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gen der Alliance israslite in Paris, welchen der
Samstag den 26. März.
N 37.
Oherhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienssag, Donnerstag und Samstag.
E Auf den wöchentlich dreimal erscheinenden„Oberhessischen Anzeiger“
38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren.
kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für
Bei der Verlags⸗
Expedition kostet das Blatt für das zweite Quartal 30 kr.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Das Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
.. M., zu Nr. M. d. J. 2777 einstweilen davon
1. Januar 1870 an den Gemeinden der zum Norddeutschen Bunde
gehörigen Gebietstheile des Großherzogthums
auf Staatskosten geliefert werden, ein nochmaliger Abdruck der Bundes
Wir setzen Sie in Auftrag Gr. Ministeriums des Innern vom 16.
in Kenntniß, daß vom nachgeliefert werden. das Bundesgesetzblatt
gesetze im Regierungsblatt für die Regel dagegen unterbleiben wird.
Betreffend: Die Erhebung der Jahresbeiträge zur Schullehrerwiltwencasse, insbesondere die
Aufrechnung und Qutttirung derselben.
Friedberg den 24. März 1870.
Auch die bisher erschienenen Bundesgesetzblätter sollen denjenigen Gemeinden, welche bisher nicht abonnirt hatten, auf Staatskosten
Diejenigen Gemeinden dagegen, welche das
Bundesgesetzblatt schon bisher aus Gemeindemitteln gehalten haben, werden entsprechend entschädigt werden.
Ter a p p.
Friedberg den 24. März 1870.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Diejenigen von Ihnen, werden hieran erinnert.
welche unsrer Auflage vom 28. v. M. Oberhessischer Anzeiger Nr. 27 noch nicht entsprochen haben,
Trapp.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Peter Dauiel Mulch von Friedberg wurde zum Polizeidiener der Kreisstadt Friedberg ernannt und verpflichtet.
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Betreffend: Die Mathilden⸗Stistung für Oberhessen, insbesondere Verwendung der Mittel für das Jahr 1870.
Die am 14. l. M.
Summe von 300 fl. zu verwenden.
stattgehabte Generalversammlung Mathildenstiftung für Oberhessen hat beschlossen, für Kleinkinder. schulen der Provinz, insbesondere zum Besten der Lehrerinnen, die Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, fordert man die Vorstände solcher Anstalten, welche bei der Vertheilung berücksichtigt zu werden wünschen, auf, ihre An—
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meldung, in welcher über Ausdehnung, Mittel und Bedürfnisse der Anstalt ausfuhrliche Auskunft zu ertheilen wäre, bis zum 20. August J. J. hierher gelangen zu lassen. Gießen deu 17. März 1870. Der Vorstand der Mathilden-Stiftung fr die Provinz Oberhessen.
Goldmann.
Hessen. Friedberg. Der Commandeur unserer Division, Prinz Ludwig von Hessen, sowie General v. Wittich waren am 24. d. dahier anwesend zur Vorstellung und Inspicirung der abexercirten Rekruten des hiesigen Jäger- 1 Preußen. Berlin. Ein Transport rus⸗ sischer Juden aus dem westrussischen Hungerlande sraf am Dienstag in Berlin ein. Die Bemühun⸗
diesige Brüderverein zu Hülfe gekommen ist, hatten
die Auswanderung der Unglücklichen aus Rußland befördert, um ihre Uebersiedelung nach Amerika zu veranlassen, wo für sie eine Gelegenheit ver— mittelt werden soll, sich ihren Nahrungserwerb zu berschaffen. Der Transport bestand aus cirta 150 bis 180 Köpfen.
— die Interpellation der hessischen Abgeord- neten v. Rabenau, Graf Solms, Buff und Ge— gossen über die Besteuerung des Bieres in Hessen purde im Reichstage durch Finanzminister von Camphausen dahin beantwortet, daß eine Aen- derung dieser Bisteuerung nicht bevorstehe. Der Abg. v. Rabenau kündigte hierauf einen beson⸗ deren Antrag an wegen Gleichstellung der Bier— hesteuerung in Hessen und dem übrigen Theile tes Nordbundes. . Im Reichstage besprach der Abg. Blum ufo Neue den Artikel der„Darmst. Zig.“ über bie baperischen Kammer verhant lungen; er erklärt, lerselbe sel anscheinend bundesseindlich, und hält
die Behauptung aufrecht, die„Darmst. Ztg.“ sei ein ofsieielles Regierungsorgan. Der hessische Bundeecommissär Hofmann bestritt entschteden ein Einverständniß der„Darmst. Ztg.“ mit den bun⸗ desfeindlichen Aeußerungen in der bapyerischen Kammer. Die definitive Beschlußnahme über das Banknotengesetz wurde ausgesetzt, nachdem der Antrag Sybel's angenommen worden war, welcher die Emission der Banknoten hindert. Graf Bis- marck stimmt dem ausgesprochenen Tadel gegen die reußische Regierung bei.
Würtemberg. Stuttgart. Es gilt für sicher, daß der Kriegsminister Wagner zurück- tritt. Derselbe weigert sich dem geringsten Abstrich am Kriegsbudget zuzustimmen. Auch der Rücktritt des Generalstabschef v. Suckow wird als wahr— scheinlich bezeichnet.— In der Abgeordnetenkammer beantwortete der Minister des Aeußeren Freiherr v. Varnbüler die Interpellation des Abg. Schott dahin: der preußische Gesandte habe ihm im April 1867 ein vertrauliches Rundschreiben der preuß. Regierung vorgelesen, welches die Anfrage enthielt, ob Würtemberg mit Preußen die Ver antwortlichkeit für den Schutz Luxemburgs thelle. Er habe darauf erwidert, die würtembergische Regierung werde die Verpflichtungen des Allianz vertrages in loyaler Weise erfüllen. Die preuß. Regierung habe sich damit befriedigt erklärt.— Würtemberg werde auch ferner am Allianzvertrag festhalten. Schließlich sagte der Minister noch: Gegenüber den Mißdeutungen, welche meine Worte
vielleicht gefunden, und gegenüber den ungescheut hervortretenden Umtrieben gegen den Rechts bestand eines von der Staatsregierung abgeschlossenen und von den Ständen genehmigten Staatsvertrages erkläre ich, daß, so lange ich diese Stelle ein- nehme, ich an diesem Vertrag nicht rütteln lassen und nicht zustimmen werde, daß Würtemberg sich der loyalen Erfüllung seiner Verbindlichkeit entziehe, mit dem übrigen deutschen Heeren einzutreten, wenn es sich um die Vertheidigung deutschen Gebiets handelt.— Eine Entscheidung über die Minister⸗ krisis ist vor dem Tage, wo die Debatte über den Schottschen Antrag, betr. die Verringerung der Militärlasten, stattfinden wird, kaum zu erwarten. In parlamentarischen Kreisen hält man dafür, daß einzelne Minister geneigt sind, einen Abstrich von 3 500,000 fl. im Kriegsbudget zu bewilligen; dagegen sind alle Minister darin einig, eine Aen- derung der Heertsverfassung nicht zu gestatten. Falls der Schott'sche Antrag, wie ziemlich sicher vorauszusehen ist, angenommen wird, halt man deßhalb die Auflösung der Kammer für wahr⸗ scheinlich.
— Der Minister des Innern, des Cultus und des Krieges, von Geßler, von Golther und von Wagner, sind auf ihr Ansuchen ihrer Minister⸗ posten enthoben worden und haben das Großkreuz der würtembergischen Krone erhalten. Zum Kriegs minister ist der Generalquartiermeister v. Suckow, zum Minister des Innern der Staats rath Scheurlen ernannt; das Cultusministerlum wird interimistisch


