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Oberhessischer A

Dienstag den 17. October.

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Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag

schriftlich

leicht vorkommenden, mitunter höchst unangenehmen Mißverständnisse vermieden werden können.

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Auf das vierte Quartal dieses Blattes können noch Abonnements angenommen und vollständige Exemplare desselben geliefert werden.

Amtlicher Theil.

Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden:

Nr. 39. Nr. 702. Allerhöchster Erlaß vom 1. Oktober 1871 betreffend die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen im Gesammtbetrage von 4,971,600 Thal b 6 l 0 e 5 ern zum Zwecke der Erweiierung der Bundes-Kriegs⸗Marine und der Herstellung der Küstenvertheidigung. Nr. 703 bis 707. Consulnernennung. g i.

Nr. 40.

Betreffend: Das Einzelnhüten.

Nr. 708. Verordnung, betreffend die Einberufung des Reichstags.

Vom 5. Oktober 1871.

Friedberg den 14. Oktober 1871.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

In verschiedenes Gemeinden findet das Einzelnhüten wieder statt, wir fordern Sie daher zur strengen Einhaltung der Art. 65 und 66 des Feldstrafgesetzes und Weisung aa die Feldschutzen, Zuwiderhandlungen in den eintretenden Fällen zur Anzeige zu bringen, hierin

Säumige aber uns zu melden, auf.

Be

Ea n n f ma ch n

Betreffend: Den Verkauf gesundheitsgefährlicher Tapeten. Es ist in neuerer Zeit die Wahrnehmung gemacht worden, daß, während bisher nur manche grüne und gelbe Tapeten wegen der

dazu häufig verwendeten gifthaltigen Farben dem vollständig ungefährlich angesehen worden sind, grade diese rot

zugsweise arsen haltig gefunden werden und

gilt für andere mit jenen Farben und Tapeten überzogene Gegenstände. merksam zu machen, insbesondere aber die Tapenfabrikanten, sowie die dem Verkaufe und der Verwendung solcher arsenhaltigen die Artikel 326 bis 329, 337 bis 340 und 346 des Polizeistrafgesetzes

vor der Fabrikation,

Deutsche Reich zu verwarnen. Für das Publikum die Bemerkung,

von Arsenik in einer Farbe nachzuweisen. Friedberg am 13. Oktober 1871.

Be

Betreffend: Die Anstellung

Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, Karl Grüneberg daselbst zum Rechner der Landjudenschaft der

Friedberg den 13. Oktober 1871.

Trapp.

n g.

Publikum als schädlich bekannt waren, dagegen die rothen und braunen Tapeten als hen und braunen meist mit Anilinfarben überzogenen Tapeten jetzt vor⸗

daher deren Verwendung mit großen Gefahren für die Gesundheit verbunden ist. Dasselbe

sowie auf die 8.

Wir nehmen hieraus Veranlassung, das Publikum hierauf auf betreffenden Kaufleute, Tapezirer und sonstigen Gewerbtreibenden, Tapeten und sonstigen Gegenstände, unter Hinweisung auf

324 und 326 des Strafgesetzbuchs für das

daß Chemiker und Apotheker leicht im Stande sind, in Zweifelfällen die An- oder Abwesenheit

Großherzogliches Kreisamt Friedberg.

E nne m un

eines Rechners für die Landjudenschaft der Provinz Oberhessen. daß an Stelle des abgeiretenen Rechners Nathan Heß zu Gießen der Kreiskasserechner Provinz Oberhessen ernannt worden sst.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg.

Tour a pp. ung.

a d p.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Den neuesten Mittheilungen der Centralstelle für die Landesstatistik entnehmen wir folgende Notizen: Im Jahre 1869 kamen im Großherzogthum auf 1000 Einwohner 39,02 Geborene. Von den einzelnen Kreisen lieferten den größten Procentsatz: der Kreis Lindenfels mit 47,85, Heppenheim mit 47,19 und Mainz 45,86 Geborene auf je 1000 Einw., während der Kreis Friedberg nur 31,15, Vilbel 31,50 aufzuweisen haben. Die Zahl der unehelichen Geburten betrug im Jahre 1869 10,42 pCt., im Jahre 1866 noch 17 pCt., welche Abnahme wohl der erleichterten Niederlassung und Verehelichung zuzuschreiben ist. Nach den Kreisen vertheilt, zeigt Mainz(mit der a Protentsatz, nämlich 19,47 pCt. auf; ihm folgt Wimpfen mit 18,13, Lauterbach mit 16,86, Erbach mit 15,61, Lindenfels mit 14,66. Die wenigsten unehelichen Geburten haben aufzuweisen: Alzey mit 5,91, Oppenheim mit 5,40 und Bingen mit 2,41 pt. In Darmstadt betrug der Procentsatz 11 pet. Die Gesammtzahl der Geburten betrug 32116, rarunter befanden sich 402 Zwillinge, 6 Drillinge und 1 Vierlings- Geburt(Kreis Grünberg). Auf 1000 Einwohner kamen im

Entbindungsanstalt) den größten hält sich in

[Großherzogthum 28,17 Todesfälle. Die größte

Sterblichkeit zeigt Heppenheim mit 35,79, Mainz mit 34,29, Lauterbach mit 30,58, Worms mit 30,42 und Darmstadt mit 30,16 auf. Das günstigste Verhältniß findet sich in Friedberg mit 23,52, Alzey mit 23,83 und Schotten mit 24,39. Im Großberzogthum kamen 10,52 Heirathen auf je 1000 Einw.; hinsichllich der Kreise stellt sich das Verhältniß: Mainz mit nur 7,48, Wimpfen 7,58, Oppenheim 7,81 und Darnstadt 11,29. Den höchsten Procentsatz haben aufzuweisen: Lindenfels mit 13,60 und Heppenheim mit 14,94.

Berlin. DieKreuzztg. erklärt die Ge⸗ rüchte über angeblich beabsichtigte Erböhung der Dotationen für durchweg erfunden. Trotzdem er⸗ Berlin das Gerücht, daß die Erledi⸗ gung der Dotationsangelegenheit deßhalb Ver⸗ zögerungen erleide, weil der Kaiser Anfangs eine höhere Summe verlangt habe und sich jetzt bei der Höhe von nur 4 Millionen Thalern Schwierig- keiten bei der Vertheilung zeigen. Deßgleichen wird behauptet, daß die Reform der Preßgesetz⸗ gebung unter anderen Gründen darum bis zum Frühjahr verschoben sei, weil einige Mitglieder des Bundesrathes sich mit Entschiedenheit gegen einige Bestimmungen des vorgelegten Entwurfes,

die eine Verschlechterung der in ihrem Lande herr⸗ schenden Preßpesetzgebung enthalten, ausgesprochen habe. Man habe deßhalb den Entwurf den Re- gierungen selbst zur Kenntnißnahme mitgetheilt in der Hoffnung, daß die betreffenden Mitglieder des Bundesrathes eine verénderte Instruction erhalten werden.

Der Handelsminister hat neuerdings eine Verfügung erlassen, welche die betreffenden Be⸗ hörden anweist, bei vorkommenden Eisenbahn⸗ Unfällen nicht nur eine schleunige und strenge Untersuchung der den Unfällen zu Grunde liegenden Ursachen, sondern auch eine nachdrückliche Bestra⸗ fung der schuldigen Personen in kürzester Frist herbeizuführen. Da sich trotz verschärfter Straf⸗ maßregeln die Eisenbahn Unfälle nicht vermindern, sondern eher noch häufen, so drängt sich die Ueberzeugung auf, daß die Ursache nicht in dem Personal, sondern im Betriebs- System liegen muß.

DerR.⸗A. theilt mit, daß im laufenden Jahre für die preußischen Eisenbahnen bisher be⸗ schafft resp. bestellt worden sind: 726 Locomo- tiven, 845 Personenwagen und 17,862 Güter- wagen. Hiervon waren bis zum 20. September abgeliefert: 265 Locomotiven, 386 Personenwagen und 7375 Güterwagen und sollten bis zum Jahres-