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p. Blattes
Friedberger Intelligenzblatt.
Erſcheint wõ⸗ Einrückungsge⸗
. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, ene tag. Preis jährl. oder deren Raum
been Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e
ſammen 7 kr.
Nu 25. Freitag, den 28. März. 18356.
Vom 1. April an kann wieder auf das Intelligenzblatt abonnirt werden. Dasſelbe koſtet von jetzt an bis Ende d. J. 34 kr. Die Expedition.
Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Betreffend: Auswanderungen nach Sauta Eé
Mit Bezug auf das in obigem Betreff von uns erlaſſene Ausſchreiben vom 30. November v. J. ſetzen wir Sie davon in Kenntniß, daß einer Mittheilung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 1. zu Nr. M. d. J. 3006 zu Folge, den Angehörigen des Großherzogthums, welche in der Abſicht, ihre Lage zu verbeſſern, in überſeeiſche Länder auswandern wollen, die Auswanderung nach Santa Fe durchaus nicht empfohlen werden kann. Wir beauf- tragen Sie daher, wo ſich Ihnen Gelegenheit dazu darbietet, hiervon abzurathen und die Aus wanderungsluſtigen geeig— net zu verwarnen, daß ſie den Aupreiſungen des fraglichen Unternehmens nicht zu viel vertrauen mögen. Durch glaub— hafte Verſicherungen wird beſtätigt, daß das Klima in jenem Lande, wenn es auch für die Eingebornen ein geſundes ſein mag, doch fuͤr die deutſchen Einwanderer ein höoͤchſt ungünſtiges und zu befürchten ſei, daß dieſe demſelben ſehr bald erliegen. Ebenſo gewähren die politiſchen Zuſtäande des Landes den Einwandernden nicht genügenden Schutz und Rechtsſicherheit, und es ſind namentlich die zu coloniſirenden Diſtricte der Provinz Santa Fé noch den Raubzügen der Judianer ausgeſetzt. Die Entfernung der zu gründenden Colonie von der Stadt Santa Fé, dem nächſten zum Abſatze von Producten geeigneten Platze beträgt über 20 deutſche Meilen, und es ſind daher auch in Bezug auf den Verkehr und namentlich den Abſatz der Producte günſtige Verhältniſſe für die Einwanderer nicht zu erwarten. Vor Allem müſſen aber auch die Bedingungen, welche der Unternehmer ſtellt, große Bedenken erregen. Den Auswanderern werden hiernach von der Regierung Werthe im Betrage von 1000 Franken und von dem Unternehmer die Ueberfahrtskoſten bis zu dem Betrage von 700 Fres. und eventuell 900 Fres. vorgeſchoſſen. Dagegen haben aber dieſelben nicht nur in den erſten fünf Jahren von den Erzeugniſſen ihrer Erndte in Natur /½ an den Unternehmer abzugeben, ſondern ſie ſollen außerdem in den erſten zwei und langſtens drei Jahren ihrer Niederlaſſung auch noch jene Vorſchüſſe von zuſammen 1750 oder 1900 Fres. zurückerſtatten. Daß die Erfüllung dieſer Verpflichtungen den Einwanderern möglich ſei, erſcheint höchſt unwahrſcheinlich, was aber der Einwanderer zu erwarten hat, wenn er die eingegangenen Bedingungen nicht zu erfüllen im Stande iſt, darüber fehlt jede nähere Auskunft.
Friedberg am 19. März 1856. M üer le x.
A n. Dietel deen. Belreffend: Anſchaffung von Leinſamen.
Nach einer Mittheilung des Präſidenten des landwirthſchaftlichen Vereins für Oberheſſen kann ächter ruſſiſcher Leinſamen(Frühlein) bei dem Kaufmann J. H. G. Römheldt in Marburg, eingezogener Erkundigung nach, in guter Qualität ſtets bezogen werden. Sie werden dieſes alsbald zur offentlichen Kenntniß bringen.
Friedberg am 25. März 1856. In Verhinderung des Kreisraths
de Beauc hair, Kreisaſſeſſor.
An De ſfelb nan, Betreffend: Die Ableiſtung des Verfaſſungseides der jungen Ortsbürger.
Dienſtag den 8. k. M. Vormittags 10 ½ Uhr findet die Huldigung auf dem Rathhauſe dahier ſtatt. Sie werden die jungen Ortsbürger, die den Verfaſſungseid auszuſchwören haben, vorladen und Beſcheinigung nach Vorſchrift einſenden. Friedberg am 26. März 1856. In Verhinderung des Kreisraths de Beauclair, Kreisaſſeſſor.
Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatt.
Nr. 8 vom 13. März enthält: 1 Bekanntmachung Gr. Tgerichts Alzey die Großh. Bürgermeiſter: Hirſchmann zu Sprend⸗ Miniſteriums der Juſtiz vom 28. Febr., wornach in den Landgemein⸗ lingen, Köhler zu Heimersheim, Schott zu Uffhofen, Schredels
den der Provinz Rheinheſſen ſich durch ſorgfältige und ordnungs- ecker zu Horchheim.— 11. Ergebniſſe der Verwaltung des allgemeinen mäßige Führung der Civilſtandsregiſter im Jahre 1854 ausgezeichnet evangeliſchen Kirchenfonds vom Jahre 1853.— Hiernach betrug
haben und öffentliche Belobung verdienen: 1) In dem Sprengel des die Geſammteinnahme 25,381 fl. 2 kr., die Geſammtausgabe Gr. Bezirksgerichts Mainz die Großh. Bürgermeiſter Brand zu 25,109 fl. 9½ kr., verglichen bleibt Reſt 271 fl. 52¾ kr.— III. Oberhilbersheim, Kay ſer zu Gaubiſchofsheim, Kirchner zu Bretzen⸗ Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe von israelitiſchen Religions- heim, Köhler zu Bechtolsheim, Mangold zu Großwinternheim, gemeinden im Kreiſe Bingen für 1856.— IV. Umlagen zur Be⸗ Walldorf zu Partenheim;— 2) in dem Sprengel des Gr. Bezirks- ſtreitung von Communalbedürfniſſen in den Gemeinden des Kreiſes
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