Es tann nur wirklich preiswürdiges Vieh prämiirt werden.
5 ümer von solchem, denen wegen zu starker Concurrenz eine. Prämie nicht zuerkannt werden konnte, erhalten auf Verlangen, wenn sie 2 Stunden und weiter hergekommen sind, eine Wegentschädigung von 24 Kreuzern für einen Bullen, und von 12 Kreuzern für ein Fohlen, ein Rind, einen Bock oder ein Loos von mehreren Böcken, und ein Schwein oder ein Loos von mehreren Schweinen für jede Stunde Wegentfernung.
Die Musterung des Viehes beginnt Vormittags 8 Uhr.
Alle Bewerber haben Bescheinigungen(auf stempelfreiem Papier) darüder beizubringen, daß das zur Preisbewerbung vorgeführte Thier den in dem pos. 1 bis 6 incl. angegebenen Anforderungen entspricht, wideigenfalls sie bei der Prämiirung nicht berücksichtigt werden konnen. — Die Preisbewerbung ist für alle Kreise der Provinz Oberhessen frei und an keinen Bezirk gebunden.—
Thiere, welche bei einer früheren Preis vertheilung bereits einen Preis erhalten haben, konnen auf einen weiteren Preis nicht mehr Anspruch machen.—
Sämmtliches vergeführte Rindvieh wird durch die betreffenden Experten in 3 Abtheilungen aufgestellt werden, diese sind:
1. Schweizer, Englische und größere Niederungsschläge, II. Vogelsberger Vieh und III. Kreuzungsvieh.— Die einer Abtheilung angehörigen Thiere concurriren unter sich
Mittel auf die einzelnen Abtheilungen je nach dem Ma 7. e preis würdigen Thiere 1 211 en; ein erster Preis aber soll in jede Abtheilung fallen, fal ern ein wirklich preis würdiges Thier in derselben vorgeführt ist; die Abthei in die die Glocke mit Halsband entfällt, wird bei der Vertheflung Preise zuerst vorgeführt. 5 1 naunt, und zwar drei für Prämiirung von Fohlen, Schafböcken und Schweinen, drei für die von Bullen und drei für die von Rindern.
In der Regel sollen zu Prämien für Fohlen, Schafböcke und Schweine 150 fl., für Bullen 150 fl. und fär Rinder 200 fl. ver wendet werden; Ausnahmen hiervon sind den Experten nach dem Maße der Beschickung der einzelnen Abtheilungen gestattet, und Ueber⸗ schüsse aus einer Kategorie konnen in die andere übertragen werden.
Indem der Unterzeichnete Vorstehendes zur öffentlichen Keuntniß bringt, ladet er zugleich die Vereinsmitglieder, sowie alle Freunde der Landwirthschaft zu zahlreicher Theulnahme an dieser Preisverteilung ein. Wesentlich könnte das Interesse an derselben erhöht werden, wenn, unabhängig von der Preisvertheilung, schönes Vieh und in⸗ teressante Gegenstände der landwirthschafilichen Industrie zur Ansicht ausgestellt würden.—
Laubach am 16. Juli 1869.
Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen 8
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um Prämien, und es bleibt den Experten überlassen, die vorräthigen
Otto, Graf zu Solms-Laubach.
r e nee
Der seitherige Nachtwächter im hiesigen Bahnhöfe, Georg Kohlmeyer aus Fauerbach b. Fr., bot am 28. v. M. im hiesigen Pfandhause ein Stück leinen Tuch zum Versatze an, bezüglich dessen ihm dort mitgetheilt wurde, daß es gestohlen sei. Da Kohlmeyer das Tuch wieder mitnahm und schon eine Viertelstunde darauf, nach— dem die Polizei eingeschritten war, nicht mehr im Besitze desselben zu sein behauptete, wurde gegen ihn eine Untersuchung eingeleitet und seine Verhaftung verfügt.
Kohlmeper gibt vor, das Tuch am 27. v. Mts., Abends, auf dem Bahnhofe von einer unbekannten Frau unter dem Auftrage der Versetzung erhalten und es dieser am anderen Morgen sofort nach der Rückkehr aus dem Pfandhause wieder zurückgegeben zu haben. Die Frau soll der hiesigen Gegend angehören, oͤfters die hiesigen Wochenmärkte besuchen(ob als Käuferin, oder Verkäuferin läßt der
A u. ff o eder u h g.
Augeschuldigte dahin gestellt sein), sie soll gut gekleidet daher gehen und am 28. v Mis. von hier nach Bonames— woher sie Abends habe zurückkehren wollen, aber nicht zurückgekehrt sei— abgereist sein. Da im Interesse der Vertheidigung die Wahl der Mittel, durch welche die Wahrheit an den Tag gebracht werden kann, nicht allein nach dem mehr oder minder zweifelhaften Erfolg zu vestimmen ist, so wird hiermit an Alle, welche über das fragliche Verhältniß, nament⸗ lich auch über die angerufene Unbekannte, Mittheilungen zu machen im Stande sein könnten, die Aufforderung erlassen, dem unterzeichneten Gerichte unverzüglich das Betreffende zur Anzeige zu bringen. Friedberg am 4. August 1869.. Großherzogliches Landgericht Friedberg Rei tz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts Assessor.
Die Experten werden vom Ausschuß des Provinzial⸗Vereins er⸗ 1
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Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 33 enthält(Schluß):
III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Nachtrag zu den Statuten der Hessischen Ludwigs⸗Eisenbahn⸗Gesellschaft betr.
IV. Bekannimachung Großh. Ministeriums der Justiz, die Bestellung von Rheinschifffahrtsgerichten betr.
V. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Be⸗ stätigung einer Süftung betr. S. K. H. der Großherzog haben am 25. Juni l. J. die von den Erben des Marcus Reinach zu Mainz zu Gunsten anderer Israeliten in Mainz errichtete Stiftung zu bestätigen geruht und wird diese Stifung zum ehrenden Andenken der Stifter hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht
VI. Oeffeniliche kennung einer edlen That. Am 12. Juni d. J. Nachmittags fünf Uhr spielten am Ufer des Rheins bei Weisenau mehrere kleine Kinder, wobei eines derselben, der 3⅝ Jahre alte Sobn des zu Weisenau wohnenden Maurers Rappinger in den Rhein fiel und von der an dieser Stelle sehr starken Strömung fortgerissen wurde. Auf das von den übrigen Kindern erhobene Ge⸗ schrei eilte der Schiffer Michael Anstat: I. aus Weisenau, welcher etwa 300 Schritte von dem Orte, wo das Unglück geschehen war, zufällig an dem Rhein stand, herbei, waif sich, als er das von Zeit zu Zeit wieder auftauchende Kind erblickte, in vollem Anzug in den an dieser Stelle sehr nesen und reißenden Strom und gelang es ihm in einer Euifernung von etwa 30 Fuß vom Ufer den Knaben welcher bereiis von den Umtehenden, da er nicht mehr auftauchte, für verloren gehalten wurde, glücklich zu er⸗ fassen und lebend wieder an das Land zu keingen.— In Folge Allerhöchster Egischließung S,. K. H. des Groß herzogs wird biese menscheufreundliche, mit Muih und eigner L'bensgefahr ausgeführte That des Michael Anstatt J., neben er'olgter Bewilligung einer Geldprämie, hiermit zu: öffentlichen Keuntniß gebracht.*
VII. Eitheilung von Erfindungspatenten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. Juli dem Hamnierbesitzet Jacob Kurtz zu Nippberg ein Erfin⸗ dungepalent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuierle Junerschneibmaschine,— am 9. Juli dem Ingenieur W. Lehmann zu Nürnberg ein Eifindungs
försterel Hoch-Weisel,— sowie am 13. Juli den Schul⸗ lehrer an der evangelischen Schule zu Wellsaasen Reuter, unter Belassung in seiner Eigenschast als Volksschullehrer, zum Lehrer an der Realschule zu Worms,— dann an
schulden⸗Tilgungskasse, Balthasar Best, zum zweiten Mini: sterial⸗Buchbalter bei dem Ministerium der Finanzen,— und den Hauptzollamts⸗Assistenten 1. Klasse, Kleyer zu Offenbach zum Niederlage-Verwalter bei dem Hauptzoll⸗ amte Mainz zu ernennen.
IX. Dienstenilassungen. S. K. H. der Großherzog
haben allergnädigst geruht: am 9. Juli den evangelischen Pfarrer zu Rumpenheim Weinrich auf sein Nachsuchen von der Pfarrstelle zu Rumpenheim zu enihebenz— am 13. Juli den Zollaufseher Weber zu Offenbach auf sein Nachsuchen seines Dienstes zu entlassen. X. Versetzung in den Ruhestand. S. K. H. der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 10. Juli den Oberförster der Oberfölsterei Babenhausen, Borkhausen, in den Ruhestand zu versetzen.
XI. Concurtenz für: die evang., Pfarrstelle zu Pfung⸗ stadt, im Dekanaie Eberstadt, mit einem jährlichen Gehalt von 1900 fl. nebst freier Wohnung und Bezug der Acci⸗ tenzien im Werthanschlag von, 80 fl.
XII. Gestorben: am 6. Juli der pensionirte Professor Helm zu Bensheim.
— Aus den von Seiten des Kriegsministeriums an die 2. Kammer dae ea betreffe Vornahme neuer Bauten U. Vikänderungen an Mili⸗ tärgebäuden ist zu entnehmen, daß zur Garnisonirung
circa 24,000 fl. erforderlich sind, abgesehen von den Verwilligungen des dortigen Gemeindevor⸗ standes im Betrag von circa 45,000 fl. und kostenfreier Abtretung des nöthigen Geländes. Die Herstellung des Zeughauses in der Burg zu Friedberg beläuft sich auf circa 3000 fl. Für Herstellungen im Garnisonslazarethe zu Offenbach sind 1440 fl, für Babenhausen 2000 fl. und für
Paten auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Luft xpausions Maschine, beiden auf Nachsuchen und un er dem ausdrücklichen Vorbehalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Auwendung bereits früher bekannter Theile der Erfindung gehindert werden soll, dem ersten während der nächten dlei dem letzten während den nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen. VIII. Diensinachrichten.
ens S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Juli den Forstaccessisten Ditimar aus Lampertheim zum Oberförster der Ober—
Butzbach 350 fl. vorgesehen. Außerdem werden für Herstellung eines Desinfektions- und Trocken- apparates im hiesigen Garnisonslazareth 1200 fl. nöthig sein. Diese sämmtlichen Ausgaben ist das Kriegsministerium jedoch verpflichtet, aus der ihm verwilligten Pauschsumme zu bestreiten.“
Gießen. Dr. theol. Dillmann hat den
demselben Tage den Calculator 1. Klasse bei der Staais⸗ g
von drei Schwadronen Reiterei in Babenhausen
Preußen. Berlin. Die„Nordd. Allg. Zig.“ sieht in der in diesem Jahre eingegangenen erheblihen Mehreinnahme an Stempelgebühren egen das Vorjahr einen neuen Beweis für die Berechtigung der Hoffnung auf eine Verringerung des Defizits. Sie fügt jedoch hinzu, daß an eint völlige Beseitigung deffelben keineswegs zu denken ist. Sachsen. Dresden. In den Kohlen⸗ gruben des Frhrn. v. Burgk im Plauen'schen Grunde hat sich am 2. d. in Folge von Ent zündung sog.„böser Wetter“ ein großes Unglück ereignet. Gegen 400 Bergleute waren in dem Schachte eingeschlossen. Nachmittags wurden steben Leichen zu Tage gefördert. Weitere Nachrichten über diesen schrecklichen Unglücksfall melden, daß im Ganzen 321 Bergleute eingefahren waren. Man glaubt, daß alle getödtet sind. Bis zum 3. d. waren etwa 20 Leichen herausgeschafft. Würtemberg. ö Rottenburg gewählte Professor Dr. Hefele in Tübingen wird sich im Laufe dieser Woche nach München begeben, da der päpstliche Nuntius, Msgr. Meglia von Rom, mit der Vornahme des Informationsprozesses beauftragt worden ist, was eine baldige Erledigung unserer Bischofsangelegen⸗ heit in Aussicht stellt. 9 1 b Baden. Heidelberg. Die Regierung hat als Staatsunterstützung zu den Kosten det Juristentages 3000 fl. be willig. Oesterreich. In Prag und Lemberg ir culiren Petitionen um Auswelsung der Jesulten.
reichen Protektion des Cardinals und Fürsten Schwarzenberg, und in Galizien haben ste an der hohen Aristokratie, besonders dem weiblichen Theile derselben, eine mächtige Stütze. 1
Wien. Die ministerielle„Presse“ meldet: „Die diesmalige Session der beiden Delegationen wird sehr lebhaft werden; es droht ein Conflikt zwischen beiden Vertretungskörpern, da die Ungarn einen 30 prozentigen Antheil an der Einkommen, steuer des Triester Lloyd fordern. Dann steht
Fakultät zu Berlin nun definitiv angenommen.
Ruf an Hengstenberg's Stelle in die thevlogische
auch eine partielle Ministerkrists in Aussicht, weil
Der zum Bischof von
Die Lopoliten erfreuen sich sedoch der einfluß⸗ 5
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