Ausgabe 
11.11.1856
 
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Bekanntmachungen von Behoͤrden und

Edictal ladung.. 1705] Der Immobiltarnachlaß der ſchon in den Jahren 1834 und 1835 verlebten Anton Werner I. Cpeleute von Langenhain iſt verſteigert worden. Erwerbsurkunden über die dazu gehörigen, auf Anton Werner I. einge. tragenen Liegenſchaften können nicht beigebracht werden, und ſind deshalb Eigenthumsanſprüche an dieſe Liegenſchaften, deren Verzeichniß am Landgericht zur Einſicht offen liegt, binnen einer Friſt von

2 Monaten ſo gewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt die Beſtätigung der Steigbriefe verfügt, und auch der Eintrag in das Mutationsverzeichniß geſtattet werden wird.

Zugleich wird der am 1. Februar 1789 ge⸗ borne, aber ſeit vielen Jahren abweſende Sohn Lorenz Werner aufgefordert, binnen gleicher Friſt über das vorliegende Teſtament ſich zu erklären, auch einen Bevollmächtigten zu beſtellen, oder zu erwarten, daß die Anerkennung des Teſtaments vorausgeſetzt, ein Curator für ihn beſtellt und dieſem ſeine Vertretung über laſſen wird.

Butzbach, den 23. October 1856.

e Landgericht Butzbach

Ebel.

Grundſtück⸗Verſteigerung. 117071 Freitag den 12. Decbr., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Nathhauſe nachbe⸗ zeichnetes, dem hieſigen Bürger Johann Philipp Jung gehörendes Grundſtück meiſtbietend ver ſteigert, als:

Fl. Nr. d. Grdſt.[OKlft. 2 103 51 Grabgarten, Liebfrauen gärten.

Friedberg, den 24. Okt. 1856.

In Auftrag: Großberzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher n Obligations ⸗Verlooſung. 11737] Bei der diesjährigen Obligations-Ver⸗ looſung ſind aus dem bei dem Handlungshaus S. Lindheimer in Friedberg negociirten Anlehen die Partialobligationen Nr. 3 von 400 fl. und Nr. 97 von 100 fi. zur Rückzahlung beſtimmt worden.

Die Beſitzer dieſer Schuldſcheine werden hier von mit dem Anfügen in Kenntniß geſetzt, daß genannte Beträge vom 1. Januar k. J. bei hieſiger Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen ſind, da von dieſem Tage an deren Verzinſung aufhört.

Heldenbergen den 28. Oktober 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Heldenbergen Grix.

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Frucht⸗Markt

Privat⸗Anzeigen.

zu Friedberg.

11736] Durch den ſich in jüngſter Zeit wieder kundgegebenen lebhaften Verkehr des hieſigen Fruchtmarktes ſehen wir uns veranlaßt in Erinnerung zu brin-

gen, daß fortwährend am Freitag in

jeder Woche dahier ein freier Frucht

markt unter den Beſtimmungen der ſtädtiſchen Marktordnung vom 10. Mai 1847 abgehalten wird, zu deſſen Beſuche wir ſowohl Verkäufer als Käufer von Früchten hierdurch freundlichſt einladen.

Die Vortheile, welche ein öffentlicher Marktverkehr ſowohl den Produ centen als Conſumenten bietet, ſind längſt anerkannt und bedürfen keiner wei teren Erörterung, wie man denn auch von der Wichtigkeit eines regelmäßigen Marktes für die Getraide-Erzeugniſſe unſerer Wetterau allſeitig überzeugt iſt. Wir geben uns deßhalb der Hoffnung hin, daß der Fruch- markt unſerer Stadt, welche durch ihre günſtige Lage wie durch ihren geſchäftlichen Verkehr der ge⸗ eignetſte Platz für den Markt der Wetterauer Früchte iſt, auch in der Ferne

bekannt und Käufer heranziehen werde,

zumal nunmehr die bedeutendſten

Mühlenbeſitzer der Umgegend Frankfurts, insbeſondere die Herren Wiemer, Hattemar und Adrian, Dänzer ꝛc. ihre Zuſage ertheilt haben, für die Folge ihr Bedürfniß an Früchten auf dem hieſigen Markte anzukaufen; außerdem aber können die Verkäufer bei dem bedeutenden Verkehr der hieſigen Frucht⸗ händler ebenfalls auf einen ſichern und raſchen Abſatz ihrer Waare rechnen. Friedberg, den 3. November 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg

Bender.

Lieferungen verſchiedener Gegenſtände für die Garniſon Butzbach. [1746] Freitag den 14. d. M., ſollen die nach⸗ genannten Bedürfniſſe der hieſigen Garniſon auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſt⸗ verlangenden in Accord gegeben werden, u. z. 1) des Vormittags um 10 Uhr, der Bedarf

an Brod, geläulertem Oel, Thrau, Stearin⸗ lichtern, Gerſte zu Schroth, Waizenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen ein⸗ zelner Betten auf das 1. Semeſter 1857; 2) des Vormittags um ½11, das Bedürfniß an Kardälſchen auf die Jahre 1857, 1858 und 1859. Die Bedingungen liegen zur Einſicht bereit. Butzbach den 4. November 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter.

Bekanntmachung. 11758] Donnerſtag den 13. l. Mts., Morgens um 9 Uhr, werden die Schubfuhren im Kreiſe Friedberg für 1857 in hieſigem Rathhauſe an den Wenigſtnebmenden verſteigert.

Friedberg den 8. November 1856. In Auftrag

Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Großherzogliche Bürgermeiſterel Friedberg Bien dee.

Grund ſtücke⸗ Verpachtung 11759] Montag den 17. November, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſtehende der von Schrautenbach'ſchen Stif⸗ tung dahier gehörende Grundſtücke auf einen Zeitraum von ſechs Jahren meiſtbietend ver pachtet, als: 5 147[◻Klafter Acker im Ried, am Sodenweg, 41 U◻LWKlafter desgleichen daſelbſt. Friedberg den 8. November 1856. In Auftrag: Großherzogliche Bürgermgeeiſterei Friedberg Bender.

Verſteigerung getragener Monti rungsſtücke, Bett- und Pferdeteppiche ꝛc. 11760] Donnerſtag den 20. und Freitag den 21. d. M., des Vormittags von 9 bis 12 und des Nachmittags von 1 bis 5 Uhr, ſollen in der hieſigen Reitercaſerne eine größere Quan tität getragener Montirungsſtücke, worunter viele Reitermäntel, ſodann eine große Anzahl Bett- und Pferdeteppiche, ſowie Caſernerequiſi⸗ ten, gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Butzbach den 8. November 1856.

In Auftrag des Verwaltungsraths:

Cellarius, Oberquartiermeiſter.

An die Leſer des Intelligenzblattes.

Die heutige Nummer dieſes Blattes iſt die erſte, welche auf der Wir erwähnen deſſen hier, da es für viele Leſer unſeres Blattes, welche ſonſt keine Gelegenheit dazu haben, von Intereſſe ſein wird, hier ein anſchauliches Bild der Fortſchritte der Buchdruckerei in den letzten Jahrzehnten vorgeführt zu ſehen. der Leſer, welcher ſeit Jahren keine Buchdruckerei beſuchte, ſchwebt viel⸗ leicht noch aus früheren Zeiten die alte ſchwerfällige und unförmliche Holzpreſſe vor, an welcher ſich ein mit Drucken beſchäftigter kräftiger Mann abzuquälen hatte, wenn er während 12 ſtündiger Arbeitszeit 1000 Dieſe Holzpreſſen haben nun freilich ſchon ſeit Jahren den ſchön und ſolid gebauten eiſernen Preſſen faſt aller Die zweckmäßige Conſtruction derſelben erleichterte wohl die anftrengende Arbeit des Druckes bedeutend, und ermöglichte dabei einen ſaubern und gleichmäßigen Druck, aber in Be zug auf die zu liefernde Anzahl Abdrücke war keine weſentliche Ver Die großortigen Fortſchritte der Kunſt und Induſtrie unſerer Zeit im Allgemeinen mußten auch die Buchdruckerei berühren und dieſe zu größerer Vervollkommnung drängen, ſprachen nicht mehr den geſteigerten Bedürfniſſen der Zeit und ſo wurde

Schnellpreſſe gedruckt wurde.

bis 1500 Abdrücke liefern wollte.

Orten Platz machen müſſen.

beſſerung erreicht.

Manchem London gedruckt wurde,

Tages möglich iſt. die Handpreſſen ent Buchdruckerei freundlichſt

es die Aufgabe denkender Männer, großakrtigere als die bis dahin in Anwendung gebrachten Druckmaſchinen zu erſinnen, durch deren kunſt⸗ reichen Mechanismus es möglich werden könnte, in kurzer Zeit eine größere Anzahl Abdrücke zu liefern. etwa 40 Jahren ein um die Vervollkommnung der Buchdruckerei über haupt viel verdienter deutſcher Landsmann, Namens König, durch Con ſtruirung einer Schnellpreſſe, auf welcher ſchon 1814 dieTimes in abzuhelfen, allein der neueren Zeit blieb es vor behalten, die von König gegebene Anregung der Vervollkommnung näher zu führen, deſſen Druckmaſchinen zu vereinfachen und zu verbeſſern, ja theilweiſe gänzlich umzugeſtalten, und hierin iſt in den letzten Jahrzehn⸗ ten Erſtaunliches geſchehen. i nigen Tagen in unſerer Buchdruckerei aufgeſtellte Schuellpreſſe geben, der großartigeren Druckmaſchinen, wie jener in der Londoner Induſtrie⸗ Ausſtellung, jetzt Eigenthum der Beſitzer der Times, gar nicht zu geden ken, denn unſere erwähnte Schnellpreſſe ſetzt uns in den Stand, bei dem reinſten, gleichmäßigſten Druck faſt eben ſo viel Exemplare in einer Stunde zu liefern, als dies mit einer Handpreſſe während des ganzen

Dieſem Bedürfniß ſuchte ſchon vor

Den Beweis hiefür kann ſchon die vor ei

Das ſich biefür intereſſtrende Publikum iſt zum Beſuche unſerer eingeladen.

Die Expedition.

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Oeffentl! 4761] Franz 2 1781 geborene Dietz von Niet Eva, geborene K ledigen Standes Leibeserben geſto lichem und bew und ſich der Gr den, auf ungeſa laß des gedacht Sohn ſeines verle nämlich der Orte Franz Dich III. auf eine von izm laſſer eingegangen beſtätigte Sche Eigenthumsanſprl anweſenden nächft Dietz II., naml ſeiner verſtorbene rich, Reinhard, Chefrau des Phil Dietz III. mit di gend anerkannt n Auf Antrag de um gerichtliche vertrags nachgeſu abweſenden nächst Diez II., näml die Sohne ſeines ud dic ſowie bun e d ſeiner an bis i Cretan g. rden oder ſo 10 0 hiermit Tal, nerhalb ein Wc g ee Ren zu berechn