abgibt, um eine sichere Grundlage für den ersten Lese⸗ mnterticht zu gewinnen. Es heißt: Müllers Lautir⸗ wogen, hat aber nicht die Form großer Wandtafeln, sondern es ist ein Heftchen, 16 Seiten zählend 18 1 Druckbogen), das den gesammten Lautirstoff innerhalb des leinen Alphabets umfaßt. Trotzdem ist der Druck, wenigstens zu Anfang, sehr groß, und daher so recht für die Anfänger im Lesen geeignet. Was aber das Werkchen desonders empfehlenswerth macht, ist die Einrichtung, daß die Elemente des Lautirens, zweilautige Verbindungen, hier hauptsächlich gepflegt werden, was sonst in den Fibeln nicht geschieyht. Die Anordnung und Aufeinanderfolge der Laute ist bedingt durch ihre Leseleichtigkeit, und wird stets wom Leichteren zum Schwereren sortgeschritten. Auch tritt ein 4 oder slautiges Wort unvorberettet aus; jedes dieser Wörter ist in kleineren, ohne An- oder Auslaut, schon wagewesen: z. B. ehe„warm? gelesen wird, kommen vor die beiden Wörter„war“ und„arm“.— Wir wollen nicht weiler in den Inhalt eindringen, sondern nur noch bemerken, daß eine sorgfältige Durcharbeitung des Heft— chens mit den A-B-⸗C⸗Schützen nicht verfehlen wird, die Kleinen recht gründlich in eine beliebige Fibel einzu⸗ jühren; denn dies ist ja der Zweck des„Lautirbogens“. Daß die Schüler die geringen Schwierigkeiten desselben mit Nust und Liebe überwinden, braucht nicht erst versichert zu werden.— Der Pieis ist für das einzeln genommene Exemplar 4 kt., bei Einführung in Schulen und Abnahme won wenigstens 20 Exemplaren das Exemplar 3½ kr. Das Heftchen kann bezogen werden durch Bindernagel& Schimpff in Friedberg.
Jusstellung von selbstperfertigten Arbeiten der Handwertzer und Fabrikarbeiter aus dem Groß- herzogthum gessen
Im Jahre 1870 wird in London eine Ausstellung von rzeugnissen kleiner Handwerker, Gesellen und Fabrikarbeiter
stattfinden und werden an derselben Handwerker aus fast aller Herten Länder sich betheiligen. Auf ergangene Einladung zur Betheiligung entschieden sich Männer ein⸗ zelner Gewerbvereine dahin, daß eine solche Ausstellung im Großherzogthum selbst stattfinden solle, aus der dann einzelne Arbeiten zur Londoner abgesandt werden könnten. 5 Bestreitung der Kosten dieser Ausstellung hat das
inisterium einen Beitrag von 1000 fl. bewilligt und ein Ausschußmitglied des Landesgewerbvereins 500 fl. zur Verfügung gestellt.
Die Ausstellung wird im Frübjahr 1870 in Darm⸗ stadt abgehalten. Aufnahmsfähig in die Ausstellung sind alle Erzeugnisse der Klein-Gewerbe, der Fabrik-Industrie, der Kunstgewerbe, sowie landwirthschaftliche Maschinen und Gerätbe. Die Aussteller können Erzeugnisse liefern, welche sie entweder ganz oter nur theilweise selbst ver— fertigt baben. Der Termin für die Anmeldung beginnt mit dem 1. Dezember 1869 und läuft mit dem 15. Febr. 1870 ab. Sämm liche auszustellende Gegenstände müssen bis zum 15. April 1870 fertig und zur Absendung bereit sein.
Die Transportkosten der zugelassenen Ausstellungs⸗ gegenstände von den Orten der Erzeugung dis nach Darmstadt und von da wieder zurück, übernimmt der Großh. Landes gewerbverein. Mit der Ausstellung wird eine Verloosung ausgestellter Gegenstände verbunden.
Die Vorstände der Lokalgewerbveretne nehmen die An- meldungen zur Betheiligung an der Ausstellung aus ihren beir. Orten und Destrikten entgegen.
Auch eine Ausstellung von Lehrlingsarbeiten soll damit verbunden werden. Jeder Lehrling, welcher sich an der Ausstellung betheiligen will, hat ein auf gegebenes Arbeitsstück, welches nach der bereits zurückgelegten Lehrzeit bemessen wird, anzufertigen; doch stebht jedem Lehrling auch noch frei, eine selbstgewählte Arbeit zu liefern, welche verkäuflich ist oder zur Verloosung genommen werden kann. Diese einzuliefernden Lehrlings—
arbeiten müssen ohne fremde Beihülfe angefertigt werben und, daß dieses geschehen ist, muß von den Lehrherren bescheinigt werden.
Durch diese Ausstellungen soll den kleineren Handwerks⸗ meistern und Gesellen ꝛc. Gelegenheit gegeben werden, ihre Fertigkeiten, ihre Erfindungsgabe, ihre Leistungsfähigkeit in Erzeugung von Industriegegenständen einem größeren Publikum vorzuführen, ihre eigenen Namen als Verfertiger und Arbeiter bekannt zu geben und dem Arbeiterstaud, durch Vergleichung der Einzel-Leistungen seiner Berufs- genossen, Gelegenheit zur Belehrung und Anregung zum Wetteifer in technischer Ausbildung zu geben. Zu wünschen ist, daß die Betheiligung eine möglichst allgemeine weche; wer hierzu geneigt ist, erfährt von den Vorständen der Lokalgewerbvereine Näheres.
(Eingesand t.)
Inseratenwesen.
Für Alle, die ein Interesse haben, irgend etwas der Welt bekannt zu machen, seien es Kaufleute, Fabrikanten, Kleinhändler, Vorsteher von Instituten und Lehranstalten jeder Art, Verwaltungsbehörden ꝛc. gibi es kein besseres Mittel als die Veröffentlichung durch die Zeitungen. Es ist für den Einzelnen, der sich auf diesem Wege bekannt machen will, mit vielen Umständen und Kosten verbunden wenn er direkt mit den Zeitungen verkehren will,— er erreicht durch die Annoncen-Bureaux viel einfacher und billiger seinen Zweck. Die Vortheile, welche ihm durch dieselben geboten, sind zu bekannt, als daß sie noch besonders hervorgehoben zu werden brauchten. Als eines der bedeutendsten Geschäfte dieser Art können wir die weitverzweigte Firma G. L. Daube& Cie. in Frankfurt 4. M., Stuttgart, München ꝛc. sehr empfehlen da dieses Haus an aufmerksamer Be⸗ sorgung von Inseraten-Aufträgen und Gewährung der höchst möglichsten Vortbeile nichts zu wünschen übrig läßt.
Edictalla dung.
018 Ueber den Nachlaß des verstorbenen Ortsdieners Konrad Penkelmann zu Münster, hat Großherjog⸗ iches Hofgricht der Provinz Oberhessen in Folge dessen Jeberschuldung förmlichen Concurs erkannt. Die An- neldung und Speztificatlon von Ansprüchen jedweder ÜUrt an diese Rachlaßmasse mit etwaigen Vorzugsrechten vat in dem auf Freitag den 3. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr, unher bestimmten Termin bei Meidung Ausschlusses von sieser Masse zu geschehen. Alsdann soll auch wegen tefinstiver Bestellung eines Masseverwalters wegen Ver⸗ lußerung der Masse, Genehmigung stitberiger provi⸗ vrischer Maßregeln und zur gütlichen Erledigung dieses Concurses verhandelt und Beschluß gefaßt werden und werden dieserhalb, die nicht oder mit nicht gehöriger Vollmacht erscheinenden Gläubiger ale dem Beschlusse ter 5 Mehrheit derselden beigetreten angesehen erden. Butzbach den 23. October 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Di. Gilmer, Fresentus, Landrichter, Landgerichts⸗Assessor.
Edietalladung.
936 Die in Nr. 126 des Oberhessischen Anzeigers ge⸗ nnnten Grundbesitzer der Gemarkung Hoch-Weisel haben ir die, bei ihren Namen nach Flur und Nummer ge⸗ nannten Items in das neu errichtete, dortige rundbuch vor dessen Offenlegung gemäß art. 30 des zesetzes vom 21. Februar 1852 die Erwerbtitel beizufügen vnantragt, ohne sich barüber durch gerichtlich- besftätigte arkunden ausweisen zu können, während sie deren Erwerb urch Kauf, Erbfolge, Ersitzung, Tausch, Schenkung be— geinigt haben; demnach werden Alle, welche an jene Items unsprüche haben, zu deren Geltendmachung bin nen 4 gochen vor unterzeichnetem Gerichte aufgefordert, als anst sie damit ausgeschlossen und die genannten Grund⸗ sitzer als vermuthete Eigenthümer dem Antrag gemäß ngetragen werden sollen. Butzbach den 11. September 1869.
Großherzogliches Landgericht Butzbach
Dr. Gilmer, Fresenius, Landrichter. Landgerichts-Assessor
Petroleum ꝛc. Lieferung. 976 Mittwoch den 1. Decembur 1869, Vormittags ) Uhr, soll die Lieferung des Bedarfs an Petroleum und Lichtern für die Garnison Butzbach auf das erste galbjahr 1870 auf dem Bilreau der unterzeichneten Ver⸗ maltung, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen legen, durch Soumissien vergeben werden. In den emzureichenden Soumissionen ist anzugeben, daß von ten Bedingungen Kennniß genommen.
Butzbach den 6. November 1869.
Großherzogliche Garnison-Verwaltung Sch abel, Wachtmeister.
Versteigerung ausrangirter Bekleidungsstücke. 882 Mitiwoch den 17. d. M., von Vormittags 9 Uhr o, werden im vierten Stock der Klostercaserne, eine Jurtie aus: angirter Militär Bekleidungsstücke meistbietend bersteigert. 3 riedberg den 11. November 1869. Die Bekleidungs⸗Commission 1. Jäger-Batatllous Daud f ffel.
Verste i
gerung.
3147 Die zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Friedberg erforderlichen zerschlagenen Decksteine für 1870 sollen in den unten bemerkten Terminen und Orten an die Wenigstnebmenden in Accord gegeben werden.
5 Deir V ei stse i gerung 85 Namen 8 S S 8 i 3 der 6 Ta g. Stunde. Ort. Local.* Bauaufseher. 1J Montag den 22. Nov.) U. Morgens Butzbach Brauerei von J. Melchior 1 u. 16[Hölzer u Einhäuser. 2 J Otenstag den 23. Novsd U. Morgens“ Nauheim Gasthaus zum Partsers 2 u. 15. Weide u. Einbäuser. of 3 Mittwoch den 24. Nov. 10 U. Morgens Melbach Gasthaus von Philippi 17 u. 18[ulsböfer und Stein. 4 Donnerstag d. 25. Nov.) u. Morgens Albenstadt Chausseehaus 4, 6 u. 7 Sebi.— und onrad. 5[Freitag den 26. Nov. 9 U. Morgens Vilbel Gasthaus zum Engel 5 Schäfer. 6 Denselben 2 U. Mittags Ober⸗Eschbach Brüsseler Hof 13 Michel. „7 Samstag den 27. Nov.sS U. Morgens Steindach Gasthaus zum Schwanen 14 Michel. 8[Montag den 29. Nov. 10 U. Morgens Ober⸗Rosbach Wirthschaft v. G. Ruppel 3 Kreß. 9 Dienstag den 30. Nov. 10 U. Morgens] Reichelsbeim Po 19 Kornmann. 10] Mittwoch den 1. Dec.(10 U. Morgenef Stammbeim Wirtbschaft von Metzler 10 Jäger. 11 Denselben 3 U. Mittags Altenstadt Gasthaus zum Adler 8 Dingeldein. 12 Donnerstag d. 2. Dec. 9 U. Morgens Lindheim Gasthaus zum 1 9 u. 11 Rüger. aus 13[Freitag den 3. Dec eg u. Morgens“ Büdingen Gasthaus zum Stern 12 Klepensteuber.
Friedberg den 11. November 1869.
Bekannt m a ch ung
3152 Die Anfuhr des Salzes von der hiesigen Saline in die Niederlagen zu Nidda und Ortenberg soll für das Jahr 1870, an den Mindestfordernden vergeben werden und ist dazu Termin auf Freitag den 19. d. M., Vormittags 11 Uhr, im hiesigen Salinenamtslocal an— beraumt worden. Bad⸗Nauhelm den 10. November 1869. Großberzogliches Salinenamt Naubelm
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Für eine renommirte Feuer-Versicherungs⸗ Gesellschaft wird gungen für Friedberg und Umgegend eim thätiger Agent gesucht, dem man anf Wunsch auch die Agentur einer der bedeutendsten Lebens— Versicherungs⸗Gesellschaften übertragen würde. Franko- Offerten wit Referenzen sind an die Exped. d. Bl. zu richten. 3030
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