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ist nahezu vollendet. Shanghai in China mit Japan und der nördlichen Sta

tion in Sidirien in Verbindung gebracht sein; im No⸗ vember wird sodann das Cabel zwischen Singapore und Australien gelegt werden, und es fehlt dann uoch das

Eisenbahnfache bringen Si. Louis Blätter ausführ-

roßen Ruf genleßt und soeben von ihrer amerikanischen

reise nach Europa zurückgekehrt ist. Auf gleiche

erigkeiten siößt Herr Ulmann in seinem Engagement mit einer zweiten Sängerin, welche neben der bereits früher erwähnten Sopranisin Marie Monbelli in seinen Concerten auftreten sollte: Fräulein Batlu hat eine Mo⸗ natsgage von 3000(?) Thalern rund abgeschlagen mit dem Bemerken, sie wolle vor keinem Deutschen singen. Madame Carvalho würde gern dessen Antrag annehmen und sich in Deutschland hören lassen, fürchtet aber die An griffe der Pariser Presse, welche eben durchgesetzt hat, daß der Pianist Cing⸗Saens aus der Sociéts des compositeurs ausgestoßen wurde, weil er in einem Concert in Baden Baden mitgespielt halte.

Neapel. Der Vesuv wirft gegenwärtig beständig Lava aus und bietet Abends ein großartiges Schauspiel dar. Viele Fremde, die hier verweilen, begeben sich nach dem Observatorsum, wo sie sowobl die flüssigen Lavamassen

sehen können, die schlangenartig vom Gipfel in die Tiefe

gleiten, als auch jene anderen Lavamassen, die wie ein

ungeheures Steinkohlenfeuer in einem Kamin aussehen, und bis in die Ferne eine unheimliche Gluth verbreiten.

London. Das Telegraphennetz rings um die Erde

Während des Monats August wird

Schlußglied von Japan nach Californien, um das Netz zu

vervollständigen.

Amerika. Ueber eine erstaunliche Leistung im liche Berichte. Es galt der Reduction der Spurweite der St. Louis und Cincinnati verbindenden, 840 Meilen langen Ohio- und Missisippi⸗Eisenbahn von 6 auf 4 Fuß 9 Zoll, um die Babn den von Osten kommenden Bahnen conform zu machen und den Wagenwechsel in Cincinnati zu vermeiden. Bei Tagesanbruch wurde mit der Arbeit

begonnen und bis Mittag war das ganze Werk vollendet. Die ganze Strecke der Bahn war in Sectionen von je einer Meile abgetheilt worden und sieben Minn standen

an jeder dieser Sectionen bereit, mit dem ersten Tages⸗ grauen die Arbeit in Angriff zu nehmen. waren elwa 2500 Mann längs der Bahnlinie vertheilt. Alle Vorbereitungen waren getroffen worden, um die Ar⸗ beit so schnell als möglich zu Ende zu bringen. Die Klammern, mit welchen die Schienen festgemacht waren, wurden abwechselnd gelockert und an jeder Stelle, wo die Klammern eingeschlagen werden sollten, waren die Löcher gebohrt worden. Am Souniag Morgen wurden nun die übrigen Klammern gelockert, herausgenommen, die Schienen von jeder Seite um Zoll nach Innen gerückt und festgemacht. Die Durchschnittszeit für die Vollendung jeder Section betrug 7 Stunden. In der Nacht zuvor waren alle Wagen und Locomotiven auf die Seite geschafft und an den drei Stationen zusammengebracht, an welchen sich die Maschinenwerkstätten der Bahn befinden, wo sie abge⸗ ändert werden. Am Sonntag Abend kam der erste Expreß⸗ zug von Newyork in Cincinnati an, welcher die Fahrt über das veränderte Geleise nach St. Louis machte und am Montag dort eintraf.

Verloos ungen.

Gräflich Pappenheim' sche fl. 7. Loe. Bei der Gewinn⸗Ziehung am 1. September sind auf die nach benannten Nummern der am 1. August 1871 gezogenen 54 Serien folgende Gewinnste gefallen: Serie 3657 Nr. 7 12,000 fl.; S. 4734 Nr. 20, S. 6229 Nr. 14 je 500 fl.;

S. 1284 Nr. 18, S. 1987 Nr. 16, S. 6229 Nr. 16,

S. 691 Nr. 13 je 100 fl.; S, 856 Nr. 5, S, 2373 Nr. 18, S. 3477 Nr. 20, S. 4671 Nr. 12, S. 5300 Nr. 1 S. 2 Nr. 3 je 59 fl.; S. 1062 Ne. 10, S. 1987 Nr. 14, S. 2044 Nr. 15, S. 2373 Nr. 4 und 8, S. 4671 Nr. 15, S. 4995 Nr. 17, S. 5644 Nr. 5, S. 6047 Nr. 13, S. 6086 Nr. 10, S. 6651 Nr. 7, S. 6911 Nr. 12 je 30 fl., S. 796 Nr. 8, S. 1262

Nr. 11, S. 1987 Nr. 15, S. 3899 Nr. 10, S. 4035

Nr. 5. S. 4228 Nr. 1, S. 4671 Nr. 18, S. 4734 Nr. 8, S. 4944 Nr. 5, S. 5071 Nr. 9 und 16. S. 5724 Nr. 2 und 10, S. 6047 Nr. 19, S. 6065 Nr. 15, S. 6229 Nr. 8, S. 6911 Nr. 1. S. 6912 Nr. 7, 17 und 20 je 15 fl. Alle übrigen in den gezogenen Serien enthaltenen Prämienscheine werden mit 7 fl. eingelöst.

Im Ganzen

Von ben am 1. August l. J. des Lotterie Anlehens der Stadt Augsburg Nr. 11, 120, 379, 1407, 1429, 1450, 1471, 1890, 1996 und 2061 gewinnen: Serie 11 Nr. 12 4000 Ne 100 fl., Nr. 1 und 83 50 fl., Nr. 56 30 fl., Serie 120 Nr. 7, 8 und 23 je 50 fl., Nr. 29 und 41 je 30 fl., Serie 379 Nr. 91 100 fl., Nr. 4, 45, 51, 55 und 85 je 30 fl., Serie 1407 Nr. 1 50 fl., Nr. 45, 95, 33, 85 und 76 je 30 fl., Serie 1429 Nr. 13 und 87 je 100 fl., Nr. 5, 88, 36 je 50 fl. und Nr. 58 30 fl., Serie 1450 Nr. 12 100 fl. Nr. 19 50 fl., Serie 1471 Nr. 49, 94, 64 und 30 je 30 fl., Serie 1890 Nr. 50 100 fl., Nr. 91 50 fl., Nr. 41, 15, 98 und 69 je 30 fl., Serie 1996 Nr. 5 100 fl., Nr. 15, 67 und 24 je 30 fl. und Serie 2061 Nr. 9, 28 und 91 je 100 fl., Nr. 24 und 47 je 30 fl. Auf alle übrigen, in den gezogenen Serien enlhaltenen und hier nicht besonders aufgeführten Anlehensscheine ent⸗ jällt ein Gewinn von je 8 fl.

gezogenen 10 Serien

Die geistigen Getränke der verschie denen Völker.

In Oestreich hat sich die Bierindustrie, namentlich in den Provinzen Böhmen, Nieder- östreich, Mähren, sowohl in Bezug auf Qua⸗ lität wie Quantität, wesentlich gehoben; die dort eingeführte Manier, sehr angenehme, wenig gefärbte, stark moussirende Biere herzustellen, findet viel An klang und wird dadurch den dunklen, dextrinreichen Bieren nach baierischer Art eine große Konkurrenz gemacht. Die Gesammtproduktion an Bier

in den östreichischen Ländern beträgt jährlich etwa

gegen 14 Millionen östreichische Eimer, wovon etwa 5½¼ Millionen auf Böhmen, nicht ganz 6 Millionen auf Niederöstreich, etwa Million auf Mähren kommen; die zu erlegende Steuer beträgt für das Bier über 16 Millionen östreichische Gulden. Die Bierausfuhr hat sich seit 1856 1866 von 12,098 Zollzentner auf 177,512 Zollzentner gehoben und neben den be rühmten Dreher'schen Brauereien in Klein schwechat, welche im J. Bande desWelthan dels, p. 163, ausführlich geschildert ist, ferner jener in Ungarn und in Micholup bei Saaz in Böhmen, sind es besonders ähnliche Etablisse⸗ ments in Leitmeritz. Pilsen ꝛc. in Böhmen, welche viel Bier in die fernsten Gegenden versenden. Wie aus der an der bezeichneten Stelle gegebenen Schilderung hervorgeht, können sich die Dreher'schen Brauereien mit den größten in London fast messen und 1866 bis 1867 lieferte jene von Klein- schwechat 480,670, jene in Ungarn 145,240, jene in Böhmen 55,080 Eimer Bier, also zu sammen 680,990 Eimer. Baiern besitzt 5380 Brauereien, welche aber nur 9727 männliche Ar⸗ beiter beschäftigen; es rührt dies daher, daß viele kleine Brauereien auf dem Lande nur vorüber gehend und dann wenige Leute brauchen; die Bierproduktion gibt Nobak zu 8,800,000 Eimer an, wozu 1,250,000 baierische Scheffel Malz be- nöthigt sind. In sämmtlichen Münchener Braue reien(mit dem Hofbräuhaus 16) wurden vom

1. Juni 1808 bis 19. Mai 1869 allein im Gan⸗

zen 197,235 Scheffel Malz versotten; davon kommen auf den Spatenbräu 51,244, auf den Löwenbräu 43,903, auf den Leisfbräu 26,960, auf den Hackerbräu 15,020, Pschorr⸗ bräu 13,657 Scheffel ie. Außer München haben die größten Brauereien und den stärksten Export Kulmbach, Erlangen, Kitzingen,

ist zwar, wie aus obiger Angabe ersichtlich, keine der größten, dieselbe befaßt sich jedoch hauptsäch⸗ lich mit dem Export von Flaschenbier nack den Kolonien, welches stärker eingesotten wer den muß; jährlich geben etwa 80,000 gleich dem Champagner verkorkte und etiquettirte Flaschen nach Brasilien, Chili, San Francisco, Java, Australien, dem Cap ꝛc. Auch in Würtemberg ist die Bierproduktion eine sehr bedeutende, wie die vor liegenden statistischen Ausweise ergeben; die bedeu⸗ tendsten Brauereien befinden sich in Ulm, Stutt⸗ gart, Ludwigsburg, Weissenstein(gräfl. Rechberg'sche Brauerei,) Eybach(gräfl. Degen⸗ feld'sche) ꝛc, und ihr Produkt kann die Konkurrenz mit dem baierischen Bier schon ertragen. In Ulm bestanden bereits im 13. Jahrhunderte Brauereien und 1367 gab es schon ein Bierhaus des Raths; die Zahl der Brauereien gibt Nobak zu 2,026 an, die⸗ jenige für Baden zu 859. Preußen und die norddeutschen Staaten sind erst seit wenigen Jahr zehnten in die Reihe derjenigen Staaten einge⸗ treten, welche größere Mengen von Bier erzeugen, obgleich man auch in verschiedenen norddeutschen Städten eigenthümliche Biere herstellte, die aller dings nicht den Beifall eines altbaierischenBier kiefers gefunden haben würden; so hatte man das Einbecker Bier, ehemals im Norden sehr be rühmt, das Berliner Weißbier oderkühle Blonde genannt, Merseburger Braun- bier, Gose, Broihan, Braunschweiger Mumme ꝛc., welche mehr oder weniger von dem sogenannten baierischem Bier verdrängt wurden. Wie sehr die Bierkonsumtion sieigt, be weist das Entstehen vieler Aktienbrauereien in Nord deutschland, wo z. B. allein Sachsen 8 solche, da⸗ von 3 in Dresden Feldschlößchen, Waldschlößchen und Felsenkeller zählt, welche 12 16 Procent Dividende zahlen. Die Zahl der preußischen Brauereien beträgt 7,886, wovon auf das ehe- mals preußische Gebiet(vor 1866) 6,817, auf Hannover 454, auf Kurhessen 332, auf Nassau 165, auf Homburg 21, auf Frankfurt 97(20 entfallen. Auch in Rußland ist eine Zunahme des Bierkonsums und in Folge dessen eine Ab nahme des Schnapsgenusses konstatirt; in den letzten Jahren sind in Petersburg(Bavaria) und in den Ostseeprovinzen größere Brauereien ent standen und wird zu dem viel Bier eingeführt. Dasselbe gilt für Schweden und Norwegen, wo ein sehr helles Bier, fast von der Farbe des Weines, gebraut wird. Stockholm zählt 18 Brauereien, welche fast die Hälfte der Gesammt produktion, die zu 89 Millionen Kannen ver anschlagt wird, liefern. Das Bier in Dänemark gleicht mehr dem englischen als dem deutschen und das Gebräuchlichste ist das Doppelbitter⸗ oder Porterbier, ein dem Ale nahekommendes Bier, ist mehr Luxusartikel, ebenso das für die Kolonie St. Thomas bestimmte Marinebier. Trotz der durch die klimatischen Verhältnisse in Italien gebotenen Schwierigkeiten macht dennoch mit Hilfe geeigneter Kühlvorrichtungen die Bier⸗ brauerei dort Forischritte; das Bier von Chia venna bei Mailand und das von Modena findet großen Absatz und selbst in der Türkei entstehen neue Brauereien, welche hellfarbige, stark moussirende Biere liefern, deren Genuß den Söh

Nürnberg, nach der Größe der Ausfuhrmenge nen des Islams nicht, wie der des Weines, ver

geordnet. Die Pf.

chorr'sche Brauerei in München

boten ist.

Klee- und Grummetgras-Versteigerung. 2192 Freilag den 8. September d Z., Vormittags 11 Übe, soll das diesjährige Grummetgras von der flädtischen Sauweide und dem Schützenweg, sowie mehrere Morgen Kite an den Militärschießtänden in hie sigem Nathhause öffentlich meistbieiend, in entsprechenden Ab theilungen, versteigert werden.

Friedberg am 6. September 1871.

Großberzogliche Bürgermeißteret Frledberg. Sleinbäußer, Beigeordneter.

Grummetgras- Versteigerung.

2184 Mittwoch den 6. Sepiember d. J., Mittags 1 Uor, wurd das Gru metgras von circa Ge⸗ mein de-, 4 bis 5 Morgen Pfarreswiesen auf den Rath⸗

bbause zu Nierer Rosbach öffentsch meistbletend versteigert.

Nieder Rosbach den 4. September 1871. Großherzogliche Bürgermeistere! Nieder-Roobach. Nr

Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg erschien soeben:

Predigten aus der Kriegszeit 1870 71.

Von Dr. K. Köhler,

Professor am evangelischen Predigerseminar und Pfarrer zu Frledberg.

Preis:

30 kr.

Da r m st a dat. Ein Gymnasiast oder Nealschüler

2143 könnte in einer sehr achtbaren hiesigen Familie, in welcher derselbe als Glied der Familie betrachtet werden würde, freundliche Aufnahme finden. Die Adresse wolle man bei

Wilhelm Dernbeck,

Colonial-, Material-& Farbwaaren-Handlung

in Friedberg 1487 nächst der Burg.

der Expedition d. Bl. erfragen.

Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren.