Ausgabe 
30.4.1870
 
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Sie war ein kes Schiff und mit einer Ladung Waaren und 370 chinesischen Arbeitern(Coolies) von Hong⸗Kong und Jokahama nach San Francisco in Californien bestimmt. Wir verließen Hong; Kong den 12. Juli v. J., kamen den 21. nach Jokahama, nahmen Passagiere, Kohlen ic. und verließen den Hafen am 26. Juli. Anfangs ging die Fahrt gut, allein am 2. August wurden wir im japanischen Meer von einem furchtbaren Typhon (Wirbelsturm) überfallen, so stark, daß der Fock⸗ mast um 9 Uhr Vormittags über Bord ging; wir lagen zu, arbeiteten mit halber Kraft und setzten Sturmsegel; doch diese wurden alsbald in Stücke zerrissen und halb 11 Uhr brach die Kolbenstange der Luftpumpe an der Maschine und diese wurde unbrauchbar. Wiederholt wurde versucht, um Segel zu setzen, doch vergeblich, der Sturm war schrecklich und die See wild und rasend. So lag das Schiff hilflos, den wüthen⸗ den Elementen preisgegeben die Wellen rissen die vorderen Planken auf und wir mußten die Chinesen an die Pumpen stellen, weil das Schiff anfing stark zu lecken; die Nacht vom 2. zum 3. war schrecklich; die Wellen brachen unaufhörlich über das Schiff und machten es fast unmöglich, zu pumpen. Inzwischen gelang uns andern Tags mit vieler Mühe die Pumpen zu repariren, doch konnten wir die Maschine nur zum Auspumpen des Schiffes verwenden, sie war nicht mehr im Stande die Schaufelräder zu drehen und das Schiff vorwärts zu bringen. Wir hofften indeß immer noch, das Schiff und uns zu retten, jedoch am 5. August, Morgens 10 Ühr, brach die Maschine abermals und die Chinesen mußten

wieder auf Deck, um zu pumpen; da kurz vor 11 Uhr ging eine kolossale See über das Schiff, riß den Starbord⸗Radkasten weg, den Schornstein über Bord, brach das Mitteldeck und die oberen Cajüten und sandte mit einem Streiche 251 Personen in ein nasses Grab, darunter den englischen Oberst Taylor nebst Frau und Kindern, den ersten u. zweiten Steuermann, zweiten Ingenieur, viele von der Mannschaft, Passagiere und Chinesen. Der Capitän brach das Bein, der dritte Steuer mann erhielt eine gefährliche Kopfwunde und das Commando des Schiffes ging in meine Hände über, als nunmehr ersten, noch diensttüchtigen Offizier desselben. Da ich in den 3 Jahren, wo ich zur See fahre, Gelegenheit hatte, Navigation zu lernen und fähig bin, ein Schiff zu führen, so suchte ich zuerst die Position des Schiffes aus- zumachen, um es wo möglich nach dem nächsten Land zu bringen, allein die Observation mit den Instrumenten ergab, daß das nächste Land, die Philippinen, noch 1100 Miles entsernt war; da das Wasser inzwischen am Kielraum immer mehr zunahm und nicht zu bewältigen war, so blieb nichts übrig, als die Boote fertig zu machen; ich schrieb ein Memorandum über den Zustand des Schiffes, gezeichnet von mir, dem Doctor, dem

dritten Ingenieur und dem Zahlmeister und ließen

dann das Boot des Capitäns zuerst ins Wasser; 24 Mann bestiegen es, und wir hatten gerade den verwundeten, besinnungslosen Capitän herunter gelassen, als eine starke Welle das Boot wegriß, umwarf und mit den 25 Menschen begrub. Vier andere Boote nach einander hatten dasselbe Schick sal und nur dem letzten, allein noch übrigen, mit dem Reste der Mannschaft, worunter auch ich, der

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als Commandirender das Schiff erst mit d letzten Boot und als letzter Mann verlassen durfte, gelang es glücklich flott zu werden. Wir, näm⸗ lich ich und der dritte Ingenieur, der Bootsmain, 5 Feuerleute, 8 Matrosen, 3 Passagiere und 3 Chinesen(von beinahe 500 Menschen im Ganzen 22, die noch am Leben waren) hatten das schöne Schiff nicht lange verlassen, als dasselbe sank und unsere Habe und unsere Hoffnung mit sich in die Tiefe nahm; unser Boot aber ward auf den immer noch wüthenden Wasserwogen umhergetrieben bis zum 9. wo uns die Brigg Sommerville begegnete und uns aufnahm; wir blieben an deren Bord bis zum 2. October, wo wir dem nach England gehenden Schiffe Thayer begegneten und ging ich nebst noch 5 meiner Gefährten auf dieses über; widrige Winde am Cap Horn verzögerten aber unsere Passage, so daß wir erst am jüngsten 16. April in Liverpool ankamen.

Meines Bleibens wird hier nicht lange sein, mit Erstem gehe ich wieder hinüber und fange vorn an; es ist wohl hart, die Frucht und den Preis mehrjährigen Ringens in solcher Weise zu verlieren, indeß ich habe gelernt meine Kraft und meine Kenntnisse zu gebrauchen und zu ver⸗ werthen und wenn ich auch gebeugt bin, so bin ich doch nicht gebrochen und kann den Kampf auf's Neue beginnen.

Jür die Wittwe und Kinder des im hiesigen Jahn⸗ host verunglückten Jastus Seiffert in Oberwöllstadt

gingen uns wie bereits gemeldet 1 fl. zu, ferner von . S. 1*

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