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Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.
Obligations Verlooſung.
116231 Durch die heute vorgenommene Ver⸗
looſung von Partial ⸗ Obligationen der beiden
Anleben bieſtger Stadtkirche ſind folgende Num⸗
mern rückzahlbar geworden.
a) Von dem Anlehen à 15000 fl. Nr. 85 mit 200 fl.
b) Von dem Anlehen à 6000 fl. Nr. 3 und 16, jede mit 100 fl.
Die Inhaber werden hiervon in Kenntniß geſetzt um bis zum 1. Januar 1857 das Geld bei Herrn Kirchenrechner Faatz dahier zu er⸗ heben, indem die Zinszahlung nach gedachtem Tage aufhört.
Friedberg den 6. Oktober 1856.
Für den evang. Kirchenvorſtand: Der Stadtpfarrer W. Seel. N Der Großherzogliche Bürgermeiſter Bender.
Pfänder ⸗Verſteigerung.
11619] Eingetretener Hinderniſſe wegen werden nicht an dem früher beſtimmten Tage, ſondern
Montag den 27. Oktober und den folgenden Tag, Morgens 9 Uhr anfan⸗ gend, in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termine die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelöſten oder renovirten Pfänder, be⸗ ſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weiß⸗ zeug, Herren⸗ und Frauenkleidern, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. 5
Die Auslöſung und Renovation der Pfänder findet nur an den hierzu beflimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, ſtatt, und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß nur bis zum 13. Oktober l. J. die betreffende Auslö⸗ ſung und Renovation geſchehen kann, da das Pfandlokal vom 14. Okiober bis zum Schluß der Verſteigerung geſchloſſen bleibt.
Friedberg den 27. September 1856.
Großherzogliche Bürgermeiſierei Friedberg Bender.
Oeffentliche Aufforderung. 116611 Eigentbums⸗Anſprüche an das in der Gemarkung Bönſtadt gelegene, im dafigen Grund⸗ buch auf den Namen Johannes Hofmann von Bönſtadt eingetragene Grundſtück
Flur I. Nr. 26, welches verkauft worden iſt, find um ſo ge⸗ wiſſer binnen
vier Wochen dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt der Kaufbrief beſtätigt und der Eintrag im Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Altenſtadt den 8. Oktober 1856. Großherzogliches Landgericht Altenſtadt. Wegen Beurlaubung Grßh. Landrichters: Lichtenberg, Landgerichts ⸗Aſſeſſor.
Edietalla dung.
11651] Nachdem Landgräfl. Landes⸗Regierung 1. Dep. über den Nachlaß des verſtorbenen Wolf Jonas Metzler von Seulberg das Con⸗ cursverfahren erkannt hat, werden hiermit alle diejenigen, welche Forderungen irgend welcher Art an dieſen Nachlaß zu haben vermeinen, auf⸗ gefordert, im Termin
Freitag den 14. November d. J.,
Vormittags 9 Uhr,
ihre Anſprüche ſo gewiſſer dahier anzumelden und zu begründen, als anſonſten die in die ſem Termin Ausbleibenden von der vorhandenen Maſſe ausgeſchloſſen werden.
Das Präcluſiverkenntniß wird übrigens nur auf der Gerichtsſtube eröffnet werden.
Homburg den 30. September 1856. Landgräflich Heſſiſches Juftizamt Fuchs.
Stallverkauf auf den Abbruch.
11678] Mittwoch den 29. d. M., des Morgens um 10 Uhr, wird auf dem Fürſtlichen Pacht⸗ bof Heibertsbauſen unweit Lollar an Ort und Stelle ein 68“ langer, 38“ breiter und 20 hoher, von eichen Holz erbauter und mit Ziegel be⸗ deckter Viebſſall auf den Abbruch mit dem Be⸗ merken verkauft, daß das Dach⸗ und Holzwerk noch ſehr gut iſt und ſich zu anderen Bauten eignet.
Griedel den 15. Oktober 1856. Fürſtliches Rentamt
Mengel.
Damen Caſino. [1689] Sonntag den 26. d. M. findet Damen⸗ Caſino ſtatt.
Der Präſident der Caſino-Geſoellſchaft Hofmann.
Bekanntmachung.
[1690] Nach Verfügung des Großherzoglichen Landgerichts Nidda vom 25. Juli d. J., das Schuldenweſen des Rudolph Landmann auf der Zunkermühle bei Eichelsdorf betreffend, ſollen nachverzeichnete Immobilien zwangsweise unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigett werden und iſt nochmaliger Verſteige⸗ rungstermin auf
Donnerſtag den 30. Oktober, Mittags 12 Uhr, anberaumt worden mit dem Bemerken, daß bei annehmbarem Gebote der Zuſchlag und die Genehmigung ſogleich ertheilt werden. Fl. Nro. Klftr. I 411 228 Hofraithe, die Junkermüßle an der Gemeinde Eichelsdorf. Dieſe Mühle hat 3 Mahlgänge, eine iſolirt ſtiehende Oel- und Hirſen⸗ mühle mit 14 Fuß Fall. Wohn⸗ haus und Mühle ſind maſſiv von Stein erbaut, 1 Scheuer, Pferde⸗ und Rindviehſtall, Holzſchoppen, Schaafftall, Schweineſtall mit 8 Abtheilungen, Waſch⸗ und Back⸗ haus mit Brunnen. Die Mühle liegt 1½ Stunde von Nidda und 1½ Stunde von Schotten am Niddafluß und nahe an der Provinzialſtraße. Sie hat ſtets das erforderliche Waſſer zum Geſchäftsbetrieb. 1 410 179 Grab garten an der Junker mühle und Peter Frepmann jun. 1 406 762 Wieſe auf dem Schadenteich an Heinrich Zirkel(bei der Mühle). III 2552976 Wieſe in der Seewieſe an der Gemeinde Eichelsdorf(in der Nähe der Mühle). III 202 85 Wieſe bei der Junkermühle an Johannes Freimann. III 228 319 Acker im Schadenteich an Johs. Mener II. Gemarkung Rainrod: XIV 114 873 Wieſe in der Sauerwieſe an Peter Würz. Eichelsdorf am 21. October 1856. Großherzogliches Ortsgericht Eichelsdorf. Der Vorſteher Freymann.
Erfahrungen im Kartoffelbau. (Schluß.)
Es iſt eine arge Täuſchung, wenn man glaubt, daß die Egge das Unkraut zerſtört; man muß da ſeine Augen beim Uebereggen ganz zugedrückt haben, um abſichtlich nichts zu ſehen. Das Eggen zerkleinert die Schollen wohl und ſchließt den Boden der Atmoſphäre auf, aber dem Unkraut hilft es mit auf die Füße, wie wir uns heuer wieder mit direct angeſtellten Verſuchen beim Uebereggen des Weizens überzeugt haben, indem auf den übereggten Beeten das Unkraut über den Weizen wuchs, während auf den nicht übereggten Beeten kein Unkraut über dem Weizen zu ſehen war; wir müſſen aber bemerken, daß der Weizen auch hier nicht ſchlechter ſtand.
Wir wollten erfahren, aus welcher Tiefe ſich eine Kartoffelknolle durch die Erde mit ihren Keimen empor⸗ arbeiten könne. Dazu wurde ein etwas feſter und ſchwerer ungedüngter Boden und eine Knolle von mittlerer Größe gewählt. Es wurde eine Grube gegraben von 2 Fuß Tiefe und die Knolle auf die harte Sohle in der Mitte Mai gelegt. Schon glaubte man, daß die Knolle wegen Länge der Zeit mit ihren Trieben an der Oberfläche des
Bodens nicht mehr erſcheinen werde und es wurde ver⸗ muthet, daß bei dem beſtändigen Regenwetter und der ungünſtigen Lage der Grube in dieſelbe Waſſer eingetreten ſei, wodurch die Knolle etwa gelitten habe, als in der fünf⸗ ten Woche endlich ein ſehr ſtarker Trieb, gleich darauf ein zweiter und noch ein dritter Trieb hervorbrach. Alle drei Triebe haben die Dicke eines Fingers, und die Blätter ſtehen ſehr gedrängt über einander. Wir haben an mehren andern Orten ähnliche Verſuche, gemacht und werden ſpäter darüber referiren; nur müſſen wir hier noch bemerken, daß ſehr ſeicht gelegte Knollen auch ſehr ſpät, aber mit ſehr ſchwachen Trieben aufgingen.
Schon voriges Jahr machten wir in der Zeitſchrift „Fortſchritt“ auf eine Kartoffelpflanze aufmerkſam, welche in einer kleinen Gartenanlage in einem alten Wallgraben um einem Schloſſe auf einem Blumenbeete ſeit mehren Jahren immer wieder regelmäßig zum Vorſchein kommt, obgleich die zahlreich angeſetzten Knollen alle Jahre hin⸗ weggenommen werden, in einer Tiefe von Ellen ſchon Waſſer iſt und der Boden mit dem Spaten ſehr tief um⸗ gegraben wird. Wir zweifelten heuer an dem Erſcheinen dieſer Kartoffelpflanze, allein ſie erſchien wieder, obwohl
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