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— Aus Dijon meldet man, daß in dieser 't nicht ellein eine Abtheilung Garibaldianer
men ist, sondern auch eine Avantgarde idaldianerinnen. Diese Damen tragen ver- schiedene militärische Costume. Einige haben Offiziers-Uniferm angelegt, während andere sich mit dem Genfer Kreuz geschmückt haben. Die Oaribaldianer sind gut cquipirt und bewaffalet und warm gekleidet.
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traf wiederum ein Zug mit 500 Gefangenen von Belfort hier ein, um nach Strasburg weiter zu gehen. Nach Aussage dieser Leute wäre in Belfort kein Haus mehr unbeschädigt und die Einwohner hielten sich sämmtlich in den Kellern und Kasematten auf. Die Todten zu beerdigen, sei keine Möglichkeit mehr ge⸗ geben; sie würden daher sämmtlich in Kellern aufbewahrt. Inwieweit diese Aussagen mit der Wirklichkeit übereinstimmen, muß dahin⸗ gestellt bleiben.
Bern, 14. Jan. Offiziell wird berichtet: Gestern Mittag hat sich ein heftiges Gefecht iwischen Herimoncourt und Croix entsponnen. In letzterem Orte ist in Folge des französischen Feuers ein Haus verbrannt. Einige französische Bomben fielen in der Kichtung der schweizer Vor⸗ posten auf die schweizerischen Generalstabs Offiziere nieder. Das Resultat des Gefechtes ist unent⸗ schleden. Preußen und Franzosen stehen auf beiden Seiten von Croix. Von Norden her sind bedeutende deutsche Berstärkungen in Anmarsch.
Ueber die Kämpfe bei Belfort telegraphirt
man der„Allgemeinen Zeitung“ aus Bern, 16. Jan.:„Gestern Schlacht zwischen Mont— beliard und Hericourt von 10 Uhr Morgens bis halb 6 Uhr Abends. Croix und Delle wurden von den Deutschen geräumt. Heute hat die Schlacht neuerdings begonnen. Brand rechts von Belfort. Furchtbare Kauonade.“
Bern, 17. Jan. Von Pruntrut, 16. Jan., Abends, wird gemeldet: Heute den ganzen Tag Kanonade nordwestlich von Montbeliard. Die Deutschen besetzten im Laufe des Nachmittags Croix wieder. Abends 6 Uhr wurde das Feuer eingestellt.
Aus Baden, 16. Jan. Die Nachricht von den gestrigen Kämpfen des Corps Werder an der Linie der Lisaine(Lusine) von Chagey dis Montbeliard gibt einige Anhaltspunkte über die letzten militärischen Bewegungen auf jenem Sebiete des Kriegsschauplatzes. Bourbaki's Dauptziel ist der Eutsatz von Belfort. Hat 5 sich diesem Objecte seiner strategischen Be⸗ wegung auch seit dem 9. d. mehr genähert, so darf man doch nicht vergessen, daß er, da sein
Ziel Belfort war, dem General v. Werder den Borsprung hätte abgewinnen müssen. Dies ist aber von Bourbaki nicht erreicht worden. Der
Durchbrechung der deutschen Linie, welche in leiner Weise zu umgehen ist, galten die gestrigen Anstrengungen von anscheinend vier Corps, 0 tiso wohl der ganzen Macht Bourbaki's. Die
Augriffe erreichten an keinem einzigen Punkte
inen Erfolg. Die Erfolge, welcher sich Bour— baki am 13. d. mit der Einnahme von Arcey und St. Marie rühmt, dürften nicht ernstlich bestritten worden sein, da die genannten Orte deitfernter von der Linie liegen, welche zu halten de eigentliche Aufgabe der deutschen Truppen ist.
Hessen
Darmstad t. Ucber die Verluste
ber Grob berzoglschen(25.) Division veröffentlicht 1 de„Darmst. Zig.“ weiter solgende Liste: 7 I Reiter⸗ Regiment. 1(Geleat bel Obarmont am 6. Jmuat.) eee Jobauncs Dietrich von der Leibschw, Vieß Lüder, im kal. preuß. Kreis Zul“a, l. v., Urellich. 4. x. Unterschen kel, befindet sich bei seinet Schw idto 1(Gefecht bel Vaunes am 7. Januac.) V keiler Mat. Seb. Mergel, 4. Schw., Kleln⸗Krohen ⸗ dug, to t. teccher, Pb. Perm. Vogt, 4. Schw., Lich, vermißt. (Patroutllengesecht bei Sennely am 8. Januat.) dev. Anen May er, eelbschw., Dar mstabt, vermißt. (Puronillengehecht bet Sully am 9. Januar.) Kev. Seba. Mauer, 4. Schw., Schwibeburg, l. v., Sch.„ e. Oberschenkel u. l. 1. Schulter. Lag. Ortcans. o. Joh. Georg Det et, 4. Schw., Stoch usen, verm.
Mühlhausen, 11. Jan. Gestern Abend.
2. Reiter⸗ Regiment, (Patrouillengefecht bei Briate nach Ouzouer am 9. Jan.) Cotp. Casp. Joh. Jac. Gresser, Heppenheim, l. v., Sch.
d. d. r. Hand, Laz. Orleans.
Chev.(einj. Freiw.) Carl Jocdis, Darmstadt, schw. v., Sch. d. d. Brust und an dessen Folgen in ber Nacht vom 9. auf 10. Januar gestorben.
(Gefecht bei Ouzouer am 10. Januar.)
Chev. Wilh. Peter Müller, 4. Schw., Bingenheim, verm.
Chev. Peter Herge, 4. Schw., Schneppenbausen, verm.
Corp. Jacob Zeder, 4. Schw., Nieder ⸗Eschbach, l. v., Prellsch. a. r. Bein, befindet sich bei der Schwadron.
2. Infanterie Regiment.
(Patrouillengesecht bei Briare am 7. Januat.)
Corp. Wilh. Eller, 3. Comp., Dorn⸗Dürkheim, schw. v., Sch. i. d. Brust, Laz. Briare.
1. Jäger ⸗Bataillon(3. Compagnie). (Gefecht bei Vaunco am 7. Januar.) Gardejäger Seb. Gred, Radmühl, schw. v., Sch. b. d.
Hals, Laz. Orleans.
Gardej. Jac. Koch, Nieder⸗Klingen, l. v., Sch. d. d. l. Fuß, liegt daselbst.
Gardej. Jobs. Groh, Urberach, J. v., Sch. b. d. l. Seite, liegt daselbst.
Gardej. Job. Pb. Knell, Frank enbausen, l. v., Bayonnet⸗ stich, befindet sich bei der Compagnie.
Corp. Herm. Volz, Sellarod, vermißt.
Gardcj. Conrad Kalofleisch, Unter⸗Socg, vermißt.
Garde. Heinrich Diegel, Groß⸗Karben, vermißt.
3. Infanterie Regiment. (Gesecht bei Jodes am 10. Imuar.)
Gefreiter Joh. Löwenhaupt, 2. Comp., Groß ⸗Rohrheim, tobt, Sch. d. d. Kopf.
— Ein unter dem Besehle des Generals v. Rantzau stehendes Detachement unserer Division batte am 5. Januar(nicht 5. Dezember wie in voriger Nummer irrthümlich angegeben) ein kleines Gefecht zu bestehen, in welchem Lieutenant v. Ried⸗ esel und 16 Chevauxlegers gefangen wurden. Am 7. d. hatten Theile des. 1. Jägerbataillons und des 1. Reiterregiments ein glückliches Gefecht bei Vannes(Jüdlich von Orleans), ia welchem ste 9 Mann verloren und den Feind mit einem Ver⸗ lust von etwa 20 Mann zurückdrängten.
— Det Verlust der hessischen Divisson an todten Officieren in der Zeit vom 16. August bis Ende 1870 beträgt im Ganzen 42. Un⸗ mittelbar auf dem Schlachtfelde sind 17 ge— blieben, nachträglich an ihren Wunden ver— starben 20 und an im Felde entstandener Krank— heit 5. Nach dem Range vertheilen sich die— selben auf 2 Oberstlieutenante, 4 Majore, 8 Hauptleute, 8 Oberlieutenante und 20 vieute— nante. Auf Infanterie und Jäger kommen 35, auf die übrigen Waffen nur 7 todte Officiere. Im Verhältniß zur Gesammtzahl der Officiere der Division stellte sich dieser Verlust auf über 8 Procent, oder es treffen auf 12 Ofsficiere, ein todter Officier.
Mainz. Der seitberige Commandeur des 11. Armeccorps, Generallieutenant v. Plonskp, ist zum interimistischen Gouverneur der Festung ernannt worden und bier eingetroffen.
Mainz. Die Haus- Untersuchungen nach Waffen nehmen immer größere Dimensionen an. Am verflossenen Samstag fanden in verschiedenen Häusern auf der Kapuzinergasse abermals Unter— suchungen statt, welche ein sehr ergiebiges Resultat zu Tage förderten. Mau fand eine große Anzahl Chassepots und die dazu gehörige Munttion. Bie ützt sind wegen Waffendiebstählen 17 Personen (sast ausschließlich Bahupersonal) inhastirt worden.
Preußen. Berlin. Nach den statistischen Nachweisungen der Feldpostanstalten, der Post— sammelstellen und der Norddeutschen Landes-Post- anstalten sind in dem Zeilraum vom 16. Juli bis 31. Dezember 1870 an Felpostsendungen befördert worden: 1) Gewöhnliche Brtefe und Correspondenzkarten von der Heimath nach det Armee und umgekehrt, sowie im Verkehr der Truppentheile untereinander 67,600,000 Stück, Gurchschnittlich täglich 400,000 Stück) 2) Zeitungen 1,536,210 Cxemplare(kurchschnittlich
üäglich 9090 Exemplare,(und zwar: a) im
Wege des Postdebits bezogen 632,060 Exem- plare b) direct und unter Kreuzband 1c. versandt 904,150 Exemplare. 8
— Scit vorigem Mittwoch ist die große Militäranstalt geschlossen, aus welcher die F le- armee mit Erbswurst und präparirtem Fleisch
versorgt wird. Di Veranlassung dazu haben
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einem großen Theil des etwa 2000 Köpfe starken Arbeitspersonals monatelang spstematisch betrieben worden sind.
— Allem Anscheine nach wird auch unsere junge Flotte in diesem Kriege noch thätig eingreifen. Meldungen aus Kopenhagen besagen, daß unsert Kriegsschiffe von nun an auch solche franz sische Handelsschiffe kapern sollen, welche nicht Contre⸗ bande führen. Einen Anfang scheint die Augusta machen zu wollen, welche, wie früher in englischen Zeitungen verlautete, in den atlantischen Ge⸗ wässern kreuzt.
— In diesen Tagen wird sich, wie die„N. Preuß. Zig.“ mittheilt, Dr. Müßer, Lehrer an der königlichen Realschule, im höberen Auftrage über Versailles nach St. Cor begeben, um dort widerrechtlich sich befindende mathematische Werke und Instrumente hierber zu überführen.
Posen. An das hiesige Generalcommando erging, dem Vernehmen nach, auf telegraphischem Wege der Befehl, in Folge der zu erwartenden Capitulation von Paris Einrichtungen zur Auf⸗ nahme von 150,000 Mann Gefangene in Posen, Glogau und Liegnitz zu treffen.
Köln. Täglich passiren Köln ca. 3 Züge mit Militär und außerdem treffen Züge ein, welche Material nach Frankreich oder umgekehrt nach Deutschland dirigiren. So kamen kürzlich 56 Waggons, welche mit Kanonen und Mitrailleusen zus Sedan beladen waren, durch Köln, und am Tage vorher fuhr ein mit Granaten beladener Zug nach dem Kriegsschauplatze. Auch ging ein Transport französischer Soldaten als krieg zuntaug⸗ lich in die Heimath zurück, darunter 5, von denen jeder einen Arm verloren.
Wiesbaden. Ein unter Bruch seines Ehrenwortes von bier desertirter französischer Ca⸗ pitän ist in Koblenz ergriffen und wieder hierher dirigirt worden. Der Mann wurde, als Metzger mit blauer Blouse maskirt, in das Mililärgefaͤng⸗ niß in der Attilleriekaserne gebracht. Als Ent⸗ schuldigungsgrund soll derselbe vorbringen, er habe seine Familie in Frankreich besuchen wollen.
Bauern. München, 16. Jan. In der beutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer sprachen Stauffenberg, Golsen und Louis für die Verträge, Kolb und Jorg replicitten den Ersteren. Morge wird die Debatte fortgesetzt.
— 17. Jan. Abgeordnetenhaus. Für die Verträge sprachen heute die Abgg. Pfarrer Hasen⸗ mater, Edel und Makowitzka, ersterer(Patriot) mit großer Wärme unter Hinweis auf den in der Stimmung des Volkes eingetretenen Unschwung. Gegen die Verträge erklärten sich die Abgeordneten Krätzlet, Domcapitular Schmidt und Schüttinger. Fortsetzung der Debatte morgen.— Die Dis⸗ cussion wird immer noch einige Tage dauern, da au 6. noch 47 Redner vorgemerkt waren.
Landau. In einem Zuge, der kürzlich unsern Bahnhof passirte, befanden sich beilaͤufig 500 ge⸗ fangene junge Franzosen, welch als Rekruten heimlich in die französische Armee eintreten wollten, aber bei Luneville erwischt wurden.
Baden. Aus Dijon, wo bekanntlich eine Anzahl unserer Verwundeten und Kranken zurück⸗ gelassen werden mußte, erfährt man, daß der größere Theil der Offiziere sich unter der Obhut des dortigen Bischofs befindet und derselbe in human ster christlicher Wetse für sie besorgt ist.
Frankreich. General Faidberbe hat folgende Depesche nach Lille gesandt:„Albert, 14. Jan, Abends. Hauptquartier der Nordarmee. Die AUdantgarde der Nordarmee ist gegen 1 Uhr in Albert angekommen. Sie setzt ihren Marsch
bedeutende Unterschlagungen gegeben, welche von
morgen früh fort. Sie ist voll Begeißerung und gut verproviantirt. Eine mächtige Artillerie be⸗ gleitet sie. Man erwartet einen sehr nahen Kampf. Der General Dejorat eccupirt Achiet⸗le- grand mit einer Division Mobilen, Seeleuten und einer starken Artillerir. General Robin hält fortwährend Bapaume besetzt.“— Aus Bergues(Nord De partement) meldet man ebenfalls, daß die Nord- armee bedeutende Verstärkungen erhalten, darunter Dragoner und afrikauische Truppen, die in Dün⸗ liichen gelandet wurden.
— 16. Jan. General Faldberbe telegraphirt:


