Ausgabe 
4.1.1856
 
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Braunkohlen⸗ Verkauf.

[4] Die Braunkohlenconſumenten werden hierdurch in Kenntniß geſetzt, daß vom 1. Januar 1856 an gegen Einlage vorſchriftsmäßiger Buürgſcheine und ſoweit der kleine Vorrath reicht, noch Koblen⸗ kloͤtze vom hieſigen Bergwerke auf Credit bezogen werden können. Die Beträge für dieſe Bezüge auf Credit ſind bis zum 1. April 1856 an die Gräfl. Bergkaſſe zu Oſſenheim abzuführen.

Der Preis der Klötze iſt der ſeitherige, nämlich 12 kr. à Ctr. f

Da häufig unrichtig ausgeſtellte Bürgſcheine zurückgewieſen werden müſſen, ſo ergeht an die Herren Bürgermeiſter das Erſuchen, ſich nur der vorſchrifts mäßigen Bürgſcheine) be dienen und dieſe nach Maßgabe der öffentlichen Bekanntmachungen ausfüllen zu wollen. Ebenſo möchten die Conſumenten bei Ausſtellung neuer Bürgſcheine immer an die, auf die Rückſeite der Bürgſcheine gedruckten Verkaufsbedingungen zu erinnern ſein, namentlich daran, daß zweite

Bürgſcheine erſt dann angenommen werden, wenn die Beträge der früher eingelegten bezahlt ſind und daß dieſe Bezahlung bei Einlage eines neuen Bürgſcheins

jedesmal durch Quittung nachzuweiſen iſt. Die Abnehmer, welche zur Bezahlung von Brückengeld in Oſſenheim verpflichtet ſind, er- halten daſſelbe von Gräfl. Controleur Flach bei Einbändigung der Ladſcheine zurückvergütet. Bauernheimer Bergwerk den 27. Dezember 1855. Gräfl. S.⸗R. Bergverwaltung e. Stor ich.

*) Vorſchriftsmäßige Bürgſcheine ſind in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg zu

Braunkohlen⸗ Verkauf.

[3] Vom 1. Januar bis zum Beginn der nächſljäbrigen Aufbereitung beginnt für den Braun- koblen⸗Verkauf gegen Credit von den Fürſtlichen Braunkohlen⸗Gruben in der Wetterau eine ſog. neue Creditperiode, welche mit einer Zablungsfriſt bis Ende September 1856 verbunden iſt.

Indem dieſes zur Kenntniß der Braunkohlen⸗Conſumenten gebracht wird, wird gleichzeitig bemerkt, daß nur gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Kohlen auf Credit mit der oben angegebenen Zahlungsfriſt bis Ende Septbr. 1856 verabfolgt werden können und der gegenwärtige Preis der Klötze auf der Grube Weckesbheim aus dem Schoppen zu 11 kr. und von Haufen zu 10 kr. für 25 Centner, wobei 14 Stück für einen Centner gerechnet werden, bis auf Weiteres fortbeſtehen

eibt.

N Der Braunkohlenverkauf auf der Grube Wölfersheim iſt jedoch wegen Ausverkauf bis zur nächſtjährigen Aufbereitung bereits eingeſtellt worden und wird die Wiedereröffnung des dortigen Verkaufs ſ. Z. bekannt gemacht.

Schließlich werden noch die Braunkohlen-Conſumenten der hieſigen Grube, welche ihren Bedarf gegen Baarzahlung beziehen, darauf aufmerkſam gemacht, daß die Einrichtung getroffen worden iſt, daß auf Anfordern ein ſog. Gegenſchein auch gegen Baarzahlung ausgeſtellt wird, um möglichſt zu verhüten, daß nicht wie bereits geſchehen Klötze, die ander⸗ wärts geladen, aber als ſolche von der hieſtgen Grube bezogen, fälſchlich be⸗ zeichnet werden können.

Grube Weckesheim am 24. Dezember 1855.

Fürſtliche Bergverwaltung des Reviers Hungen F. Storch.

Braunkohlen⸗ Verkauf.

[17] Vom 1. Januar 1856 an wird zur Bezahlung der durch Einlegung von Bürgſcheinen von der Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei Dornaſſenheim käuflich bezogen werdenden Klötze Credit bis Ende September 18556 geſtattet.

Der Preis iſt der ſeitherige, pr. Centner 10 Kreuzer.

Auch wird das Oſſenheimer Brückengeld an diejenigen, welche bei Abholung von Klötzen von dem Dornaſſenheimer Bergwerk ſolches bezahlen muüſſen, bei Einhändigung des Ladſcheins von Materialſchreiber Weitz vergütet.

Reichelsheim den 27. Dezember 1855.

Schmid, proviſor. Bergcontroleur. [18721 Soeben ſſt bel Franz Benfamin Auffarth in Frankfurt erſchienen und in C. Bin⸗ dernagel's Buchhandlung in Friedberg zu haben:

Die langjährige unterirdiſche Haft zweier Kinder,

nach den mündlichen Mittheilungen eines derſelben als Beitrag und Aufforderung zur Enthüllung dieſes düſteren Geheimniſſes veröffentlicht von Friedrich Eck, Lehrer an der Volksſchule zu Offenbach a. M. a f Preis 36 kr.

Dieſe kleine Schrift iſt ganz geeignet, das Intereſſe der Menſchenfreunde in den weiteſten Kreiſen in Anſpruch zu nehmen. Dieſelbe enhält die Leidensgeſchichte des vor einigen Jahren bei Offenbach aufgefundenen räthſelhaften Mädchens, einer um ihre Kindheit und Jugend betrogenen unglücklichen Schickſalsgenoſſin von Kas par Hauſer. Möge des Verfaſſers verdienſtliches Be. mühen dazu beitragen, über dieſes furchtbare Geheimniß Licht zu verbreiten und zugleich den noch in der Gefangenſchaft ſchmachtenden Unglücksgenoſſen zu retten!

Edietalladung. [22] Gotthard Walther zu Bauernheim will

die in Beienheimer und Oſſenhelmer) Gemar⸗

kung gelegenen Grundſtücke

VII 199 Wieſe im Wieſengrund,

VII 296 Woeeſe daſelbſt, ſo ihm zugeſchrieben find, ſodann das noch auf den Namen des Konrad Bingel in Dorheim ſtehende, angeblich durch Verjährung erworbene Grundſtück 11 214= 161 Klftr. Acker auf die Schwalheimer Grenze veräußern, kann aber ſein Eigenthum nicht nachweliſen. Auf geſtellten Antrag werden Alle, welche Anſprüche auf jene Grundſtücke zu haben vermeinen, zu deren An zeige binnen 3 Monaten unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt die Kaufbriefe die gerichtliche Beſtätigung, resp. nach vorheriger Einſchreibung des Gott bard Walther als vermutheten Eigenthümer im Grundbuche ertheilt, ſofort der Eintrag im Mu tationsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg den 11. Dezember 1855. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hof mann.

&) Bei den früheren Abdrücken obiger Edictalla⸗ dung wurde irrig Bauernheimer ftatt Beien⸗ heimer und Oſſenheimer Gemarkung ange geben, was hiermit berichtigt wird.

Holz ⸗Verſtei gerung. [23] Montag den 7. d. M., Morgens 9 Uhr anfangend, wird folgendes Gehölz in der hie ſigen Gemeinde meiſtbietend verſteigert:

46 Stecken Erlen⸗Scheitbolz,

5 0 Stockholz, 5 StückWellen,

19 Stämme Ilbenholz,

1 Eichſtamm,

1 Kirſchbaumſtamm.

Die Zuſammenkunft iſt im Erb.

Niedermörlen, den 2. Jan. 1856.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Niedermörlen Dey.

Faſelochs Verſteigerung. [24] Mittwoch den 9. Jan. l. J., Morgens 10 Ubr, ſoll auf hieſigem Rathhaus ein der hieſigen Gemeinde gehöriger ſehr ſchwerer und fetter Faſelochs, welcher ſich beſonders zum Schlachten eignet, öffentlich und meiſtbietend verſteigert werden.

Melbach, den 2. Jan. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Melbach Ster. Faſelochs⸗ Ankauf. [25] Die Gemeinde Melbach beabſichtigt einen ſungen Faſelochſen, bis 2 Jahr alt, zu kaufen, am liebſten Schweizerbaſtard. Die bierauf Reflektirenden wollen ſich in portofreien Briefen an den Unterzeichneten wenden. Melbach, den 2. Jan. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Melbach Stier.

333 Gul den [1727] liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Niederwöllſtadt, den 22. Nov. 1855. Hildebrand, Kirchenrechner.

Bauholz⸗Verſteigerung. [261 Montag den 7. Jan. l. J., von Vor- mittags 10 Uhr an, ſollen in dem Nauheimer Gemeindewald 46 Eichen-Baumſtämme, welche 2850 Cubikfuß enthalten, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Nauheim, den 2.

Jan. 1856.

Der Bürgermeiſter Hartmann. Ein Faſelochs,

[1815] ½¼ Jahr alt, ſchwarz geſcheckt, tſt zu verkaufen bei Andreas

Hanſtein⸗