Ausgabe 
12.2.1856
 
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ſogewiß dahier anzumelden, als ſonſt der Allo⸗ difications-Vertrag beſtätigt und auch der Ein⸗

trag ins Mutations-Verzeichniß verfügt werden

wird. Butzbach den 2. Februar 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel.

Oeffentliche Aufforderung. [164] Eigenthumsanſprüche an folgende, der Johannes Anſchick's Wittwe zu Münſter laut Beſcheinigung zuſtehende Güterſtücke, als:

a. Gemarkung Münſter:

103/7, 136/28, 342/11, 517/10, 604/7, 924/13, 268/18, 393,2, 20/0, 550%, 832/17. 114/33, 599%, 68643, 850/6,

842/30, 436/26 /; b. Gemarkung Fauerbach: 286172, ſind binnen Wochen

dabhier geltend zu machen, widrigenfalls die vorliegende Erbvertheilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird.

Butzbach, am 30. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Muth,

Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor.

Bekanntmachung.

1136] Dienſtag den 11. März l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, foll auf hieſigem Rathhauſe öffent- lich meiſtbietend verſte igert werden:

144[◻Klafter Hofraithe in den Wendelsgärten vor der Stadt an der Chauſſee gelegen, der Karlshof genannt, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer und Stallung, ſowie Brauhaus,

157[I Klafter Garten am Haus und oben an demſelben 2 Hohlkeller,

189 Klftr. Wieſe an der Hofraithe,

83 Grasgarten daſelbſt,

131 Acker am unterſten Kiſſelberge,

278 daſelbſt, beide in der Nähe der

Hofraithe.

Durch Einrichtung und Lage eignet ſich die ſe Hofraithe ſowohl zum Wirthſchaftsbetrieb, als auch für eine größere Oekonomie.

Unbekannte Steigerer haben ihre Zahlungs⸗ fähigkeit genügend nachzuweiſen.

Zugleich werden Wittwe Marloff und Heinrich Poflipp Leheim hierdurch vom Verſteigerungs⸗ termin in Kenntniß geſetzt, da dem Unterzeich⸗ neten deren Aufenthaltsort nicht bekannt iſt.

Nidda den 22. Januar 1856.

In Auftrag i Großherzoglichen Landgerichts Nidda der Vorſteher Großherzoglichen Ortsgerichts

L. U h l.

5 Oeffentliche Aufforderung.

[209] Die Geſchwiſter des ſeit vielen Jahren abweſenden Matthäus Philipps von Fauer⸗ bach I., Sohn des Johannes Philipps von da, und geboren den 15. September 1785 haben um Aushändigung ſeines ſeither curato riſch verwalteten Vermögens angeſtanden. Der Antrag erſcheint nach dem eingetretenen Alter zuläſſig, und wird daher Matthäus Philipps oder wer ſonſt als deſſen Rechtsnachfolger ſich auszuweiſen vermag, aufgefordert, binnen einer Friſt von z wei Monaten bei unterzeichnetem Gericht ſich anzumelden, oder zu erwarten, daß er für verſchollen erklärt und das ſeither verwaltete Vermögen den bereits aufgetretenen Erbintereſſenten ausgehändigt wird. Buß bach den 7. Februar 1856. 1 enclih, b Butzbach Ebel.

Leſch,

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Oeffentliche Aufforderung. [193] Chriſtoph Leſch, Johannes Leſch und Eliſabetha, Johann Konrad Heyd Ehefrau, geb. alle von Butzbach, haben um Ueber laſſung des Vermögens ihres ſeit vielen Jah ren, unbekannt wo, abweſenden Oheims, des am 22. März 1785 dahier gebornen Chriſtoph Leſch angeſtanden. Da dieſer Chr. Leſch das 70. Jahr überſchritten haben würde, ſo wird er, oder wer ſonſt rechtliche Anſprüche an ſein Ver-

mögen zu haben glaubt, hiermit aufgefordert,

binnen einer Friſt von zwei Monaten zur Empfangnahme ſeines ſeither curaloriſch verwalteten Vermögens ſich anzumelden. Ge ſchieht dies nicht, ſo wird Chriſtoph Leſch für verſchollen erklärt und ſein Vermögen den Ein gangs genannten Erbprätendenten überwieſen werden. Butzbach, den 8. Februar 1856. Großherzogliche Landgericht Butzbach Ebel.

Stroh lieferung. [194] Freitag den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 650 Gebund Kornſtroh, oder auch ſtatt deſſen 1300 Gebund Gerſtenſtroh, unter den im Verwaltungsbureau zur Einſicht offen liegenden Bedingungen auf dem Summiſſionsweg in Accord gegeben wer den. Friedberg, den 11. Februar 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths 2. Bat. 4. Inf.⸗Reg. Nicola, Oberquartiermeiſter. (Butz bach.)

Pferdeverkauf. [195] Mittwoch den 13. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in der hiefigen Reitercaſerne ein für den Reitdienſt unbrauchbar gewordenes Dienſtpferd meiſtdietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden.

Bußzbach den 7. Februar 1856.

In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. Betreffend: Holzverſteigerung in dem Großher⸗ zoglichen Domanialwald Kellerberg der Oberförſterei Oberrosbach. [196] Donnerſtag den 21. d. M. werden in dem oben genannten, bei Oberrosbach ge⸗ legenen Walddiſtrikte, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 24% Stecken Scheit⸗, 8 ¼ Stecken Prügel, 37 Stecken Stockholz, 817 Wellen Reiſerholz und 7 Läſte Schlag⸗ abraumbolz, ſämmtlich Eichen, ſodann 38 Eichen⸗Klötze zu Baue und Werkholz, in der Stärke bis 19 Zoll Durchmeſſer u. 40 Fuß Länge.

Der Anfang erfolgt präcis 8 Uhr und wird erſt das Brennholz, dann das Stammholz aus⸗ geboten.

Oberrosbach, den 9. Februar 1856.

Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Holzverſteigerung. 1497 Donnnerstag, den 14. d. Mis. Vor⸗ mittags 9 Uhr beginnend, werden im Diſtrikte am Haſſelecker Weg⸗ % Stecken Nadel⸗Scheitholz,

474 dgl. Prügelholz, 33% dgl. Stockholz und 3026 Stück dgl. Wellen; hierauf

105 Nadel⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme von 6 16 Zoll Durchmeſſer und 2575 Zoll Länge, und 17 Nadelſtangen an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt am 6. Februar 1856. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer.

Bekanntmachung.

[198] Es iſt die Wahrnehmung gemacht wor den, daß hinſichtlich des der Stadt Friedberg zu ſtehenden Rechts bezüglich des Mehloctrois und des Fruchtausfuhrgeldes Fahrläſſigkeiten eingetreten ſind, welche nicht anders ſchließen laſſen, als daß dadurch eine Unterſchlagung der Abgabe be⸗ wirkt werden ſoll. Es wird deßhalb hierdurch auf den am 24. Oktober 1837 höheren Orts genehmigten Polizeibefehl aufmerkſam gemacht, wornach jede Unterſchlagung mit dem zehen⸗

fachen Erſatz und Bezahlung des gebührenden

Fanggeldes beſtraft wird.

Beſonders werden die Müller, welche Mehl für Bäcker oder Mehlhändler in hieſige Stadt einfahren, darauf aufmerkſam gemacht, daß ſie ſtets beim Einfahren in die Stadt bei eigner Verantwortlichkeit ihre Fuhre mit zwei gleichlautenden von dem Abſender unter zeichneten Scheinen verſehen müſſen, welche ſo wohl das Quantum, als die Sorte des einzu führenden Mehls ganz genau enthalten müſſen. Von dieſen Scheinen iſt der eine dem Pförtner der Eingangsſtation, der zweite aber dem ſtäd⸗ tiſchen Waagmeiſter ſofort abzuliefern, und darf nicht eher abgeladen werden, bis Letzterer die Säcke revidirt und nöthigen Falls gewogen hat.

Friedberg am 9. Februar 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg nde lr.

Aufforderung. [199] Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an die Stadt Friedberg und den Auguſtiner Schulfond dahier für Arbeiten oder Lieferungen aus dem Rechnungsjahre 1855 zu machen haben, werden hierdurch aufgefordert, ihre Rechnungen auf vorſchriftsmäßigem Formular längſtens bis Ende dieſes Monats bei dem Unterzeichneten einzureichen, bei Vermeidung der im Unter⸗ laſſungsfalle für die Säumigen damit verbun⸗

denen Nachtheile.

Friedberg am 9. Februar 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg end?

Pferd⸗Verſteigerung. [200 Donnerſtag den 14. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe ein Pferd meiſtbietend verſteigert.

Friedberg den 11. Februar 1856.

In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.

Der Vorſteher

Be n d e

Holz⸗Verſteigerung. [201] Donnerſtag den 14. J. Mts., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden an Ort und Stelle in der Garten-Gemarkung nachſtehende abgängige Obſt⸗ und Akazienbäume meiſtbietend verſteigert und geſchieht der Anfang am Rentamtsdiener Heß'ſchen Hauſe in der Vorſtadt zum Garten, als:

1 Nußbaum,

10 Aepfelbäume,

3 Birnſtämmchen,

15 Zwetſchenbäume,

12 Weidenbäume,

6 Haufen Ausputzholz am Schützenrain und 9 Akazienbäume an der Stadtkirche.

Friedberg den 11. Februar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg

Bender.

Bekanntmachung. 5 [202] Die von Oberförſter Harth im Diſtrikte an der Burgwaldsgrenze heute abgehaltene Holzverſteigerung iſt genehmigt und der erſte Fahrtag auf

Donnerstag, den feſtgeſetzt..

Ockſtadt, 7. Februar 1856. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer.

14. d. M.,