Ausgabe 
10.6.1856
 
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Friedberger Intelligenzblatt.

Erſcheint wo · chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl.

Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen,

Einruckungsge⸗ bühren für die ge ſpaltene Petit zeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden

beten Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.

ſammen 7 kr.

Nu. 15.

Dienſtag, den 10. Juni.

1856.

Amtlicher Theil. Bekanntmachung.

Rach einer Mittheilung Großherzoglichen Landgerichts dahier ſoll ſich Heinrich Stiehler von Kirſchgarten, jetzt in Bobenhauſen II., Kr. Schotten, domilicirt, wahrſcheinlich unter falſchem Namen als Mühlarzt auf Rechnung des Mühl⸗ arztes Ringel zu Eichelsdorf herumtreiben und werden dem Wunſche der genannten Behörde gemäß, ſämmtliche Polizei behörden erſucht, auf denſelben fahnden, ihn im Betretungsfalle verhaften und hierher abliefern zu laſſen.

Grünberg den 31. Mai 1856.

Großherzogliches Kreisamt Grünberg von Zangen.

Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg.

Eva Margaretha Wagner aus Schotten.

Heimliche Entfernung aus ihrer Heimath.

Signalement: Alter: 20 Jahre, Größe, 6 Fuß ½ Zoll, Haare: braun, Stirne: flach, Augenbraunen: braun, Augen: grau, Naſe und Mund gewöhnlich, Zähne: geſund, Kinn: länglich, Geſichtsfarbe: geſund, Statur: ſtark. Be⸗ ſondere Kennzeichen: an der linken Seite des Kinns eine Haarwarze als Muttermal.

Auszug aus dem Groſtherzoglichen Negierungsblatt.

Nr. 16 vom 22. Mai enthält: 1. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Innern vom 3. Mai, das zu den weiten Schorn⸗ ſteinen zu verwendende Material betr.: Die Faſſung des§. 13 des Regulativs zur Anlage der Schornſteine vom 18. Aug. 1837(Reg. Bl. Nr. 36) hat mehrfach Veranlaſſung zu der Unterſtellung gegeben, als ob nur zu den engen, ruſſiſchen Schornſteinen Backſteine verwen det werden müßten und die weiten Röhren auch von Lehmſteinen aufgeführt werden dürften. Da dieß indeſſen keineswegs die dem genannten Paragraphen zu Grunde liegende Abſicht iſt, indem durch denſelben lediglich empfohlen werden ſollte, für ruſſiſche Schornſteine aus conſtructiven Rückſichten und des Ausbrennens wegen, vorzugs- weiſe nur die beſten, vollkommen ausgebrannten Backſteine zu ver⸗ wenden, ſo wird hierdurch zur Beſeitigung künftiger Zweifel aus⸗ drücklich beſtimmt, daß auch zur Aufführung der im§ 2 des oben genannten Regulativs vom 18. Aug. 1837 beſchriebenen weiten Schornſteine, welche von dem Kaminfeger befahren werden, bei Ver meidung der im Polizeiſtrafgeſetz Titel XV vorgeſehenen Strafen und Nachtheile ausſchließlich gut gebrannte Backſteine, niemals aber Lehmſteine zu verwenden ſind. II. Bekanntmachung Gr. Brand- aſſecurations⸗Commiſſion vom 11. Mai, daß das Bedürfniß der Großherzoglichen Brandverſicherungskaſſe für das Jahr 1855 einen Ausſchlag von 203,000 fl. erfordert, wonach von je 100 fl. Brand⸗ verſicherungskapital ein Beitrag von 5 Kreuzern zu leiſten iſt, der nach Verfügung Gr. Miniſteriums des Innern vom 9. l. M, mit dem Zuſatz von 1 kr. Repartitionsgebühr von jeder Hauptnummer, in einem Ziele in den erſten 10 Tagen des Monats Auguſt d. J. erhoben werden ſoll. III. Abweſenheitserklärung. Durch Urtheil Gr. Bezirks⸗ gerichts Mainz vom 5. April 1856 iſt zur Conſtatirung der Abweſen⸗ heit des Andreas Berkes II., früher Ackersmann, in Weinolsheim wohnhaft, die im Art. 116 des Civilgeſetzbuches vorgeſchriebene Zeu⸗ genvernehmung verordnet worden. IV. Patentertheilungen: am 16. April dem Mechaniker Georg Michael Gangloff zu Mainz für die Dauer der nächſten 5 Jahre und den Umfang des Großherzog⸗ thums das ausſchließliche Recht zur Anfertigung der von ihm 7 2 denen, durch Zeichnung und Beſchreibung näher erläuterten, Maſchine

um Kraut⸗ und Rübenſchneiden, und am 25. April desgl. dem Kreis⸗ Bauaufſeher Hunſinger zu Nidda auf Anwendung der von ihm erfundenen, durch Zeichnung und Beſchreibung näher erläuterten, Art der Dachbedeckung mit Ziegeln. V. Dienſt nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 12. März den Poſtaſſiſtenten Pagenſtecher zu Offenbach als ſolchen bet dem Poſtamte Gießen und den Poſtpractikanten Kraft zu Worms als

Poſtaſſiſtenten bei dem Poſtamte Offenbach zu beſtätigen; 4. April den Canzleigehülfen Nick zum Miniſterialcanzlei-Acceſſiſten bei dem Miniſterium der Juſtiz; 14. den Scharfſchützen in der 7. Comp. des 1. Inf.⸗Reg. Rauſch aus Hopfmannsfeld zum Domänenpfandmeiſter bei dem Rentamte Großgerau, den Domänenpfandmeiſter. Müller zu Großgerau zum Domänenpfandmeiſter in Nidda, den Domänen⸗ pfandmeiſter⸗Vicar Seriba zu Bingenheim zum 2. Domänenpfand⸗ meiſter in Nidda und den Finanzeandidaten Büdinger zu Darm⸗ ſtadt zum Telegraphenaſſiſtenten bei dem hieſigen Staatstelegraphen⸗ bureau, 25 den evang. Pfarrer Ritſert zu Oberingelheim zum Decan des evang. Decanats Oberingelheim, den evang. Pfarrer Scheid zu Dexheim zum Decan d. D. Oppenheim, den evang. Pfarrer Weiſſenbach zu Boſenheim zum Decan d. D. Wöllſtein uͤnd den evang. Pfarrer Fritz zu Bechtheim zum Decan d. D. Oſt⸗ hofen zu ernennen; dem Kreisarzt Dr. Weber zu Ulrichſtein die Kreisarztſtelle in Lauterbach, 2. Mai dem Oberrechnungsprobator Krömmelbein die Stelle eines Seeretärs bei der Brandaſſecura tionscommiſſion, unter Entbindung von der Stelle des Calculators bei der Brandaſſecurationscommiſſion, dem practiſchen Arzte Dr. Prinz zu Biedenkopf die Kreisarztſtelle zu Nidda, 5. dem Schulcandidaten Strunk aus St. Johann die 2. evang. Schullehrerſtelle zu Stein⸗ furth zu übertragen; den Landgerichtsaſſeſſor Schaum zu Umſtadt zum Aſſeſſor bei dem Stadtgerichte Darmſtadt, 7. den Regierungs- acceſſiſten Küchler zu Darmſtadt zum Secretär bei der Oberſtudien⸗ direction zu ernennen; dem Freiprediger und Lehrer an der 1. Abth. der 2. höhern Mädchenſchule zu Darmſtadt Wagner die Lehrerſtelle an der 1. Abth. der 1. höhern Mädchenſchule daſelbſt, dem Freipre⸗ diger und Vicar an der 2. Abth. der 2. höheren Mädchenſchule zu Darmſtadt Dingeldep die Lehrerſtelle an der 1. Abth. der 2. höheren Mädchenſchule daſ., dem Freiprediger und Lehrer an der 2. Abth. der 1. evang. Stadtmädchenſchule zu Darmſtadt Gunt rum die Lehrer- ſtelle an der 1. Abth. der 1. evang. Stadtmädchenſchule daſ. und dem Pfarramtscandidaten Strack aus Ermenrod, dermalen Vicar an der 1. Abth. der 1. evang. Stadtmädchenſchule zu Darmſtadt, die Lehrer⸗ ſtelle an der 2. Abth. der 1. evang. Stadtmädchenſchule daſelſt zu übertragen; den evang. Pfarrer Göbel zu Gladenbach zum De⸗ can des Decanats Gladenbach und den evang. Pfarrer Oeſer zu Londorf zum Decan d. D. Grünberg zu ernennen; 9. dem Schul⸗ vicar Schwöbel zu Neuiſenburg die 3. evang Schullehrerſtelle daſ. und dem Schullehrer Nies zu Rüchenbach die evang. Schullehrerſtelle zu Unterſchmitten zu übertragen; 9. den Forſteandidaten Vigelius aus Niederohmen zum Oberförſter in Grunberg, 10. den Rent⸗