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bei dieser Eisenbahn Metzger, die Stelle von Condukteuxen bel ter Main⸗Neckar⸗Eisenbdahn zu übertragen,— und den Eisatzbahnwärter bei der Main Neckar ⸗Eisenbahn, Huba, zum Portier auf der Station Eberstadt dieser Eisenbahn
zu ernennen. 3 VII. Versetzung in den Ruheftand. S. K. H. der
Großberzog baden allergnädigst geruht: am 24. Juli den Registrator bei der Registratur der Ober⸗Steuer-Direktion, Sbeuerrath Weyland, unter Anerkennung seiner langjährigen treugeleisteten Dienste auf sein Nachsuchen— in den Ruhe⸗
stand zu versetzen. a i f VIII. Concurrenz für die evang. Pfarrstelle zu Rum⸗
penheim, mii einem Gehalie von 723 fl. 57 kr.
— Ueber den Metz⸗Fendt'schen Prezeß, welcher nach mehr als zweijähriger Voruntersuchung am 6. und 7. d. vor hiesigem Bezirkestrafgericht zur Verhandlung kam, entnehmen wir der„Darmst. Zig.“ folgende kurze Notiz; Herr Hofgerichtsad⸗ vokat A. Metz J. hatte gegen Herrn Kaufmann Rudolf Fendt wegen Ehrenkränkung und Ver⸗ läumdung, verübt durch die Presse, Anklage er⸗ hoben. Die incriminixten Artikel sind enthalten in Nr. 10, 11 und 13 des früher bei Schneider in Mannheim erschienenen„Deutschen Wochen- blattes,“ Hofgerichtsadvokat A. Metz J. wird in denselben als„Industrie-Advokat“ bezeichnet, des politischen Meinungswechsels, der politischen Re- clamenmacherei, des Ehrenwortsbruches und Ehe- bruches beschuldigt. Der Angeschuldigte trat den ihm nach Art. 33 des Preßgesetzes zustehenden Beweis der Wahrheit seiner Behauptungen an. Die Großh. Stoatsanwaltschaft, vertreten durch Herrn Staatsanwalt Maurer, fand den Beweis für nicht erbracht und beantragte, den Angeklagten wegen Ueberschreitung der Art. 31 und 32 des Preßgesetzes in eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen und in eine Geldstrafe von 80 Gulden zu ver— urtbeilen. Der Vertheidiger, Herr Hofgerichts⸗ Advokat Emmerling II., fand den Beweis der Wahrheit für geliefert und beantragte, mit Rück⸗ sicht auf die verletzende Form der Artikel auf eine geringe Gefängniß oder Geldstrafe zu erkennen. Die Verkündigung des Urtheils wurde auf Sams- tag den 14. d. anberaumt.
„Friedberg. Der Rayon für die Uebun⸗— gen der großherzoglich hessischen 2.(50.) In- fanteriebrigade vom 23. bis 26. August umfaßt die Gemarkungen der Orte Vilbel, Dortelweil, Klein⸗Karben, Kaichen, Bönstadt, Nieder-Florstadt, Dorn-⸗Assenheim, Dorheim, Friedberg, Ober-Wöll⸗ stadt, Nieder- Wöllstadt, Okarben, Kloppenheim, Massenheim. Zum Civilcommissär für die zur Abschätzung der bei den Truppenübungen ent stehenden Flurbeschädigungen und zur Ermittlung der Vergütungen für die Benutzung des Grund- Eigenthums zu den Truppenlagerungen zu bildenden gemischten Commission für diesen Bezirk ist der groß herzoglich Kreisassessor Haas in Friedderg ernannt und sind von großberzoglichem Kriegs Ministerium Major Kolb und Intendantursekretär Obermann derselben beigegeben. Die Haupt- übungen der Großherzogl. Division vom 27. bis 31. August, sowie die in Gemeinschaft mit den Königlich Preuß. Truppen vom 1. bis 3. Sept. finden namentlich in den Gemarkungen folgender Orte statt: Bruchenbrücken. Nieder-Florstadt, Stammheim, Rodenbach, Enzheim, Düdels heim, Hainchen, Höchst a. d. N., Eichen, Heldenbergen, Büdesheim, Rendel, Dortelweil, Nieder-Erlenbach, Nieder⸗Eschbach, Ober⸗Erlenbach, Rodheim v. d. H., Nieder ⸗Wöllstadt, Kloppenheim, Groß ⸗Karben, Ober⸗Dorfelden, Bergen, Harheim.
genannten Herren.— Die
fallen wird.
Preußen. Berlin. Am Vormittag des 8
ds, wurde in der Domkirche während des Gottes- dienstes auf den Hülfsprediger Henrici ein Pistolen- wodurch der Genannte jedoch
schuß abgefeuert,
nicht verwundet wurde. Der Thäter ist verhastet
— Der König hat sich am 9. b. nach Coblenz wird am 11. d. Mts. in zu
begeben. Derselbe Wiesbaden, am 14. in Homburg, am 21. ir
Die Ab- schätzungs Commission für diesen Mezirk besteht aus dem großherzoglichen Kreisrath v. Zangen, in Vilbel und militärischer Seits aus den schon Grundbesitzer der genannten Gemeinden werden gut thun, das Feld bis zu dieser Zeit so viel als möglich zu räumen, was wohl bei günstiger Witterung nicht schwer
Düsseldorf. Der„D. A.“ meldet vom 7. d.: Gestern wurde das hiesige Dominikaner⸗ kloster von Polizeibeamten umstellt, um einige Herren Patres, die sich, wie verlautet, Vergehen gegen die Sittlichkeit haben zu Schulden kommen lassen, zu verhaften. Zweien derselben soll man habhaft geworden, jedoch vier, auf die man fahndete, sollen entkommen sein.
Wiesbaden. Dahier hat sich ein„Verein zum Schutze gegen schädliches Creditgeben“ mit einer Mitgliederzahl von nahezu 50 den verschie⸗ densten Geschäftsbranchen angehörigen Personen constituirt.
Hamburg. Die„Börsenhalle“ enthält ein Telegramm, wonach das der hamburgischameri⸗ kanischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft Saint Johns angehörende Dampfboot„Germania“ in der Nähe von Cap Race total verunglückt ist. Passagiere und Mannschaft sind gerettet, und letztere bereits auf der Rückreise nach Europa.
Sachsen. Leipzig. Die„Sächsische Zeitung“ bringt einen Briefwechsel zwischen dem König von Preußen und dem Kaiser von Oester⸗ reich vor der Katastrophe von 1866. Der Brief des Ersteren lautet in seiner Hauptstelle:„Wir sind jetzt Beide gerüstet, um einen großen Feld⸗ zug unternehmen zu können. Die Welt glaubt, wir werden uns gegenseitig bekämpfen. Beweisen wir, daß deutsche Fürsten keinen Groll gegenseitig hegen, sondern daß sie nur das Heil des gemein— samen großen Vaterlandes anstreben. Vereinigen wir unsere Streitkräfte und marschiren wir gegen den Erbfeind Deutschlands jenseits des Rheines. Durch diesen Krieg würden wir eine Neugestaltung Deutschlands, dem vorhandenen Drange nach Ein⸗ heit in den deutschen Volksstämmen entsprechend, herbeiführen können, indem Ew. Majestät die füddeutschen Staaten unter Ihrem Scepter ver— einigen, ich dagegen der Herrscher Norddeutschlands und der französischen Rheinprovinzen deutschen Ursprungs werden würde. Wäre dieses Ziel er— reicht, dann wäre Europas Schicksal in unseren Händen.“ Hierauf erfolgte von Wien nachstehende Antwort von Seiten Franz Joseph's:„Als mir Ew. Mojestät den Vorschlag machten, unsere auf den Kriegsfuß gebrachten Streitkräfte zu vereinigen, appellirten Sie an das Ehrgefübl eines deutschen Fürsten und stellten gleichzeitig die Möglichkeit der Annexion der süddeutschen Staaten Seitens Oester⸗ reichs in Aussicht. Als deulscher Fürst muß ich hierauf antworten, daß meine Gefühle und Ge— sinnungen mir verbieten, die Bundesgenossen Oesterreichs, die Beherrscher deutscher Stämme ihrer Fürstenrechte zu berauben.“ Die„Sächsische Zeitung“ bittet die preußische Oßffiziöse um ein Dementi statt des zu befurchtenden Todischwetgens.
Dresden. Aus den v. Burgl'schen Kohlen- schächten im Plauen'schen Grande sind von den Leichen der dort verunglückten Bergleute bis zum 7. d. früh 7 Uhr 131(davon 19 in der Nacht vom 6. auf den 7.) zu Tage gefördert worden, darunter 4, welche bis zur Unkenntlichkeit verstüm⸗ melt waren. Die Arbeiten schreiten rüstig vor- wärts und man hoffte, im Laufe dee Tages die Verbindung zwischen den beiden Schächten her⸗ zustellen.
Eisenach. In der Sitzung des Arbeiter— Congresses vom 7. d. führte gleich die erste Frage der Geschäftsordnung: ob die Mandate vor oder nach der Vorstandswahl geprüft werden sollien, zur Sprengung des Congresses. Die Anhänger Schweitzer's protestirten gegen die Gültigkeit der Abstimmung, sangen die sog. Arbeiter-Marseillaise u. dergl., worauf der Vorsitzende Geib die Ver⸗ sammlung schloß um am folgenden Tage die An⸗ hänger Bebel's und Liebknecht's zur Berathung zu vereinigen. Diese Versammlung des allgemeinen Arbeitercongresses verlief in Ordnung unter Theil⸗ nahme von 362 Delegirten aus 193 Orten. Die Organisationsvorlage wurde zum großen Theile mit geringen Modifikationen angenommen. Die [Schweitzerianer hielten sich fern. Die Berathungen wurden auch am 9. ohne Störung fertgesetzt und
stulfindenden Brigade-Uebungen und cantonirt während
Lorenz Brentano, der badische Dietator 1849, mit Frau und Kindern wieder in ale Lande und zwar in Konstanz.
— Durch die am 5. August eröffnete 0 25
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linie Meckesheim-Jagstfeld ist der kürzest hergestellt, um den Nordwesten Würtembe mit dem Rhein und namentlich die beiden Han⸗ delsstädte Mannheim und Heilbronn mit einander zu verbinden. f
Aus Wertheim wird gemeldet, daß die Gesellschaft der im Bau begriffenen oberhessischen Bahnen enischlossen sei, als Bewerberin für den Bau einer Lohr-Wertheimer Bahn durch das Mainthal aufzutreten.— Oesterreich. Wien. Der Gemeinderath über die Klosterfrage Beschluß gefaßt. Die von der Rechtssektion ausgearbeitete Petition wutht abgelehnt und beschlossen, die Regierung und den Reichsrath um Aufhebung aller Klöster, die nit der Krankenpflege gewidmet sind, zu ersuchen, Die Minderheit wollte die Aufhebung der Klöste ohne irgend eine Ausnahme. Die Mehrheit an wog die Thatsache, daß die„barmherzigen Brüder
Volkes sehr beliebt sind, weil sie unentgeltliche Hülfe in Krankheitsfällen gewähren. Krakau. Zwei Schwestern der Barbarg Ubryk aus Warschau sind hier eingetroffen und sofort gerichtlich vernommen worden, worauf sie die Barbara Übryk im Irrenhause in Begleitung des Untersuchungs-Richters und des Gerichtsarztes besucht baben. Das Erscheinen der beiden Schwestern in der Zelle der Barbara Übrßk in Irrenhause machte auf dieselbe gar keinen Ein⸗ druck. Als ihr der Gerichtsarzt Dr. Blumenstok erklärte, es seien dies ihre Schwestern, meinte ste, dies sei nicht möglich, da ihre Schwestern bereits im Himmelreich wohnen. Dann faselte sie von der Seele ihrer Schwestern und erinnerte sich vieler Jugendgeschichten Später wollte sie die Schwestern nicht mehr empfangen, weil sie über⸗ haupt sehr mürrisch gestimmt war. Die meisten Nonnen im Kloster der barfüßigen Carmeliterinnen, sind bereits gerichtlich vernommen und haben ihre Aussagen beeidet. ihnen den Eid abzulegen. Wwe Frankreich. Paris. Wie aus gut unter- richteter Quelle verlautet, wäre der türkisch⸗ägyptische Conflikt als im Keime erstickt zu betrachten. Alle Mächte hätten beiden Theilen Rathschläge zur Mäßigung ertheilt und der Vicekönig hätte jede Absicht, einen Bruch herbeizuführen, in Abrede gestellt. 605 — Der Pole Berezowski, der im Jahre 1867 auf den Kaiser, Alexander in Paris das Attentat verübte, ist in Neu ⸗Caledonien, wohin er deportirt worden war, an der Schwind sucht gestorben. f g Spanien. Madrid. Es bestätigt sich, daß Forbes von Boston Zusammenkünfte mit Serrano und Prim betreffs des Verkaufs Cuba's an Amerika gehabt habe. Die Unterhandlungen dauern fort.
Friedberg. Für nächsten Sonntag haben sämml⸗ liche Quaruernäger der Stadt Einquartierung hessischet Soldaten zu erwarten. Das großherzogliche 1. Infanterie, Regiment trifft nämlich auf seinem Marsche von Worms nach Gießen an genanntem Tage dahier ein; 6 Compag' nien desselden beziehen in unserer Stadt Quartier, 2 Con pagnien marschiren nach Nauheim. Unser Jäger Badaillo begibt sich ebenfalls Montag den 16. zu den bei Gießen
dieser Zeit in Groß- und Klein Linden. 1
F. Friedberg. Nach deu uns zugekommenen Mi theilungen erfolgt die Cantonirung der Teuppeniheile det Großherzoglichen Diwision während der diesjährigen Herbs übungen im Kreise Friedberg in nachstehender Weise. erhallen:
1) Friedberg: 14. August 1 Brigadestab.— 15. Aug. 1 Regimenls- und 1 Balalllonssiab und 6 Kompaguün Jufanterte.— 20. Aug. 1 Rgiost. Stab der Feldartilleste, 1 Schwadron Reiterei und 1 Reitende Ballerie.— 2. bis 26. Aug. Bgdst. der Jus., 1 Rgsst., 1 Pionir⸗Abthel“ lung, Bodst. der Kavallerie, Stab der Feldart. und 1 Bal — 26. Aug. Divisionsst.
2) Assenheim: 24. bis 26. Aug. 1 Batst., 1 Komp. 1 Rgtost., ½ Schw.— 28. bis 31. Aug. 1½ Komp, ů7e. Schw. l
Kassel und am 25. in Berlin eintreffen.
Ende geführt. Man wäblte Braunschweig zum Vorort. Baden. Seit einigen Tagen befindet sich
J) Vönstadt: 24. bis 26. Aug. 1½ Komp., ½ Schw, — 8. bis 31. Aug./ Komp., 1 1 850 N
und Schwestern“ bei einem großen Theile des
von Wien hat in einer außerordentlichen Sitzung
Der Bischof Galeckt gestal.
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