Einzelbild herunterladen

1

vom 10. December:Die Pacification der Insel ist als vollendet anzusehen. Die wenigen Insur⸗ genten und griechischen Freiwilligen, welche sich noch nicht unterworfen haben, mußten sich auf die höchsten Gipfel der Berge flüchten, wo sie von Hunger und Kälte aufgerieben werden, denn der Winter herrscht auf Kandia bereits mit großer Strenge, und die Berge sind mit Schnee bedeckt.

Nußland. Petersburg. DasJournal de St. Petersbourg wünscht, daß Griechenland zur Conferenz zugelassen werde, um das Anseben der griechischen Regierung gegenüber der erregten Bevölkerung zu erhöhen. Dasselbe Blatt drückt die Hoffnung aus, Griechenland werde Mäßigung zeigen und anderseits auch die Türkei das Ulti matum oder die für die griechische Regierung ver letzenden Punkte desselben vor Beginn der Con- ferenz zurückziehen.

Als Beweis freundschaftlicher Beziehungen zwischen Rußland und Italien wird die Erthei lung eines der höchsten russischen Orden an den

Grasen Menabrea, Minister-Prasidenten des florentinischen Cabinets, aufgefaßt. Amerika. Der Winter hat hier endlich

in aller Form Einzug gehalten; sämmtliche Canäle, viele Häfen und schiffbare Flüsse sind geschlossen; namentlich im Nordwesten ist die Kälte sehr in tensiv; der Mississippi und Missouri nebst ihren Nebenflüssen sind von einem Ufer zum andern zugefroren.

In Cuba hatten die Insurgenten gute Fortschritte gemacht. Sie hatten die große Stadt Olgin eingenommen und belagerten sämmtliche Städte der östlichen Inselhälfte. Die provisorische Regierung hatte sich in Raydmo etablirt.

In Lima drohte einmal wieder eine Revolution auszubrechen; an der Spitze derselben stand der Vicepräsident, und die Regierung war von der Verschwörung unterrichtet. Präsident Volta hatte erklärt, daß er den ersten eingefangenen Verschwörer sofort erschießen lassen wolle.

Asien.

endlich die Thür gewalisam geöffnet wurde.

mordversuch gewesen sein soll, zahlten die

menses beginnen. Wir verweisen auch an dieser Stelle auf die bezügliche Ankündigung im Inserateniheile der heuligen Nummer.

* Friedberg. Mit dem neuen Jahre sind die Re kruten zu ihren Regimentern eingetreten. Dieselben wur den in den verschiedenen Garnisonsorten des Landes den betreffenden Corps zugelheilt und mit der Eisenbahn an den Ort ihcer Bestimmung befördert.

Frankfurt. In der verfloss enen Neujahrsnacht er⸗ eigneie sich ein sehr beklagenswerihes Unglück, indem ein fünfjähriger Knabe um Mitternacht aus dem vierten Stock auf die Straße fiel und augenblicklich tobt war. Die Eltern halten sich nach Sachsenhausen begeben und das Kind, von dem sie glaubten, es werde fortschlafen, allein gelassen. Als Mittecnacht herankam und der Lärm das Kind weckte, machte es das Fenster auf, um auf die Straße zu seben, und hürzte herab

Offenbach. Am Sylvestexabend starb dahier Hert J. Pirazziu sen., eine auch in weiteren Kreisen bekannte und allgemein geachsete Perfönlichkeit.

Offenbach. Als des Mordes des am Chnistabend bei Rumpenbheim erschlogenen Poriefeuille Arbeiters Boos verdächtig ist ein Schreinergeselle von dort in Haft ge⸗ nommen worden. Der Verhaftete stand früher bei dem Vater des Erschlagenen hier in Arbeit und wurde in Folge eines Woriwechsels und Abzugs wegen verdorbener Arbeit seiner Zeit ent eassen. Er scheint also seine Rache auf den Sohn feines ehemaligen Meisters übertragen zu haben

Darmstadt. Hiesige Blälter berichten von einem Vergiftunge versuche, welcher einen mehr komischen als tragischen Ausgang genommen. Vor Kurzem, so erzählt dieHess. Lozig., kam ein fremder Herr in Begleitung einer Dame in eine hiesige Apotheke, stellte sich als Pholo graphen vor und verlangte eine Quantität gelöstes Cyenkali. Der betreffende Provisor, welcher alsbald Unrath witterte, gab staul ees Verlangten eine Dosis Brechweinstein. Tas Pärchen enisernie sich und trank im Gasthof, wo sie die Thüre von innen verschlossen und den Schlüssel zum Fenster binausgeworfen haben, den Giftbecher. Bald stellten sich die Wirkungen in doppelter, wenn auch nicht erwünschter Weise ein. Das Bedienungszpersonal, durch das Gestöhn ausmerksam geworden, wollte zu Hülse eilen, was dei der verschlossenen Thüre nicht möglich war, bis Hier fand man die Lebensmüden in einer jammervollen Versassung,

hoch und theuer, daß dies ihr erster und letzter Selbst respektable Zeche und verließen mit einem der nächsten Babnzüge die

Säle, welche sie viel Geld und Schmerzen gekostet. Darmstadt. Die auch vomAnzeiger gebrachte

In der Nähe von Smyrna fand] Nachricht, daß dei der Taufe des jungen Prinzen Herzog

am 21. Decbr. ein unglücklicher Zusammenstoß] Ernst von Gotha zugegen gewesen sei, bedarf der Verich

zwischen zwei ägyptischen Dampfern statt. Der eine derselben, ein Postdampfer, ging mit Mann- schaft und 220 Passagieren zu Grunde.

Australien Die Maoris auf Neuseeland verübten schreckliche Grausamkeiten und ermordeten fünfzig europäische Familien.

Friedberg. Am Morgen des 2. Januar wurde auf det Nain⸗Weserbahn zwischen den Stationen Nauheim und Butzbach, in der Nähe des Wegüdergangs nach Stein⸗ furt, der Leichnam eines fremden Mannes gesunden. Die näheren Umstände berechtigen zu der Annahme, deß der, wie es heißt, aus Waldmichelbach Gebürtige den Tod gesucht. N

» Friedberg. Die in diesem Blatte jüngß an⸗ gekündigten Vorlesungen werden nächsten Donnerstag den 7. d., Abends 8 Uhr, mit einem Vortrage des Herrn

Professor Dr. Köhler über die Propheten des alten Testa⸗

lülgung. da derselbe weder anwesend noch Pathe war.

Darmstadt. In biesigen Blättern ist eine Reihe von Vorlesungen angekündigt, welche zum Besten der durch die finnländische Hungerenoth zu Waisen gewordenen Kinder durch die Herren Pfarrer Schlosser, Seminarlehrer Stamm, Dr. Rieger, Piarter Dr. Krätzinger, Professor Dr. Gaß, Prosessor Dr. Schwabe und Professor Dr. Köhler an den Diennagen der nächsten Wochen gehalten werden sollen

Heidelberg.Wie der liebe Gott heut zu Tage Wunder machte ist der Titel einer eben so einfach als er greifend geschriebenen Erzählung im Kalender des Lahrer Hinkenden Boten, in welcher das Schicksal einer Bahnwarts-Familie geschildert wird. Die Wirkung auf die zahlreichen Leser des Kalenders ist eine so außer ordentliche, daß von allen Seiten Beisteuern für die in der Nähe von Heidelberg lebende Bahnwartswiltwe mit ihren 7 Kindern eingehen. Wie wir vernehmen, hat der Verleger den Erzähler der Geschichte benachrichtigt, daß er der Wit ewe zu Weihnachten als erstes Geschenk 1200 fl. übergeben könne.

Aus dem Breisgau. Statt einer mit ber vorge⸗ schritanen Jahreszeit halrwegs vereinbarten Witterung, haben wir seit circa 8 Tagen zunehmenden Sturm, ber sich am Weihnachtsfeste derart steigerte, daß viele Bäume eniwurzelt und sonstige Zerstörungen durch ihn veranlaßt wurden. Ju der Nähe von Gülenbach, an der sogenannten hohlen Tanne, entwurzelte derselbe gestern Abend einen schweren Stamm und warf ihn mit solcher Heftigkeit auf den gerade die Höhlung passirenden Postwagen, daß der Wagen gänzlich zertrümmert und Conducleur und Postillon verwundet wurden.

Schweiz. Als Curiosum erhält derBund folgende lelegraphische Nachricht:Auf offener Terrasse vor dem ⸗Holel du Parc zu Lugano sitzen wie zur Sommerzeit die fremden Gäste, gemüthlich der Zeitungslettüre sich widmend. Zwei Engländer haben sich auf dem Rasen ge⸗ lagert und beschässigen sich mit Malen und Lesen; die Damen promenireu unier dem Schutz ihrkr Sonnenspirme.

% Ratlserliche Pietät. Zu der Sammlung, welche veranstaltet ist, um dem Erzherzog Ferdinand Max, dem unglücklichen Kaiser von Mexiko, in Triest ein Denk⸗ mal zu errichten, hat auch der Schöpfer des mixikanischen Drama's, Napoleon, einen Beitrag von 3000 Francs gezeichnet. 8

Verloosungen.

Darmstadt, 2. Januar. In der heute begonnenen Ziehung der Großherzoglichen 50 fl.-Loose wurden solgende Nummern gezogen: Nr. 25,896 und 111.271 je 1000 fl. Nr. 37 927, 50,457, 56,274 98.618, 111,296, 112.770, 122.873, 126,528 je 400 fl. Karlsruhe, 30. Dec. Bei der heute stattgefundenen 92. Gewinnzievung der badischen 35 fl. Loose erbielien nachstchenee Nummern je 1000 fl.: Nr. 3084. 88.837 110,508, 114.977, 211,988, 265,119, 37172 5, 393,276, 393 298. b f W Wien, 2. Januar. Bei der heuligen Ziehung der österreichischen 250 ⸗fl.⸗Loose von 1854 fiel der Hauptireffer mu 200,000 fl. auf Serie 3026 Nr. 47, der zweite Tresser mit 40,000 fl. auf Serie 1232 Nr. 75, der drilte Treffer mit 20,000 fl. auf Serie 519 Nr. 14. Auf Serie 519 Nr. 16 und Serie 1232 Nr. 41 fielen je 5000 fl. Außerdem wurden folgende Serien gezogen: 497 992 1186 1739 1750 1798 2295 2347 25792071 3502 3523

f;* rsassung, 3570 und 4067. doch froh darüber noch am Leben zu sein, verhießen sie

Brüssel.(100 ⸗Fr.-Loose von 1853.) Bei der am 31. Dezember staltgefundenen Gewinnziehung wurden fol⸗ gende Nummern mit deu beigesetzten Gewinnen gezogen: auf Nr. 57141 25,000 Fr.; auf Ne. 15971 10,000 Fr.; auf Nr. 2534 15995 16519 16796 17664 19222 53478 35058 55403 und 69210 je 900 Fr. Die Zahlung erfolgt am 31. März. i 7

Theater in Friedberg. (Eingesandt.)

Allen Kunst⸗ und Thealerfreunden zur Nachricht, daß uns in dieser Woche ein bedeutender Kunsigenuß bevor⸗ steht. Minwoch den 6. Januar findet das Benesiz unseres beliebten Komikers Herrn Car! Stotz statt, wobei ihn sein Bruder, Herr Otto Stotz vom Stadttheater zu Frankfurt, unterstützen wird. Die Wahl der Stücke ist folgende: Die Sucht nach Abenteuern, Posse mit Gesang in 3 Akten von Nestroy, ferner: Spandau und Amertka, oder seine Dritte, Vaudeville von E. Pohl, sowie auf Ver⸗ langen die Wiederholung der lebenden Bilder: Die drei Musikanten. Welche Stellung Herr O. Stotz seit 16 Jahren in Frankfurt einnimmt und welcher allgemeinen Beliebtheit er sich erfreut, dürfte wohl jedem Theater⸗ freunde bekannt sein. Sicher wird diese Benefiz⸗Vorstellung eine hoͤchst interessante und zwerchfellerschütternde werden und wir können unserem Benefizianten mit Gewißheit ein überfülltes Haus versprechen.

Mehrere Theaterfreunde.

Bekannt

ma chung.

Die Hebregister über die directen Steuern für 1869 liegen bei den betreffenden Groß herzoglichen Bürgermeistereien gesetzlich offen, solche sind jedoch nur für die ersten 6 Monate executorisch erklärt, daher Steuer und Einkommensteuer nur fürs halbe Jahr vorausbezahlt

werden können.

Die Erhebung der Hundesteuer erfolgt im Monat Februar 1869 Die Befugnisse des Großberzoglichen Finanzaccessisten Hunsinger für die Diensthandlungen der Districis⸗Einnehmerei Friedberg Nr, 90 de 1868 des Anzeigers für Oberhessen bleibt in bisheriger Weise fortbestehen und eben so bleiben die Zahltage auf Dienstag und Donnerstag in jeder Woche festgesetzt und beginnt das Mihn verfahren jeden Monat vom 15. ab. Großherzogliche Districts-Einnehmerei Friedberg

Bekanntmachung. 9 Die abgehaltene Polzversteigerung vom 14. u. 5. Dez. 1868 im Nleder⸗Welseler Gemeindewald hat die Geneymigung erhalten und ist der erste Fahrtag auf Mitwoch den 6. Januar 1869 beftimmt worden.

Nieder⸗Weisei den 2. Januar 1869. Großherzogliche 1 Nieder⸗Weisel te ute.

Palmkuchen oder Palmmehl.

3177 Von den landwirthschaftl. Vereinen anerkanntes,

zur Fütterung, statt Oelkuchen, ergiebigeres Muücherzeug⸗

niß, hält stets frisches Lager duckt von der Mußle A. Stahl Witwe.

14

Bekanntmachung. 15 Die am 30. Dezember v. J. im Ober Rosbacher Gemeindewald abgebaltene Holzversteigerung ist geneh migt, sowohl das Beennholz ale auch das verkaufte Stammholz. Der erste Fahrtag ist auf den 7. d. M. bestimmt. Ober Rosbach am 2. Januar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach

Feinsten Vorschuß

Bekanntmachung.

3094 Nach mißlungenem Güteversuch ist über das Vermögen des Zimmermeisters Wilhelm Habn in Kiltanffädten der sönmnliche Corkurs erkannt worden. Es werden deßbalb sämmtliche Gläubiger des Genannten aufgefordert, ibre Ansprüche den 12. Januar k. J., Vormittags 9 Uhr, det unterzeichneter Gerichtastelle Schloßstraße Nr. 28 mit dem erforderlichen Beweis versehen, anzumelden und zu begründen Die Ausbieibenden werden von der Masse ausgeschlossen und mangelhafte Anmeldungen zurückgewiesen 1 Das Praklufid Dekret wird nur durch Anschlag im Gerichtelokal puditeirt. Panau am 10. December 1868. Königliches Amts Gericht Abtheilung II. C fer. dt Stoerckel, K.-A.

Bekanntmachung.

3215 Ber der Gemglude⸗ Einnehmerel Assenbeim ist der Zabltag euf Dienstag in seder Wocde fest gesetzt und werden an diesem Tage Vormittags von 8 bis 12 Uhr, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, Zahlungen angenommen und effectulrt. Außfer diesem Tage ist auf die Anwesenbeit des Gemeindeeinnebmers mit Beffimmtbeit nicht zu rechner. Assenbelm den 29. Dezember 1808.