Ausgabe 
29.1.1856
 
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5 adt.

Ein Freund aus Mainz ſchenkte als Weihnachtsgabe wieder zwei prachtvolle Bilder in breite Goldrahmen gefaßt, den Einzug Chriſti in

Jexruſalem und die Bergpredigt darſtellend.

bach.

Wir beſitzen deren nun noch 24 Stück und erlauben uns, dieſel

Aktien verkauften wir 9 Stück, 8 nach Mainz und 1 nach Butz ben abermals zur gütigen Abnahme zu empfeblen.

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herzlich Dank!

Für alle dieſe vielen Gaben und jegliche Unterſſützung ſagen wir ö Den Freunden der Blinden theilen wir noch mit, daß wir im Dec. faſt alle Bauſchulden bezahlen konnten. iſt ſomit überſtanden und Gott wird weiter ſorgen. Friedberg, im Januar 1856.

Das Schwerſte

Die Direktion pe Scheer.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen.

Ediletalla dung. [6121 Johannes Ewald zu Aſſenbeim beſitzt in daſiger Gemarkung beſcheinigtermaßen ſeit län- ger als 30 Jahren die folgenden, nach Flur und Nr. bezeichneten Immobilien: 193, 149, 229, 251, 290, 379, 582; 11 130, 165, 297, 1; IV40; V 44, 45, 142, 193, 228; VI 11, 13, 40, 124, 201, 219, 231, 232, 243, 318, 520, 536, 553, 582, 604; VII 90, 101, 275, 291, 315, 323 VIII 60, 104, 267; IX 41, 42 156, 274; 60, 01, 127, 1% 29, 242, 305; XI 101, 136, 146, 193, 399, ſo⸗ dann: Erblehen von der Schule zu Aſſenheim:

V 353 VI 277; VII 160; VIn 75, 76; IX 90, 297; X 20,

Erblehen des Grafen von Leiningen: Ito, 21 Inn 391; 1 75, 77; V 260,285 286; VII 84, 108, 195; IX 59, 112; X 62, die ihm im Grundbuche zugeſchrieben ſind, deren Erwerb er aber urkundlich nicht nachweiſen kann. Es werden daher auf ſeinen Antrag alle, welche Anſprüche auf jene Grundſtücke zu haben vermeinen, zu deren Anzeige binnen

Monaten von heute an, unter dem Rechtsnachtheile hier mit aufgefordert, daß ſonſt die Anerkennung der erfolgten Verjährung unterſtellt und dieſer Er werbtitel im Mutationsverzeichniſſe eingetragen werden wird. Friedberg, am 14. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Bekanntmachung.

[113] Es wird zur allgemeinen Kenntniß ge- bracht, daß die Ehefrau des David Kaufmann von Wölfersheim, Rebecka, geborne Gutenſtein, hinfort auf eigene Hand ein Kurzwaaren- und Specerei⸗Geſchäft betreibt und für die Eheſchul den, welche von ihrem Manne contrahirt wer den ſollten, durchaus nicht mehr haftet, viel mehr, die entgegenſtehende allgemeine Negel des Solmſer Landrechts durch dieſe Erklärung be⸗ ſeitigend, die Geltendmachung ihrer weiblichen Rechtswohlthaten ſich vorbehält.

Hungen den 8. Januar 1856.

Großherzogliches Landgericht Hungen.

Heng bed, Langs dorf,

Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor.

Edictalladung.

[114] Folgende der Heinrich Gondolfs Wittwe zu Obermörlen im Flurbuche zugeſchriebene Immobilen in daſiger Gemarkung 11 48/73, 253/393, 309/67, 740/162, 803/83, 805/90, III 8/27, 175%, 713/88, 797/36, 83453 a, 984/52, IV 314/16, 44/3, V 388/14, 39 /, 700/51, VI 62/148, 354/35, VII 397%, VIII 15/74, X 627/57, 649/11, XI 104/14, 379/8, XIII 706½%3 hat deren Enkel Heinrich Gon dolf, als angeblicher einziger Erbe dieſer Güter verſteigert, ohne ſein Eigenthum urkundlich nach weiſen zu können. Auf ſeinen Antrag werden alle, welche Anſprüche auf die bezeichneten Grund ſtücke machen zu können glauben, zu deren An zeige binnen

zwei Monaten von heute an unter dem Rechtsnachtheile auf gefordert, daß ſonſt den Kaufbriefen die gericht liche Beſtätigung ertheilt und der Eintrag ins Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg am 14. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Edfetal la du h g. 129] Die Erben des in Sidney vexſtorbenen Louis Venator aus Friedberg haben deſſen Nach laß unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Anſprüche an Louis Venator ſind

daher binnen 6 Wochen von heute an ſogewiß hier anzumelden, als ſie ſonſt ins Inventar nicht aufgenommen wer den, und bei der Nachlaßregulirung unbeachtet bleiben. Friedberg den 11. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Edicetalladung.

[130] Folgende im Aſſenheimer Grundbuche auf Martin Thomas Wittwe eingetragene Hof raithe und Grundſtücke:

1115, 11 98, II 238, 1 401, VIII 183, 1 260, vi 499, 505, VIII 180, 42, VII 33, x1 168, 301% 40% N 81, 98 1 27,7, l, 118, V 38, 145,»I 120, 250, welche im älteren Grundbuche der Jacob und Cantor Thomas Wittwe, was eine und dieſelbe Perſon geweſen, ſodann bezüglich des Stückes VI 492 der Peter Thomas Wittwe zugeſchrie ben geweſen, wollen Martern Thomas Wittwe (welcher dieſe Grundſtücke im neuen Grundbuche irrig allein ſtatt Cantor Thomas Erben zu geſchrieben worden ſein ſollen) und Dorothea Thomas, der Anna Louiſe Thomas zu Aſſen⸗ heim ſchenkweiſe übergeben, können aber das Eigenthum genügend nicht nachweiſen. Auf ihren Antrag werden Alle, welche Anſprüche auf die bezeichneten Immobilien zu haben ver meinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß innerhalb

z wei Monaten

von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt der Schenkungsurkunde die gerichtliche Beſtätigung ertheilt, und der Eintrag im Mutationsver zeichniſſe verfügt werden wird.

Friedberg den 12. Januar 1856.

Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.

Fruchtverſtei gerung. 11311 Die Fruchtvorräthe des Kugelhaus- und Armenfonds dahier werden in folgenden Ter minen:

Freitag den 8. Februar,

7. März, 7 April, * 16. Mai,

13. Juni,

711 Juli, des Vormittags um 11 Uhr, und zwar jedes mal 20 Malter Korn und 45Gerſte auf hieſigem Ratbhauſe meiſtbletend verſteigert. Butzbach den 21. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Seien

Faſelochs Verſteigerung. [1321 Freitag den 1. Febr. l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Florſtadt gehö render Faſelochſe im Rathhauſe daſelbſt meiſt bietend verkauft werden.

Florſtadt, am 25. Januar 18536. Großherzogliche Bürgermeiſterei Florſtadt Wagner.

Bekanntmachung. 1133] Die am 22. d. Mts. im hieſigen Au⸗ wald abgehaltene Holzverſteigerung iſt geneh⸗ migt. Der erſte Abfahrtstag iſt auf den 1. Fe⸗ bruar beſtimmt und muß das Holz nach§. 11 der Verſteigerungsbedingungen innerhalb 4 Wochen aus dem Schlage abgefahren ſein. Dieß den Steigerern zur Nachricht. i Aſſenheim den 24. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Schmidt. Vergebung von Bauarbeſten auf dem Soumiſſionsweg. 1034] Bei der Herſtellung und Reparatur des Pfarrhauſes zu Aſſenheim werden nachſtehende Arbeiten auf dem Soumiſſionswege vergeben:

1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 16 fl. kr. 2) Schreinerarbeit, 1 171 30 3) Glaſerarbeit, 1 4) Weißbinderarbeit,137 21

Diejenigen wirklichen Meiſter, welche ſich hierbei betheiligen wollen, haben bis zum 11. Fe bruar l. J. ihre Soumiſſionen verſiegelt und portofrei auf hieſiges Bürgermeiſterei-Büreau abzugeben.

Aſſenheim den 25. Januar 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Schmidt.

Vergebung von Arbeiten

auf dem Soumiſſionsweg.

[135] In die hieſige Kirche ſoll am Vorplatz

ein Abſchluß mit Glasthüre auf dem Soumiſ

ſionswege veraccordirt werden:

die Schreinerarbeit iſt veranſchl. zu 44 fl.,

die Weißbinderarbeit, 1 5

Diejenigen wirklichen Meiſter, welche ſich hierbei betheiligen wollen, können die Zeichnung auf dem hieſigen Bürgermeiſterei-Büreau jeden Tag einſehen und haben ihre Soumiſſionen bis zum 11. Februar 1856 auf dem Bürgermeiſterei Büreau verſiegelt und ganz portofrei abzugeben.

Aſſenheim den 26. Januar 18586.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim

8. 1 Schmidt. Bekanntmachung.

[136] Dienſtag den 11. März l. J., Vormit⸗

tags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe öffent-

lich meiſtbietend verſteigert werden:

144 ◻Klafter Hofraithe in den Wendelsgärten vor der Stadt an der Chauſſee gelegen, der Karlshof genannt, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer und Stallung, ſowie Brauhaus,

157 ◻Klafter Garten am Haus und oben an demſelben 2 Hohlkeller,

189 Klftr. Wieſe an der Hofraithe,

83 Grasgarten daſelbſt,

134 Acker am unterſten Kiſſelberge,

Nn daſelbſt, beide in der Nähe der Hofraithe.

Durch Einrichtung und Lage eignet ſich dieſe Hofraithe ſowohl zum Wirthſchaftsbetrieb, als auch für eine größere Oekonomie.

Unbekannte Steigerer haben ihre Zahlungs fähigkeit genügend nachzuweiſen.

Zugleich werden Wittwe Marloff und Heinrich Poilipp Leheim hierdurch vom Verſteigerungs termin in Kenntniß geſetzt, da dem Unterzeich ueten deren Aufenthaltsort nicht bekannt iſt.

Nidda den 22. Januar 1836.

In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Nidda der Vorſteher i Ortsgerichts

L.