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benso wird über den Antrag Wiggers, wonach
Wer hen muß, zur Tagesordnung übergegangen. ne
r al. er Competenz des Bundes auf Presse und Ver⸗
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Freitags um 1 Uhr statt. sezüglich der
Berfassungsverträge, 115 durchdringen, daß solche Amendirung einer
em 10, Dezember,
e eh uf Beilage.
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rd, e 18. 1 Preußen. Berlin, 7. Dez. Reichstag. * daun, zweite Lesung der Bundesverträge. Die ersten — Diden Artikel der Verträge mit Baden und Hessen
ee Zu Artikel 3
eklärt, die Regierungen erachten den Zeitpunkt fir eine Revision der Verfassung nicht geeignet, urzichten ihrerseits auf die Realistrung der gehegten Bünsche und hoffen eine gleiche Enthaltsamkeit deen Seiten des Reichstags und der einzelnen Handtage. Der Antrag Wigard wird abgelehnt,
jedem Bundesstaate eine gewählte Volksver⸗ tetung zur Landes und Budgetgesetzgebung be⸗
ferner wird der Antrag Duncker auf Preßfreiheit ind Vereinsrecht ohne Polizeierlaubniß nach leb⸗ hafter Debatte abgelehnt, dagegen die Erweiterung
inswesen nach der Vorlage angenommen. Die rigen Verbesserungsanträge werden ohne erheb- che Debatte abgelehnt und die Verträge mit gessen und Baden angenommen. Nach Annahme der Verträge mit Baden und Hessen wird der Antrag Rabenau's auf Reviston der hessisch⸗ peußischen Militär Convention angenommen. Darauf wurde der Vertrag mit Würtemberg ohne Debatte genehmigt. Die nächste Sitzung findet norgen statt. 8. Dez. Reichstag. Bei der zweiten lesung des Vertrags mit Bagern wird deiselbe iach Ablehnung verschiedener Amendements ohne hebliche Debatte pure angenommen. Im Schluß⸗ protokolle wird Nr. 2 über die Gesetzgebungs⸗ sefugniß des Bundes über Staatsbürgerrecht ab⸗ selehnt. Am Schluß der Sitzung theilt Staats- inister Delbrück mit, daß heute dem Bundesrath zer Antrag vorgelegt ist, in die Bundesverfassung alle Aenderungen einzutragen, welche in Folge zer Führung des Kaisertitels, der von einer über⸗ viegenden Zahl Fürsten angenommen, nöthig derden. Der Bundesrath wird morgen darüber lerathen. Die dritte Lesung der Verträge findet
— Die„Provinzial ⸗Correspondenz“ bemerkt beabsichtigten Amendirungen der es dürfte bald die Ueber⸗
blehnung der Verträge gleichkäme, daß aber ein
plcher Beschluß nicht blos die deutsche Sache, bondern auch den Abschluß des Friedens erheblich
Der Reichstag wird möglicherweise spätestens in den ersten Tagen ter nächsten Woche, seine Berathungen beendigen. Der Zusammentritt des Landtags wird voraus- schtlich am 12. Dec. erfolgen.— Der Zusammen⸗ titt der Conferenz über die Pontusfrage ist all⸗
gefährde.
sitig gesichert; die Einladungen dürften demnächst
Seitens Englands ergehen.
— Hierher gelangte Aeußerungen des Grafen Bismarck treten in bestimmtester Weise den Ge— süchten entgegen, welche ibm imputiren, daß er ine Amendirung der dem Reichstag vorliegenden Bundesverträge ncht ungern sähe.— Von der lordbeulschen Bundesanleihe werden demnächst 3 Millionen Pfund in London zur Subscription rufgelegt werden; hier findet ebenfalls eine Sub- Fription auf die neue Anleihe statt.— Die fran⸗ ösische Regierung hat, den Conferenzvorschlag in jer Pontusfrage ohne Vorbebalt angenommen.
— Seit den Tagen von Metz und Straßburg sat Berlin nicht einen solchen Jubel erlebt, einen o reichen Flaggenschmuck gesehen, wie aus Anlaß ses Sieges bei Orleans. Die Freude über die ungegangenen Depeschen war um so lebhafter, als allerlei Gerüchte über schwere diesseitige Verluste der gar erlittene Niederlagen verbreitet waren.
— Auf Befehl Seiner Majestät des Königs
sat der Minister von Schleinitz dem Central⸗ Fomite der Vereine zur Pflege der im Felde
veiwundeten und erkrankten Krieger 30,000 Thlr., für den Berliner Hauptunterstützungsverein für die Familien der zur Fahne Einberufenen 20,000
Thaler überwiesen. f
— Die Voruntersuchung gegen die beiden Frankfurter Bankiers St. Goar ist beendet, die Anklage und die Verhandlung derselben vor dem Staatsgerichtshofe, sowie die Ueberstedlung der Angeklagten hierher in die Haus vogtei beschlossen worden. Die Anklage gegen den Bankier Max Güterbogk wird gesondert von obiger bereits am 17. d. M. verhandelt.
Husum. Die freiwillige Küstenwache hat am 3. d. die Ordre des Herrn Generalgouver— neurs zur Beurlaubung ihrer Mannschast bis auf Weiteres erhalten.
Bayern. München. König Ludwig gebt nach Versailles, sobald die allseitige Zustimmung des Kaisertitels feststeht. Die königl. Waggons werden sofort reisefertig gemacht.— Im Laufe der vergangenen Woche gingen die Aerzte und Sanitätsmannschasten, welche jüngst von Orleans durch Südfrankreich die unfreiwillige Reise nach München machten, wieder zu den Truppen ab; am 6. d. begab sich der letzte Rest derselben in die Gegend von Orleans.
Würtemberg. Stuttgart. Der„St. Anz.“ meldet: Der König von Preußen hat an den König von Würtemberg ein Telegramm ge— richtet, in welchem der Erstere seinen Glückwunsch zu der bewiesenen glänzenden Tapferkeit der wür tembergischen Truppen, sowie seine schmerzliche Theilnahme an den großen Verlusten derselben ausspricht. Die telegraphische Antwort des Königs von Würtemberg spricht den Dank desselben aus sowie den Stolz des Königs, daß es den Truppen
vergönnt war, den ernsten Kampf für die gemein⸗
same Sache siegreich durchzuführen.„Ich habe den Verlust so vieler tapfern Krieger tief empfun⸗ den, aber ich habe den Trost, daß es die große Sache Deutschlands war, für die sie sich opferten.“ Schweiz. Bern. Elf Nationalrathsmit⸗ glieder haben den Antrag gestellt, der Bundesrath solle sämmtliche Acten und Correspondenzen, die Handhabung der Neutralität betreffend, zur Einsicht auf den Kanzleitisch legen. Frankreich. Tours, 5. Dec.(Regie- rungsnachrichten.) Ein in Nantes angekommener Ballon bringt Nachrichten aus Paris vom 4. Morgens. Ein Rapport des Generals Trochu, datirt vom 2. Dec. 1 Uhr 45 Minuten Nach- mittags vom Plateau zwischen Champigny und Villiers, sagt:„Die Preußen haben mit enormen Streitkräften die französischen Posttionen bei Tages- anbruch am 2. December angegriffen. Die Schlacht dauerte mehr wie 7 Stunden. In dem Augen- blicke, wo Trochu den Rapport absandte, wich der Feind auf der ganzen Linie und verließ aber⸗ mals die Höhen. General Trochu durcheilte die Linien der Tirailleure von Champigny bis Brie und wurde mit begeisterten Acclanfationen der Truppen empfangen. Trochu ist gefaßt auf die Rückkehr des Feindes zum Angriffe und vermuthet, daß die zweite Schlacht, wie die erste, den ganzen Tag dauern werde.“— Lin Bericht Trochu's, datirt aus Nogent, 2. Dec. 5½ Uhr Abends, sagt:„Diese zweite große Schlacht ist viel ent- scheidender, wie die erste. Der Feind hat die Franzosen seit dem Morgen mit seinen Reserven und frischen Truppen angegriffen. Wir haben drei Stunden gefochten, um unsere Stellung zu halten, und fünf Stunden, um die des Feindes einzunehmen, in welcher wir übernachten.“(10 Das officielle Journal vom 4. Dec. sagt:„Die Pariser haben mit Tagesanbruch des 3. Dec. eine Reihe von Vorpostengefechten begonnen, denen eine kurze Kanonade vorherging. Die Ruhe ist unter den Truppen, welche die Stellung an der Marne besetzt halten, bald wieder eingetreten. Die Verluste der Preußen am 2. Dec. waren bedeutend. Nach den Aussagen von Gefangenen
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sind ganze Regimenter vernichtet worden. Der folgende Tag ward dazu verwandt, die Stellung der Truppen zu verbessern, welche dem schlechten Wetter mit großem Muthe widerstehen. Die Armee des Generals Ducrot hat während der Nacht des 3. Dec. im Gehölze von Vincennes bivouakirt. Sie ist im Laufe des Tages wieder über die Marne zurückgegangen(11) und hat sich auf diesem Punkte concentrirt, um ihre Operationen fortzusetzen. Wir haben etwa 400 Gefangene gemacht.“ Diese angeblichen Siegesnachrechten riefen in Paris große Begeisterung bervor. General Renaud, dem der Fuß amputirt wurde, befindet sich wohl, General La Charriere ist todt, die Generale Paturel und Bassonnet wurden ver⸗ wundet; General Ducrot hat sich wieder sehr ausgezeichnet. Ein Bericht des Generals Schmitz, Generalstabchefs Trochu's, vom 4. Dec. sagt: „Die Armee, die außer Paris steht, ist gegen jede Gefahr geschützt, sie schöpft neue Kräfte aus der kurzen Ruhe, auf die sie nach so harten Kämpfen ein Anrecht hat.“ 5 d.
— Aus Tours find folgende Depeschen ange⸗ kommen:„Der General Palliers an den Kriegs minister: Orleans, 5. Dec., Mitternacht 10 Min. Der Feind hat uns befohlen, Orleans um 11½ Uhr Abenes zu räumen, widrigenfalls die Stadt bombardirt werde. Da wir diese Nacht abgehen sellen, so habe ich im Namen des Generals en chefs angenommen. Die Batterien sind ver⸗ nagelt, das Pulver und das Armeegeräth ver⸗ nichtet worden.“„Der Generalsecretär an den Minister des Innern: Der Feind hat Orleans um Mitternacht besetzt. Man sagt, daß die Preußen, welche fast ohne Munition eingerückt sind, beinahe keine Gefangenen gemacht haben. Im Augenblicke melden die Depeschen der Commandanten der ver⸗ schiedenen Corps, daß der Rückzug in guter Ord⸗ nung vor sich gegangen ist. Man ist ohne Nach⸗ richt über den General d' Aurelles, der nichts an die Regierung gesandt hat.
— Gambetta hat eine Commission von drei Mitgliedern zur Untersuchung der Thatsachen, welche die Räumung von Orleans herbeiführten, eingesetzt.
— Nach der„Gazette de Cambrai“ haben die französischen Behörden Befehl gegeben, überall das Hornvieh zu requiriren, damit es den Preußen nicht in die Hände falle. In Folge dieses Befehls haben die Franctireurs in Catelet 45 Ochsen und 247 Hämmel weggenommen und nach Cambrai gebracht. 0
— Aus Paris wird vom 30. Nov. gemeldet, daß die Restaurants zu schließen beginnen und die Gasbeleuchtung gänzlich aufgehört hat.
— In Folge der Einsetzung einer Unter- suchungscommission durch Gambetta betreffs der Räumung von Orleans hat General Aurelles sein Entlassungsgesuch eingereicht. Bourbaki be⸗ fehligt jetzt zwei Corps, Pallieres commandirt das Centrum. Seit der Räumung von Orleans sind keine neuen Nachrichten eingelaufen.
— Blois ist von den französischen Truppen geräumt.
Belgien Brüssel. Wie verlautet, wurde von französischer Seite versucht, der Conferenz wegen der Pontusfrage eine über diese Frage hinausgehende Tragweite zu geben, was jedoch weder in London noch in Petersburg ein Ent- degenkommen fand, da die Conferenz hierdurch in Frage gestellt würde. Die Einladungen zu der Conferenz werden demnächst expedirt werden.— Die„Independance“ veröffentlicht eine große An⸗ zahl von Zuschriften, welche ihr aus Deutschland von kriegsgefangenen Oberofficieren zukamen. In diesen Zuschriften wird der napoleonischen Restau⸗ ration aufs Hestigste entgegengetreten.— Die „Independante“ meldet ferner; Havre, der Haupt- hafen Frankreichs, wenn nicht besser vertheidigt als Rouen, muß bald in deutsche Hände fallen, denn er ist bereits völlig von der Verbindung mit dem Innern des Landes abgeschnitten.
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