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1867.

Samstag den 5. Januar.

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Anzeiger

für O

erhessen.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Iticdberget Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Vom 1. Januar 1867 an erscheint

der

Anzeiger für Oberhessen

wöchentlich dreimal(Dienstag, Donnerstag und Samstagg.

Er bringt die freisamtlichen Erlasse, sodann in gedrängter Zusammenstellung die

irteressantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschanliche und gewerbliche Mit⸗ theilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Coursberichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzahlungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel c.

Bei der großen Verbreitung des

Anzeiger namentlich in Oberhessen und vorzugsweise unter der wohlhabenden Bevölkerung

der Wetterau, wo er fast in jedem Hause einheimisa ist, werden amtliche Bekanntmachungen und Versteigerungs-Anzeigen ꝛc., sowie geschäftliche

Anzeigen aller Art stets von dem besten Erfolge begleitet sein.

Die einspaltige Petit-Zeile oder deren Raum wird mit 3 kr berechnet; das

Adonnement beträgt halbjährl. für die Abonnenten in hiesiger Stad 1 fl., fur die Abonnenten dei den Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr.

Zum geneigten Friedberg.

Abonnement, sowie zur Benutzung desAnzeiger für Veroffentlichungen aller Art ladet ein

Die Expedition.

Amtlicher Theil.

Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 59. sub 1. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen in den ersten 6 Monaten des Jabres 1867 betreffend. sub 2. Bekanntmachung, den Ausschlag

der direkten Steuern und Beiträge zu den Kosten der Staats Bekanntmachung, die Einstellung der Erhebung der

Nr. 60. sub 1. Militairpersonen betr. Friedberg den 2. Januat 1867.

und Provinzlalstraßen für das Jahr 1867.

Betreffend: Wahlen zum Parlament des Norddeutschen Bundes in der Provinz Oberhessen.

Das Großherzogliche Kreis amt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Da nur wenige von Ihnen den Befolg des Schlusses unserer Verfügung vom 14. v. M. angezeigt haben, so erinnern wir hieran

und sehen der sofortigen Berichts-Erstattung bei Meidung unangenehmer Verfügung entgegen.

Bette fend: Die Matbilderstiftung für verwabrloste Kinder im Kreise Friedberg.

Da ffetbe Da nur wenige von Ihnen unserer Verfügung vom 13. v. Mts., wir dieselbe zur sofortigen Erledigung bei Ihnen in Erinnerung.

Nine.

Betreffend: Prämien für die Aufzucht der schwersten Bullenkälber.

Bekaunt machung.

Anzeiger für Oberhessen Nr. 100, nachgekommen

Röeinschifffahrts⸗ Abgaben betr. zub 2. Bekanntmachung, die im Feld verwundeten

Groß berzogliches Kreisamt Friedberg Trapp.

Friedberg den 3. Januar 1867.

Trapp.

Friedberg am 3. Januar 1867.

EN. sind, so bringen Tyra p p.

Laubach den 28. Dezember 1866.

Auch für das Jahr 1867 wird voraus sichtlich im Büdget des landw. Vereins von Oberhessen eine Summe für Prämiirung der Auf⸗ zucht der schwersten Bullenkälber der Vogelsberger und verwandter Racen ausgesetzt werden.

die vom 1. Januar 1867 bis zum letzten April jenes Jahres geboren werden ortsgerichtlich beglaubigten Anmeldungen unter Angabe des Tages, der Geburt,

Präsidium einzusenden.

Eigenthümer von Bullenkälbern solcher Race,

und die um Prämien concurriren sollen, haben die üblichen der Race und Farbe des Kalbes an das unterzeichnete

Der Prasident des land. Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms Laubach.

Hessen. Darmstadt. Das Großberzogl. Regierungsblatt Nr. 58 enthält:

I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministerxiums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern vom 14. Dezem⸗ ver, welche mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 11. März 1862 zur öffenttichen Kenntniß bringt, daß der Canton Graubündten der zwischen der Großherzoglichen Regierung und dem schweizerischen Bundesrath bestehenden Vereinbarung wegen gegenseitiger Befreiung der Handels reisenden von der Gewerbsteuer beigetreten ist.

II. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am Abend des 20. August v. J. waren zwei Knaben beim Spielen in der Nähe des unteren eisernen Thores in Mainz in den Rhein gefallen und wären bei dem damaligen hohen Wasserstand und der starken Strömung unsehlbar ertrunken, wenn sich nicht der in der Nähe befindliche Hauptmann Christian Carl Friebrich Bödicker im vor⸗ maligen Kurfürsilich Hessischen Jägerbataillon in voller Kleidung in den Strom, welcher an dieser Stelle 13 Fuß tief war, gestürzt und die Knaben mit Hülfe eines weiter herbeigecilten Kameraden aus dem Wasser gezogen hätte. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Paup'mann Boͤbicker im vormaligen Kurfürstlich Hessischen Jägerbataillon für diese menschenfreundliche, sür ihn mit eigener Lebensgefahr verbundene That dae allgemeine Ehren⸗ zeichen mit der Inschrift:Für Rettung von Menschen⸗ leben Allergnätigst zu verleihen geruht. 5 a

III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen vom 14. Dezember, den Gewerbebetrieb der Handelsreisenben betreffend: Nach den wegen des Gewerbe betriebs der Handelsreisenden zwischen den Zollvereins regierungen und den Niederlanden, Belgien und Frank

reich getroffenen Vereinbarungen, welche im Regierungsblatt von 1853 Seite 27, Regierungsblatt von 1855 Seite 211 und Regierungsblatt von 1865 Seite 474 ff. veröffentlicht worden sind, war es den Handelsreisenden untersagt, auf gekaufte Waaren mit sich heromzuführen. Zufolge gegen seitigen Zugeständnisses ist diese Beschränkung aufgehoben worden und es ist demgemäß den Handelsreisenden der Zollvereinsstaaten nunmehr gestattet, in den genannten auswärtigen Staaten, bei Beobachtung der wegen ihres Geschästsbetriebs fesigesetzten Bestimmungen, aufgckaufte Waaren, jedoch nur Behufs deren Beförderung nach dem Bestimmungsort, mit sich zu führen, was hierdurch mit dem Anfügen zur öffentlichen Keuntniß gebracht wird, daß die gleiche Befugniß den Handelsxreisenden aus den Nieder landen, Belgien, Frankreich und den denjenigen Cantonen der Schweiz, auf welche sich die im Regierungsblatt von 1862 Seite 85, veröffentlichte Uebereinkunft bezieht, dei ihrem Geschästsbetrieb in den Zollvereinsstaaten ein⸗ geräumt ist.

IV. Bekanntmachung Großherzoglicher Oberpostinspek tion vom 19. Dezember, welche zur öffentlichen Keuntniß bringt, daß neben den zwischen Heppenheim und Lorsch bestehenden zwei täglichen Postverbindungen noch eine dritte hergestellt worden ist.

v. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. Dezember dem Gymnasiallehramte-Accessisten Dr. Oßwald aus Würz⸗ burg die erledigte Lehrerstelle an dem Gymnasium zu Hüdingen; am 5. dem evang. Pfarrer Noack zu Holz⸗ hausen die evang. Pfarrstelle zu Bessungen zu übertragen; am 8. den Distriktseinnehmer Walther zu Groß-Gerau J. nach Groß⸗Linden und den Distrittseinnehmer Schreiber zu Biedenkopf nach Groß Gerau 1. zu versezen; 14.

dem evang. Pfarrer Wirthwein zu Merlau die evang. Pfarrstelle zu Fürfeld zu übertragen; 18. den Mink⸗ sterialsecretär 2 Klasse Knorr bei dem Ministerium des Innern zum Ministerialsecretär 1. Klasse dei diesem Ministerium und den Ministerialsecretär 3. Klasse Lotheißen zum Ministerialsecretär 2. Klasse dei diesem Mimnisterium zu ernennen.

VI. Concurrenz für: die evang. Pfartstelle zu Burg⸗ Gemünden mit einem Gehalte von 912 fl.; die evang. Mittelschulstelle zu Schotten mit 320 fl. und einer wider⸗ ruflichen, nach dem Loos holzpreise zu derechnenden Ver⸗ gütung für 4 Stecken Scheitholz, ned 3 Stecken Buchen⸗ Scheitholz zur Heizung des Schullocals; die evang. Schulstelle zu Groß Eichen mit 378 fl. 49 kr. nebst 4 Sucken Buchen⸗Scheitholz zur Heizung des Schullocals.

Schon bei Eröffnung des gegenwärtigen Landtags zeigten mehrere standes herrliche Mit glieder der ersten Kammer, so Fürst von Lich und Graf von Laubach, an, daß sie auf dem diesmaligen Landtage nicht erscheinen könnten. Außer diesen beiden Standesberren sind nun bis jetzt weiter ausgeblieben: Fürst von Solms⸗ Braunfels, die Grasen von Solms-Rödelbeim, Isenburg-⸗Wächtersbach, Isenburg⸗Merholz, Stol⸗ berg und Leiningen.

Friedberg, 3. Januar. Die Bewegung für die bevorstehenden Wahlen zu dem Parlament des, vorerst zwar nur das nördliche, hoffentlich aber bald das ganze Deutschland umfassenden