erwartet neue Kämpfe und die Wiederaufnahme der Be⸗ lagerung durch die deutschen Truppen, deren An- kunft in der Gegend von Douai signalisirt ist.

Großbritannien. London. Aus Lille wird gemeldet:In der Schlacht bet St. Quentin waren französischerseits 4 Divistonen im Gefecht. Movilisirte Nationalgarden weigerten sich, zu mar- schiren und warfen die Waffen weg. Das Kriegs- mattrial wird von Arras hierhergebracht. Im ganzen Norden herrscht äußerste Entmuthigung. Times knüpft an die Behauptung, daß Oraf Bismarck die vollständige Annahme der deutschen Friedensbedingungen Seitens der Kalserin

Eugenie unter der Zustimmung des Kaisers Napolton besitze, Ralsonnemente, welche den Be⸗ denken gegen eine Unterstützung der Wiederein⸗ führung des Kaiserreichs durch Deutschland Aus- druck geben. Anderweitige Nachrichten als die derTimes liegen bierüber nicht vor. Die Conferenz hat sich bis zum 31. Jan. vertagt.

Aus Havre wird gemeldet, daß sich deutsche Truppen bei Caen, westlich von Honfleur, zwei Meilen von der Küste, in bedeutender Masse contentriren. Man vermuthet, daß ein Unter⸗ nehmen gegen Cherbourg beabsichtigt wird. Mehrere Prinzen von Orleans, namentlich der Prinz v. Joinville und der Herzog v. Chartres, welche seit zwei Monaten in framzösischen Heeren gedient haben, sind bierber zurückgekehrt. In Paris sind, da die Meblvorräthe auf die Neige geben, die von den Bauern zur Aussaat bisher zurückgehaltenen Vorräthe in Anspruch genommer

Sicherem Vernehmen nach machte Jules Favrt an Oto Russell in Versaihes die Mit- theilung, daß er Paris nicht verlassen werde.

Italien. Florenz, 25. Januar. Die Deputirtenkammer setzte die Berathung über die Garantievertröäge mit dem Papste fort. Der Senat nahm die beiden ersten Artikel des Ge setzes über die Verlegung der Hauptstadt mit großer Majorität nach der Regierungs vorlage an und verwarf den von der Commission gestellten Abänderungsantrag.

Frankfurt. Die in den letzten acht Tagen nach Frankreich per Eisendahn verbrachten Reserven und Gr⸗ satztruppen werden der Zahl nach auf über 30,000 Mann geschätzt. Vorgestern passirten allein 7 Züge aus dem Norden uusere Bahnböfe. Ebenso bedeutend und unauf⸗ hörlich geen die Munitionszüge nach Frankreich hier durch. Hiesige Blätter melden: Von einem durch⸗ passirenden Offizier haben wir die nachflehende ausopferungs⸗ volle Heldenthal eines preußischen Landwehrmannes ver⸗ nommen. Zur Bewachung einer Eisenbahnbrücke hinter Nancy waren Landwehrleute concentrirt; dieseiden wurden aber von einer übermächtigen Zahl Franctiteurs überfallen und niedergemetzelt. Auch unser Held erhielt mehrere Stich, und Schußwunden. Derselde hatte jedoch noch so viel Geistesgegenwart und Aufopferungs gefühl, daß er mit Aufwand aller Kräfte, die ibm noch geblieben, dem beranbrausenden Zug etwa 1000 Schritte enigegenlüf und denselben zum Sieben brachte, sonst wäre derselde unfehl⸗ bat in die bochgeschwollene Mosel gefallen, da die Franc⸗ tireurs die Brücke vorher gesprengt bauen. Wir erzählen diese Heldenthat, wie wir sie von einem Offizier, der von dem Schauplatz der Thal auf Urlaub zu seiner Recon⸗ valescenz bier durchpassirte, vernommen baben.

Frankfurt. Wie verlautet, bat das Pferdemarkt⸗ Comue, im Hinblick auf die politische Lage, die dis zum Frübjahr eine endliche Regelung der Verbältnisse nicht erwarien läßt, deschlossen, von der Abhaltung des für Ende März in Aussicht genommenen Frühjahr ⸗Pferde⸗ markis, zu welchem alle Vorbereitungen schon beendigt waren, Umgang zu nebmen. Sollte der Friede früßer eintreten, so dürfte der Markt im kommenden Sommer abgehalten werden. 5

Darmstadt. Auf der Strecke Darmstadt⸗Aschaffendurg sprangz am Samstag Nachmittag ein auf dem Transport befindlicher Offizier der Mobil garde wihrend der Fahrt zum Waggon hinaus und suchte zu enifliezen. Die Wach⸗ mannschaften gewährten den Flüchtling und schossen ihn der Ordre gemäß aus dem Wagen des davon kilenden Zuges zusammen.

Mainz. Ein gefangener Franzose(Elsässer) Rürzte sich vor einigen Tagen aus einer Kaserne in Castel in den Hof und blieb auf der Stelle lodt. Die Mann⸗ schaften der neu gebildeten Garnison-Balaillene sind dereits alle cungetrossen. Die Garde⸗Cüxassiere erregen allgemeine Bewunderung,(6 sind durchgängig währe Riesen. Seit Beginn des Krieges starben dis zur verflossenen Woche 800 Franzosen in den hiesigen Lazarethen.

Wiesbaden. Die dieser Tage geschlossene Sammlung für die Notbleidenden in Straßburg und Kehl bat in Wiesbaden 5736 fl. 40 ke. ertragen, von denen 1000 fl. an die Bürgermeisterei in Kehl und 4736 fl. 40 kr. an das Hülfscomite in Straßburg überschickt worden.

. 1 Es ist in der Natur des Alters begründet,

218 daß auch die Athmungsorgane durch trägeren Blut⸗ umlauf. Schleimanhäufung u. s. w. iheilweise ihren Dienst versagen. Dadurch entstebhen Kurzathmigkeit, Verschleimung, chronische Kalarrhe und ähnliche Ungunedmlichketten. Es gibt aber ein sehr natürliches, einfaches Mittel, um sich von dicsen fatalen Beschwerden moͤglichst zu befreien. Ein solches Mitlel, welches die Lunge anseuchtet, die Trocken⸗ beit mildert, den Schleim löst, ist der bekannte L. W. Egers'sche Neue Extract, erfunden und all in sabrieict von L. W. Egero in Breslau und nur

echt zu haben bei Jos. Hoffmann in Friedberg.