Ausgabe 
28.3.1856
 
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Arbeits⸗Verſteigerung zu Wohnbach.

[461] Montag den 31. l. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Rathhaus der Ge⸗ meinde Wohnbach nachſtehend verzeichnete Ar- beiten und Veferungen unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin. Accord

gungen an die Wenigſtnehmenden in gegeben werden:

A. Wegbauarbeiten an dem Weg nach Berſtadt.

1) Planirarbeit, veranſchlagt zu 321 fl. kr.

2) Erbauung der Durchläſſe, 98 7 3) Chauſſirarbeit 60 4) Brechen, Fahren, Aufſetzen und Zerſchlagen von 3 Cbklftr. Ba- ſaltſteinen 88 30 5) Handarbeiten idr B. Straßenbauarbeiten im Ort Wohnbach.

6) Maurerarbeit, veranſchl. zu 122 fl. 44 kr.

7) Planir- u. Chauſſirarbeit. 40 80 Pflaſterarbeit5 42% 9) Grabenarbeit 56» 10) Brechen, Fahren und Aufſetzen

von 4 Cubikklftr. auserleſenen

Mauerſteinen aus den Sand⸗

ſteinbrüchen bei Rockenberg 232 11) Brechen, Fahren und Aufſetzen

von 6,5 Cbklftr. Baſaltſteinen

aus den Wohnbacher Brüchen 110 12) Lieferung von 100 laufende

Fuß Deckplatten 40% 13) Lieferung von 23 Bütten Kalk 5730 14) Aufuhr von 2,7 Cbklft. Sand 33 36 15) Denſelben zu meſſen 4 3 16) Lieferung von ca. 2070 Pfund

gußeiſernen Brunnenröhren,

Zoll Durchmeſſer und 3

Linien Wandſtärke 172 30 17) Legen und Verkitten derſelben

incl. Lieferung von Talg, Harz

und Hanf 48

Villingen, den 19. März 1856.

3

8 8. G. f e Bauaufſeher.

Schaafpferche⸗ Verpachtung.

[484] Montag den 31. März, Morgens um in hieſigem Rathhauſe 5 10

11 Uhr, werden in Schaafpferche meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 26. März 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg B

Bender.

111

Oeffentliche Aufforderung, [485] Johannes Müller und deſſen Ehe frau Katharina geborne Walther von Mün⸗ zenberg haben mittelſteines unterm 2. Juli 1847 und weiter am 15. Juni 1848 gerichtlich be⸗ ſtätigten Schenk und Verpflegungs⸗ Vertrags ihr ſämmtliches Vermögen an Johannes Gorr VII. Eheleute zu Münzenberg, ſodann an Sophie Hans Konrad Fenchel's Ehefrau zu Gambach und die Kinder der Veronica Velpert Geißlers Ehefrau in Langsdorf überlaſſen und es iſt nach dem Ableben der beiden Uebergeber nach Anleitung des vorgedachten Vertrags um Aushändigung des Nachlaſſes und Ausfertigung der erforder- lichen Theilungsurkunden nachgeſucht worden.

Demgemäß werden auf Anſtehen der Ueber- nehmer die geſetzlichen Erben und insbe- ſondere die unbekannt wo? abweſenden a) Hein⸗ rich Jäger, b) Heinrich Walther und Johann Georg Walther, als Söhne des verlebten Johann Georg Walther, alle von Münzenberg, aufgefordert, ſich über die Aner⸗ kennung des oben angeführten Schenkungsver- trags binnen einer Friſt von

2 Monaten zu erklären oder zu erwarten, daß derſelbe für anerkannt angenommen wird. Zugleich ſind etwaige dingliche Anſprüche an die zu dieſem Nachlaß gehörigen und aufJohannes Müller im Flurbuch eingetragenen Immo⸗

bilien, deren Erwerb theilweiſe urkundlich nicht

nachgewieſen werden kann und deren Verzeich⸗

niß in der Landgerichts⸗Regiſtratur offen liegt,

binnen gleicher Friſt ſogewiß anzumelden, als

ſonſt die Theilungsurkunden beſtätigt und der

Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt

werden wird.

Butzbach am 19. März 1856.

Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel.

Die Fohlenweide im Vogelsberge [486] wird auch im Sommer 1856 wie in früheren Jahren wieder fortgeſetzt werden. Die Fohlen ſind am 31. Mai am Petershai⸗ nerhofe abzuliefern und die Hälfte des Waid⸗ geldes S 9 fl. reſp. 12 fl. zu erlegen. An⸗ meldungen müſſen bis zum 15. Mai erfolgen. Die näheren Bedingungen wolle man in der landwirthſchaftlichen Zeitſchrift nachleſen. Schotten, am 22. März 1856. Großherzogliches Rentamt Schotten Prätorius.

Oeffentliche Aufforderung. 487] Die Erben des Konrad Jakobi II. zu Niederrosbach haben ihre älterlichen Grundſtücke unter ſich vertheilt, ſind jedoch außer Stand, das Eigenthumsrecht an den in der Gemarkung Ober- und Niederrosbach gelegenen, dem Erb⸗ laſſer zugeſchriebenen Stücken Fl. Nr. X/516 x/9 18, 913 urkundlich nachzuweiſen. Es wer- den daher alle, welche jenes Recht nicht aner⸗ kennen, aufgefordert, ihre deßfallſigen Anſprüche um ſo gewiſſer binnen

6 Wochen dahier geltend zu machen, als ſonſt die Theilung beſtätigt und Eintrag der Exwerbtitel in das gerichtliche Mutationsverzeichniß verfügt wird. Friedberg am 13. März 1856.

Großherzogliches Landgericht Friedberg. Hofmann, v. Lepel,

Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor.

Main ⸗Weſer⸗ Bahn. [488] Die mit Herſtellung eines Signalſtandes an dem Bahnwarthaus beim Lindenbaum in der Gemarkung Bruchenbrücken verbundenen Maurerarbeiten, veranſchlagt zu 35 fl. 12 kr. und Zimmerarbeiten, 34 14% follen Dienſtag den 8. April l. J. Nachmittags 2 Uhr auf der Station Niederwöllſtadt, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den We⸗ nigſtnehmenden veraccordirt werden.

Friedberg am 19. März 1856. Der Großherzogliche Sections-Ingenicur der Section Friedberg Hochgeſand.

Holzverſteiger ung in der Oberförſterei Ortenberg. [489] Nächſten Mittwoch den 2. April, von Morgens präcis 9 Uhr an, ſollen im Diſtrikt Dicknitt bei Eckartsborn nachſtehende Holzſor⸗ timente:

Scheitholz Prügel Stockholz Reiſer

S Buchen⸗ 321% 69 146% 289 Eichen⸗ 15 4 127 6

6 Eichenſtämme von und 8-15 Länge, 13 Buchen⸗ u. Hainbuchenſtämme von 11 bis 20 Durchmeſſer u. 15-30 Länge, an Ort und Stelle verſteigert werden. Zu⸗ ſammenkunft um beſagte Stunde im Holzſchlag. Zahlungsfriſt bis zum Betrage von 25 fl. bis Ende September d. J. Ortenberg, den 24. März 1856. Großherzogliche Oberförſterei Ortenberg Haberkorn.

17 46 Durchmeſſer

Ich bin meiner Sache ſo gewiß, wie mein Finger

hier an der Hand.

Und ſie waren Du, haſt Du Dich wirklich nicht Alte fort.

für einen Sonntagsjäger? Die Ahne ward nachdenk lich, aber Hans fuhr mit ſteigender Leb verfolgte ich ſie unter den Zuerſt wandten ſie ſich über Gletſcher nach dem Vieſcherhorn hinüber, dann kehrten ſie wieder um. Viermal hatte ich ihnen den Weg abgeſchnitten daß ich das Pfeifen des

ganze Stunden längs der Abgründe.

und war ihnen ſchon ſo nahe,

von einem Kaiſer angeführt, ſagſt getäuſcht? fuhr die

haftigkeit fort:Drei

die Alte gedankenvoll vor ein Kaiſer an der Spitze.. endlich, wenn man ihnen ganz nahe iſt, Alles verſchwunden.. Vreneli's Vater iſt es ebenſo ergangen; er hat ſie auch

ſich hin.Neun Gemſen und nicht zum Schuß gelangt, und

geſehen, einen Monat vor ſeinem Tode. a Was denkt Ihr denn, Baſe? haltet Ihr mich etwa Hans bebte unwillkürlich zuſammen und fragte nach

Zinken und den

geweſen?

vor ſich hin; Sag' Jäger die

Ihr denn, Großbaſe, es ſeie ein

Wer weiß! der böſe Geiſt iſt da droben in ſeinem Reiche! ich denn das Gegentheil? droben am Fuß der Jungfrau haben ihn mehr als

einer kurzen Pauſe mit ungläubigem Achſelzucken:Glaubt

Rudel Irrgemſen) ſagte Mutter Trine und blickte ſtarr verſetzte Hans.

übernachtet, einmal unter dem Gletſcher heulen

Kaiſers hören konnte, womit er das Rudel zu leiten fort⸗ 1 fuhr; aber immer hat mich eine Spalte oder eine Fels⸗ 16 zacke von ihnen abgeſchnitten.

Und wo haſt Du ſie verloren?

hören. Aber was kümmert das mich? Seit eilf Jahren

trotze ich ihm in ſeiner Behauſung, und ſo lange ich noch

mein Handbeil und meine Büchſe habe, brauch' ich ſonſt

Trine. Niemand, um mich vor ihm zu beſchützen. Gott verd! Da wo es zum Eiger hinüberfüͤhrt, verſetzte Hans; wenn das Rudel Gemſen, das ich heute früh geſehen habe,

bis ich um einen Felſenvorſprung umbog, waren ſie ver r

ſchwunden. a*) Geſpenſtiſche Gemſen, denen man vergebens nachſetzt und die Dacht' ich's doch. ganz ſo wie damals! murmelte den Schützen in den Abgrund führen.

forſchte Mutter