Unterrichtsfächern zu übertragen;— am 30. Juni dem Heinrich Battenfeld aus Darmstadt das Patent als Geo⸗ meier der zweiten Klasse für den Kreis Darmstabt,— und dem Wilhelm Krug aus Fürfeld das Patent als Geometer der zweiten Klasse für den Kreis Mainz zu ertheilen. 5
* Charakterertheilungen. S. K. H. der Großherzog haven allergnädigst geruht: am 10. April dem Obersörster der Oberförsterel Ober⸗Rosbach, Georg Blingmann, aus Veranlassung seines am 11. Mai d. J. eintretenden fünf⸗ zigjährigen Dienstjubilöums und in Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste den Charakter als„Forstmeister“, — am 8. Mai dem Apotheker Wilhelm Sturmfels zu Friedderg,— am 9. Mai dem Apotheker Carl Görtz eben⸗ daselbst den Charakter als„Hofapotheker“,— am 13. Mai dem Metzgermeister Johannes Zimmer zu Darmstadt den Charakter als„Hofmetzger“,— am 22. Mai dem Forst⸗ warten der Forstwartei Jägerhaus, Forstmilausseher Friedr. Kreuter, aus Veranlassung seines am 5. Juli d. J. ein⸗ tretenden fünfzigjährigen Diensijubiläums und in Anerken⸗ nung seiner fünszigjährigen treu geleisteten Dienste den Charakter als„Wildmeister“,— sowie au 28. Mai dem praktischen Arzte Dr. med. August Ehrhardt in Bad⸗Nau⸗ heim den Charakter als„Medicinalrath“,— am 9. Juni dem Weinhändler Johann Baptist Astor in Mainz den Charakter als„Hoflieferant“, am 22. Juni dem Gymna⸗ siallehrer Dr. Franz Schaum zu Gießen den Charakter als
rofessor“ zu verleihen.
8 55 Dien ntlassungen. S. K. H. der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 2. März den Polizei⸗ Com missär zweiter Klasse bei der Polizeiverwalturg der Polizeiverwaltung der Kreisstadt Offenbach, Georg Phil. Werner, dom 1. April d. J. an, von seiner Dienststelle auf sein Nachsuchen.— sowie am 26. April den Haupt⸗ zollamts⸗Assistenten 1. Kasse bei dem Hauptzollamte Mainz, Revisionscontroleur Carl Haack, auf sein Nachsuchen seines Dienstes,— und am 13. Mai dem seitherigen Consul zu Rotterdam, Johannes Joseph Krämer, die von ihm nach gesuchte Entlassung von dieser Stelle zu ertheilen;— am 22. Mai den Schullehrer an der 2. kathol. Schule zu Mosbach Peter Götz aus dem Schuldienste,— und am 1. Juni den Bayningenitur und Vorstand der Bahnver⸗ waltung Darmstadt der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn, Peter Hochgesand, auf sein Nachsuchen aus dem Dienste zu entf lassen;— am 12. Juni den Schullehrer an der zweiten katholischen Schulstelle zu Budenbeim Georg Burtschell, mit Vorbehalt des Rückteilts in das Schulamt, auf sein Nachsuchen von seiner Dienststelle zu entheben;— am 24. Juni den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Dortelwell Joh. Ph. Diebl mit Vorbehalt des Rücklritts in das Schulamt auf sein Nachsuchen aus dem Schul— dienste zu enslassen.
XII. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. April den Lehrer am Eymnasium zu Gießen, Dr. Wilhelm Karl Diehl, unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste auf sein Nachsuchen— und den Lehrer an der Realschule zu Offenbach Georg Walter, unter Anerkennung seiner treu geleistseten Dienste, vom 1. Juni 1869 an auf sein Nachsuchen;— am 28. April den Schullebrer an der ersten Knabenklasse der Gemeindeschule zu Alzey, seitherigen Schulinspektor Jobannes Michael Treutel auf sein Nach⸗ suchen, unter Anerkennung feiner vieljährigen treuen Dieuste— und am 5. Mai den Lehrer an der Realschule zu Alzey, Georg Gerlach, auf sein Nachsuchen, wegen ge— schwächier Gesundheit und unter Anerkennung seiner ge⸗ wissenhasten Dienstsührung;— am 8. Mai den Kreisbau⸗ meister des Kreisbauamts Darmstadt, Baurath Christian Stockhausen, unser Anerkennung seiner langjährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, auf sein Nachsuchen — den Revisor bei der Calculatur der Ober-Baudircklion Johannes Voß, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesund⸗ heit, auf sein Nachsuchen,— am 13. Mai den Hauptzoll⸗ amtsrendanten dei dem Hauptzollamte Mainz, Oberein— nehmer Heinrich Habermehl, unter Aneckennung seiner langjährigen treuen Dienste und unter Ertheilung des Charakters als Finanzrath, auf sein Nachsuchen,— den Salzmagazins⸗Controleur bel der Saline Nauheim, Christ. Wiederhole, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheil, — am 19. Mat den evangelischen Pfarrer zu Lampert⸗ heim, im Decanate Zwingenberg, August Schnittspahn,— am 22. Mai den Schullelsrer an der evangel. Schule zu Bernefeld, im Kreise Grünberg, Johannes Gompf, und den Schullehrer an der 2. Stadiknabenschule zu Gießen, im Kreise Gießen Emanuel Braun,— am 26. Mai den ständischen Archivar Carl Wittemann,— am 8. Juni den Schullehrer an der dritten evangek. Schule zu Lampert⸗ heim, Jian Adam Chantre, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen, treu gel i steten Dienste,— am 12. Juni den Bahnwärter bei der Main ⸗Neckar-Eisenbahn, Philipp Eick,— am 15. Juni den Kreiswundarzt des Kreismedizin amtes Alzey, Pytl Klenk, auf sein Nachsuchen,— ane 22. Juni den Polizei— Commissär eister Klasse bei der Polizewerwaltung der Provinzial ⸗Hauptstadt Mainz, Peltzeirath Christ. Leichtweiß, auf sein Nachsüchen, unter Anerkennung der von ihm geleisteten vieljährigen treuen Dünste, bis zur Wiedetber⸗ steüung feiner Gesundheit,— am 29. Juni den Verwacter im Filialarristhause zu Mainz, Heinrich Gompf, aif sein Nachsuchen— und an demselben Tage den Leiblaquai Wilhem Bajus— in den Ruhestand zu versetzen.(Die übrigen Dienunacheichten sind bereils mitgetheilt.)
XIII. Concurrenzeröffgungen für: die Distriktsein⸗ nehmereien Offenbach und Alzey II., für welche eine Cautionelleistung von beziehungsweise 5000 fl. und 3000 fl. erfortett wud. Concurrenzjähige Bewerber haber sich binnen 14 Tagen anzumelden;— die cvangel. Schulstelle
zu Schwickartshausen mit einem jährlichen Gehalte von 307 fl. 22 kr. nebst 4 Stecken Holz zur Heizung des Schullokals;— die evangelische Pfarrstelle zu Meiches mit einem Gehalte von 953 fl. 23 kr., wovon vorerst eine jährliche Abgabe von 200 fl zu entrichten ist; den sämmt⸗ lichen Riedesel Freiherrn zu Eisenbach steht das Präsenta⸗ lionsrecht zu dieser Stelle zu;— die evang. Pfarrstelle zu Pohl⸗Göns mit einem Gehalte von 826 fl. 23 kr.
XIV. Gestorben sind: am 6. März der pensionirte Rheinzollamtsgehülse Ludwig Karl v. Kreß zu Mainz;— am 1. April der Großherzogl. Hauptstaatskasse⸗Buchhalter, Nechnungsrath Karl Schneider zu Darmstadt;— am 8. Mal der Lehrer der 1. evangelischen Schule zu Osthofen, Valentin Weber;— an demselben Tage der Dirigent der I. Justificatur-Abtheilung der Großh. Ober-Rechnungs— kammer, Rechnungsrath Johannes Voltz zu Darmstadt; — am 23. Mai der Invalide Philipp Hammes zu Els⸗ heim;— am 25. Mai der Elementarlehrer Jos. Christophe zu Mainz;— am 27. Mai der evang. Pfarrer Hunzin⸗ ger zu Rothenberg;— an demselben Tage der evangel. Schullehrer Melchior Friedrich an der 2. Schule in Eich; — am 28. Mai der Hofgrrichtsadvokat Ludwig Wagner zu Darmstadt;— am 2. Juni der Großh. Obergerichts, rath Dr. Anton Leonhard Brun zu Mainz;— am 4. Juni der Schullehrer Valentin Truschel zu Rödgen, Kreis Friedberg;— am 9. Juni der Großh. Kanzleirath i P. Wilhelm Pfnor zu Darmstadt;— am 20. Juni der emerilirte kath. Pfarrer Krautheimer zu Mainz;— am 21. Juni der ehemalige Pfarrer Friedrich Phil. Christian Welcker zu Eckartshausen;— an demselben Tage der pen— sionirte Grenzausseher Heinrich Kern zu Bobenhausen;— an 22. Juni der Stempler und Diener bei Großherzogl. Haupistempelverwalfung Georg Gengenbach zu Darmstadt; — an demselben Tage der pensionirte Großzh. Criminal— richter, Hofgerichtsrath Hoffmann zu Lindenfels;— am 29. Juni der Kreisbaumeister Billhardt zu Alzey;— am 1. Juli de pensionirte Bauausseher Andreas Schmahl zu Klein-⸗Winterheim;— am 2. Juli der Großh. Oberförsten Wilhelm Sommer zu Münster.
— Dieser Tage ist eine Nachricht durch fast alle Frankfurter und Wiesbadener Blätter gelaufen, wonach von der Bezirksregierung in Wiesbaden der Frankfurter Handelskammer die Erlaubniß ertheilt worden ist, die Vorarbeiten für einen von Frankfurt nach Mainz zu erbauenden Schifffahrts— canal vornehmen zu lassen. Bemerkt wurde hier— bei, daß eine Caution für etwa entstehende Be— schädigungen der Grundeigenthümer hinterlegt worden sei. Wir freuen uns, berichten zu können, daß auch unsere Regierung diese Erlaubniß er— theilt hat, und zwar schon einige Monate früher und ohne die lästige Auflage, daß die Handels kammer in Frankfurt für etwaige Beschädigungen des Grundbesitzes eine Caution hinterlege. Diese Thatsache ist jedenfalls bemerkenswerth, auch in- sofern, als unsere Regierung durchaus keinen Werth darauf gelegt hat, daß die Frankfurter Handelskammer ein ausländisches Institut ist.
Preußen. Berlin. Nächstens wird der Cultusminister v. Mühler den Vorsitz im Staats- ministerium an Hrn. v. Roon abtreten, der in diesen Tagen zurückkehrt. Wichtige Entscheidungen stehen nicht zu erwarten, die Ruhe in der Politik macht sich allenthalben geltend.
— Mit seiner Sonntagserklärung hat Herr Fournier wenig Glück gemacht. Man ist erstaunt über die Desavouirung sämmtlicher Zeugenaus— sagen, aber um so gespannter auf die Verhand⸗ lungen in zweiter Instanz. Dem Herrn Consi— storialrath nahestehende Personen wollen schon jetzt wissen, derselbe werde eventuell bis ans Ober— tribunal gehen, und, wenn auch dort abgewiesen, mit Sicherheit darauf rechnen können, daß ein Gnadengesuch für ihn werde eingereicht werden. Seine kirchlichen Freunde sind beflissen, ihn unter allen Umständen im Amt zu erhalten. Hr. Four⸗ nier scheint mit diesen Bestrebungen gedient zu sein.
— Der„Staatsanzeiger“ publieirt das Gesetz vom 16. Mai d. J., betreffend die Einführung von Telegraphenfreimarken. Dieselben sind zu dem auf dem Stempel bezeichneten Betrage zu verkaufen. Die Fälscher und Benutzer gefälschter Marken werden mit den nämlichen Strafen bedroht, die in bieser Beziehung bezüglich der Postfreimarken verhängt sind.
Bayern.
München. In dem zwischen
Bayern und Hessen geschlossenen Staatsvertrag
wegen Herstellung von Eisenbahnen in den beider—
seitigen Rheinprovinzen wurde bestimmt, daß der
unmittelbare Schienenanschluß dieser Bahnen an
den beiderseitigen Landesgrenzen für die Linie
Kaiserslautern-Alzey-Mainz bei Ilbisheim, für die
von Dürkheim nach Monsheim bei Kleinbockenheim 1
und für die Zellerthalbahn bei Wachenheim an
der Yfrimm stattfinden soll..
Obesterreich. Wien. Die„N. Fr. Pr.“ meldet, der Bischof Rudigier habe dem Kaiser einen Protest gegen die e eee, welche ihn zu vierzehntägigem Kerker verurtheilte, übersendet. 5
— Den Morgenblättern vom 15. d. zufolge hat der Kaiser dem Bischof von Linz die zuerkannte Strafe im Gnadenwege nachgesehen. 5
— Die Säbelaffairen wollen sich auch bei uns einbürgern. In der Nacht des 12. d. entstand
im Gasthause„zum Hirschen“ in Zwischenbrücken
bei einer Tanzunterhaltung ein großer Exceß, wobei der Führer Franz Faltanek von Ramming⸗ Infanterie mit dem Faschinenmesser auf einen Civilisten eindrang. Der Sicherheitswachmang intervenirte und entriß dem Soldaten die Waffe. Nun nahmen sich die anwesenden Soldaten, etwa dreißig an der Zahl, ihres Kameraden an und drangen auf den Sicherheitswachmann ein, so daß dieser seine Waffe zu seiner Vertheidigung ziehen mußte. Die Civilisten ergriffen Partei für den bedrohten Sicherheitswachmann, und es gelang hierauf, vier Soldaten zu verhaften.
Brünn. Am 11. Juli haben hier Exzesse stattgefunden. Der offiziellen„Brünner Zeitung“ zufolge ist die Veranlassung in nachstehendem Vorfalle zu suchen. Ein Betrunkener, der von der Communalwache in Haft genommen wurde, erhenkte sich am 11. im Arrestlokale. In der Stadt verbreitete sich das Gerücht, derselbe sei in Folge von Mißhandlungen, die er auf der Wacht— stube erlitten, gestorben und zum Schein erhenkt. Hunderte von Leuten der unteren Volksklasse sam⸗ melten sich Nachmittags am Wachtlokal, das von der Menge, welcher man vergebens den Sachverhalt auseinandersetzte, demolirt wurde. Das anrückende Militär zerstreute die Tumultuanten, die aber um 9 Uhr Abends sich wieder sammelten und in der Josephstadt zu einem heftigen Zusammenstoß mit dem Militär kam, welches Dechargen und Einzel⸗ feuer auf die mit Schießwaffen versehenen Exce⸗ denten abgab. Von den Letzteren sind 2 todt und 12 verwundet, auch 3 Soldaten erschossen. Gegen 11 Uhr war vorläufig die Ruhe hergestellt und die Stadt von Außen abgesperrt.
Krakau. Am 8. ist die feierliche Bestattung der Ueberreste Casimirs d. Gr. unter der Theil⸗ nahme von Tausenden von Fremden, die aus allen ehemals polnischen Landestheilen nach der alten Krönungsstadt der polnischen Könige zusammen— geströmt waren, von statten gegangen. Unter dem dröhnenden Geläut der berühmten Sigismunds⸗ glocke langte der Zug um 8½ Uhr Morgens an der Domkirche an. Die ganze Bevölkerung Krakaus war in den Straßen die der Zug durchschritt, zusammengedrängt und bis auf die Dächer der Häuser vertheilt, aus deren Fenstern schwarze Trauerfahnen herabhingen. Der Zug umschritt im Halbkreise die Cathedrale und kehrte durch das Hauptthor wieder in die Kirche zurück, wo⸗ rauf derselbe die Kirche selbst umging und durch das Hanptschiff in das Presbyterium zurückkehrte. Inzwischen hatte der Bischof Pukalski aus Tarnop an dem Hauptaltar eine feierliche Messe abgehalten. Nach Absingung der Psalmen wurde der Sarg des Königs vom Katafalk gehoben und in die Gruft getragen. Nachdem die Gruft wieder ver⸗ mauert worden, war die Feier um 1 Uhr Mittags beendigt. Abends wurde im israelitischen Tempel eine Andacht abgehalten. Der Prediger Dr. Dankowicz hielt eine polnische Rede, in welcher er die hohe Bedeutung der heutigen Feiler erklärte,
Schweiz. Bern. Der Ständerath hat den Handelsvertrag mit dem Zollverein, die literarische Convention mit dem norddeutschen Bund und den Nederlassungsvertrag mit Württem⸗ berg fast einstimmig angenommen.
Frankreich. Paris. Gesetzgebender Körper. Bei Gelegenheit des Procès verbal am 13. Juli prote- stirte Jules Favre gegen den Widerspruch zwischen der kaiserlichen Boischaft und dem Vertagungsdekret, und bezeichnete das Dekret als eine Unschicklich⸗ keit. Diese Worte riefen Reklamationen und Rufe:„Zur Ordnung!“ hervor, worauf Präsident
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