Ausgabe 
6.3.1869
 
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Hotel zu den drei Schwertern.

Auf vielseitiges Verlangen Mittwoch den 10. März

Großes Concert

à la Strauss, ausgeführt von der Kapelle des k. preuß. 34. Füsilier-Regiments, persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn A. Parlow. Anfang präcit Uhr. Preis der Karten: Einzelbillet 24 kr. an der Kasse 30 kr. Familienkarte für 3 Personen 1 fl., für 4 Personen 1 fl. 12 fr. Familienbillets werden nur bis zum 9. Marz ausgegeben. Zu zahlreichem Besuch ladet ein

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unter

H. J. Simon, Gastwirth Zu den drei Schwertern. dae Rauchen im Saale ist vor Beginn der zweiien Abtheilung des Programms

nicht gestattet. C ne ert

Sonntag den 7. März, Abends 7 Uhr, g N 7 X** in der Hof-Bierbrauerei von J. Burck, ausgeführt von den beliebten Komikern Zenkert aus Offenbach.

ahlresultat und seine natürlichen Folgen.

Friedberg den 3. März 1869.

Es ist unzweifelhaft, daß die Anführer der volksfeindlichen Parthei, aus ein Paar bestehend, die sich das liberale Volk von Neuem als seine Feinde!

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696 Beamten und Advokaten kennzeichnen muß, um Gleiches mit Gleichem zu vergelten, im Champagner Glase ihren Sieg

feiern werden. Der gebildete Theil des Volkes in seinem intelligenten und toleranten Sinn wird aber jetzt nach den Vorgängen seiner Gegner, die theilweise selbst durch materielle Schädigungen vielfacher Art auf abhängige sonst aber liberale Bürger einen gewaltsamen Druck zu üben gesucht und verstanden haben, um so mehr zu seinen Führern und Leitern und allen Gesinnungsgenossen halten, als es dringend geboten erscheint, diese beabsichtigten und theilweise ausgeführten Schädigungen auszugleichen. Dem ruhigen Beobachter der seitherigen Wahlbewegung war es fast nicht zweifelhaft, daß die vorzugsweise im Dunkeln und Geheimen wirkende, von allen öffentlichen, größeren Versammlungen wie z. B in Friedberg, Reichels⸗ heim, Niedermockstadt ꝛc. sich ferne haltende Parthei der Ultramontanen, dann der Anhänger des 3 Regierungs ystems, der Particularisten und der sogenannten Süddeuischen Volkspartheilec, die in der Sprengung des Norddeutschen Bundes das Heil Deutschlands er⸗ blicken, vereint als eine buntscheckige Meuge und Gegner jeden Fortschritte, siegen würden. Die Abstimmung in den einzelnen Orten hat diese Ausfuhrungen bestätigt. Herr Buff in Gießen wird wohl, wenn nicht aus Zweckmäßigkeits⸗Gründen in Darmstadt eder Mainz, gewiß in Rockenberg, Oppershofen und dem vorzugsweise fanatisirten Obermörlen, oder in den Freiherrl. v. Löw'schen Orten Langenhain, Ziegenberg und Steinfurth und möglicheufalls noch in den Orten, wo das Muckerthum in voller Blüthe steht, sein Dankvotum vorzugsweise niederlegen konnen. Sein demnächst abzuerstattender Rechenschaftsbericht nach der Reichstags, wahl wird in diesen Orten willige Zuhörer finden, ob sich zur Anhörung dieses Rechenschafts berichts in den mehr aufgeklärten Orten wie Wohnbach, Melbach, den Karben, Büdesheim, Nie derwöllstadt, Friedberg, Butzbach, Oberroe bach ic. viele Theilnehmer einfinden werden, lassen wir dahin gestellr. Wir wünschen dem Herrn Abgeordneten in Berlin, daß er durch seine rednerische Begabung und seine juristischen Fähigkeiten seinen vielseitigen Wählern mit Erfolg gerecht werde. Die Freunde des Volkes aber mögen durch eine so ehrenhafte Niederiage, und eine solche ist es, indem sich über 6000 nur Gleichgesinnte auf eine Person vereinigten eine Stimmenanzahl, der sich mancher Abgeordnete in Berlin, gegenüber dem vorzugsweise auch durch seine Confession unterlegenen Candidaten, nicht rühmen wird, ermuthigt fühlen, der Sache des Volles auch fernerhin fest zuzustehen. Die Gegner des Volkes mogen sich aber ihren durch so verschiedenartige Motive erzielten Majorität sreuen, dabei aber nicht autzer Acht lassen, daß das Wahlcomits in Friedberg und Butzbach mit seinen Gleichgesinnten, gleich wie bei den früher aufgestellten Candidaten, nur von den edelsten Motiven für die heiligen und unantastbaren Rechte des Volkes bei seinen Vorschlägen ge⸗ leitet wurde, und beherzigen, daß sie hiernach den Frieden des Volkes gestört, die Leidenschaften geweckt und Unheil angerichtet haben. Möchten doch diese Herren bedeuken, daß das gebildete Volk nichts Unrechtes will, als das Ihm neben Steuer und Lasten allein übrig gebliebene Recht, seine Wahl für die Vertretung seiner Juteressen allein zu suchen und zu finden und mochten sie sich für Erfüllung Ihrer Amtspflichten ohne jede Nebenbeschäftigung interessiren.

Anzeige.

678 Meinen geehrten Kunden und Allen an Augenschwäche Leidenden die ergebene Anzeige, daß meine dortige Ankunft den 9. d. M. sein wird und ist meine Wohnung wie früher im Hotel Schott, Friedberg.

Vorhergehende Bestellungen bitte bei der Erpedition oder bei meinem Gastwintb Herrn Schott gefälligst abzugeben.

Wiesbaden im März 1869.

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Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangtlischt Gemtinde.

Sonutag den 7. März 1869. Pfarramiswoche: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittage: Herr Pfarrer Schwabe. Nachmittags: Herr Candiear Heinze. Gottesdienst in der Burgkirche Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmitlags: Herr Candidar Zöckler.

Verantw. Red.: Hermann Schimpf.

Druck und Verlag von Binder nagel er Schimpli.

(Hierzu Unterhaltungs⸗Blatt Nr. 10 und eine Beilage.)

Der Finder wolle denselben bei der Polijzei⸗

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