Ausgabe 
17.6.1856
 
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Buchhandlun

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riefe

bahnverhand.

nzeigen

5. Juni

8 gart, Seel Stadtkirche: Zurgkirche

Friedberger Jutelligenzblatt.

Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen

fl. 1. 30 kr.

Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e

Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum

ſammen 7 kr.

N. 17.

Dienſtag, den 17. Juni.

1856.

Amtlicher Theil.

D

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Abnahme des Verfaſſungseides vom II. Quartal 1856. Dienſtag den 1. k. M., Vormittags 11 Uhr, findet die Abnahme des Verfaſſungseides Seitens der jungen Orts

burger auf dem Rathhauſe dahier ſtatt.

Indem wir Sie hiervon in Kenntaiß ſetzen, beauftragen wir Sie, die jungen Ortsbürger hiernach vorzuladen und bis zum 25. d. M. Verzeichniſſe der Vorgeladenen oder Bericht, daß keine vorhanden ſind, anher einzuſenden.

Friedberg, am 10. Juni 1856.

Müller

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Verſteigerung

der Gras ſaamenerndte in den Ge meindewaldungen der Oberförſterei Bingenheim.

1963] Freitag den 20. Juni, des Morgens um 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Nidda die

Steinkohlen lieferung. [965] Montag den 23. d. M, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 800 Centner Steinkohlen für das 2. Bataillon 4. Infanterie⸗ regiments dahier auf dem Soumiſſionswege in Accord gegeben werden. Die deßfallſigen Be dingungen liegen in dem Büreau des Verwal

(Butzbach.)

[973] Es ſoll der vorhandene Pferdedünger in hieſiger Caſerne ſtaͤtt ſeither halbmonatlich künftighin wöchentlich und zwar jeden Don nerſtag des Vormittags um 10 Uhr meiſtbietend verſteigert, derſelbe ſodann Freitags und Sams⸗

Pferde dung verkauf.

Grasſaamenerndte in ſämmtlichen Gemeinde waldungen der Oberförſterei Bingenheim öffent lich verſteigert werden. Die näheren Bedin gungen werden vor der Verſteigerung bekannt gemacht.

Das Forſtſchützenperſonal iſt angewieſen den

offen.

tungsraths genannten Bataillons zur Einſicht

Friedberg den 10. Juni 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths: Nicola, Oberquartiermeiſter.

tags abgefahren werden, und Donnerſtag den 19. dieſes Monats die erſte wöchentliche Ver⸗ ſteigerung hiernach ſtattfinden.

Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, erſuche ich zugleich die Herren Bürger⸗ meiſter der Umgegend dieſen Verkauf, wobei ſich nunmehr auch Wenigerbegüterte betheiligen kön

17., 18. und 19. Juni denjenigen den Gras ſaamen im Walde zu zeigen, welche ſich au der Verſteigerung betheiligen wollen. Bingenheimer Forſthaus den 11. Juni 1856. reit.

Großherzogliche Oberförſterei Bingenheim v. Gall.

19201

80 0 Gulden liegen in der hieſigen Kirchenkaſſe im Ganzen oder auch getrennt zum Ausleihen be

Oſſenheim, den 31. Mai 1856. Keller, Kirchenrechner.

nen, in Ihren Gemeinden durch die Schelle be kannt machen laſſen zu wollen. Butzbach den 11. Juni 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths Cellarius, Oberquartiermeiſter.

Verſchiedenes.

Fortſchritte im Annoncenweſen. Die erfin⸗ deriſche Induſtrie, welche in Paris für die Verbreitung der Annoncen ausgeübt wird, ſteigert ſich immer mehr. So bietet man ſehr billige Fächer, beſonders in den Theatern, feil, die auf beiden Seiten mit Annoncen bedeckt ſind: fächerförmige Intelligenzblätter für einen Tag, deren An zeigen ſich auf die weibliche Toilette beziehen. Auch auf ordinäres Porzellangeſchirr der Volksſpeiſehäuſer druckt man bereits Annoncen, und wenn ein Arbeiter ſeine Suppe ge geſſen hat, ſo lieſt er auf dem Grunde des Tellers, wo die billigſten Blouſen und Hemden verkauft werden.

Eine Dame wurde kürzlich in einer Geſellſchaft gebeten, zu ſingen; ſie ſchlug es aber unter dem Vorwande ab, daß ſie zu ſchlecht ſänge. Ein junger Menſch, welcher dieſe Be ſcheidenheit eines Kompliments werth achtete, erwiederte darauf:O ſingen Sie doch; Sie ſingen doch wahrhaftig lange nicht ſo ſchlecht, als die, welche noch ſchlechter ſingen./

Geheimniß. In einer Geſellſchaft in B. ſprach man über Eugen Sue'smystèeres de Paris. Da äußerte ein Herr:Es wäre doch intereſſant, auch die Geheimniſſe unſerer Stadt zu wiſſen.Gewiß, erwiderte ein An⸗ derer,aber welches mag wohl das größte ſein? Unſere Stadtbeleuchtung! brummte Jemand im Hinter grunde.

Guſtav⸗Adolf⸗ Stiftung.

Gerne berichtige ich ein Verſehen, das ſich in meinem bei der Verſammlung zu Florſtadt erſtatteten Bericht eingeſchlichen hat. Die am Reformationsfeſte 1855 zu Niederwöllſtadt erhobene Collekte hat nicht 4 fl. 30 kr., ſondern 12 fl. 26 kr. ertragen, wornach ſich auch die Jahreseinnahme und die Geſammteinnbme des Wetterauer Zweig⸗ vereins(J. Int.⸗Bl. Nr. 45) auf 368 fl. 24 kr, resp. 4,338 f 23 erhöht. 3

Friedberg, den 15. Juni 1856. l

Dr. Matthias.