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C. Darmstadt. Unter den Bedrängnissen ind Wirren, welche die von den Werken des sriedens gar sehr ablenkenden Begebenheiten es Jahres gebracht haben, hat es den land⸗ virthschaftlichen Vereinen nicht gelingen können, hre Thätigkeit auch in einer äußerlich sichtbaren Beise scharf hervortreten zu lassen, und erst in üngster Zeit, da unsere Armee den Kampf mit rem Gegner im fernen Feindesland fortsetzt und ie Wucht der Ereignisse nicht mehr in dem Grade vie beim Beginn des Krieges auf den Verlauf es wirthschaftlichen Lebens und Treibens söͤrend und drückend wirkt, fängt man nach— zerade in den verschiedenen Landestheilen in Aller Stille an, sich den friedlichen Bestrebungen
es Vereinslebens in aller Geräuschlosigkeit zu
widmen. Die Versammlungen werden wieder
zufgenommen, man bespricht die Fragen der
zultur, welche sich an die Ausübung des Be— ufes knüpfen, sinnt auf Mittel und Wege,
ie Scharten, welche das Jahr dem landwirth- mannigfachen Gefahren ausgesetzt, das geistige
schaftlichen Verkehr zu fördern— zu hören und zu 7 an den Verhandlungen in den Vereinen Theil zu nehmen und gute Zeltschriften und belehrende Bucher sorgfältig zu benutzen, sodann aber mit gleichgesinnten Fachgenossen zu vortheilhaften gemeinschaftlichen Geschäfts— Unternehmungen sich zu verbinden, und vor Allem die Jugend den für sie berechneten Bildungsanstalten anzuvertrauen. Die Anforderungen, welche das Leben stellt, werden von Jahr zu Jahr verwickelter und schwieriger; Kenntnisse und Urtheil helfen auf die Dauer allein über alle Beschwerden hin— weg. Die Arbeit der Haͤnde lohnt nicht mehr, wenn ihr nicht der Kopf zu Huͤlfe kommt. Wissen gibt Selbstständigkeit und Sicherheit in allen Unternehmungen. Mit dem, was man gelernt hat, regiert man am Besten über das Vermögen und die Arbeit, welche man in das Geschäft gelegt hat. Weltliche Güter sind
Vereine und Private greifen wirksam in einander, um den Landwi die Bild ätten zu ver⸗ schaffen, N Stand heben
und ehren soll. Freudig gedeihen die land⸗ wirthschaftlichen Kränzchen, deren das Land nunmehr nahe an 80 zahlt; sie wetteifern mit den landwirthschaftlichen Vereinen. Die land— wirthschaftlichen Bildungsanstalten reihen fich denselben in großer Zahl mit verschiedenen Abstufungen ihrer Ziele als getreue Verbündete an, die Wanderlehrer wirken neben beiden im Dienste für Alle, eine landwirthschaftlich chemi— sche Versuchsstation tritt demnächst in's Leben.
An Gelegenheiten zu lernen fehlt es nicht, An den Landwirthen ist es, sie auszubeuten, treu zusammenzuhalten und sich enger an einander zu schließen im gemeinsamen schönen Berufe, und auf diese Weise darzuthun, daß sie Ver⸗ ständniß haben für die Aufgabe unserer. Tage.
Fur die Lcgarethe zu Jud-Mauheim
Haftlichen Gewerbe brachte, auszuwetzen, man Gut vermögen weder die Motten noch der sind bei dem biesigen Hülfsveren außer, den in Nr. 124 thenkt dem Wanderlehrer wieder Gehör, die Rost zu fressen. An ihm trägt Niemand schwer. des Oberhessischen Anzeigers anfoneltten Gaben noch zachschulen beginnen ihre Wintercurse, und auch!
e landwirthschaftlichen Casino's(Kränzchen) zerden sich demnächst wieder vor ihre friedliche örbeit gestellt sehen. Unter diesen Umständen ürfte es nicht ungeeignet sein, die Landwirthe gran zu erinnern, daß mit der bevorstehenden seendigung der dringenden Herbstfeldgeschäfte er Zeitpunkt gekommen ist, mit welchem es re Aufgabe wird, sich eingehender mit Be— vnachtungen und Besprechungen über ihre Lage u beschaͤftigen, gemeinsam die Hülfsmittel zu forschen, durch deren Anwendung dieselbe ge— lessert werden kann, und verständigen Rath— chlägen Beachtung und Gehör zu schenken. Her herannahende Winter sollte mehr denn je zu benutzt werden, um die eigene Tüchtigkeit ind Gewandtheit im Geschäfte und im gesell⸗
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Es ist das beste Erbe, welches die Eltern ihren Kindern für's Leben mitgeben können. Wen des Glück mit zeitlichen Mitteln nicht reichlich bedacht, vermag durch Kenntnisse und Einsicht auch unter ungünstigen Verhältnissen sich Ver— mögen zu erwerben. Wer aber in der Jugend
Nichts lernte, der ist auch mit Geld nicht im
Stande, das Versäumte nachzuholen; er muß das Glück, sich in geistiger Beschäftigung zu erfrischen und die Arbeit auf das Bewußtsein der Gründe seines Thuns zu stützen, entbehren sein Leben lang. Wer feine Kinder geistig ausrüsten ließ, wie es Stand und Beruf er⸗ fordert, hat die schönste Elternpflicht erfüllt, er hat dieselben mit den Mitteln und Kräften ausgestattet, durch welche sie sich Ansehen und Achtung im Leben erringen. Regierung,
weiter eingegangen: fl. kr.
von Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Kron⸗
prinzessin von Preußen 250 Thlr. 437 30
von Hrn. Dr. Bode jun. und Hrn. Dr. Mayer,
ö Reinertrag eines Concertes ꝛc. 212 12
von Hrn. Metzger Emmerich Hanstein in Fried⸗
berg 1—
von Hrn. Handelsmann Löd Strauß daselbst 2— Summg 652 42
sowie von Hrn. Peter Euser I. hier 1 Maller Kartoffeln.
Auch für diese Unterstützungen sagen wir unsern wärm⸗ sten Dank.
Anmerkung: Von Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Kronprinzessin von Preußen ist auch dem im hiesigen Lazareth schwer verwundet liegenden Grengdier Andreas Lindenblatt eine Liebesgade von 50 Thlr. zugewendet worden. 1
Bad-Nauheim am 20. October 1870.
Der Vorstand des Hülfsvereins. Der Vorsitzende Der Schriftführer Schutt. Dr. Siebert.
Hofraithe⸗Versteigerung. 467 Montag den 24. Ockoder d. J., Vormittags 1 Uhr, soll im biefigen Rathbause auf freiwilligen An- tug der Erben die zum Nachlasse der Margaretha dogelsberger dahier gehörende Hofratthe;
Flur. Nr. Klftr. II. 477. 18 Hofraithe mit Dintethaus und pof⸗ raum in der vudwigsstraße auf dem Marktplatz gelegen, uchmals öffentlich meistbietend verstetgert werden. Friedberg den 14. October 1870. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar.
hieferung für das Landeszuchthaus, 281 Mittwoch den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr,
werden dahier für 1871 zur Lieferung versteigert: 9 1000 Stück Weißkraut, 2
250„ Wirfing, 3) 60 Centner Sauerkraut, 4) citea 58 Centnet Ochsenfleisch, 35 1 Schweinefleisch, 6)„ 16„ Aalbfleisch, 70 1 45 4 Schweineschmalz.
Marienschloß den 14. October 1870. a Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction Seri ba.
Güter ⸗Versteigerung.
292 Montag den 24. October d. J., Vormittags 1 Uhr, sollen im hiesigen Ratbhause auf freiwilligen trag der Fraulein Sophie Groß dahier deren nach- bichtiebene Güterstücke: Gemarkung Friedberg. Pag.⸗Nr. Ruthen. 5 i 8 5 695/11. 387. Acker im Lachenseld am stumpfen Graben, 710/39 125. Acker im Lachenfeld an der Ros⸗ 5 bacher Grenze, 167%. 310. Garten am großen Haingraben. Zemarkung Fauerbach b. Fr. Pog. Nr. Ruthen. 39526. 228¼. Acker gegen den rothen Thurm am Eselsweg, 372/40. 138. Acker untet der Judenhohl am Edelspfad,
dlentlich meislbietend versteigert werden. Friedberg am 15. October 1870. f Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fou car.
Kopftüche
bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg.
1 1 1 ö
Güter ⸗ Verpachtung.
2516 Mittwoch den 26. October d. J., Vormittags 9 Ubr, sollen im hiesigen Rathhause die Martinitag d. J. leihfällig werdenden städtischen Güterslücke, sowie einige von der Stadt ntuerworbene Grundffücke, auf weitere sechs Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Friedberg am 20. October 1870. a Stoßherzogliche Bürgermeisterei Friedberg J. B. d. B.: Steinhäuser, Beigeordneter.
Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 2513 Montag den 5. Dezember d. Ii, Vormittags 10 Uhr, sollen im biesigen Rathhause die der Heinrich Müller II. Wittwe dahier gehörenden Immobilien, bestehend in einer Hofraithe mit Scheuer, Stallung, Kegelbahn, Hinterhaus und Hausgarten, sodann eines Gerbhauses an der Usa, verschiedene Grab gärten, Acker⸗ land und Wiesen in biesiger Gemarkung öffentlich weist— bdielend versteigert werden.
Das Verzeichniß kann auf dem Büreau des Unter- zeichneten eingesehen werden,
Friedberg am 20. October 1870.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg
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Die Administration der Felsenquellen.
Muibersal-Juagenligucur 2163 von Carl von Metternich in W ainz, in Flaschen zu 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. bei
Ph. Dan. Kümmich
2 & 5 2 2 2 5 22 82 5 3 Die Nr. 3, die neueste 82 3 Kriegsnummer, enthält: 2 8 2 * 333 Der Generalstabschef der II. deutschen Armee. Mit
Porträt des Generals v. Stieble.— Amata.(Foris.) Nopelle von dans Thargu.— Vom Füfilier Kutschke. Mit seinem Porträt.— Im großen Hauptquartier des Königs. Von unserem Berichterstatter Dr. Paus Blum. Mit Iduftratlon.— Eine Fahrt im September durch das Elsaß. Straße in Wörth am Tage nach der Schlacht. Von unserem Specialartisten E. Hünten.— Skizzen vom Kriegsschauplatz. Von unserem Bericht⸗ erstatter Georg Hiltl. VI. Von Wörth nach Weißen⸗ burg.— Am Familientische: Das Franzosenlager in Minden. Das Münster zu. Straßburg. Gedicht von Jultus Sturm.— Zwei Siegesbotschaften Zu den Bildern: Moltke, den Sieg von Gravelotte ver⸗ kündend; und: Nächtliche Beschießung Straßdurgs.— An Straßburg. Gedicht von Karl Stieler. Preis pro Nummet 9 kr. Zu Befstellungen empfehlen sii)h Bindernagel& Schimpff in Friedberg.
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