Ausgabe 
12.5.1870
 
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1870.

Donnerstag den 12. Mai.

56.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Zutelligenzblalt.

Oberhessischer Anzeiger.

Erscheint jeden Dienslag, Donnerstag und Samstag.

Betreffend: Die Vertilgung der Raupennester.

Amtlicher Theil.

Friedberg den 8. Mai 1870.

f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bodenrod, Bruchenbrücken, Butzbach, Fauerbach b. Fr., Friedberg, Gambach, Hoch⸗Weisel, Ilbenstadt, Münster, Nieder⸗Florstadt, Ockstadt, Steinfurth, Weckesheim und Wisselsheim. Unsrer Verfügung vom 1. v. M. Oberhess. Anz. Nr. 41 wollen Sie unfehlbar binnen drei Tagen entsprechen.

Betreffend: Den im Monat März l. J. vorzunehmenden Wiesengang.

5 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürger meistereien Dorn-Assenheim, Ilbenstadt, Langenhain, Maibach,

Wir erwarten das Wiesengangs Protokoll unfehlbar binnen drei Tagen.

ric dan Friedberg den 9. Mai 1870.

Nieder⸗Mörlen, Nieder-Wöllstadt, Steinfurth. D rand 0

Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 17 enthält: 17. Bekinntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen be ireffend. Im Laufe des ersten Quartals 1870 sind von des Großherzogs Königlicher Hoheit nachfolgende Stiftungen und Vermächtnisse bestätigt und hierauf die betreffenden Behörden zu deren Annahme ermächtigt worden: 1) die Schenkung des Adolf Scheflel von New⸗Pork an das israelitische Hospifal zu Worms im Betrage von 500 fl.; 2) die Schenkung des Decans und evang. Pfarrers zu Groß-Gerau, Kirchenraths Clotz und dessen Ehegattin Christine, geb. Hill, an die evang. Kirche zu Groß-Gerau, im Betrag von 500 fl., zu Gunsten der ältesten, be⸗ dürftigsten und würdigsten Armen zu Groß-Gerau, Klein⸗ Gerau, Beerbach und Dornberg; 3) die Vermächtnisse des emeritirten kath. Pfarrers Martin Krautheimer zu Mainz an die kath. Kirche zu St. Christoph daselbft und zwar: a. im Betrag von 4000 fl. behufs baulicher Her⸗ stellung der Kirche St. Christoph; b. von 2000 fl. zu Gunsten der Armen der Pfarrei St. Christoph; e. von 200 fl. zur Stiftung eines Jahrgedächtnisses in der Kirche St. Christoph; 4) die Schenkung des kath. Pfarrers zu Offstein, im Decanate Worms, Georg Lulai, an die kath. Kirche daselbst im Betrag von 60 fl. für die Abhaltung eines Seelenamtes und im Betrag von 50 fl für die Reinhaltung der Kirche; 5) das Vermächtniß des Frl. Marianne v. Biegeleben zu Darmstadt an das barm⸗ herzige Schwesternhaus baselbst im Betrag von 1000 fl.; 6) das Vermächtniß des Generallieutenants in Pension Freiherrn Perglec v. Perglas an die kath. Kirche zu Darmstabt im Betrag von 100 fl. behufs Stiftung einer heiligen Messe; 7) die Schenkung der Erben des Frl. Marianne v. Biegeleben zu Darmstadt an die kath. Kirche daselbst, bestehend in verschiedenen Prioritäts⸗Obligationen der österrcichischen Elisabethbahn im Gesammtwerthe von 1750 fl. behufs Einrichtung eines kath. Gottesdienstes in Eberstadt und Pfungstadt; die Schenkung bes Michael Herberg X. zu Mommenheim an die kath. Kirche zu Mommenheim, im Occanate Oppenheim, im Betrag von 200 fl. behufs Stiftung zweier Seelenämter und zu Gunsten der Ortsarmen; 9) die Schenkung eines Un⸗ genannten an die kath. Kirche zu Bensheim, im Decanate Bensheim, im Betrag von 424 fl. zur Stistung von fünf Jahrzeitämtern für die Verslorbenen der Freiherr⸗ lichen Familte Wambolt von Umstadt; 10) die Ver⸗

mächtnisse des verstorbenen kalb. Pfarrers Martin Kraut-

heimer zu Mainz an die lath. Kirche zu Nierstein, im Decanate Oppenheim, im Betrag a. von 2000 fl. zur Unterhaltung der basigen kath. Kirche, b. von 4000 fl. zur Unterstützung der zur Pfarrei gehörigen kath. Armen, 6. von 1100 fl. zur Unterhaltung des zur Pfarrdotation gehörigen Weinbergs, d. von 50 fl. zur Stiftung eines Aniversariums; 11) die Schenkung des Frauengesang⸗ vereins und des Gesangvereins Liederkranz zu Groß⸗Gerau an die evang. Kirche daselbst, im Decanate Groß⸗Gerau, bestehend in zwei Oelgemälden, die Reformatoren Luther und Calvin derstellend, im Werthe von 131 fl. 30 kr.; 12) die Schenkung des Domcapitulars und geistlichen Rathes Heinrich Berlhes zu Mainz an die Gemeinde Gonsenheim, im Kreise Mainz, bkstehend in Prioritäts⸗ Obligationen ber Hessischen Ludwigs⸗Cisenbahn⸗Gesellschast im Werth von 1000 fl., zur Erweiterung der kath. Kirche zu Gonsenheim; 13) das Vermächmiß der Katharina Naiser zu Hackenheim an die kath. Kirche daselbst, im Decanate Bingen, im Belrag von 100 fl. behufs Sustung eines Jahrgebächtnisses und zur baulichen Verwendung für die Kirche; 14) das Vermächtniß des Bezirks gerichteratbs Dr. Arens zu Mainz an das Hospital zu Alzey im Betrag von 1000 fl.; 15) das Vermächtniß

der Adam Weiß Ehefrau zu Crumstadt, im Kreise Groß⸗ Gerau, zu Gunsten der Ortsarmen daselbst, im Betrag von 100 fl.; 16) das Vermächtniß des emiritirten kath. Pfarrers Krautbeimer zu Mainz an die kath. Kirche zu St. Peter in Mainz im Betrag von 1200 fl. zu Gunsten der Armen und zur Resiauration der Kirche; 17) die Schenkung der Margaretha Eva Schödler, Ehe frau von Georg Joseph Branden 1. zu Büdesheim, im Kreise Bingen, an den Armensonds zu Büdesheim im Betrag von 150 fl.; 18) die Stiftung eines Un⸗ genannten in die kath. Kirche zu St. Emmeran in Mainz im Belrag von 150 fl. für die Abhaltung eines Jahr- gedächtnisses; 19) die Stiftung des Heinrich Diehl zu Vadenrod, im Kreise Alsfeld, zu Gunsten der Ortsarmen daselbst, im Betrage von 500 fl. unter dem Namen Diehl's Stiftung zu Vadenrod; 20) die Schenkungen an 8 kb. Kirche zu Nieder-Saulheim, im Decanate Gau⸗Vickelhtim, und zwar die Schenkung: a. der Maria Thomas von 700 fl., b. des kath. Pfarrers Decans Motz zu Nieder⸗Saulheim von 4000 fl., o. eines Ungenaunten von 2000 fl. und d. einzelner Parochianen von Ober und Nieder-Saulheim von 3000 fl.; 21) das Ver⸗ mächtniß des zu Frankfurt a. M. versiorbenen Gottlieb Wilhelm Hast aus Gießen an die Armenkasse zu Gießen im Betrag von 1000 fl.; 22) die Schenkung der Christine Ackermann, geb. Heß, von Mainz an die Gemeinde Nacken heim, im Kreise Mainz, im Betrag von 400 fl. für die Errichtung resp. den Betrieb einer Industrieschule; 23) die Stiftung des evangelischen Frauenvereins zu Gießen an die evang. Kirche daselbst lm Betrag von 150 fl., zum Zwecke der Verschönerung des Gottesdienstes und der inneren Ausschmückung der Kirche; 24) die Stiftung der Maria Zimmermann zu Gießen, Namens ihrer Mutter, der Wittwe des Professors Zimmermann, an die evang. Kirche zu Gießen im Betrag von 100 fl. zum Zwecke von Armenunterstützung aus den Zinsen; 25) das Ver⸗ mächtniß des Kaufmanns Arnold Fulda zu Worms an das israelitische Hospital daselbst im Betrag von 400 fl. und die Schenkung der Erben desselben an dasselbe Hospital im Betrag von 426 fl(Schluß folgt.)

Nachdem die Commandirung der Großh. Rittmeister Frhr. v. Follenius zum Königl. Preuß. 2. Pommerschen Ulanen⸗Regiment Nr. 9 und v. Stockhausen zum Preuß. Leib⸗Kürassier⸗ Regiment(Schlesisches) Nr. 1 Behufs Uebernahme der Schwadronen und die Commandirung der Königl. Preuß. Rittmeister Schmidt v. Osten und v. Dresky zur Großherzoglichen Division erfolgt ist, wurde der Rittmeister Schmidt von Osten dem Großh. 1. Reiter-Regiment Behufs Uebernahme der vacanten Schwadronen zugetheilt. Die Gr. Oberlieutenante Koch vom 2. Jäger- bataillon und Frhr. v. Gemmingen vom 1. Reiter⸗Regiment sind vom 1. Mai c. auf ein Jahr zur Dienstleistung beim großen Generalstab in Berlin, und der Großh. Oberlieutenant von Koeder vom 2. Reiter-Regiment bis auf Wei⸗ teres zur Dienstleistung zum Stabe der 25. Ca- valerit- Brigade commandirt worden.

Mainz. Nachdem ein Theil der Untersuchung wegen der Octroi-Unterschleise zum Abschluß ge langt, hat ein weiterer mit der Beschlagnahme der Geschäftsbücher einer Anzahl bis jetzt ziemlich ahnungsloser Kleinbändler begonnen. Die früher

eingezogenen Bürger sind wieder in Freiheit ge⸗ setzt worden.

Preußen. Berlin. Die diesseitige Re- gierung hat nach einer aus Rom datirten, an⸗ scheinend officiösen Mittheilungen in der Concils⸗ Angelegenheit nun auch den französischen Schritt unterstützt; der Gesandte hat keine ostensible De- pesche oder Note übergeben, aber ein vertrauliches Schreiben an den Cardinal Autonelli gerichtet. In parlamentarischen Kreisen circulirt biesigen Blättern zufolge das Gerücht, daß die Erhöhung des Militäretats, welche dem nächsten Reichstage angesonnen werden solle, weit höher sein werde, als man früher vermuthet. Man batte geglaubt, Herr v. Roon werde stalt 225 Thlr. pro Kopf 238 oder vielleicht 240 Thlr., d. h. etwa 4 bis Million, jährlich fordern und zweifelt mit Recht, daß der künftige Reichstag, wenn er nicht vollständig ministeriell ist, sich bereit finden lassen werde, auf einen solchen das Land, das eine Er⸗ leichterung fordert, noch mehr belastenden Antrag einzugehen; es scheint indeß, daß der angenom- mene Satz noch bei Weitem nicht den Wünschen der Militärverwaltung entspricht.

Die Wohnungsnoth in Berlin ist noch immer nicht gehoben und übertrifft in Wirklichkeit in vielen Fällen alle hiervon entworfenen Skizzen. So existirt nach derTribüne in der Gitschiner- straße ein Haus, auf desen Boden vier große Familien hausen. Der Bodenraum ist nämlich durch Waschleinen und darüber gehängte Bett- laken nothdürftig in vier Abschnitte getheilt und ein jeder der letzteren kostet monatlich drei und einen halben Thaler Miethe. In diesen kalten, von allen Seiten der Zugluft ausgesetzten Räumen haben die Aermsten ihr Obdach aufgeschlagen; in dem einen Quarre sind Kinder an den Masern erkrankt, in dem andern war die Hülse einer Hebamme erforderlich, um einer Wöchnerin bei- zustehen.

Nach derB. B.-. hat der Gesandte der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Herr Bancroft, nunmehr aus einer von dem Aeltesten⸗ Collegium der hiesigen Kaufmannschaft erlassenen Warnung gegen alle amerikanischen Werthpapiere Veranlassung zu einem diplomatischen Einschreiten genommen und sich deßhalb mit dem auswaͤrtigen Amte hierselbst in Verbindung gesetzt.

Oesterreich. Wien. Hiesige Blätter ver- sichern, daß in den letzten Tagen eine Note des Cardinal Antonelli von dem päpstlichen Nuntius hier vorgelesen und dem Grafen Beust auf seinen Wunsch in Abschrist übergeben worden ist. Die Note ist die Antwort auf die erste österreichische Note vom 10. Februar in der Coneilsangelegen heit und wurde, unabhängig von anderen Schriften