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18) Heinrich Dietz, Müller daselbst.

19) Wilhelm Sturmfels, Apotheker daselbst.

20) Löd Oppenheimer, Fruchtbändler daselbst.

21) Isaak August Nauheim, Ellenwaarenhändler daselbst. 22) Georg Steinhäußer II., Bierbrauer daselbst.

23) Kaspar Ernst Windecker, Miiller zu Rödgen.

24) Christian Meyer. Müller zu Schwalheim. N 25) Wilhelm Süffert, Apotheker zu Assenheim. f 26) Amschel Grünebaum, Fruchthändler zu Bad⸗Nauheim. 27) Isaak Stern, Fruchthändler zu Bruchenbrücken.

28) Georg Weisensee, Müller zu Ossenheim.

29) Ludwig Grödel, Holzhändler zu Friedberg.

30) Karl Flach II., Ellenwaarenhändler zu Butzbach. 31) Georg Hölzer, Ellenwaarenhändler daselbst.

31) Jacob Wilhelm August Weickhard, Buchhändler daselbst. 32) Salomon Fröblich, Fruchthändler daselbst.

33) Löd Kaufmann, Tuchhänbler daselbst.

34) Wolf Lichtenstein, Fruchthändler daselbst.

35) Kaufmann Rosenthal, Fruchthändler daselbst.

36) Philipp Reimer, Müller zu Gambach.

385 Friebrich Wagner, Müller daselbst.

38) Jacob Müller, Müller zu Griedel.

39) David Bär II., Fruchtbändler daselbst.

40) Week Kaufmann II., Fruchthändler zu Nieder⸗ eisel.

41) Heinrich König XI., Fruchthändler zu Ober⸗Mörlen.

42) Friedrich Sames, Apotheker zu Rockenberg.

43) Emanuel Hessenberger I., Fruchthändler zu Staden.

44) Emanuel Hessenberger II., Fruchthänbler baselbst.

Hessen. Darmstadt. Die Abreise des Großherzogs nach Berlin ist auf den 26. festgesetzt. Der Großherzog benutzt die Hanau ⸗Bebraer⸗ Bahn. Von Jüterbogk wird die Reise per Extra- zug fortgesetzt bis Berlin. Der Aufenthalt in Berlin soll vier Tage dauern. Am 30. April verläßt der Großherzog Berlin, begibt sich nach Dresden und wird bis zum 4. Mai bier wieder zurücker wartet.

Dem ordentlichen Professor in der philo⸗ sophischen Fakultät der Landes-Universität Dr. Gustav Schilling ist die Stelle eines Universitäts⸗ Bibliothekers als Nebenstelle übertragen und dem außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landes- Universität Dr. Ludwig Noack der Charakter als Bibliothekar verliehen worden

Am 23. d. starb dahier der Stadtpfarrer, Domcapitular und Geh. Oberstudienrath Pr. Lüft. Der Verewigte, welcher schon längere Zeit leidend war, besaß die Liebe und Achtung seiner Gemeinde in hohem Grade und stand auch bei allen Nicht- katholiken, welche ihn kannten, wegen seiner Herzensgüte in hohem Ansehen.

In der Assisensitzung vom 25 d. wurde Freiherr v. Wambolt, der wegen wiederholter Weigerung seiner Pflicht als Ergänzungsge⸗ schworener nachzukommen, durch Urtheil vom 20. und 22. d. M. zu 100 resp. 200 fl. Geldbuße verurtheilt worden, trotzdem aber wieder nicht erschien, auf Grund der Artikel 27 und 28 des Gesetzes, die Bildung der Geschworenen- Bank betreffend, in die höchste zulässige Strafe, nämlich weitere 300 fl. Geldbuße verurtheilt, sowie gleich- zeitig erkannt, daß der genannte Herr für immer unfähig sei, das Amt eines Geschworenen, zu versehen, und weiter der Druck und öffentliche Anschlag des Urtheils auf seine Kosten verfügt.

Der Großberzog hat sich am 26. d. zu einem Besuche des Preußischen Königshauses nach Berlin begeben. In seinem Gefolge befinden sich der Oberststallmeister van der Capellen, der Ge⸗ neraladjutant v. Trotha und die Flügeladjutanten v. Küchler und v. Herff. Am 4. k. M. wird der Großberzog hier zurückerwartet.

Wiederum sind zwei preußische Offiziere mit Commandos in der hessischen Division betraut worden. Es sind nämlich die Rittmeister Schmidt v. Osten vom 1. Cuirassier- und v. Dresky vom 15. Dragoner-Regiment zur hessischen Reiterei und zwar Ersterer zum ersten, Letzterer zum zweiten Negimente Behufs Uebernahme einer Schwadron eommandirt worden.

Aus Oberhessen wird derDarmst. Ztg. geschrieben:Bei ihren Verhandlungen am 21. April hat die Nieder Wöllstädter Conferenz in einer zahlreichen Versammlung evangelischer Geist⸗ lichen aus den drei Provinzen des Großherzog⸗ thums, dem ehemaligen Kurfürstenthum Hessen, sowie aus Frankfurt und Homburg sich ganz ent⸗ schieden für das Recht und die Beibehaltung der Todesstrafe ausgesprochen und eine Resolution gefaßt, sich der Erklärung der Friedrich⸗Werder'schen Synode in Berlin anzuschließen, dahin gehend: daß die gesetzliche Aufhebung der Todesstrafe das (angebliche) Recht des Mörders über alles gött⸗ liche und menschliche Recht seze. Dem Vernehmen nach dürften andere Conferenzen evangelischer Geistlichen ähnliche Erklärungen geben.

Vom Neckar. Nachdem die Vorlage der badischen Regierung:Erbauung einer Eisenbahn von Neckargemünd nach Eberbach auf dem rechten Neckarufer von beiden Kammern in Karlsruhe genehmigt ist, haben die Gemeindevorstände von Hirschhorn und Neckar⸗Steinach eine Eingabe an das Ministerium nach Darmstadt abgehen lassen, worin die Gründe dargelegt sind, die es noth⸗

wendig machen, daß die Neckarorte mittelst Schie- nengeleises in den Verkehr herein gezogen werden.

Preußen. Berlin. In der Sitzung des Zollparlaments vom 25. d. wurde die Präsi⸗ dentenwahl vorgenommen. Zum Präsidenten wird Simson mit 183 von 207 ausgegebenen Stimmen gewählt, welcher die Wahl mit kurzen Dankes worten annimmt. Zum ersten Vicepräsidenten wird Fürst Hohenlohe mit 179 von 212 Stimmen gewählt. Derselbe dankt für die Auszeichnung seiner dreimaligen Wahl zum Vicepräsidenten und sagt weiter:Ich kann mit Recht stolz darauf sein, in der ganzen Legislaturperiode das Wohl- wollen einer Versammlung nicht verloren zu haben, die, obwohl ihre Befugnisse beschränkt sind, eine hohe Bedeutung dadurch hat, daß in ihr die Vertreter der deutschen Nation zur Berathung gemeinsamer Arbeiten vereinigt sind. Wenn jüngst ein Mitglied dieses Hauses bei seinem Ausscheiden dem Zollparlamente den Vorwurf machte, daß es auf Täuschung beruhe und sich mit dem Nimbus eines deutschen Parlamentes schmücke, so antworte ich: In dieser Thatsache der gemeinsamen Arbeit deutscher Abgeordneter liegt keine Täuschung, sie ist ein Gewinn, an dem wir festhalten sollen, ist ein fester Grund, auf welchem Anker der natio- nalen Hoffnung ruht. Zum zweiten Vicepräsi⸗ denten wird der Herzog v. Ujest gewählt. Der⸗ selbe nimmt die Wahl mit Dank an.

Ludwig Bamberger hat im Zollparlament den Antrag eingebracht, die beabsichtigte Münz- reform möge als gemeinsame Zollvereinssache be handelt und die Reformenquete auch auf die süd⸗ deutschen Staaten ausgedehnt werden. Der Antrag ist von Mitgliedern aller Fractionen, darunter viel Süddeutsche, unterzeichnet.

Im Zollparlament wurde über die Vor⸗ lage, betreffend dir Rübenzuckersteuer, sowie über den Tarifreformentwurf Plenarvorberathung be schlossen. Der Haudelsvertrag mit Mexico und der Antrag Bambergers wegen Ausdehnung der Münzreform auf vie Südstaaten wurden zur Schlußberathung gestellt.

Berliner offiziöse Blätter bringen die Notiz, daß das verbesserte Zündnadelgewehr(mit besserem Verschluß des Laufes und beschleunigter Feuer- geschwindigkeit)in möglichst kurzer Zeit und mit Anspannung aller Kräfte bei der ganzen preuß. Armee eingeführt sein wird.

Bayern. München. Frhr. v. Liebig ist seit einigen Tagen an einem heftigen Kopfleiden nicht unbedenklich erkrankt.

Frankreich. Paris. Das von derAmts zeitung veröffentliche Dectet über das Plebiscit lautet wörtlich:Art. 1. Das französische Volk wird in seinen Wahlbezirken auf den 8. Mai zusammenberufen, um folgenden Plebiscitentwurf anzunehmen oder zu verwerfen:Das französischt Volk billigt die in der Verfassung seit 1860 durch den Kaiser unter Mitwirkung der großen, Staatskörper bewirkten lieberalen Reformen, und genehmigt den Senatsbeschluß vom 20. April 1870. Die Art. 25 enthalten die Bestimmungen über die Abstimmung, welche am Son atag den 8. von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends dauern wird.

Art. 6. Die Abstimmung findet statt durch Ja oder Nein mittelst geschriebener Wahlzettel. Die Stimmenzählung wird unmittelbar nach dem

Schlusse der Abstimmung vorgenommen. Art. 9 Die Wähler aus Heer und Flotte stimmen dem Ort ihrer Garnison oder an dem Wohnort,

der Stimmen in jedem Departement wird in öffentlicher Sitzung durch eine aus drei Mitgliedern

des Generalraths bestehende, vom Präfecten er

jede Militärabtheilung wird präsidirt durch die im Rang böchsten Officiere. Art. 8. Die Zählung

in eines Ortsgesundheitsraths beauftragt worden.

wo sie sich im Augenblick der Abstimmung befinden;

nannnte Commission vollzogen. Art. 9. Die allgememeine Zählung findet im gesetzgebenden Körper statt.

DasJournal officiel veröffentlicht ein Cireularschreiben der Minister an die Beamten folgenden Inhalts:Der Kaiser verlangte im Jahre 1852 Ihre thatkräftige Mitwirkung, um die Ordnung zu sichern, heute verlangt er dieselbe, um die Freiheit fest zu begründen. MitJa stimmen heißt für die Freiheit stimmen, die wahren Freunde der Freiheit werden mit uns gehen. Können sie es bezweifeln, daß mitNein stimmen Diejenigen nur kräftigen würde, welche die Transformation des Kaiserreichs nur aus dem einzigen Grunde bekämpfen, um die politische und sociale Organisation, der Frankreich seine Größe zu danken hat, zu vernichten? Im Namen des öffentlichen Friedens und der Freiheit fordern wir Sie auf, Ihre Anstrengungen mit den unsrigen zu vereinen. Es handelt sich darum, dem Lande eine geordnete ruhige Zukunft zu sichern, damit auf dem Throne wie in der kleinsten Hütte der Sohn seinem Vater in Frieden folge. 5

DerSidele bringt folgende kaum glaub hafte Nachricht üder hohe Gunstbezeugungen, die Herrn E. Ollivier zu Theil geworden sein sollen. Es wird versichert, daß der Kaiser Hrn. E. Ollivier nach seiner Rede im Senat fünf Decrete über⸗ geben hat, die ihn nacheinander zum Ritter, Offizier, Commandeur, Großoffizier und Groß⸗ kreuz der Ehrenlegion ernennen und ihm frei⸗ stellen, sie im offiziellen Journal zu veröffentlichen, wann er will. Der Kaiser hat gleichzeitig Hrn. Ollivier einen großen Stern der Ehrenlegion in Diamanten zum gleichen Werthe, wie der, den

Hr. Rouher ehedem erhielt, zum Geschenk gemacht.

Und dennoch will man behaupten, daß die Tugend nicht schon hinieden ihre Belohnung erhalte!

Die officiösen Blätter melden, daß Marquis Banneville am 23. d. die noch von dem Grafen Daru gezeichnete, bereits in der Augsburger Allg. Ztg. erschienene Note in feierlicher Audienz dem Papst überreicht hat, nachdem er sie am Dienstag dem Cardinal Antonelli mitgetheilt hatte.

In Betreff der französischen Note verlautet von unterrichteter Seite Folgendes: Da Ollivier nur interimistischer Minister des Aeußern und die Note den katholischen Mächten bereits bekannt gegeben sei, habe er(der Siegelbewahrer) nicht geglaubt, die Instructionen seines Vorgängers, des Grafen Daru, abändern zu dürfen und daher dem Marquis de Banneville die Ermächtigung zur Mittheilung an den Papst ertheilt. Dieselbe habe denn auch wirklich am letzten Sonnabend stattgefunden. Ob die Note auch dem Concil werde mitgetheilt werden, sei noch zweifelhaft.

Wie man durch denAvenir national erfährt, hat das Comite der Linken für die anti⸗ plebiscitorische Propaganda durch Hrn. Gambetta die ihm von dem römischen Republikaner Herrn Cernuschi, gespendete namhafte Summe von 100,000 Frs. in Bankbillets erhalten.

Frankfurt. Das seit Anfang März aus dem elter⸗ lichen Hause verschwundene Mädchen, dessen Nichtauffinden zu den verschiedensten Gerüchten Anlaß gab, ist vor einigen Tagen als Leiche aus dem Main bei Höchst ge⸗ ländet worden.

Frankfurt. Vom biesigen ärztlichen Verein ist eine Commission gewählt und mit den Vorstudien zur Bildung Dieselbe hat in einer gedruckten Denk echrist folgende Vorschläge gemacht: Dey Orts zesundheltsrath soll zusammengesetzt werden aus zwei Magistratsräthen, wobei vorzugsweise auf rechtskundige und mit dem Polizeiwesen vertraute Mitglieder zu achten wäre, ferner aus 35 Aerzten, aus einem Chemiker einem bis zwei Ingenieuren und Bau⸗ meistern. Auch könnten noch ein Lehrer, ein Thierarzt und sonstige Specialisten, namentlich aus der Industrie, zu diesem Gesundheitsrathe hinzugezogen werden. Der

117⁵ llelber Manu Stilla