Ausgabe 
27.5.1856
 
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Ad 5. Es erſcheint zweckmäßig, auf größere Verbreitung zweckmäßiger landwirthſchaftlicher Maſchinen dadurch hinzuwirken, daß ſolche auf Rechnung des landwirthſchaftlichen Vereins angekauft und durch öffentliche Verſteigerung in die Hände oberheſſiſcher Landwirthe gebracht werden. Bei der diesjährigen Generalverſammlung des landwirth⸗ ſchaftlichen Vereins von Oberheſſen, welche im Monat Juni zu Gießen ſtattfinden ſoll, werden die anzukaufenden Inſtrumente öffentlich verſteigert werden und iſt zur Deckung allenfallſiger Verluſte der Betrag von 100 fl. in dem vorgeſehen.

e 6. 2 Auch für das Jahr 1856 ſoll den landwirthſchaftlichen Bezirks⸗Vereinen ein Drittheil der Jahresbei⸗ träge der in jedem Bezirks⸗Verein wohnenden Mitglieder zu Beförderung landwirthſchaftlicher Verbeſſerungen in dieſen Bezirken zur Dispoſition geſtellt werden. Es können auf dieſen Zuſchuß aber nur diejenigen Bezirks-Vereine Anſpruch machen, welche vor Ablauf des Jahres(1856) den Nachweis über die Verwendung bereits in früheren Jahren bezogener derartigen Unterſtützungen erbracht haben oder erbringen und die Zwecke angeben, zu welchen die für dieſes Jahr von denſelben in Anſpruch genommen werdenden Unterſtützungsgelder verwendet werden ſollen.

Ad 7. Auch im Jahr 18856 ſoll ſolchen oberheſſiſchen Schullehrern, welche ſich für Landwirthſchaft intereſſiren, Schul⸗ oder andere Güter auf eigne Rechnung bauen und zu den geringer Beſoldeten gehören, auf geäußerten, Wunſch die landwirthſchaftliche Zeitſchrift auf Rechnung des Provinzial⸗Vereins verabfolgt werden, unter der Bedingung, daß ſolche Eigenthum der Schule bleiben und in deren Vermögensinventar eingetragen werden muß.

Ad 8. Die zur Aufmunterung des Gartenbaues und der Seidenzucht vorgeſehenen 100 fl. ſind dazu beſtimmt:

1) denjenigen, welche verwilderte Gärten in zweckmäßige Garten⸗ oder Obſtanlagen umſchaffen und dies durch ein Zeugniß des Vorſtandes des betreffenden Bezirks⸗Vereines dem Präſidium des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen nachweiſen, Prämien von 610 fl. zu ertheilen. i f

2) denjenigen Seidenzüchtern Oberheſſens, welche Cocon's abliefern, von denen nicht mehr als 275 Stück auf das

Pfund gehen, eine Prämie von 20 kr. pro Pfund auszuzahlen. Diejenigen Seidenzüchter, welche dieſe Prämien

in Anſpruch nehmen können, wollen den Seidenbau-Verein zu Darmſtadt erſuchen; die Prüfung der Cocon's

vorzunehmen, auf deſſen Beſcheinigung alsdann die Decretur zur Auszahlung dieſer Prämien Seitens des Prä ſidiums des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen ertheilt werden wird.

Ad 9. in der Sitzung vom 17. December v. J. hat der Ausſchuß beſchloſſen, daß abermals etwa 100 Mal ter der ſ. g. Zwiebelkartoffeln in Sachſen angekauft und an die landwirthſchaftlichen Bezirksvereine zur Verſteigerung überlaſſen werden möchten. Nach den günſtigen Reſultaten, welche der Anbau dieſer Kartoffelſorte im vorigen Jahre geliefert hat, haben ſich mit Ausnahme eines einzigen alle Bezirks-Vereine an dieſem Kartoffelbezug betheiligen zu wollen erklärt. Die Kartoffeln werden den Bezirks-Vereinen gegen Erſatz der Ankaufskoſten überlaſſen, die Transportkoſten bis Gießen aber auf die Caſſe des landwirthſchaftlichen Vereins übernommen werden.

Ad 10. Allgemein anerkannt iſt es wohl, daß der dermalige Zuſtand der Schäferei in Oberheſſen, wo in einem Theil der Gemarkung reines, in einem andern Theil aber f. g. Schmeervieh gehalten wird, ſehr viele Unzu träglichkeiten mit ſich führt und daß es zu wünſchen wäre, wenn in der ganzen Provinz nur Schaafvieh einer Art gehalten würde. Da man aber denjenigen, welche reines, d. h. vollkommen geſundes Schafvieh halten, nicht zumuthen kann, es durch Schmeervieh zu erſetzen, ſo bleibt nichts übrig, als nach dem Beiſpiel von Bayern, Württemberg ꝛc. dahin zu wirken, daß das reine Schaafvieh allgemein werde. Deßhalb hat der Ausſchuß das Präſidium ermächtigt, derjenigen Gemeinde, welche in dieſem Jahr zuerſt das Schmeervieh abſchafft und durch reines Schaafvieh erſetzt, eine Prämie von 50 Gulden zu ertheilen, und wird dieſe Gemeinde außerdem ein von einem engliſchen Bock gefallenes diesjähriges Baſtardbocklamm unentgeldlich erhalten.

Ad 11. Daß der landwirthſchaftliche Verein von Oberheſſen an dem im Jahr 1856 zu feiernden Feſt des 25jährigen Beſtehens der landwirthſchaftlichen Vereine ſich zu betheiligen habe, hatte der Ausſchuß in früheren Sitz ungen beſchloſſen. Nach erhaltenen Mittheilungen werden die Koſten, an welchen derſelbe Theil zu nehmen hat, nur in den Druckkoſten eines über ſein Wirken erſcheinenden Werkes beſtehen. Für dieſes Jahr ſind zu dieſem Behuf 150 Gulden vorgeſehen.

Ad 12. Dieſe Poſition iſt in Folge eines von dem Ausſchußmitgliede, Großherzoglichem Steuercommiſſär Hunſinger, geſtellten Antrags von dem Ausſchuß beſchloſſen worden.

Die Vorſtande der landwirthſchaftlichen Bezirks-Vereine, die Mitglieder des Ausſchuſſes des Provinzial-Vereins, ſowie überhaupt alle Mitglieder deſſelben, endlich die Großherzoglichen Bürgermeiſter werden erſucht, zur Verbreitung vorſtehender Bekanntmachung beizutragen.

Laubach, den 26. März 1856. Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen

Otto, Graf zu Solms-Laubach.

Sie J i 41(9 durch Staarausziehung, 27 durch Umlegung von der Seite, Siebenzehnter Jahresbericht 5 durch Disciſſſon); in Heilung blieben 4 Fälle, ungeheilt 4 Fälle. der Augenheilanſtalt zu Darmſtadt 2) Durch Operation des Schielens wurden geheilt 11 Fälle. 3) Durch und der damit verbundenen operativen Klinik von 8 l 5 e ;* geheilt bis auf einen. ur aphylom ati er Horn⸗ dem leitenden Arzte derſelben Dr. Küchler. baut geheilt 4 Falle, ohne Nachricht 2 Falle, Reſtant aus 1854 geheilt. 5 Im Jahr 1855 ſind laut offen liegendem Namensverzeichniſſeſ 5) An Pannus und pannöſen Entzündungen durch die Cir⸗ 222 erhebliche Operationen ausgeführt worden. Die betreffenden] cumeiſton behandelt 83 Fälle, davon geheilt 45, gebeſſert 19, zweifel⸗ Kranken kamen aus 106 heſſiſchen und 13 auswärtigen deutſchen Ge⸗ haft 15, ungeheilt 4. 6) Von Geſchwülſten aller Art durch Aus⸗ meinden. Die Anſtalt iſt entſprechend dieſer Vermehrung ihrer Thä⸗ rottung geheilt 21 Fälle. 7) Die übrigen Fälle: Bildung eines thigkeit erweitert worden, und müſſen wir mit Dank mehrfacher[neuen Augenlids aus der Schläfenhaut, Staphylome des Unterſtützungen erwähnen, welche durch Vermächtniſſe oder Schenkung Ciliarkörpers, Verwachſungen in der vorderen Augenkammer ꝛc. ꝛc. zu dieſem Zwecke der Anſtalt beſtimmt worden ſind. Da wie im finden anderwärts nähere Betrachtung. 8) In der mit der Anſtalt verfloſſenen Jahr ein genauerer wiſſenſchaftlicher Rechenſchaftsbericht verbundenen ophthalmologiſchen Klinik wurden außerdem, ſoweit die meinen Standesgenoſſen nähere Kenntniß von den Leiſtungen der Hauptbücher durch Führung genauer Krankengeſchichte nachweiſen, mehr Anſtalt geben wird(f. deutſche Klinik zu Berlin), ſo glauben wir[als 700 Fälle behandelt und in überwiegender Mehrzahl geheilt. uns darauf beſchränken zu dürfen, nur einige der wichtigſten Leitungen[Die Perſonalcontrole über alle dieſe Fälle ſteht Jedem, den es inte⸗ im Jahr 1855 hier anzuführen wie folgt: 1) der Operation reſſirt zur Einſicht offen. Dr. Küchler. des grauen Staars wurden unterzogen 49 Fälle, davon geheilt

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