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Nr. 33.

Mitteldentsche Sountags⸗Zeitung.

Seite 7.

wohnter Gast; gegen sie stehe ich ganz ohne Waffen. Ich schäme mich, aber sie beugt mich Philosophen mit Zentuerlast.

Die Freude, Herr Doktor? sagte Friederike erstaunt.

Wohlverstanden, ich war von Universitäten her Magister bonarum artium, wollte aber aus modischer Bescheidenheit lieber Doktor der Philosophie, als Meister aller freien Künste

ßen. 1(Fortsetzung folgt.)

Die erste Eigenschaft eines Richters

ist meines Erachtens, Mensch zu sein, und zwarein Mensch seiner Zeit, der, weit davon entfernt, der Anbeter eines traditionellen Formalismus zu sein, sich bemüht, von der so berschieden gearteten Welt, die ihn umgiebt, nichts zu verkennen, die Mannigfaltigkeit der auf jeder Stufe der sozialen Leiter herrschenden Gefühle zu unterscheiden und davon in seinen Entscheidungen freien und wohlüberlegten Ge⸗ brauch zu machen.

Glauben Sie, die Gerechtigkeit würde, selbst wenn das Gesetz sich gleich bliebe, nicht

ganz anders ond werden, wenn sie nicht mehr gehandhabt würde durch Richter, die im Wohlstand geboren und aufgewachsen sind, sondern durch Richter, die direkt aus dem Proletariat hervorgehen oder doch wenigstens nicht jede Fühlung mit ihm verloren haben?

Ist denn die Haltung des Beamten wirklich so revolutionär, wenn er angesichts der Ver⸗ schiedenheit und Zerfahrenheit der Entscheidungen vergangener Zeiten fühlt, wie relativ der Begriff der Gerechtigkeit ist, und daher im Augenblick der Beratung versucht, die geistige Verfassung und die materielle Lage derer zu erfassen, für welche die Gesellschaftsordnung nichts als Ungleichheit und Ungerechtigkeit in sich schließt?

Soll denn der Wunsch, die Gerechtigkeit juristisch zu handhaben, demjenigen vorgehen, der eine billige Gerechtigkeit anstrebt, eine Gerechtigkeit, die übereinstimmt mit dem natürlichen Recht, mit dem Geiste unserer Zeit, mit den Ideen sozialer Ausgleichung?

Magnaud, Prästdent des Gerichts in Chäteau⸗Thierry.

Gemeinnütziges.

Zum Obstessen. Nach dem Genuß von Obst stellt sich gewöhnlich Durst ein; dieser wird am besten vermieden, wenn man zum Obst zugleich Brot genießt. Wenn Eltern ihre Kinder gesund erhalten, insbesondere vor Durch⸗ fall bewahren wollen, so sei ihnen empfohlen, 2 daran zu gewöhnen, Obst nur mit Brot zu essen.

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Humoristisches.

Der ganze Unterschied. Ein Bäuerle in sagt zum Herrn Pfarrer:Aber, Hochwürden, warum eiferts denn Oes gar so gegen die Leichen verbren⸗ uung? Ich hab doch g'lesen, daß Oes früher a d'Leut verbrennt habt's! Pfarrer:Ja woaßt, Bauer, dös is was anders, dieselb'n san halt lebendi gwen!

Schofel.Was hier für Leute im Hause wohnen, sage ich Ihnen... als wir neulich Gesellschaft gaben, habe ich mir bei drei verschiedenen Parteien die Teller zusammenpumpen müssen, weil jede nur ein halbes Dutzend besaß.(Fl. Bl.)

Hieb. Er:Weibchen, an meinem Hemde fehlt ein Knopf. Sie:Wenn Du jetzt mich nicht hättest! Er:Na, dann würde der Knopf vielleicht nicht fehlen.

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WIE S ECK. Arb.- Bildungsverein.

Außerordentliche Generalversammlung Samstag, 17. August, abds. 9 Uhr bei Gastw. Gust. Schneider Tagesordn.: 1. Bericht von der Kreiskonferenz. 2. Delegirtenwahl zur Landeskonferenz. 3. Die be⸗ vorstehende Gemeinderatswahl.

Bei der Wichtigkeit der Tages⸗ ordnung ist das Erscheinen aller Mitgl. dringend notwendig. D. V.

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