ontanter Werte
—
hnung
devember bel he tt det pe, rde Nergent 0
1. Wagner
un * ddtsese vder anf ct pelle das-
n. d. El. abgeben.
1g. m Obertertedt f. tt dert.gen dun 1 Der
o Vöblke At 5. Im
erkan
Gictegt N
dora Grödel
leisch, 0 kr, aun
1 Nabel
.
————
Hessen. Darmstadt. Hiesige Blätter bringen folgende Mittheilung: Das Großberzog⸗ thum Hessen erfreut sich bekanntlich einer sehr günstigen Finanzlage und gehört, obgleich im
Laufe der letzten Jahre von schweren Opfern heim-
gesucht, zu den wenigen Ländern, welche in neuesler Zeit ibre Staatsschulden nicht nur nicht anwachsen, sondern sogar erheblich vermindert sahen. Auch im Jahre 1869 ist letzteres wiederum der Fall gewesen, indem die gesammte Schuld von 15,621,000 fl. zu Ende 1868 bis dahin 1869 auf 14 724,000 fl. oder um 897,600 fl. gesunken ist.(Die Passiven beliefen sich zu Ende 1809 auf 29,377,300 fl., die Activen auf 14,653,300 fl.) Die Schuld
zerfällt in eigentliche Staatsschuld mit 1,900,000 fl.,
gegen 2,287,700 fl. zu Ende 1868, in die Eisen⸗ bahnschuld mit 9,881,700 fl. gegen 10,141,700 fl. in 1868, in die Provinzialstraßenbauschulden mit 1,949,700 fl., gegen 2,186,300 fl. im Vorjahre, und in den Rest der Staatsrentenschuld mit 992,600 fl. gegen 1,005,900 fl. in 1868.
Gießen. Der außerordentliche Professor an der Königl. Preußischen Universität zu Berlin, Dr. Albrecht Thaer, ist zum ordentlichen Pro— sessor in der philosophischen Facultät der Landes⸗ universität, insbesondere für das Lehrfach der Landwirthschaft, ernannt worden.
Preußen. Berlin. General Löwenfeld, der bisherige Inspector des Reservecorps, ist zum Gouverneur von Metz ernannt und hat sich auf seinen Posten begeben.
— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ dementirt die Zeitungsgerüchte von angeblichen Differenzen zwischen Graf Bismarck und den militärischen Autoritäten über den Beginn des Bombardements von Paris. Das letztere sei unterblieben, weil nach militärischem Urtheil der vollständige An- griffsapparat noch nicht herbeigeschafft sei. Die „Nordd. Allg. Ztg.“, das Angebot eines Waffen stillstandes unter Anfrechthaltung des Status quo besprechend, bemerkt, der Einwand, daß drohender Hunger in der Hauptstadt der Franzosen nicht gestatte, auf das Angebot einzugehen, sei nicht stichhaltig, da nach den Angaben der Belagerten Paris bis zum 15, nächsten Monats hinlänglich mit frischem Fleisch versehen sei; außerdem sei nes nicht nöthig, daß die Versammlung in Paris zu- sammentrete. Die„Kreuzztitung“ widerspricht der An schauung, als wäre es Paris gestattet, während des Waffenstillstandes sich zu verproviantiren. Paris würde dies nicht dürfen. Im Gegentheil scheine die bedeutende Verminderung der Lebens- mittel, die während des Waffenstillstandes ein- treten müßte, darauf binzudeuten, daß beide Pacis⸗ centen der Meinung sind, während oder bald nach dem Waffenstillstand werde der Abschluß des
Friedens erfolgen. 1
— Der„Presse“ wird von bier telegraphirt:
Von gewisser neutraler Seite wurden Versuche gemacht, den König zu einer späteren Verzicht
leistung auf Metz und Lothringen zu bewegen;
die Versuche sind jedoch vollständig gescheitert, die
Einverleibung ist eine beschlossene Sache.
— Am 5. Morgens wurden die Abends vor ber hier eingetroffenen französischen Adler der Armee von Metz feierlich in das Zeughaus ge— bracht. Feldmarschall Wrapgel, General v. Can- stein und die Generalität waren zugegen.
Altona, 4. Nov. Das Generalcommando des 9. Armercorps theilt mit: Da die französische Flotte nicht zu erwarten steht, so gestattet das Generalgouvernement, daß nunmehr auch für das Gebiet der Nordsee die Wiederherstellung aller Leuchtfeuer, Betonnungen und sonstiger Schiff-
Bremen, 4. Nov. Ermächtigung eingetroffen, in der Wesermündung wieder die Leuchtfeuer anzuzünden.
Baden. Karlsruhe, 3. Nov. Der Groß herzog ist heute Abend 6 Uhr mit Gefolge nach Versailles abgereist.— Hier eingegangenen Be- richten zufolge stehen die Kasernen des Forts Mortier(Neubreisach) seit 3 Uhr in vollem Brand. Altbreisach ist so gut wie unbeschädigt. Todte oder Verwundete sind bisher nicht zu beklagen.
Frankreich. Aus Tours eingetroffenen
zeichnen.— Der Souspräfect von Arles hat die dortige Jesuiten Congregation aufgelöst, die Jesuiten ausgewiesen und deren Güter eingezogen. — Bourbaki ist in Arras eingetroffen. Als Grund seiner Abdankung wird angegeben, daß derselbe über die von Gambetta gegen seinen alten Waffen- gefäbrten Vazaine geschleuderte Anschuldigung des Verratbes wüthend ist. Ganz der nämlichen Stim- mung sollen die Offiziere der regulären Armee im ganzen Norden Frankreichs Ausdruck geben.— Unter den Bürgern von Paris berrscht seit dem 31. October Abends vollständige Panik. Die Mitglieder der Regierung wurden mit dem Leben bedroht und nur durch das energische Einschreiten Ferrp's gerettet. Alle besitzenden Classen schaaren sich um die Regierung. Dieselbe ist zu Friedens- verhandlungen geneigt.
Tours. 4. Nodember. Ein Decret der Re⸗ gierung verfügt, es solle jedes Departement auf seine Kosten eine Batterie auf je hunderttausend Einwohner aus rüsten. Jedes Corps Fraactireurs, das sich vor dem Feind muthlos zeigt, wird ent- waffnet und vor ein Kriegsgericht gestellt. In St. Etienne fanden anläßlich der Nachricht von der Capitulation von Metz Unruhen statt, jedoch wurde von der Nationalgarde die Ruhe wieder hergestellt.— Regierungsdecrete ordnen ferner die Mobilisirung aller dienstsähigen Franzosen zwischen dem zwanzigsten und vierzigsten Lebensjahre an. Frankreich adoptire alle seine Kinder als Vater— landsvertheidiger.
Nachricht von der Capitulation von Metz außer den gemeldeten Unruhen zu St. Etienne noch Ruhestörungen in Lvon, Marseille, Toulon und Perpignan stattgefunden haben; insbesondere waren dieselben in Perpignan bedeutend. Der„Con- stitutionnel“ berichtet, daß in Tours abermals sechs Soldaten erschossen worden seien.— Die eng— lische Regierung hat in officieller Weise eine War— nung, den Widerstand nicht zum Aeußersten zu treiben, nach Tours ergehen lassen und dabei her— vorgehoben, daß im Falle eines Bombardements von Paris die Zerstörung eines großen Theiles der Stadt unvermeidlich sei.— Zur Aufstachelung der Leitenschaften bringt der„Constitutionnel“ folgende Fälschung der Thatsachen:„In Nautes affichiren die preußischen Behörden die Ankündigung der Uebergabe von Metz mit dem Beisatz, Bazaine babe sich nur nach einer Schlacht, in welcher er 20,000 Mann opferte, ergeben. Alle gegenthei— ligen Meldungen würden preußischer Seits mit dem Tode an den Verbteitern bestraft werden.“ Belgien. Brüssel. Bazaine protestirt in einem Schreiben an den„Nord“ gegen den Vor-
wurf des Verraths.— General Changarnier ist auf Ehrenwort entlassen worden und traf in seiner hiesigen Wohnung, welche er während seines Exils inne hatte, wieder ein.— Der„Moniteur“ vom Freitag enthält den nachträglichen in Tours ein-
sahrtszeichen, sowie der freie Lootsenverkehr erfolge. getroffenen Generalstabs rapport der Bazaine'schen
Hamburg. Von hier wird gemeldet: Zahl- reiche hiegsgefangene Offiziere sind hier eingetroffen, darunter verschiedene Generäle. Bazaine wird wahrscheinlich die jenstits Altona belegene Villa des verstorbenen Banquiers Karl Heine bewohnen, mit dessen Wittwe, gebornen Fould, er verwandt ist.
Armee, welcher Gambetta's Voreiligkeit desavouirt. — Der„Etoile belge“ bringt per Ballon ein- getroffene Nachrichten aus Paris. Dieselben melden, den Vorwand zu der am 31. Okt. statt. gefundenen Revolution habe der Verrath Bazaine's gegeben. Die wahre Ursache aber sei, daß das
Von Hannover ist die
Berichten zufolge, hatte, sich Admiral Fourichon geweigett, die Proclamation vom 30. October, die Capitulation von Metz betreffend, zu unter
— Die„France“ meldet, daß anläßlich der
Volk den Waffenstillstand und die Berufung der Constituante verwerfe.— Gambetta's Voreiligkeit in Betreff Bazaine's wird selbst in Regierungskreisen getadelt.— Die Börse ist vollständig verödet.
— Aus Paris wird unterm 27 Okt. dem „Etoile belge“ gemeldet: Am 26. Okt., um 7 Uhr Morgens, machte ein Ossizier der Franc⸗ tireurs dem Commandanten des Forts Aubervilliers die Meldung, daß ein starkes Detachement Preußen, vom Nebel getäuscht, die Linie der Grandgardes überschritten und sich in die Schußweite der Kanonen des Forts begeben habe. Es wurde alsbald ein Bataillon aus geschickt, um die Preußen zu cerniren. Diese, ihren Irrthum bemerkend, wollten den richtigen Weg wieder gewinnen, allein es war zu spät. Von vorn von den Bomben, welche ihnen das Fort zuschickte, angegriffen, und von binten von dem Feuer der Tirailleurs bedroht, die in den Eisenbahngräben versteckt waren, ließen sie etwa 30 Todte und Verwundete auf dem Platz. 20 Gefangene, die Arrieregarde des Detachements, find in unseren Händen geblieben. Von unserer Seite wurden 7 oder 8 Franctireurs, welche sich unklugerweise den feindlichen Verschanzungen zu sehr genähert hatten, außer Kampf gesetzt.
— Ein Lütticher Blatt meldet aus Lille über die Vorgänge, welche General Bourbaki zum Rücktritt von dem Commando der Nordarmer veranlaßten, daß die Soldaten sich weigerten, unter Bourbaki zu marschiren. In Dönai ver⸗ suchte ein Soldat den General zu tödten.
— Das„Echo de Bruxelles“ erfährt, daß die Pariser Regierung eine allgemeine Abstimmung über die Frage angeordnet hat, ob die Pariser Bevölkerung die der Regierung der Landesver⸗ theidigung übertragenen Vollmachten fernerhin aufrecht erhalten wolle.
Großbritannien. London. Eine De⸗ pesche der„Times“ aus Versailles vom 4. Nov. meldet, daß Thiers, welcher am 3. eine langt Besprechung mit dem Grafen Bismarck hatte, einige Hoffnung auf Erfolg ausspricht. Ex verzweifelt mindestens nicht.— Hier wurde eine Broschüre veröffentlicht, deren Autorschaft Napoleon(2) zu⸗ geschrieben wird. Dieselbe ist betitelt:„Der Feld— zug von 1870.“ Sie spricht sich über die Gründe aus, welche die Capitulation von Sedan herbei⸗ geführt haben. Die Broschüre sagt, daß man den Plan hatte, Bayern, Baden und Württemberg vom Norden zu trennen und durch einen großen Sieg die Allianz Oesterreichs und Italiens zu erlangen. Der Plan ist an der mangelhaften Organisation der Armee, an der Ueberlegenbeit der Zahl und der Disciplin der Deutschen und auch an den Ausschreitungen der französischen Presse und Tribüne gescheitert.
Italien Florenz. Die amtliche Zeitung publicirt ein Decret, durch welches die Kammer aufgelöst und die Wahlcollegien auf den 20. d. einberufen werden. Der Zusamwentrikt des Senats und der Kammer ist auf den 5. December festge⸗ setzt. In dem ministeriellen Bericht an den König über das Deecret heißt es: Die National— partei, befriedigt von der Einverleibung Roms, will die Freiheit der Kirche und die Unabhängig keit des Papstes achten, sowie die Sonuveränetät und die Privilegien des päpstlichen Stuhles auf rechthalten.
— In Florenz lief am 2. November ein Telegramm mit der Privatnachricht, von einer schweren Verwundung Garibaldi's um; die Be— stätigung ist noch abzuwarten.
Genua. Von hier sollten 30,000 Gewehre nach Marseille ahgeschickt werden, was eine Re— monstration des preußischen Gesandten zur Folge hatte.
Aus Livorno schreibt man: Die Regierung verfügte, daß 80 nach Marseille eingeschiffte Frei- willige trotz des Protestes des französischen Con—
suls wieder ausgeschifft wurden.


