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ügenlungerant

t) das Großherzogthum Sachsen, 9) das Her jogthum Sachsen- Meiningen, 10) das Herzog- bum Sachsen-Coburg Gotha, 11) das Fürsten- bum Reuß ältere Linie, 12) das Fürstenthum Reuß jüngere Linie, 13) das Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt, 14) das Fürstenthum Schwarzburg⸗Sondersbausen, 15) das Fürsten⸗ bum Lippe, 16) das Fürstenthum Schaumburg⸗ eippe, 17) die freie Stadt Lübeck, 18) die freie Stadt Bremen und 19) die freie Stadt Hamburg. Die Postgerechtsame mit allem Zubehör an be- veglichem und unbeweglichem Eigenthum der visherigen fürstlichen Postverwaltung, namentlich nit den Postgebäuden und Postgrundstücken, mit den Inventarien der fürstlichen Posten, den Post vagen, Post⸗Eisenbahnwagen, Matertalien, Vor- zäthen u. s. w. sollen in Eigenthum und Genuß preußens übergehen, ebenso die Bibliothek, die Rartensammlung und die Acten der fürstlichen Heneral-⸗Direction. Dagegen übernimmt Preußen alle Lasten urd Ausgaben, welche bisher der fürstlichen Verwaltung zufielen, und tritt in die zon der letzteren abgeschlossenen Verträge mit Regierungen, Eisenbahn-Verwaltungen und Privat-

Personen ein. Die Uebernahme des Besitzes And Betriebes durch Preußen soll am 1. Juli 1867 erfolgen. Die Beamten der fürstlichen Post-Ver⸗

waltung werden mit Gehalt und ihren Ansprüchen zn den preußischen Dienst übernommen oder, wo dies nicht thunlich ist, angemessen penstionirt. Als Aequivalent für die abgetretenen Gerechts- same und Vermögensstücke zahlt Preußen an den Fürsten ein Pauschquantum von drei Millionen Thaler. Die Zahlung soll unmittelbar nach er- jolgter Uebergabe, die Ratification des Vertrages in möglichst kürzester Zeit ersolgen.

Die Handels- und Finanzeommission des Abgeordnetenhauses genehmigte das Gesetz und den Vertrag bezüglich des Kaufes des Taxischen Postrechts.

Einem Teletzramm desFrankf. Journ. zufolge steht die Einbringung eines Antrages bevor, die Frankfurter Contribution als Anleihe von 6 Millionen Gulden auf die allgemeine Staateschuld zu übernehmen. Dasselbe Blatt verichtet ferner: Laut dem Vertrage mit dem Fürsten Taxis beschränkt sich die Uebertragung der Postgebäude in Frankfurt auf das sog. Rothe Haus mit Ausschluß der Bestandtheile, welche zum fürstlichen Palais und demWeiden⸗ hof gehören. Die Uebernahme der Verwaltungs- kosten Seitens Preußen erfolgt am 1. Juli.

Zum norddeutschen Bundeskanzler soll nicht Graf Bismarck, sondern Herr v. Savigny ernannt werden. Derselbe wird an der Spitze der Vertretung der Bundesregierungen im Par lamente stehen, welche sich ans den Deligirten der Bundesfürsten zusammensetzt. Vorläufig hat Herr v. Savigny bereits die Leitung aller auf das Parlament bezüglichen Einrichtungen über- nommen.

DerHildesh. Ztg. wird geschrieben: Die Beurlaubung des Herrn v. Manteuffel ist das Ereigniß des Tages; als Grund des Ent lassungsgesuches, welches der General wiederholt eingereicht haben soll, wird allgemein seine Nicht aufnahme in das Dotationsgesetz angegeben. Wie dem auch sei, Niemand bedauert dae Ausscheiden Manteuffel's, denn er gehört zu den unpopulärsten Männern Preußens, und zwar ist er in der Armee eben so unbeliebt, wie außerhalb derselben. Der Einfluß, welchen er früher durch seine Stellung im Militär-Cabinet geübt, und die Art und Weise seiner Kriegsführung am Main haben ihm in militärischen Kreisen wenig Freunde gemacht; sein Duell mit Twesten, seine bekannte absolutistische Gesinnung, sein Verfahren in Frankfurt a. M. das Alles hat eine ihm feindliche Stimmung im Volke erregt.

Frankreich. Die Nachricht, daß die Er öffnung der Pariser Ausstellung nicht am 1. April stattfinden werde, sondern verschoben worden sei, wird widerrufen.

J Nauheim. Seit einigen Tagen sind die Arbeiten am feuen Badehaus dahier wieder aufgenommen worden und dürfen wir hoffen, dasselbe noch im Laufe der nächsten Saison dem Gebrauche des Publikums übergeben zu sehen. Sachverständige loben die im Allgemeinen zweckmäßige und comfortable Einrichtung, die in jeder Beziehung den Ansprüchen des Publikums genügen dürften. Die Ober⸗ leitung über den Bau ist nunmehr dem Kreisbauamt in Friedberg übertragen worden, unter welchem der bisherige Assistent, Baueleve Malkomes, fungirt. Für die am Bau beschäftigten Handwerker und sonstigen Geschäftsleute ist die Nähe der leitenden Oberbehörde in gar mancher Beziehung angenehm.

Allgemeine Klagen hört man hier über die Verzoͤgerung der Auszahlung der Forderungen, welche die am Badehaus⸗ bau beschäftigten Handwerker an die preußische Regierung stellen. Bekanntlich fällt der Letzteren der noch rückständige Antheil der Baukosten bis zum 12. September 1866 zu, welcher so bedeutend ist man spricht von circa 12.000 RNthlr. daß sein Nichtbesitz für die davon Be⸗ treffenen in vieler Beziehung höchst nachtheilig ist und schwer empfunden wird.

Es sollen angeblich die nöthigen Gelder bertits bei der Renterei in Windecken bereit liegen, bis jetzt aber keine Anweisung zur Auszahlung ersolgt sein. Die betreffenden Rechnungen sind zwar seit mehreren Wochen an die Ober⸗ baubehörde nach Cassel abgeschickt worden und wären nach erfolgter Revision nur anzuweisen. Wir hoffen, daß sie nicht etwa in einem gewissen Büreau überwintern. Vielleicht wäre es geboten, um die Sache endlich einmal zum Abschluß zu bringen, Schritte bei Herrn Oderfinanzrath Led derhose oder direkt bei dem Herrn Administrator v. Möller zu thun. Beide Herren haben sich zudem der Sache, auf Anregung einer Deputation der hiesigen Handwerker, schon früher in wohlwollendster Weise ange⸗ nommen und wären auf diesem Wegen wohl Abschlags⸗ zahlungen zu erzielen, wenn der Auszahlung der ganzen Summe noch ein Hinder niß im Weße siebt. Es kaun doch wohl kaum in der Absicht der Oberhörden liegen, die Handwerker den durch die politischen Verhältnisse ge⸗ botenen Aufenthalt materiell fühlen zu lassen.

Pariser allgemeine Ausstellung. Nach der von der Kaiserlich Französischen Ausstellungs-Commission fest⸗ gesetzten Vertheilung der Mitglieder der internationalen Jury aus den betheiligten Staaten hat das Großherzog⸗ hum Hessen 3 Jury⸗Mitglieder zu ernennen und zwar

für die Klasse 14, 48 und 50. In Folge hiervon hat Großherzogliches Ministerium des Innern als diesseitige

Jury⸗Mitglieder ernannt: 1) Für die Klasse 14(Luxus möbel) den Herrn Möbelfabrikanten W. Knußmann in Mainz; 2) für bie Kl. 46(Leber) den Gr. Commerzienrath Herrn Fink; 3) für die Klasse 50(Materlal und Ver⸗ fahren in den Ackerbau-Werkstätten und bei der Bereitung der Nahrungsmittel) den Großh. General-Sekretär der lanbwirthschaftlichen Vereine, Herrn Dr. Krämer in Darm⸗ stadbt. Die Eingangspreise für die Pariser Ausstellung sind nun bestimmt worden. Für den Eröffnungstag 20 Fr., für die erste Woche 5 Fr., später 1 Fr. für's Gebäude, Fr. für den Garten. Das Abonnement lostet für Herren 100 Fr., für Damen 60 Fr., dabei muß aber eine Photographie des Inhabers bei der Admini⸗

stration deponirt und eine andere der Eintrittskarte an⸗

geheftet werden. Diese Abonnemetskerten finden so starken Absatz, daß schon in den ersten Tagen ein Zehntel der 5000 Karten, welche gleichzeitig Zutrut zu der Eröffnungs⸗ feierlichkeit gewähren, abgesetzt wurden.

3 Das großar tigste Etablissement inder Welt bilden übereinstimmenden Behauptungen zufolge die Krnpp'schen Stahlwerke zu Essen. Wer sich einen Be⸗ griff von ihrem Umfange machen will, möge die nach⸗ folgenden thatsächlichen Umstände berücksichtigen. Das ganze Etablissement umfaßt einen Flächenraum von un⸗ gefähr 475 Morgen und enthält Schienenwege in einer Gesammtlänge von beinahe 2⅝ Meilen, auf welchen 4 Locomotiven und 150 Wagen in ununterbrochener Thätigkeit sind. Die Gebäude bedecken allein eine Grund⸗ fläche von 72⅛ Morgen. Selbstredend hat das Werk seine eigene Gasaustalt, aber auch eine eigene Bäckerei und Speiseanstalt für die unverheiratheten Arbeiter. Im Jahre 1864 waren in den Stahlwerken, ungerechnet der Roblenbergwerke und der im Nassauischen belegenen Hoch⸗ ofenanlagen 6600 Arbeiter beschäftigt. Es waren 350 Schmelz⸗, Schweiß⸗ und Pubddlingsöfen in Thätigkeit, 136 Dampfmaschinen von 4 bis 1000 Pferdesßärken, 34 verschiedene Dampfhämmer von 20 bis 3000 Centner Gewicht, 110 Schmiedewerkstätten und 508 Drehbänke und andere Werkzeugmaschinen. Die Produktion von 1854 erreichte die fabelhafte Höhe von über 54 Millionen Pfund Gußslahl in Gestalt von Kanonen, Wellen, Achsen, Rad⸗ bandagen, Federn, Schienen, Kesselplatten, Walzen u. ogl. mehr, die natürlich ihren Absatz in der ganzen Welt hatten. Im Mai 1865 zählte hingegen das Werk schon 8000 thätige Arbeiter und die Produktion war so außerordent⸗ lich gesteigert, daß sich für dieses Jahr eine Gesammt⸗ produktion von 100 Millionen Pfund ergeben dürfte. Das Krupp'sche Etablissement ist augenblicklich mit der Fabrikation von nicht weniger als 2370 Gußstahlkanonen für die verschiedensten Regierungen, besonders auch für die preußische und die russische, beschäftigt. Die leichtesten Feldgeschütze, sowie die schwersten Kaliber für Marine und Forts figuriren unter der genannten Zahl, welche zusammen den Kestenwerth von Millionen Thalern, repräsentiren. Das größte dieser Geschütze, ein Tausend⸗ pfünder, aus Gußstahl, dessen Eisengewicht ungefähr 1000 Centner so viel wie 200 Vierpfünder zusammen ausmacht, wird zur Pariser Ausstellung geschickt werden, sofern ein Platz außerhalb des Ausstellungsraumes dafür eingeräumt wird. Dieses Monstre⸗Geschütz nebst Laffette und Traverse kostet 130,000 Thaler.

Neue Ausgabe deutscher Class'ker.

Interessant ist es, in welch kolossalem Maßstabe die Bestellungen auf die neue Nationalbibliothek der deutschen Classiker(in Bänden à 9 kr.) eingehen. Der Verleger benachrichtigt die Buchhandlungen in einem Circular vom 29. Januar, daß es ihm unmöglich sei, die Bestellungen alle auf einmal zu expediren. Er schreibt:Beinahe keine Handlung hat unter 100, viele aber über 1000 Exemplare bestellt. Die heutige Frühpost brachte allein über 40,000 Bestellungen. Mögen meine Herren Geschäfts⸗ freunde versichert sein, daß Tag und Nacht gearbeitet wird die rascheste Expedition zu ermöglichen. Täglich werden mindestens 10,000 Exewplare fertig und versandt.

Holzversteigerung.

246 Im Ockstädter Gemeindewald, Distrikt Junger; wald, kommen den 7. Febinar nachverzeichnete Holz, sortimente zur Versteigerung, als:

Scheidholz 15 Stecken Buchen, 5 1771 5 Eichen, 1 16 Aspen, Prügelholz 98 Buchen, 4 68 Eichen und Birken, 1 Aspen, Stockhol 106 Buchen, 7 8 1 Eichen und Birken, * ee Aspen, Reiserholz 7600 Stück Buchen Wellen, 2500 Eichen und Birken Wellen,

1300 Aspen Wellen,

Ferner 84 Cbksy. Eick enssammbolz in 9 Stämmen

von 6-9 Durchm., 20-25 Länge.

Die Zusammenkunft ist im Schlag selbst nächst dem Marlenbllde, der Anfang ist Morgens präcts 9 Uhr.

Bemerkt wird, daß gegen vorschriftsmäßige Bürg⸗ scheine das Holz verborgt wird bis zum 1. Januar 1868.

Odflapt den 31. Januar 1867.

Großherzogliche Bürgermeisterel Ockstadt

Gröning er.

Ein Reitpferd(schwarzbraun)

267 fteht in Friedberg zu verkaufen.

Mobiliarversteigerung. 238 Nächsten Mittwech den 6. Februar, Morgens 9 Uhr, lassen die Erben der Reinhardt Male Wittwe zu Reichelsheim folgende Mobilien erbver⸗ thellungshalber öffentsich verstelgern: Kleiderschrank, 2 Bettladen und Bettzeug, gebrechten Flache Tisch und Stühle, Kleidungsstücke und Weißzeug, Zinn, Haus- und Küchengeräthe. Auch kommen 4 Bienen zur Versteigerung.

Mobiliar ⸗Versteigerung. 269 Dienstag den 12. Februar 1867, Vormittags um 9 Ubr, läßt der Unterzeichnete in seiner Behansung nachbezeichnete Gegenstände an den Meistdietenden oͤffentlich freiwillig verstelgern:

60 Zentner alle Sorten Stroh,

n Heu und Grummet,

30 Gebund Flache,

eine Partie Mist,

einen schweren einspännigen Wagen mit Zugehoͤr, ein vollständiges Pferde- und Kubgeschirr, einen Spltz- und Schaufelpflug,

eine eiserne Egge,

eine neue ßegmühle,

eine Strobbank,

eine Waͤschbitte,

eine große Stetgleiter,

und sonstige Ockonomiegerätbschaften.

Niedermörklen. Johannes Dietz II.

Neu erschienen ist soeben und zu daben bei Binder⸗ nagel& Schimpff in Friedberg:

Das naturgerechte Heilprincip für schwere und leichie

Nervenübel aller Art

und daher stammende Krankheiten Körpers und des Geistes.

Eine Mahnung an Alle,

welche gesund werden oder bleiden wollen.

Von Dr. Adolf Hahn. KNaumkurg bel Fr. Regel. 2. Auflage. Preis 21 kr.

Im sesten Vertrauen auf die Wabrbeit und Richtig⸗ keit dieses neuen so einfachen als sichern Deilverfabren veroffentlicht der Versasser diese für Jedermann wichtige Schrift; sie soll segensreich wirken, indem sie den Lel⸗ denden die unsehldare Anleitung giebt, sich in der eln⸗ sachsten zugleich aber einzta wirksamen Sn

sämmtliche des