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Bekanntmachung.

1465 Abraham Stahl Wittwe zu Friedberg, Friederile, geb. Lamm Inhaberin der Handlung A. Stahl Wittwe, ist geftorben, und fübrt deren Sohn, Moritz Stahl dahier, solche unter der seitherigen Firma weiter fort. Derselbe hat seinen Bruder Emanuel Stahl von bier zum Procurisßen bestellt. Im Firmen ⸗Register find heute unter Nr. 62 die nötbigen Einträge erfolgt. a

Friedberg am 19. Mai 1870. Groß herzogliches Landgericht Friedberg

Rel.

Proelam.

1469 Der Fruchthändler Philipp Wilhelm Gruner, Johannes Sohn, in Oberdorfelden hat glaubhaft an⸗ gezeigt, daß er nicht im Stande sei, seine Gläubiger zu befriedigen. Es werden deßhalb dieselben zur sum⸗ marischen Anmeldung und zum Güteversuch im Termin den 21. Juni d. J., Vormittags von 910 Uhr, in das Lokal des unterzeichneten Gerichts, Schloßstraße Nr. 26, mit dem Bemerken eingeladen, daß die Nicht⸗ erscheinenden deim Abschluß eines Vergleichs als der Mehrbeit beitretend angesehen, und ein etwaiger Ver⸗ gleichsbescheid nur durch Anschlag im Gerichtslokal veröffentlicht wird. Hanau am 19. Mai 1870. Königliches Amtsgericht Abtheilung II. st er. dt. Strohmaper.

Bekanntmachung.

1470 Folgende alte Materialien sollen auf dem Sub- missionswege an den Meistbietenden verkauft werden:

150 Pfund alt Kupfer, 350 Pfund alt Meffing 100½½ Pfund Zink, 370 Centner alt Gußeisen und alt Elsenblech.

Kaufliebhaber wollen ihre Anerbietungen längstens bis Mittwoch den 1. Junk d. J., Vormittags 10 Uhr, ver siegelt und mit der Aufschrift:Verkauf von alten Materialien betreffend versehen an die unterzeichnete Stelle eingeben, bei welcher auch die Verkaufsbedingungen an den Wochentagen eingesehen werden können. Der Materlalverwalter Wachömulh wird die zu ver⸗ kaufenden Gegenstände auf Verlangen vorzeigen.

Bad⸗Nauheim den 24. Mal 1870. pee Salinenamt Nauheim e i

Arbeits⸗Versteigerung.

1463 Donnerstag den 2. Juni, Vormittags 10½ Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Reichelsheim nach stehende Arbeiten an die Wen igstinehmenden in Accord

gegeben werden: f. kr 1) Wagnerarbeit, eine neue Feuerleiter, ver⸗ anschlagt zu 7 30 2) Dachdeckerarbeit, Unterhaltungen 13 20 3) Weißbinderorbeit, im Kirchtburm 92 12 4) Maurerarbeit, daselbft 23 13 5) Schreinerarbeit, Ortsgerichtsschrank 45 30 6) Schlosserarbeit, dazu 10 30

Friedberg den 24. Mai 1870. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider.

Arbeits- Versteigerung.

1464 Donnerstag den 2. Junt, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Dorn-Assenheim nachstebende Arbeiten veraccordirt werden: 1. Zur Erbauung eines neuen Brunnens vor der Haingasse: 1 a) Bergmannsarbeit, lt. Kostenüberschlag 280 50 b) Lieferung von Einschalungsholz dazu 140 c) Brechen, Fahren und Aufsetzen von 5,2 Cb. Klfir. Mauersteinen hierzu 218 24 d) Steinhauerarbeit e) Maurerarbeit

1) Zimmerarbett 17 46 8) Fortfahren des Grundes 3

u) Lieferung einer gußeisernen Pumpe 220 1 Muschel 12

9 9 5 8 24 0 1 2 2 *) Weiß binderarbeit 4 2. Chausstrarbeit in der Untergasse 36 Brechen, Fahren, Lufsetzen, Zerschlagen und Eindecken von 3 Cb.⸗Klfir. Unter⸗ haltungssteinen; Lieferung von 30 Stück 2 langen Pflöcken.

3. Relnigung der Horloffbach in der Gemarkung i Reichelsheim, das Dorn⸗Assenheimer Antheil 18 36

fl a fene Mbit,

Dongerstag den 2. Juni, Nachmittags 3 Uhr, soll zu Dorn Assenheim an die Wenigstfordernden ver- fteigert werden: fl. kr.

1. Pflasterarbeit, It. Ueberschlag 130 12

2. Steinbrechen dazu, Schichten und raube 1

Steine

J. Fabren derselben und Aufsetzen 121 36

4. Lleferung von 2.600 Cb.⸗Klftr. Pflastersand 78 5. 50 30 Stück Pflöcken 1 Frledberg den 27. Mal 1870. N Der Bezirks⸗Bauaufseher Schnelder. 7

1473 Zur Erleichterung des Besuches der in den Monaten Juni, Juli und August d. J. in Cassel stattfindenden Allgemeinen Industrie⸗Ausstellung werden während dieser Zeil, so lange sich das Bedürfniß dazu erweist, beziehungs⸗ weise bis zu anderweiter Bekanntmachung, auf der Main- Weser-Bahn zwischen Frankjurt und Cassel wöchentlich zwei Extra⸗Personenzüge und zwar nach folgendem Fahrplan befördert:

a) von Frankfurt nach Cassel an jedem Freitag und Dienstag:

b) von Cassel nach Frankfurt zurück an jedem Montag und Donnerstag:

aus Frankfurt 12 Uhr 15 Minuten Nachmittags, aus Cassel 1 Uhr 50 Minuten Nachmittags, Bockenheim 25 23 1 7 Wilhelmshöhe 27 8 5 75 Bonames 12 41 5 1»Guntershaufen 2 19 7 5 Vilbel 406 8 5 Gensungen 276 Diortelweil 5 33 5 5Wabern De f 5 Groß⸗Karben 11 1 5 5 Borken e e,* 8 Nieder⸗Wöllstabt 1 13 5 5 Zimmersrode 3 13 1 N Friedberg u 29 5 5 Treysa 3 34** Bad⸗Nauheim 1 37 7 7 Neustadt 3 49 2 6 Butzbach 5 1, 54 5 3 Kirchhain 10 14 7 9 Lang⸗Göns I 2 15 ölbe 1* 1 in Gießen m 12 3 15 Marburg 4. 1 1 8 aus 2 97 5 5 Fronhausen 5 Lollar 27 48 5 5 Lollar. 5 7 Fronhausen 273 88 2 5 in Gießen e 7 Marburg 3. 24 7 7 233 5 Kölbe i 3. 5 Lang⸗-Göns 15 Kirchhain 3 1 49* 2Butzbach 8 5 Neustadt 4% 16 5 1 Bad⸗Nauheim 617191 5 9 Treysa 33 1 Friedberg 68 30 5 5 Zimmersrode 8 15* Nieder-Wöllstadt 6 43 5* Borken 53. 5 Groß⸗Karben 623 32 5 1 Wabern 9% 13 5 5 Dortelweil ee 5 Gensungen 52 5 1 Vilbel IIa 7 1 Guntershausen 8 44 5 5 Bonames 71 38 8 Wilhelmshöhe 8 5*Bockenheim 7. 28 2 in Cassel 810 5 in Frankfurt n e 5 8

Der Preis für die Hin⸗ und Rückfahrt mit diesen Extrazügen besteht in der Personenzugs⸗Taxe für die

einfache Fahrt. Gepäck wird nicht frei befördert.

Billets dazu werden von allen Stationen der Main-Weser⸗

Bahn nach Cassel ausgegeben, ausgenommen von Wilhelmshöhe nach Cassel, wo laut weiterer Bekanntmachung

besondere Extrazüge fahren. frei, schon auf Station Wilhelmshöhe auszusteigen. Die

dersehen und sind auf der Hin- wie Rückfahrt nur zu obigen Extrazügen gültig.

Den Reisenden, in den Extrazügen von Frankfurt nach Cassel steht es jedoch

fraglichen Billets werden mit der BezeichnungExtrafahrt Ausnahmsweise erhalten die

Billets, welche zu dem am 3. Juni c. von Frankfurt nach Cassel fahrenden ersten Extrazug verausgabt werden,

Gültigkeit zu dem am Pfingst⸗Montage den 6. Juni c. abgehenden fahrplanmäßigen Zuge Nr. XX, wogegen an

Abends 10 Uhr 15 Minuten von Cassel nach Frankfurt diesem Tage der Extrazug von Cassel nach Frankfurt aus⸗

fallt, mithin der erste Extrazug in letzterer Richtung Donnerstag den 9. Juni sährt. Außerdem wird während der Dauer der gedachten Ausstellung die Gültigkeitsfrist der Retour⸗Billets von

allen Stationen der Main-Weser-Bahn, sowie von den Stationen Mainz, Worms und Bingen der Hessischen

Ludwigs⸗Bahn und Castel, Mainz Biebrich und Wiesbaden der Taunus-Bahn nach Cassel auf 8 Tage verlängert, auch werden von Darmstadt und Offenbach Retour-Billets mit gleicher Gültigkeitsfrist von Trier, Saarlouis, Saar⸗ brücken und Kreuznach mit 4wöchiger Gültigkeitsfrist nach Cassel ausgegeben.

Königliche Direction der Main-Weser⸗ Bahn.

Cassel am 23. Mai 1870.

Bekanntmachung. 1471 Die am 23. d. M. in den Domanialwald⸗ Distriklenvorderer Köppel und Donnerskopf abge⸗ baltene Holzversteigerung ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 31. d. an bei Groß⸗ herzoglichem Rentamt Friedberg in Empfang genommen werden. Der erste Fabhrtag wurde auf den 3. Juni d. J. und das Ende des Abfuhrtermins auf den 1. Juli d. J. sestgesetzt. Die Holzabfuhr ist nur bei trockener Witterung gestat tet.

Butzbach den 25. Mai 1870. Großherzogliche Oberförfferet Poch⸗Weisel

Dittmar.

Daheim Die nächste Nr. 35 des neuen VI. Jahrganges enthält:

Eline Cabinetsintrigue.(Forts.) Pistor. Roman von G. Hiltl. Das alte und das neue Meerschaum⸗ reich in Wien. Von Friedrich Bücker. Aus der Geschichte und dem Katechismus der Mormonen. I. Von Dr. Morttz Busch. Aus den Wertstätten der Altvordern. 1. Von G. Hiltl. Mit Illustration von H. Lüders. Ein Kapitel für Reiseluffige. Von R. K. Am Familientische: Der beste Vogelschutz. Zu dem Bilde von Hiddemann. Der Zahnkönig.

Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel und Schimpff in Friedberg.

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2˙½ Viertel Morgen 1478 ewigen Klee sind zu verpachten. Näßperes bei der Exped. d. Bl.

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Vier teljährlich 1 fl. 3 kr. Wöchentlich 1 Nummer

1466 Frau S. läuft in die Kirche gern Doch Frömmigkett ist ihr sehr fern. Voll Wuth begießt sie auf der Straße Eine Frau, von ihrer Schnur die Base.

Frau S. als Dämon längst bekannt Bot ibrer Schnur einst treu die Hand. Süßsprecherti ist ihr sehr eigen,

Auf Bibelverse thut sie oft zeigen.

Frau S. als Vamppr wohl bestellt,

Hat manches schier zu Tod gequält. Wenn der Pater sie auch beilig spricht, Glaubts doch die ganze Gemeinde nicht.

Frau S., das Fantippe wird weichen, Wenn die Anzeig' kommt von Kaichen, Niemand mehr kann sich dann freuen,

Denn die Schnur, sie ist allein

Repskuchen!

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