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J) Bruchenbrücken: 24. bis 26. Aug. ½ Komp.,— 8. bis 31. Aug./ Komp.,/ Schw.
5 8* N 1 Fußbatt.,— 24. dis 26. Aug. 1 Komp., ½ Schw. N * deuß dag: 20. Allg. ½ Schw.— 24. bis 26. Aug./ Schw., 1 Komp. 7) Ilbenstadt: 23. Aug. 1 Komp., Stab der Feldart., 1 Fußbatt.— 24 bis 26. Aug. Ngisst., 1 Komp., „ Schw.— 28. bis 31. Aug. 1 Divistonsst., 1 Bgoͤst, 1 Batst., 1½ Romp., ½ Schw..
8) Naubeim: 15. Aug. 1 Batst., 2 Komp.— 18.
Aug. 2 Fußbatt.— 20. Aug. 1 Schw.
9) Nieder⸗Rosbach: 20. Aug./ Schw.— 28 bis 31. Aug. ¼ Schw., 1 Komp. 8 f
100 Milder Wölfl: 20. 2• ½ Schw.— 23. Aug. % Schw. 2 Komp.— 24. bis 26. Aug. ½ Schw., 2 Komp— 23. bis 31. Aug. ½ Schw., 1½ Komp.
11) Ober⸗Florstadt: 26. Aug. ½ Komp. 0
12) Oder⸗Rosbach: 20. Aug. ½ Schw.— 28. 31. Ang. 2 Komp., 1 Rglost., 3/1 Schw.
13) Ober- Wöllstadt: 20 Aug. ½ Schw.— 24. 26. Aug. 1 Batst., 1¼½ Komp., ½ Schw.— 28. 31. Aug. 1 Rgtost., 1 Baist., 1½ Komp., ½ Schw.
14) Ockstadt: 20. Aug. ½ Schw.— 24. bis 26. Aug. 1 Batst., 2 Komp., ½ Schw. 5
15) Ossendeim: 24. bis 26. Aug. ½ Fußbatt.
16) Reichelsheim: 26. Aug. 1 Rgtsst., 1 Batst., 1½ Romp.,/ Schw.
17) Staden: 26. Aug./ Komp., ½ Fußbatt.
18) Wohnbach: 24. Aug. 1 Komp., 25. Aug. 1 Komp.
19) Wölfersheim: 24. Aug. 1 Komp., 1 Fußbatt.— 25. Aug. 1 Komp., 1 Fußbatt.
E. Nauheim. Sobald die erste Nachricht von dem misetzlichen Unglücke in dem Kohlenwerke im Plauen'schen Drunde unter unseren Kurgästen bekannt geworden, traten zofort eine Anzahl Herren zur Bildung eines Comites zu ammen, unb richteten einen Hülferuf an die Kurgäste Rauheims, in welchem sie um Beiträge zur Linderung der unsäglichen Noth baten. Das dankensweribe Bemühen ieses Comites war von den erfreulichsten Erfolgen be— leitet. In der heute ausgegebenen Annoncen-Veilage zur Rurliste bescheinigt das Comite, daß innerhalb weniger Tage der bedeutende Betrag von 66ʃ fl. 13 kr. eingegangen t und der größte Theil dieser Summe zur Verwendung ür die verlassenen Wittwen und Waisen bereits abgeschickt wurde. Dem Comite, dessen Mitglieder sich sämm lich mit zamhaften Beiträgen betheiligten, verdient der wärmste Dank öffentlich ausgesprochen zu werden.
Frankfurt. In hiesiger Stadt sollte verflossene Joche ein großer Betrug mit Wechseln, welche sich als ulsch erwiesen, verübt werden. Es wurden nämlich bei en ersten hiesigen Bankhäusern, namentlich auch bet M. A. v. Roilhschild, Wechsel zum Verkauf präsentirt, welche den Stempel der Stuttgarter Bank trugen. Die Summe belief sich auf etwas über 100 000 fl. Auf tele⸗ sraphische Anfrage in Stuttgart stellte sich die Fälschung pfort heraus. Leider gelang es noch nicht, die Thäter zu verhaften.
Darmstadt. Die diesjährige Generalversammlung der Mitglieeer des Landesgewerbvereius findet Samstag zen 14. August zu Mainz im Saale der Casino-Gesell⸗ chast„Hof zum Gutenberg“ statt und beginnt um 11 Uhr. Der Generalversammlung wird um 9 Uhr Vormittags tie Eröffnung der vom Localgewerbverein in Mainz ver⸗ unstalteten Gewerbausstellung für die Stadt Mainz zorausgehen. Der Verwalungsrath der Hessischen Lud— vigsbahn hat allen Besuchern der Generalversammlung gen Zahlung der einfachen Taxe der Hinfahrt freie Rück— uhrt gewährt,
Darmstadt. Ver flossenen Freitag Nachmittags 1 Uhr wurde auf offener Straße einem Milchfuhrmann von Hüdelshofen, während er in einem Hause Milch abgab, in Fuhrwerk, Wagen sammt Pferd, mit 40 Maaß Milch mwendet. Man hat zwar Spuren des Diebes bis nach gensheim verfolgt, trotzdem ist es aber nicht gelungen, zesselben habhaft zu werden.
Vom Bodensee wird gemeldet, daß sich am 5. d. un furchibares Gewitter über Konstanz entladen und der hlitz an zwei verschiedenen Stellen der Siadt eingeschlagen At. Der Bericht sagt: Es schien als ob Himmel und (ede in einem vernichtenden Kampf mit einander begriffen wären, denn das Feuer, in das das ganze Firmament zuchstäblich eingehüllt war, wälzte sich fortwährend unter Srecklichem Gekrache zur Erde hernieder. Und dieser bampf der Elemente dauerte fünf volle Stunden, von Ibends 8 bis Nachts nach 1 Uhr.
Bern. Ueber einen schauderhaften Unglücksfall am Arindelwaldgleischer wird folgendes Nähere berichtet: Atzten Samstag, 31. Juli, langte im Laufe des Vormtt⸗ ugs von Interlaken, Herr Wanschaff, Direktor der sächsischen Lank in Dresden, in Grindelwald an. Kaum abgestiegen, mhm er Pferde zum oberen Gletscher, den er mit seiner zwau und einem dreizehnjährigen Knaben besichtigen wollte. det der zum Gletscher führenden Brücke angelangt, wollten
bis
bis bis
sie eben hinübergehen, der Knabe voran, dann die Mutter, der Führer und zuletzt Herr Wanschaff, als ein Eisblock die seit der kürzlich Statt gefundenenen Ueberschwemmung provisorisch construirie Brücke wegriß. Kind und Frau verschwanden sehr schnell, dem Führer konnte der Herr die Hand reichen. Er selbst war noch mit einem Fuße auf dem Lande geblieben. Nichts mehr, als:„O Mann, Mann!“— und die Wasser hatten Mutter und Sohn verschlungen. Ein Herr aus Genf saud den trostlosen Mann am Ufer hinrennend und führte ihn nach Grindel— wald zurück. Samstag um 4 Uhr war die Leiche des Knaben, Sonntag um 11 Uhr die der Frau aufgefunden. Beide Leichen werden nach Dresden zurückgeführt.
Ein gesendet.
Schade, daß Professor Vogt, der bekanntlich den Stammbaum des Menschen, wenn auch nicht in den Höhlen der Reptilien, so doch in den Schlupfwinkeln des Gorillas und des Schimpansen endigen läßt, nicht schon vor Jahrtausenden gelebt hat. Die Gesetzgebung würde dann wohl unsre Affenahnen, sowie die Thiere überhaupt, als nächste Anverwandte, etwas galanter behandelt, und sie nicht unter die Sachen, also diejenigen körperlichen Gegenstände, welche dem Eigenwillen des Einzelnen auf Gnade und Ungnade ergeben sind, verwiesen haben. Die Stellung der Thiere unter den Sachen ist aber eine exceptionelle. Dem Dispositionsrecht über dieselben zieht die Warnung vor Mißbrauch des Thieres eine Gränze, deren Uebertretung mit Strafe bedroht ist. Man rechne es nicht der christlichen Religion oder christlichen Moral zu Dank, der Thierwelt diesen Schutz zugewendet zu haben. Der Satz, du sollst das Thier nicht mißhandeln, lebte schon zu vor— christlicher Zeit in Sprüchwort und Lied, er ist ein Bestandtheil derjenigen Humanität, in welcher die ecivilisirte Welt sympathisirt mit dem wilden Bewohner des Urwaldes und der Steppe, er ist ein Gemeingut des menschlichen Herzens. Sage mir, wie Du mit dem Thier umgehst, und ich will Dir sagen, wer Du bist.
Dieser Ausspruch, mit welchem gewissermaßen unsre Feder uns eine Ueberraschung bcreitet hat, würde vielleicht, käme er aus der Feder eines Bismarck oder eines andern berühmten Mannes, eine Bereicherung der Sammlung geflügelter Worte enthalten. Da aber der Correspondent des Oberhessischen Anzeigers noch nichts für die Unsterblichkeit gethan, noch keinen Sitz in Wal— halla erworben hat, seinen Worten also schwerlich die Flügeldecoration zu Theil werden wird, so muß er sich damit trösten, daß gute, genießbare Speisen nicht absolut nur Geflügel sein müssen.
Doch zurück zur Sache! Wiewohl die gute Behandlung des Thiers durch Religion, Moral, Gesetz und die laute Stimme der Menschenbrust verbrieft erscheint, gibt es doch kaum ein Gebot, das täglich empfindlichere Mißachtung zu erdulden hat, als grade dieses. Leider steht dieser Behaup⸗ tung die Statistik der Strafrechtspflege beweisend nicht zur Seite. Darin ist die Verurtheilung des Thierquälers nur spärlich verzeichnet. Dies jedoch aus keinem andern Grunde als dem, daß die betreffenden öffentlichen Diener, welche auch für das Thier auf dem Qui- vive stehen müssen, für dieses meist nur eine stiefmütterliche Fürsorge be— sizen, und das Publikum in angeborenem Wider— willen gegen das Denuncirea es vorzieht, die wahrgenommenen Marterscenen lieber jedem andern öffentlichen Ort, als der Gerichistube voczutragen.
Diese Unterlassungen erzeugen namentlich das Schlimme, daß Auge und Herz sich nach und nach gegen die Leiden des Thieres abstumpft. Es verfällt dann die durch Mangel an Nahrung zum Zerrbild des Rosses herabgesunkene Mähre ungeahndet ihrem Peiniger, dessen Gewinnsucht von ihr die Leistungen der Dampfmaschine bean-
sprucht. Das Symbol der Treue, welches uns die Thierwelt in dem Hund bietet, gibt mit dem Muth der Verzweiflung seine letzten Kräfte her, ganze Ladungen nach dem Markte zu ziehen und nach deren Verwerthung den Schnaps⸗ oder Bier⸗ rausch seines Eigenthümers wieder nach Hause zu schleppen. Der Kälberwagen, nach dem Prinzip des Möbelwagens vollgestopft, fährt dahin, wir achten nicht der Qualen, die da eingeladen sind; das durch Sonnenbrand und Schmerzen weit aus dem Kopse herausgedrängte Auge der Schlacht— opfer erfleht sich umsonst das Mitleid des vor- übergehenden Ebenbildes Gottes. Die Süßigkeit des Fleisches versöhnt den Gourmand damit, daß man den Aal lebendigen Leibes annagelt und ihm die Haut abzieht; daß man dem lebenden Krebse Schwanz und Scheeren ausreißt und seinen blu— tigen Rumpf im siedenden Wasser verzucken läßt. Und wie sieht es aus, wenn das Thier, oft der Ernährer der Familie, erkrankt? Beispiele mögen reden! Vor mehreren Wochen fiel dahier plötzlich ein dem Herrn Bailly vom Schwalheimer Brunnen gehöriges Pferd zusammen; das Hintertheil ver— sagte seine Funktionen; es wurde in ein benach— bartes Haus gebracht, wyselbst es sich in unsäg— lichen Schmerzen 24 Stunden lang auf dem Miste herumwarf. Am andern Tag wurde es auf einen Wagen verladen, nach Hause transpor- tirt und heute— zur Ehre des Herrn Kreis— thierarztes Dr. Born, welcher hinzugerufen sofort die eingetretene Lähmung erkannte und die richtigen Mittel anwendete, sei es erwähnt— heute ist der Anblick des wie verjüngten Thieres ein Memento an den zoologischen Garten in Haydn's Schöpfung, in der„mit fliegender Mähne springt und wiehert voll Muth und Kraft das edle Roß.“ Anders erging es einer Kuh in einem benachbarten Ort. Die gleichen Erscheinungen, wie bei jenem Pferd, traten bei ihr auf, allein der hinzugerufene Rusticus erkannte, die Beine des Thieres seien eingeschlafen; es wurden als Entschläferungsmittel
gehörige Fußtritte angeordnet, und— heute lagert
die Kuhhaut in der Lohe des Gerbers.
Die Frage, wie solchen den Menschen ent— ehrenden Handlungen vorzubeugen sei, ist nicht so leicht zu beantworten. Strengere Handhabung der Gesetze, wie sie jetzt existiren, hilft wohl, reicht aber nicht aus. Was nützet es z. B. dem Hund, wenn man Menschen den Sitz in dem ihm an— gehängten Transportmittel verwehrt, aber das Gewicht der außermenschenfleischlichen Ladung nicht einmal annähernd begränzt? Was nützt es den Thieren, wenn das preußische Strafgesetzbuch nur die öffentliche Mißhandlung des Thiers ver- pönt? Dann wird unsere in hiesiger Gegend gemachte Wahrnehmung zur täglichen werden, daß nämlich der Führer des Pferdes, dem die Kräfte zur Lösung der gestellten Aufgabe untreu werden, aus Furcht, von den das Thier ob der schon erlittenen Mißhandlung bemitleidenden Zu— schauern zur Anzeige gebracht zu werden, dasselbe mit den Worten vertröstet:„Wart Os, kommst de mer ham.“
Der wirksamste Schutz ist den Thieren in den sogenannten Thierschutz-Vereinen geboten. Fast jede größere Stadt, fast jede Gegend, in der Gefühl für das Thier wohnt, hat einen solchen besondern Verein oder gehört einem größeren an. Warum ist Aehnliches nicht auch schon hier zu Lande geschehen? Diesen Gegenstand in Anregung zu bringen ist Zweck dieser Zeilen, welche wir in der Hoffnung dem Drucke überliefern, daß sie, weil einer guten Sache gehörig, nicht ungeachtet bei Seite gelegt werden, und vielleicht Veranlassung geben, in diesem Blatte jenen Gegenstand weiter zu besprechen.
Hofraithe-Versteigerung. 490 Freitag den 13. August d. J., Vormittags 11 Uhr, soll im hiesigen Rathhause die Hofraithe der Michgel Mrödels Kinder dahier, nämlich:
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2. 505, 5,5 Hofraithe in der Judengasse, babtbellungshalber öffentlich meistbietend verstelgert „erden.
Frtedberg den 27. Juli 1869.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar.
Lin“ sti
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2284 wird zum baldigen Eintritt gesucht. Butzbach den 9. August 1869.
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