Ausgabe 
22.12.1870
 
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1 Au in ben. asg ind lokale Notizen, außerdem wöch ee gear Anekdoten, Rärdlfel, Bildercathsel ze. Das Abonnement beträgt bei ährlich 47 kr. mit Bringerlohn.

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delt 77 Kriegs nachrichten.

*. Officielle militärische Nachrichten.

n Bersailles, 18. Dez. Am 16. Dezember 1 a das 10. Armeecorps bei dem Gefechte, durch 1 Schiayf velches es in den Besitz von Vendome gelangte,

5 Geschütze und 1 Mitrailleuse. Am 17. wurde von den Spitzen des den Feind verfolgenden Corps Spuisay(Dep. Loir et Cher, Arr. Vendome, iordöstlich von Savigny) nach leichtem Gefecht besetzt, 230 Gefangene gemacht. Aufgefangene Dienstpapiere des nördlich der Loire commandiren⸗ den Generals Chanzy constatiren ein Zusammen⸗ chmelzen der feindlichen Truppenstärke auf die Hälfte. Die Spitze der von Chartres aus gegen den Feind dirigirten Colonne hatte bei Droue (Dep. Loir et Cher, Axr. Vendome, westlich von

Thateaudun) ein siegreiches Gefecht gegen 6 tet 0. Bataillone. Der Gegner verlot hier über 100 rich wen dt e. Todte, mehrere Proviantwagen und einen Vieh Tansport. Diesseitiger Verlust 1 Offizier, 35 Mann, meist leicht verwundet. v. Podbielsky

re hen lun, r felge bon

Versailles, 19. Dez. General v. Werder zriff am 18. den Feind an, welcher in beträcht-

70 betcaffen sein J 2 f. 2 ee icher Stärke bei Nuits und Tesmes stand. Am % tt nige] Abend war Nuits genommen, etwa 600 Gefangene

n Nane gemacht. Am 19. ward in südlicher und west⸗ 17257 icher Richtung der Feind verfolgt. Diesseits e en Prinz Wilheln von Baden und General von d e Blümer leicht verwundet. Von Seiten des ae See 10. Corps wurde am 18. die Verfolgung über 4 Ehpuisay fortgesetzt, Traineurs gefangen genommen n be*. and eine Fahne erbeutet. Andere Abtheilungen e batten am 17. d. bei Le Poislaß und La Fon. Nee. enelle(bei Droue) Gefechte gegen einen etwa 10,000 Mann starken Feind, der in der Richtung auf Le Mans verfolgt wird. Die Colonnen des an le ne kiaten Flügels sind am 19. d. im Marsch auf Astadt e Chateau Renault. v. Podbielsky. * 2% Karlsruhe, 19. Dez. Ein Extrablatt der See,Karlsr. Ztg. veröffentlicht folgendes Telegramm ee, an das Kriegsministerium hierselbst:General ee bee, Glümer ging am 18. d. mit der ersten und zweiten 12111 Brigade gegen Nufts vor und traf bedeutende 4 A Klein. eindliche Kräfte. Es entwickelte sich ein ernstes Gefecht, das mit dem Sturm von Bahnhof und 1 Stadt Nuits endigte. Der Feind zog mit Ein⸗ cielbruch der Dunkelheit ab. Unsere Verluste leider in nicht unerheblich. Blessirt: Prinz Wilhelm von 71 ee Baden leicht an der Wange, Oberstlieutenant 1 54 ae Hoffmann leicht am Arm, Major v. Gemmingen, eee, Hauptmann Jägerscheldt, Adjutant Lessing, Bender, 1 bockes Kumeyer, Gemehl leicht, Brigade Adjutant von 1700 Röder, Graf Andlaw, Waag. Todt: Oberst von 90 0 400% Renz, Hauptmann Gockel, Lieutenant v. Degen- 14 i0 77% eld, v. Noel, Portepecfähnrich Sachs; ca. 300 * t tet Mann todt und verwundet. Feindlicher Verlust 1 rhei an Offizieren und Mannschaften sehr bedeutend,

mindestens 300 unverwundete Gefangene. v. Leszezynski.

Aus Versailles vom 15. Dezember

zösischen Regierung, ist aus Paris hier eingetroffen. Gestern und heute ist kein Schuß aus den Forts gefallen. Ein Massenaustritt von Desertirenden aus Paris ist hier zuxückgewiesen worden. Es verlautet, es sei befohlen, keine Deserteure an zunehmen. 10 VBersailles, 13. Dez. Endlich hat sich General Trochu bemüßigt gefunden, das Interdiet zu heben, welches die verschiedenen Militärbevoll⸗ mächtigten, die Paris verlassen wollten, noch in der belagerten Stadt sesthielt. Die Heraus- gelasseneu sind begreislicher Weise sehr vorsichtig in ibren Aeußerungen, aber sie erklären, daß die Stimmung in Paris für jeden Unbefangenen tag⸗ täglich unerträglicher werden müsse.

Vor Paris ist Alles ruhig. Eine kurze Kanonade, welche der Feind am, 13. Abends gegen unsere Truppen in den Stellungen von Vancresson eröffnete, erzielte nichts als eine theil⸗ weise Zerstörung der Kirche des kleinen zwischen Bougival und St. Cloud gelegenen Dorfes.

In Amieags hat unsere Intendantur außer großen Vorräthen an gesalzenem Fleisch, Mehl und Reis auch 150,000 Ctr. Kaffee vor- gefunden. Die provisorische Regierung hatle bei Zeiten die Ausfhäufung don Lebensmitteln in den nördlichen Bezirken verfügt, um dieselben im gün⸗ stigen Augenblick nach Paris heranschaffen zu können.

Eine Proklamation der deutschen Militär Behörde in Amiens verkündigt der Bevölkerung baldigste Rückkehr der Truppen, welche am 16. Dez. abzogen. Nur die Citadelle von Amiens bleibe ihrerseits besetzt. Die Proklamation dankt der Bevölkerung für ihre tüchtige Haliung und fordert sie zur Ruhe und Ordnung auf. Der Platz La Fere ist preußischerseits gänzlich unzu⸗ gänglich gemacht.

Vor Orleans sind der englische Militär- bevollmächtigte bei der Loire-Armee, Colonel Reilly, der österreichische Militärattache und eine Anzahl von Ordonnanz und Stabsoffizieren des Generals Aurelles de Paladine in unsere Hände gefallen. Letzterer hatte zu den Herren gesagt:

ich wiederkomme. Pflichtgetreu warteten die Offiziere, aber der General kam nicht wieder, an seiner Statt aber die Deutschen, welche den Fang fur gute Prise erklärten und die Franzosen wie die Neutralen zu Gefangenen machten. Letztere sind mitilerweile wieder in Freiheit gesetzt worden, so daß ihre Kriegsgefangenschaft von der aller kürzesten Dauer war.

Die 13. preuß. Linien-⸗Infanterie⸗Division (v. Bothmer) vom 7. westfälischen Armeecorps unter dem General v. Zastrow, welche bisher die Besatzung von Metz bildete, ist durch Landwehr abgelöst und hat ihren Marsch zur Operations- Armee nach Orleans angetreten.

In Sedan wurde am 14. Dec. ein Pole erschossen, der früher Soldat war, sich durch sein einschmeichelndes Benehmen das Vertrauen der Deutschen erworben und Zutritt in die Cita-

Erwarten Sie mich hier an dieser Stelle, bis

Franzosen abzuliefern. Er band mehrere zusammen und ließ sie an einem Stricke von dem Walle berab, an dessen Fuß seine Freunde warteten. Entdeckt, wurde er ergriffen, zum Tode verurtheilt und des Morgens um 7 Uhr erschossen.

Vor Belfort soll am 17., wie der Elbf. Ztg. geschrieben wird, die dritte Parallele eröffnet worden sein. Am gleichen Tage ver⸗ suchte eine französische Abtheilung über Delle und Grandpilliers gegen Montbeliard vorzudringen, wurde aber zurückgeschlagen, wobei das Dorf Grandvilliers in Flammen aufging.

Bern, 18. Dez. In Folge eines Gefechts zwischen den in Delle liegenden Preußen und Zuaven ist Grandvillers theilweise niedergebrannt. Die Franzosen wurden geschlagen.

Aus Genf, 12. Dez., schreibt man dem Bund:Eine zweite badische Ambulanz mit einem Arzt, vier Wärtern, einem Wagen und vier Pferden ist Sonntag Nachmittag, zum Schutze gegen die französischen Bauern und Mobilgarden durch drei Franctireurs escortirt, hier angekommen und über Basel nach Dijon abgereist. Garibaldi hat sich der Leute in freundlichster Weise ange⸗ nommen und ihnen, trotz der Einsprache franzö⸗ sischer höherer Linienossiziere, die Franctireurs und den, Wagen nebst Pferden mit einem eigen⸗ händigen Geleitschein mitgegeben.

Karlsruhe. Der Schleier des Geheimnisses, welcher bisher die in dem Versailler Hauptquartier maßgebenden Absichten über die Bestimmung der Kriegsbeute d. h. über das Schicksal der anectirten französischen Provinzen deckte, ist jetzt von offizieller Hand gelüftet. In der Sitzung der zweiten badischen Kammer hat Minister Jollp die ganz positige Erklärung abgegeben, daß es der Karls- ruher Regierung durchaus fern liege, für Baden etwas annectiren zu wollen und daß nach glück⸗ licher Beendigung des Kriegs die eroberten Terri⸗ toriendeutsches Reichsland werden sollen.

Ueber den Vormarsch der hessischen Divi⸗ sion loireabwärts bringt dieDarmst, Zig. aus St. Gervais, bei Blois, 11. Dezember, nach⸗ stehenden ausführlichen Bericht: Nach anstrengen⸗ den Märschen und drei sich folgenden Gefechtstagen verließen wir Orleaus schon am 6. wieder, um die französische Armee auf dem linken Ufer der Loire, nach Blois und Tours hin, zu verfolgen, während auf dem rechten Ufer die Armee des Großherzogs von Mecklenburg zu gleichem Zwecke vorging. Das 10. und 3. Corps wendeten sich nach Bourges, wurden jedoch schon nach drei Tagen zurückgerufen, um sich mit der Armee des Großherzogs von Mecklenburg zu vereinigen, da die durch die heißen Kämpfe der letzten Wochen geschwächten bayerischen Divistonen zur Besetzung von Orleans verwendet wurden. Das 1. Jäger- Bataillon, das 2. Juf.-Regt. und die 2. Schwadron 1. Reiter-Regts. blieben als ein Theil der Be satzung von Orleans zurück und hatten noch den bekannten großen Wald von Orleans nach ver⸗ sprengten Franzosen zu durchstreifen. Das Com- mando des 1. Jägerbataillons und der Schwadron

wird gemelt ek: Der russische General Fürst Wittgenstein, Milltärbevollmächtigter bei der fran⸗

delle erhalten hatte. Er benutzte dieses dazu um die dott verwahrten erbeuteten Waffen an die

währte nur drei Tage, das des 2. Inf. Regts.