Ausgabe 
20.9.1870
 
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epeffentlicht einen Aufruf des Kronprinzen.

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geilage.

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Oberhessischer Anzeiger. u

Preußen. Berlin. DerStaatsanzeiger Der⸗ elle weist darauf hin, daß der Krieg ein einheit-

n Sorge um die Invaliden und die durch den

Deßhalb beauftragt der Kron az den Geschäftsausschuß der Victoria-Inva idnstiftung von 1866 die Organisation und de ung einer Invalidenstiftung für Deutschland su übernehmen und in ganz Deutschland zu Bei⸗ nigen und zur Bildung von Zweigvereinen auf suordern.

Lothringen hat jetzt auch sein Amtsblatt. Sit dem 8. d. erscheint in Nanch derMoniteur ollciel du gouvernement général de Lorraine et du préfet de la Meurthe. Dasselbe nimmt uh Inserate auf. Politische Artikel bedürfen zu her Aufnahme der Concession des General zeverneurs. Die Gemeindecassen sind zum Zrangsabonnement auf dies offizielle Anzeigeblatt alten.

Gegenüber den wiederholten Klagen der srcnösischen Blätter, daß die Deutschen explodirende Rgeln gebrauchten, erklärt dieNordd. Allg. Ztg., dan solches nie vorkomme; dagegen verstoße die Mrailleuse gegen das Völkerrecht, weil die Kugeln deselben Wunden mit brandigen Rändern erzeugen. Vahrscheinlich enthält das Blei dieser Kugeln nach de' Aussagen mehrerer Aerzte eine calcinirte gierige Substanz

DenDaily News wird von hier Fol⸗ ge des telegraphirt: Bezüglich der Friedensbe⸗ dirgungen vernimmt man, daß die von Deutsch⸗ lid einzunehmende Haltung im Ganzen folgende in wird: Die sogenannte Regierung zur Ver thüdigung der Nation in Paris hat zwar de facto Isstand, wird aber nicht als eine de jure be- se ende betrachtet. Man kann und wird daher auh nicht mit ihr verhandeln. Wenn Paris ge ommen ist, werden der Senat und der legis⸗ hie Körper, mit der Regentschaft zusammen, al die zu Recht bestehende Regierung angesehen. Deselben können, und wie man erwartet, werden auch ihre Thätigkeit wieder aufnehmen, und eine Commission ernennen, welche die Friedens- beingungen entgegen nimmt. Die Kaiserin kann zu ückkebren. Wenn der Friede geschlossen ist, wd Napoleon in Freiheit gesetzt und Frankreich 19 dann nach Belieben bestimmen, ob es das sserreich oder eine andere Regierungsform wünscht. Die biesige amerikanische Gesandtschaft r die officielle Mittheilung erhalten, daß die sokade von Weser und Elbe, jedoch noch nur isser. Ströme, aufgehoben sei.

Coblenz. Ein Theil der hier befindlichen bangenen französischen höheren Stabsoffiziere, ist ech vorheriger Erlaubniß, nach Wiesbaden zur udekur(2) abgereist. Dieselben scheinen sehr mittelt zu sein und machten hier viele Einkäufe. ter den gefangenen Franzosen auf der Kar- hause befinden sich circa 30 Mann der Hundert erde des ehemaligen Kaisers Napoleon; dieselben e langten eine bevorzugtere Behandlung, doch rden dieselben wie die anderen Gefangenen be achtet und verpflegt.

Wiesbaden. Vom Herzoge zu Nassau sind eder 4000 Thaler zur Verfügung gestellt worden,

ische für Verpflegung verwundeter Soldaten und terne dürftiger Familien im Felde be iw licher Reservisten Verwendung finden sollen.

Fulda. Die vollständige Eröffnung der Bahnlinie Gleßen⸗Gelnhausen ist für Ende October ies Jahres in Aussicht genommen. Die An⸗ allußverhältnisse in Betreff der diesseitigen Bahn aud geregelt.

Dresden. DasDresdner Journal ver- zhentlicht folgendes, an den König von Sachsen Idangtes Telegramm des Kaisers von Rußland uus Zarskoe Selo:Um die Erfolge Ihrer

Sohne, dem Kronprinzen, meinen militärischen St. Georgenorden zweiter Classe zu verleihen, den er so wohl verdient hat, indem er sie in so glänzender Weise zum Siege geführt hat. Euer Majestät werden bierin, ich hoffe es, einen neuen Beweis meiner Achtung und meiner Freundschaft erblicken.

Bayern. München. Wie wir vernehmen, wird das in Sedan erbeutete großartige Kriegs- material abgeschätzt und dann nach der Be völkerungszahl der einzelnen deutschen Staaten an dieselben vertheilt.

HOesterreich. Wien. Es geht das Ge⸗ rücht von einer Ministerkrisis. Fürst Mensdorff⸗ Pouilly und General Möring werden als Nach- folger des Grafen Beust und des Grafen Potocki genannt. Es verlautet, daß Bayern mit großer Entschiedenheit in Florenz gegen die Besetzung Roms durch italienische Truppen Protest eingelegt hat.

Der Kaiser hat den Reichsrath mit einer Thronrede eröffnet, in welcher es heißt: Während ein blutiger Kampf über weite Gebiete verheerende Wirkungen bereitet, erfreut sich Oesterreich der Segnungen des Friedens. Diese Ruhe soll vor Allem dazu dienen, die verfassungsmäßigen Ein- richtungen zu befestigen.

Frankreich. Paris. 15. Sept. Gestern sind bei Senlis 150 Ulanen erschienen. Die Nordbahnzüge gingen gestern bis Pontoise, heute bis Chantilly. Das Abbrennen der Wälder in der Umgegend von Paris wird fortdauernd ausge⸗ führt von Mobilgarden und Franctireurs. Joinville ist von 1500 Preußen besetzt. Die Preußen haben in Senlis Trainzufuhren genommen und die Verbindung zwischen Paris und Chantilly unterbrochen.

Nach Mittheilungen der Regierung sind preußische Plänkler bis Creteil(an der Marne, ¼ Meile vom Fort Charenton) vorgegangen; es scheint, als ob die preußischen Avantgarden zwischen Cretail und Neuilly sur Marne stehen. Nach anderweitigen Mittheilungen zeigten sich preußische Plänkler bei Corbeil und Clamanxt. Letzteres Dorf am Park von Meudon. Zahlreiche Truppenabtheilungen verließen gestern Paris, um dem Feinde entgegenzugehen.

DerFrance zufolge ist diese Nacht be- schlossen worden, daß das Personal der Regierung nationaler Vertheidigung Paris nicht verlassen wird. Nur der Justizminister und Siegelbewahrer ist delegirt worden, sich nach Tours zu begeben. Aus Marseille, 11. Sept., wird gemeldet: Auf die Nachricht, daß zwei Corsaren die Straße von Gibraltar passirt sind, hat Hr. Esquiros dem Obersten der Nationalgarde, Herrn Marie, Vollmacht gegeben, die bewaffnete Macht zu requiriren.

General Trochu erläßt imJournal officiel an alle Petroleum⸗Depositaire die Aufforderung, ihre Vorräthe sofort anzuzeigen und sie der Na tionalvertheidigung zur Disposition zu halten. DasJournal officiel gibt unter der Rubrik Vermischtes Schilderungen von Plünderungen mehrerer Landhäuser bei Paris, die von Maro deurs der Linientruppen oder dem Vorstadt-Gesindel ausgeführt wurden.

Nach der Erzählung eines aus Lyon an- gekommenen vertriebenen Würtembergers herrscht dort die unglaublichste Auflösung. Auf dem Stadthause sind zwei Regierungen: eine rothe und blaue. Jede erläßt Dekrete in Masse, von der Pariser des Herrn J. Favre u. Gen. will keine von beiden etwas. Militär ist außer Mobilgarden keines in Lyon. Der Gesandte Portugals, Herr Lancastre, hat die Anerkennung der Republik Seitens seiner Regierung gleichfalls notifieirt.

16. Sept. Eingegangenen Meldungen zu folge haben 5000 badische Truppen mit 20 Ka-

geren Truppen zu ehren, erlaube ich mir, Ihrem 15

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nonen nach kurzem Kampfe mit Franctireurs und Nationalgarden Colmar besetzt. Die Truppen

requirirten Lebensmittel und Fourage und mar⸗ schirten am anderen Tage auf Mühlhausen Nach einem Telegramme aus Fontainebleau sind Ulanen in Courcelles eingetroffen.

16. Sept. Nach den Berichten der Re⸗ gierung sind preußische Plänkler bei Villeneuve, Dammartin und Plessis erschienen. 3000 Mann Preußen haben bei Villers ⸗Cotterets(Departe- ments Aisne, Arrond. Soissons) Stellung ge⸗ nommen. 10,000 Mann stehen bei Nanteuil. Souissons wird durch Cavalerie cernirt. Nach anderen Nachrichten scheinen die Preußen einen Angriff auf Vincennes vorzubereiten. Der Eisen⸗ bahnbetrieb nach Orleans ist noch nicht eingestellt.

17. Sept. Gestern Nachmittag wurde die telegraphische Verbindung nach Ablon und Juoisy unterbrochen. Die Preußen scheinen bei Juoisy(un- gefähr Meilen südlich von Paris) Batterieen errichten zu wollen. Der Feind ist in Pierrelevse(öst- lich von Paris, Arrond. Meaux) erschienen. Dem Electeur libre zufolge wurde in Paris lebhaftes Ge wehrfeuer gehört. Die Eisenbahnverbindung nach Lyon ist unterbrochen. Glais Bizoin und ein anderes Mitglied der Regierung sollen sich zu Crémieux nach Tours begeben.

Die Bank von Frankreich veröffentlicht, daß ihre Administration nach ihrer Filiale in Tours verlegt worden ist.

Mehrere Agenten des ehemaligen Polizei⸗ präfecten Pietri sind verhaftet worden. Ein bona⸗ partistisches Complott ist entdeckt. Schriftstücke stark compromittirenden Inhalts sind aufgefunden.

Belgien. Brüssel. Seit vorgestern ist keine Post von Paris eingetroffen. Es scheint, daß die Verbindung über Amiens gleichfalls unterbrochen ist.

Etoile belge versichert, daß der Ex deputirte Tachart, welcher beauftragt ist, wegen An erkennung der neuen Pariser Regierung Seitens Belgiens zu verhandeln, den Bescheid erhielt, daß Belgien in dieser Beziehung dem Beispiel der Garantiemächte folgen werde.

Aus Bouillon wird gemeldet, daß Maec⸗ Mahon in Begleitung des belgischen Generals Chazal dort eingetroffen ist.

Holland. Emden. Ein amerikanisches Kriegsschiff ist auf der Ems eingetroffen und vor Delfzyl geankert. Die dortigen Festungsgeschütze und das Schiff tauschten die üblichen Salutschüsse aus.

Dänemark. Kopenhagen.Folket's Avis meldet: Die russische FregatteVareck ist am 15. d. Nachmittags hierselöst vor Anker ge⸗ gangen. An Bord der Fregatte befand sich der Großfürst Alexis.

Großbritannien. London. DieTimes spricht sich in Betreff eventueller Friedensverhand lungen dahin aus: Deutschland könne mit der gegenwärtigen Pariser Regierung über Prälimi- narien verhandeln, welche durch die constituirende Versammlung zu ratificiren seien. Bei Abschluß des Waffenstillstandes müßte Straßburg und Metz vorher übergeben und die bisherigen deutschen Positionen festgehalten werden, bis nach erfolgter Capitulation.

Italien. Florenz, 15. Sept. Offziell. Eine Escadron Lanziers traf gestern drei Kilo meter vor Rom auf die Avantgarde der päpst⸗ lichen Truppen, griff dieselbe an und nöthigte sie, sich zurückzuziehen. Die päpstlichen Zuaven hatten drei Todte und drei Verwundete; wir einen Todten und drei Verwundete. Das Hauptquartier befand sich gestern 14 Kilometer von Rom ent- fernt. Bixio ist in Corento bei Civitavecchia eingetroffen. Ein Geschwader italienischer Schiffe ist in den Gewässern von Civitavecchia erschienen. Die Division Angioletti wird Velletri und Val- monone besetzen. Päpstliche Gensdarmen, Zoll wachen und einige Dragoner erschienen freiwillig bei unseren Truppen. Die Truppen werden überall mit Acclamation empfangen.