N* dorge, waren*
„Jeden se gen Rekla.
eyweiselt.
rban fehr ich nimm! Abireiung
A bchiehen
stieneplant
sügtt, daß
anden und
Enpfan ge ung den anbitten m der zu“ J gef
1 Nadild n „ kin tigt
errei wenn nicht zu übersteigen verspricht; a sollen in 50 Ausgaben überall Er⸗ sparnisse eingeführt werden und im Kriegsdepar⸗ lement ist damit der Anfang bereits gemacht worden. Für die nächsten Jahres Bilanzen der Regierung ist also kein Desicit zu befürchten, viel- mehr wird sich ein bedeutender Ueberschuß ergeben, der eine Ermäßigung der Steuern, Reduction der Schuld oder auch beides gestattet.
Newyork. Ein diplomatischer Agent der provisorischen Regierung von Cuba ist in Washing- ton angekommen und hatte Unterredungen mit mehreren Congreßmitgliedern und Regierungs- beamten. Manu glaubt, daß seine Anwesenheit die Anerkennung der cubanischen Revolutions-Junta Seitens der Regierung der Vereinigten Staaten beschleunigen dürfte.— Aus San Francisco wird berichtet, daß immense Goldlager auf dem Haupt— land, 120 Meilen von Kodiak Island, im 61. Grad nördlicher Breite und 100. Grad westlicher Länge von Greenwich entdeckt worden sind. In den Minen kann wegen des Klima's blos 5 Monate im Jahre gearbeitet werden.
Frankfurt. Die bei den hiesigen Eisenbahnen an— gestellten Beamten batten bisher nur eine geringe Caution zu stellen. Durch eine Zuschrift der Eisenbahn- Direction un die Betreffenden ist denselben die überraschende und nederschlagende Mittheilung geworden, daß sie ihre Caution, nige um Hunderte, andere um Tausende von Thalern n fürzester Zeit zu erhöhen haben. Diese Maßregel triff: umtist nicht mit Glücksgütern gesegnete Beamten, welche ichon seit Decennien im Dienste sind und deren Treue vewährt ist. Dieselben befinden sich hierdurch in einer ehr schlimmen Lage.— In der Messe wurde an mehreren Dreikrenzerständen sog. Naucherpapier seil gehalten. Das— elbe war den pieußischen 1- und 25-Thalerscheinen so äuschend ähnlich, daß man es für echtes Geld hätte halten önnen, wenn nicht darauf gestanden bätte: Wird an keiner dasse als Zahlung angenommen. Die Anfertigung von Drucksachen, welche in Form oder Verzierung dem Papier— elde ähnlich sind, ist jedoch verboten und wurde neben er Confiscation der Waare noch gegen jeden Händler ine Strafe von 1 fl. 45 kr. und 5 fl. Kosten ausgesprochen. Das Publikum mag auf der Hut sein, daß ihm derartige Scheine nicht als Papiergeld zugeschoben werden können.
Wiesbaden. In den Kuranlagen hat sich dieser Tage ein Fremder erschossen. Der Selbstmörder heißt Tranchand, ist Franzose, halte 42 Frs. in Homburg els Unterstützung erhalten, womit er nach Wiesbaden ge ommen war. Er erschoß sich, weil er vollständig mittellos war.
** Mäuse⸗ und Rattenfang. Zum Anlocken on Mäusen und Ratten soll man den in die Falle ge⸗ Egten Köder mit ei ssem einzigen Tropfen von Rosenholzöl lefeuchten, dessen Geruch diese Thiere sehr lieben, sodaß se sich selbst in sehr unvollkommenen Fallen leicht fangen ussen. Das Rosenholzöl ist billig und überall in Apo⸗ beken zu bekommen..
Aus dem Kreise Friedberg. Auf An⸗ segung der Reichstagsabgeordneten v. Rabenau ind Buff fand am 30. v. M. eine von den Herren E. Puth in Okarben und K. Draudt
in Büdesheim berufene Versammlung von Land- wirthen zur Besprechung der Branntweinsteuerfrage statt, welche sehr zahlreich und auch von oben— erwähnten beiden Reichstagsabgeordneten besucht war. Nach ausführlicher Debatte über diese für unsere Landwirthe höchst wichtige Anzelegenheit einigte man sich zur Einreichung nachstehender
Petition an den Reichstag des norddeutschen
Bundes, welche mit vielen Unterschriften bedeckt
dem Reichstagsabgeordneten Buff übermittelt
wurde. Der Wortlaut dieser Petition ist folgender:
An den hohen deichstag des norddeutschen Bundes. Petition von Seiten der unterzeichneten Landwirthe und Brennereibesitzer der Großherzoglich Hessischen
Provinz Oberhessen.
Betreffend: Die Vorlage eines Gesetzes an den norddeut— schen Reichstag wegen Erhöhung der Brandweinsteuer. Gleichzeitig mit der Einbringung des Gesetzeniwurfs
wegen fakultaliver Einführung der Brandweinsabrikalsteuer
neben der Maischraumsteuer soll Hohem Reichstag eine Er— höhung der bisherigen Brandweinsteuer von überhaupt 33¼ Prozent angesonnen werden Gegen eine derartige
Steuererhöhung müssen die unterzeichneten Landwirthe
und Brennereibesitzer der Großherzoglich Hessischen Provinz
Oberhessen die enischiedenste Verwahrung einlegen und
sehen sich dieselben auf das Dringendste veranlaßt, bei
Hohem Reichslag zu petitioniren, daß derselbe die fragliche,
überhaupt jede Erhöhung der Brandweinsteuer ablehne.
Zur Begründung ihrer Petition erlauben sich die Unter—
zeichneten, im Allgemeinen auf den Inhalt der aus allen
Theilen des Gebiels des norddeutschen Bundes gegen die
Brandweinsteuererhöhung bereits eingelausenen Vorstellun⸗
gen und auß den in dieser Angelegenheit von dem Königl.
Preußischen Landes-Oeconomie-Collegium erstatteten Bericht
Bezug zu nehmen und hieran noch eine kurze Darlegung
der betreffenden Verhältnisse der Provinz Oberhessen an—
zureihen.
Schon bei der seitherigen Lage der Dinge hatten die Landwirthe dieser Provinz von der Brandweinproduktion selbst nicht den geringsten Vortheil, waren aber gleichwohl im Interesse der Landwirthschaft, insbesondere zur Erhal— tung ihres Viehstandes genöthigt, das Brandweinbrennen nicht eingehen zu lassen. Obne die sogenannte Brand- weinschlempe können die Viehzüchter, insbesondere die größeren Oeconomen hiesiger Gegend ihr lebendes Inventar während der Winter- und Frühlingsmonate(November bis Milte Mat) nicht erhalten, am allerwenigsten aber Mastvieh einstellen. In dieser Zeit ist die geringe Erndte an Heu von Gras und Klee, welches ohnedies zur Vieh— mast allein nicht geeignet ist, größtentheils verbraucht, die Frucht ist aber heut zu Tag viel zu theuer geworden, als daß sie zur Fütterung Verwendung finden könnte. Es muß also nothwendig ein anderes Futtermaterial herbei geschafft werden und dies ist denn eben die Brandwein— schlempe. Dieselbe ist in der südlichen Hälfte Oberhessens, der sog. Weiterau, noch viel weniger entbehrlich, als in den nördlichen Theilen der Provinz. Der Kleebau ist in der Weiterau durchaus unzuverlässig, der Boden ist, weil ihm in dieser Beziehung früber zu viel zugemuthet wor— den, wie man zu sagen pflegt, kleemüde und der Kiee leidet sehr oft durch Frost und Mäusefraß. Dann wird in der Welterau, da faßt alles Land Waizenboden ist, wenig Getraide zum Viehf tier, insbesondere wenig Hafer gebaut und endlich mangelt es an Wiesen. Die Brand— weinbrennerei und deren gesicherter Fortbestand ist daher schon deßhalb eine Lebensfrage sür die Wetterau, sie ist eine solche für dieselbe aber noch um so mehr, als in der Wetterau, wie fast in ganz Oberhessen noch die Drei—
selderwirthschaft besteht. Nach solcher wirb ein großer Theil bes Feldes alle drei Jahre mit Kartoffeln ausgestellt und es würden sich, wenn die Brennereien bucch irgend welche Maßnahme vernichtet oder doch nur bedeutend ge⸗ schmälert würden, wie dies in Gefolge einer Steuererhöhung mit Bestimmtheit zu erwarten ist, da fast alle Brennereien nur solche geringen Betriebs sind, welche kaum die seit— herige Steuer ertragen konnten, für die producirten Kar⸗ toffeln zu ihrem größten Theile keine Wege des Absatzet und der Verwendung finden. Die wenigsten Kartoffeln sind bisher zur Nahrung für Menschen, oder ohne in Schlempe verwandelt zu sein, für das Vieh gebraucht worden und eine Versendung derselben ist, wo nicht gerade die Eisenbahn die Communication erleichtert und die Transportkosten geringer macht, durchaus nicht vortheil⸗ haft. Es würden also die Oeconomen und nicht blos die, welche Brandweinbrennerei betreiben, genöthigt sein, ent⸗ weder ihre Kartoffeln unter dem Weclh zu verschleudern oder ihr seitheriges Ackerbausystem zu ändern, eine Sache, die gar nicht in der Macht der Einzelnen gelegen ist. Die Rückwirkung der verminderten Brennerei wird aber, wie schon bemerkt, alle Landwirthe und gerade die, welche nur einen geringen Grundbesitz baben, am Empfindlichsten treffen. Alle kleineren Brennereien müssen bei einer Steuer⸗ erhöhung zu Grunde gehen, da deren Besitzer die lostipieligen Apparate, welche zu einem größeren Betriebe erforderlich sind, nicht anschafsen können, das hierzu aufzuwendende Kapital sich jedenfalls nicht verinteressiien würde und weil die Steuer den größeren Brennereien gegenüber die kleineren Brennereien in das nachtheiligste Verhältniß setzt. Aber auch die wenigen größeren Brennereien würden sich vermindern und dadurch würden wieder die geringeren Landwirthe⸗ eine Absatzquelle füc bie von ihnen gezogenen Kartoffeln verlieren. In allen Theilen Overhessens, in welchen seit⸗ her die Kartoffeln in Menge gezogen und gebrannt wurden, würde in Gefolge der Verringerung des Brandweinbrennens und des damit zusammenhängenden Karloffelbaues auch eine sehr bedenkliche Arbeitslosigkeit eintreten. Während seither eine große Menge Armer in Diensten der Brenner und bei dem Kartoffelbau Beschäftigung und ausreichenden Taglohn fand, würden alle diese Leute, da es an anderen Erwerbszweigen sehlt, ihr Brod verlieren und dem Mangel Preis gegeben. Der Hackfruchtbau ist für die Wetterau um so erforderlicher, als dadurch der Boden von Unkraut rein gehalten wird, von welchem die Felder stark heim⸗ gesucht sind, und es würde somit eine weitere nachtheilige Folge der Verminderung der Brennereien, bezw. des Kar⸗ toffelbaues die Verunkrautung der Felder sein. Für ganz Oberhessen wäre sonach die Einführung der beabsichtigten Brandweinsteuererhöhung eine Calamität von den weit⸗ tragendsten Wirkungen und es braucht wohl kaum beson⸗ ders hervorgehoben zu werden, daß der Steuererhöhung in kürzester Zeit ein sehr empfindlicher Steuerausfall mit Nothwendigleit nachfolgen würde. Die hiesigen zeonomi⸗ schen Verhällnisse vertragen es auch nicht, daß den Bren— nern der Ankauf von Kartoffeln zum Brennen untersagt, daß der Betrieb der Brennerci an bestimmte Zeitperioden geknüpft, und daß den Brennern ein Minimum vorge⸗ schrieben wird, unter welchem sie täglich nicht abtreiben dürfen. Derartige Beschränkungen würden eben so, wie die projektirte Steuererhöhung aus den vereits oben ent⸗ wickelten Gründen nicht blos die kleinen, sondern auch die größeren Brennereien hiesiger Provinz vollständig ruiniren. Hiernach richten die Unterzeichneten an Hohen Reichstag die Bitte: die Vorlage des Bundesraths, die Erhöbung der Brandweinsteuer betreffend, abzulehnen, keine Er⸗ höhung dieser Steuer zu verwilligen und sich für die Abschaffung der am Schlusse dieser Vorstellung erwähnten Beschränkungen der Brandweinbrennerei auszusprechen. Friedberg i. d. W. den 31. März 1869.
Oeffentliche Aufforderung. ö
1116 Die unbekannten Erben des verfsordenen Hütten— lspectors Schminke zu Nauheim, vormals zu Vecker⸗ lagen, für welchen im Jahre 1857 in dem Zwangsver⸗ seigerungsveifahren zur Sache des Israel Katz Rosenthal qu Niedermeiser, Klägers gegen die Ebefran des Wirths zean Samuel Massie, Marie Loulse, geb. Koch, zu Nariendorf, Verklagte, wegen hypothekarsscher Forderung 150 Thaler nebst rückständigen Zinsen aus Obligation dom 23. October 1822 angemeldet worden find, werden aufgefordert, bel Ausschlulstrafe ihre etwaigen vom con⸗ tarrirenden Gläubiger als durch Zahlung längst erloschen bezeichneten Rechte an der vorbezeichneten Forderung in dem zur Verhandlung über den Vorzug dahier an- sesetzten Termin den 27. April d. J., Vormittags 10 Uhr, Ctzt. geltend zu machen. Veckerhagen den 13. März 1869. Königliches Amtsgericht Scheffer. Borsutzky.
1081 Dem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß mehrere Kapstalien von 500 fl. an bis zu mehreren Tansend Gulden durch meine Vermittlung ausgeliehen kerden können. Nieder⸗Wöllfadt. 70 Feist Liepschüz, Geldmakler.
Ein Knecht,
1148 der mit Pferden umzugeben weiß und gleich ein. leten kann, wird gegen guten Lohn gesucht. Näheres bet der Exped. d. Bl.
Bekanntmachung. 1131 Die am 5. April l. J. abgehaltene Versteigerung zu Naubeim bezüglich der Pflasterarbetten und Sand⸗ lieferung pro 186% istenicht genehmigt worden und ist zur Vornahme anderweiter Verste gerung Termin auf Samstag den 17. April, Nachmittags 3 Uhr, auf das Ralhbaus zu Nauheim anberaumt, wozu Steig— liebhaber eingeladen werden. Die an dem Vizinalweg nach Rödgen versteigerten Gra enarbeiten sind genehmigt. Friedberg den 9. April 1869. Der Bezuks, Bauaufseher Schneider.
Mobiliar ⸗Versteigerung 1143 Freitag den 16 April d. J., Nachmittags 2 Ubr,
sollen auf freiwilligen Antrag des Thomas Becker 11.—
dahier wegen Aufgabe seines Haushalts nachverzeichnete Mobilien, als:
Commoden, Tische, Stühle, Schränke, Bettstellen,
Bettweik, eine Partie Kartoffeln sowie sonstige Haus—
und Küchengeräthschaften in der Hofraitbe der Heinrich Lotz Wittwe in der Wolfenstraße dahier öffentlich meißbietend gegen Baar— zahlung versteigert werden.
Friedberg am 10. Aprik 1869.
Großberzogliches Ortsgericht Friedberg F ͤn Gai.
Ein möhlirtes freundliches Zimmer, 1140 sowie ein Logis, bestehend aus zwet Zimmern und einer Küche sind auf der breiten Straße sosort zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.
Bekanntmasch un 1146 Mittwoch den 14. April d. J., Vormittags 11 Uhr, soll im hiesigen Rathhause das Einkommen von den städtischen Bleichen für das Jahr 1869 öffentlich meist⸗ bietend verpachtet werden.
Friedderg den 10. April 1869. Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar.
Die 1869r städtischen Begrasungen. 1144 Mitwoch 14. April d. J., Nachmittags 2 Nor, sollen im gen Rathbause die städtischen Be⸗ grasungen für das Jahr 1869 öffentlich meistbietend verpachtet werden.
Friedberg am 10. April 1869. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Foucar. Frucht ⸗Versteigerung. 1145 Donnerssag den 15. April d. J., Nachmittags 2 Ußtr, sollen im hiesigen Ratbhause 45 Malter Korn und 9 Malter Gerste von den Fruchtvorräthen des ver⸗ einigten Armensonds dahler zweimalterweise öffentlich melstbietend versteigert werden. Friedberg am 10. April 1869. Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg Fouc ar.
Beachtenswerth! 172 Unterzeichnetex besitzt ein vortrefftiches Mittel gegen nächtliches Bettnäfsen, sowie gegen Schwächezustände ver Harnblase unc Geschlechtsorgane. Briese franco.
Shectalalarzt Dr. Kirchhoffer Kappel bei St. Gallen(Schwelz).
7


