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Hofraithe⸗Verſteigerung.
11303] Freitag den 8. Auguſt l. J., Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die ebemalige Michel Heidelberg'ſche, jetzt Samuel Windecker'ſche Hofraithe einer meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt, als: Ord.⸗Nr. Flur Nr. Klaftr. 1 2 517 5%%ñÜ Hofraitbe in der Juden⸗ gaſſe. Gibt abgelöſte Grundrente 3 fl. 18 kr. und in die Pia corpora 9 er. Friedberg den 30. Juli 1856. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher B enen k:
Bekanntmachung. L304] Nach Verfügung des Großberzoglichen Landgerichts Nidda vom 25. Juli d. I., das Schuldenweſen des Rudolph Landmann auf der Junkermühle bei Eichelsdorf betreffend, ſollen nach verzeichnete Immobilien zwangsweiſe unter
den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗
denden Bedingungen öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert werden. Verſteigerungstermin iſt auf Freitag den 2. Auguſt d. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt. Fl. Nro. Klftr. 1 411 228 Hofraithe, die Junkermühle an der Gemeinde Eichelsdorf. Dieſe Mühle hat 3 Mahlgänge, eine iſolirt ſtehende Oel⸗ und Hirſen⸗ mühle mit 14 Fuß Fall. Wohn⸗ baus und Mühle ſind maſſiv von Stein erbaut, 1 Scheuer, Pferde⸗ und Rindviehſtall, Solzſchoppen, Schaafſtall, Schweineſtall mit 8 Abtheilungen, Waſch⸗ und Back⸗ haus mit Brunnen. Die Mühle liegt 1½ Stunde von Nidda und 1½ Stunde von Schotten am Niddafluß und nabe an der Provinzialſtraße. Sie hat ſtets das erforderliche Waſſer zum Geſchäftsbetrieb. 1 410 179 Grabgarten an der Junkermühle und Peter Freymann jun. 1 406 762 Wieſe auf dem Schadenteich an Heinrich Zirkel(bei der Mühle).
III 255 976 Wieſe in der Seewieſe an der Gemeinde Eichelsdorf(in der Nähe der Mühle).
III 202 85 Wieſe bei der Junkermühle an
Johannes Freimann. III 228 310 Acker im Schadenteich an Johs. Meuer II. Gemarkung Rain rod: XIVII4 873 Wieſe in der Sauerwieſe an Peter Würz. Eichelsdorf am 2. Auguſt 1856. Großherzogliches Ortsgericht Eichelsdorf. Der Vorſteher Frey mann.
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Arbeits-⸗Verſteigerung. 11305] Freitag den 8. Auguſt, des Vormittags um 9 Uhr, wird in bieſigem Gemeindehauſe die bei Reparatur des Kirchthums vorkommende Dachdeckerarbeit, welche zu 53 fl. 16 kr. ver⸗ anſchlagt iſt, öffentlich in Accord gegeben.
Burggräfenrod den 2. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Burggräfenrod Mo ſchero ſch.
Arbeits ⸗Verſteigerung. 1306] Freitag den 8. Auguſt, des Vormittags um 11 Uhr, ſollen in der Behauſung des Gaſt- wirtyhs Philipp Moͤrſchel zu Ilbenſtadt nach⸗ benannte Arbeiten als:
a) Reparatur der Brücke am Weg nach Burg— gräfenrod:
1) Maurerarbeiten, veranſchl. zu 6 fl. 51 kr. 2) die Anlieferung von 0,3 Mauer-
ſteinen vom Steinbruch bei der
Naumburg, 10 12„ 3) 2 Bütten Kalk anzuliefern 3.— 4) 0,1 Kbklftr. Sand anzuliefern 2%—
b) Reparaturen an Gemeindegebäuden: 1) Maurcrarbeit mit Materialliefe-
rung, veranſchlagt zu 3„50„ 2) Schreinerarbeit, veranſchl. zu 2 7732„ 3) Zimmerarbeit,„„ 17„ 30„
offentlich in Accord gegeben werden. Ildenſtadt den 2. Auguſt 1850, Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3 wie r.
Arbeits⸗Verſteigerung. 1307] Donnerſtag den 7. Auguſt, Mittags um 1 Uhr, ſollen bei Gaſtwirth Johs. Michel zu Bruchenbrücken nachbenannte Arbeiten öffent⸗ lich in Accord gegeben werden:
1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 15 fl. 24 kr. 2) Anlieferung von 4 Bütten Kalk 6— 3) Anlieferung von 0,2 Cokklfir. Sand 4„—„ 4) Lieferung eines Kies maßes, Schreiner- und Schmiedarbeit zuſammen 8„30 kr. 5) Zugleich ſollen einige Cbklftr. Steine von Aſſenheim auf den Weg nach Friedberg zu liefern öffentlich in Accord gegeben werden. Bruchenbrücken den 2. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bruchenbrücken Bee ſt.
Bekanntmachung.
11308] Die am 29. Juli l. J. im hieſigen Gemeindewalde, Diſtrikt Schwarzloch, ſtaͤttge⸗ habte Holzverſteigerung iſt genehmigt und wurde der erſte Fahrtag auf Mittwoch den 6. Auguſt l. J. feſtgeſetzt, was man den Steigerern hier⸗ mit eröffnet.
Die auswärtigen Steigerer können die Ab⸗ fuhrſcheine bei dem Gemeindeeinnehmer dahier in Empfang nehmen.
Obermörlen am 2. Auguſt 1856.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen
Schweitzer.
Faſelochs⸗Verſteigerung. 11309 Donnerſtag den 7. d. M., des Mittags 12 Uhr, ſoll ein der bieſigen Gemeinde gehö⸗ render Faſelochs in hieſigem Rathhauſe öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden.
Dorheim am 2. Auguſt 1856. Der Bürgermeiſter e u ß
Bekanntmachung. 11310] Montag den 11. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden in dem Niederrosbacher Gemeindewald am Hühnerpfad 3850 Gebund Ginſtern und Heiden zu Backholz an den Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert.
Niederrosbach am 2. Auguſt 1856. Großherzogliche 8 Niederrosbach o ſt.
Holzverſteigerung. 11311] Mittwoch den 13. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags um 8 Uhr anfangend, werden im Ober—
mörler Gemeindewalde, Diſtrikt Gaulskopf, verſteigert: 3 Stecken geſchältes Eichen ⸗Scheitholz, 27„„ Prügelholz, 1„ Birken⸗Scheitholz, 1„„ Prügelholz, 23658 Wellen geſchältes Eichenholz, 26400„ Aspen⸗Nadelholz, 3000 Eichen⸗Birkenholz,
24 Wagen Allerleiholz. Gegen Bürgſchaft wird Zahlungsfriſt bis Martini d. J. geſtattet. Obermörlen am 2. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen ch weitz er.
Anzeige.
1273] Auf der von Herrn Ernſt Grünewald übernommenen, zwiſchen Ockſtadt und Friedberg liegenden Ziegelei ſind von jetzt an und fort⸗ während nachfolgende in vorzuͤglichſter Quali⸗ tät beſtehende Waaren zum Verkauf zu den nachfolgenden Preiſen vorräthig, als:
1) Sehr gut gebrannte Backſteine, pr. 1000 Stück 10 fl. netto,
2) desgleichen Ruſſenſteine, pr. 1000 Stück 10 fl,
3) desgl. Klötzchen, pr. 1000 Stück 49 fl., 4) desgl. Ziegel, pr. 1000 Stück 8 fl. 30 kr., 5) grauer Kalk, pr. Bütte 1 fl. 24 kr.,
6) Marmorkalk(ſehr weißer), pr. Bütte 2 fl., und bitten um geneigten Zuſpruch, indem wir ſtreng reelle Bedienung verſprechen.
Friedberg, den 22. Juli 1856.
Baruch Heß. Johann Falkenhan.
Beſter
Cement& Schiffstheer
11274] wird in empfeblende Erinnerung ge— bracht Jean Huber.
— Anerkennung ſeiner treuen Amtsführung zu Theil wurde. Treyſa in Kurheſſen geweſen war, im Jahre 1806 als vol 2 Dieſer Mißklang löſte ſich jedoch gar bald in ſchöne Har- Mitprediger und praeceptor libratus zu Gettenau ange— dle, 10 monie auf, indem einige Tage nachher Herr Decan Blum- ſtellt. Dort blieb er bis zum Jahre 1814, wo er, nach det Aut„ bof von Melbach das durch Zufall zu ſpät eingetroffene wohlbeſtandenem, damals bei Beförderungsgeſuchen noch 7 Allerhöchſte Decret, wodurch der Jubilar zum Kirchen- üblichen Promotionsexamen, nach Stumpertenrod verſetzt 1 rath ernannt wurde, nebſt einem beſonderen Belobungs-] wurde. Auf dieſer beſchwerlichen Stelle wirkte er mit Ei—
1 webe und Glückwünſchungsſchreiben unſeres Oberconſiſtoriums fer, Treue und Sorge 32 Jahre und wurde im Jahre od überbrachte. Hätte dies am Tage des Jubiläums ſelbſt 1846 nach Oſtheim befördert, wo er ſich ebenfalls durch Dich übergeben werden können, ſo würde dieſe Feier noch um ſein einfaches, liebreiches und würdevolles Weſen die Liebe
ders 4 ſo freudiger geweſen ſein. Doch wurde dadurch dem ver- und Achtung ſeiner Gemeinde ſowie aller ſeiner Bekannten rend ehrten Jubilar gewiß noch eine ſehr erfreuliche Nachfeier] erwarb. Möge denn nun der Jahrestag ſeines Jubiläums
0 1 fh bereitet.— Uebrigens wurde Herr Kirchenrath Köhler, noch recht oft für ihn wiederkehren und namentlich auch in 4 nachdem er in Gießen ſein theol. Studium mit Ehre abſol- einigen Jahren das Feſt ſeiner goldenen Hochzeit ihn und Nat* virt hatte und darauf mehrere Jahre Privatlehrer zue die Seinigen eben ſo ſehr als das ſeiner Amtsjubelfeier erfreuen.


