Ausgabe 
26.8.1900
 
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erfaßte, bewunderte und liebte. Aus Mailand schreibt Liebknecht: My darling!(Mein Liebling.)

Wir kamen hier in bester Gesundheit, aber beim schlechtesten Wetter an. Aber nur schlech⸗ testes Wetter für einen Tag. Heute kamen Deine beiden Briefe und die Sonne Italiens. Gestern besuchten wir den Dom und viele andere Orte. Abends hatten wir ein treffliches Abend- oder Mittagbrot. Willy sieht sehr gut aus. Wir haben ein gutes ausgezeichnetes Hotel mit Betten. Ich bin unter meinem Namen hier. Du kannst uns einen Brief poste restante Rom schicken, einen zweiten poste restante Neapel. Aber nach acht Tagen darfst Du einen Brief nicht eher absenden, bis Du Nachrichten erhalten hast,

wo wir sind, und wie lange wir an einem Orte

bleiben.... Die Jungen werden ungeduldig. Ich muß mit ihnen gehen. Tausend Küsse und freundschaftliche Grüße von allen, auch von Frau

Kulischoff, mit der mit jetzt eben zusammen sind.

Dein Wilhelm. * 5*

Wir sitzen der Peterskirche gegenüber, so heißt es in einer aus Rom datiecten Postkarte vom 17. Februar.Es ist zu warm für unser Sommerüberzieher. Wir sind halbtot von all dem Wunderschönen, das wir sahen. Professor Soldi ist unser Cicerone.. In einer Stunde treffen wir Ferri...

In einer andern Postkarte vom 18. Februar plaudert derAlte:Sonntag. Ihr geht jetzt nach dem Grunewald oder sonst wohin. Wir kommen vom Paladino, waren im alten Rom, erlebten ein Gewitter und sitzen nun in einer römischen Osteria und denken an Euch, an Deutschland... Wir gehen nun aufs Kapitol. Wunderbar hier. Lebe wohl. Herzliche Grüße für alle. Wir sind in Gesellschaft von Professor Soldi und Advokat Rossi, die uns alles zeigen. Tausend Küsse.

** *

Am 19. Februar schreibt Liebknecht aus Rom:

My darling! Wir sitzen jetzt mit einem italienischen Freunde, Professor Soldi, neben dem Tempel der Sybille, den Du auf dieser Karte siehst. Wir kommen von den Wasserfällen und der Neptunshöhle. Mai im Februar! Alles ist hier grün und die Bäume(Mandelbäume) stehen in voller Blüte. Wunderbar schön. Willy und alle grüßen bestens. Wir erhielten hier Deine ersten Briefe! Tausend Küsse....

**

* Aus Neapel erhielt Frau Liebknecht vom 22. Februar folgenden Brief:

My darling! Gestern Abend ¼7 kamen wir in Neapel an; jetzt ist es/ 9 morgens, und

* Cicerone= Führer

15 Minuten

besohlt die erste

Schnellbe⸗

nore Croll, der uns während unseres hiesigen Aufenthalts herumführen will. Blauer Himmel! Den Vesuv haben wir noch nicht gesehen. In Rom aßen wir mit Ferri und seiner Frau, die von rührender Güte gegen uns waren und Dich herzlich grüßen lassen. Jedermann ist gütig gegen uns. Und wirklich: je mehr ich von den Italienern sehe, um so mehr liebe ich sie. Aber ich komme nicht zum Schreiben. Ich schicke Dir inliegend ein paar Veilchen, in Frascale und Tivoli war der Rasen ganz blau, wir hatten einen Veilchenstrauß, so groß wie Kurts Kopf. Deinen Brief erhielten wir gestern Nacht. Er brachte gute Nachrichten, sodaß wir ruhig schlafen konnten.

Das Hotel, in dem wir wohnen, ist sehr gut die Betten sind ausgezeichnet(wie überall), Essen ist großartig(ebenfalls wie überall). Die italienische Küche ist weit besser als ihr Ruf. In den größeren Hotels giebt es natürlich inter⸗ nationale Küche. Wir sind nicht eine Minute unwohl gewesen. Deinen nächsten Brief mußt Du nach Nizza, Ferma in posta adressieren, was poste restante bedeutet. Bebel werden wir in einer Stunde ein Geburtstagstelegramm senden. Unsere herzlichsten Grüße allen. Tausend Küsse für Dich und die Kinder. Dein Wilhelm.

*

E Am folgenden Tage, den 23. Februar, schreibt Liebknecht aus Neapel: .. 6 Uhr abends. Pompeji zurückgekommen. Ein Tag, wie er selten bei uns im Mai. An unsrer einen Seite der Versuv, an der andern die See, schneebedeckte Berge und die Nekropolis(Stadt der Toten). Das Ganze unvergeßlich und unbeschreibbar. Wir befinden uns wohl, wie im Paradiese.. Morgen Capri. Lebe wohl. Herzliche Grüße an alle Freunde und Dir tausend Küssee *

Wir sind soeben aus

*

Später schrieb derAlte aus San Remo:

My darling! Es ist Dienstagnachmittag. Ich sitze in meinem Schreibzimmer und schaue nach den Palmen vor meinem Fenster. Otto verließ uns gestern, und ich fühle mich etwas einsam, ja sogar melancholisch. Während dieser vier Wochen verbrachte ich jeden Tag mit ihm und werde seine Gesellschaft vermissen. Er wird bei Dir zusammen mit diesem Brief eintreffen. Seinem Körper hat die wundervolle Reise nicht so viel genützt wie seinem Geiste.... Herr A. ist von rührender Güte und hat eine wirkliche Zuneigung für mich uns alle.... Eben wurde ich abgerufen. Die Post kam mit Deiner letzten

Karte und anderen Korrespondenzen... Ich

lege Dir ein paar Veilchen bei, die ich frisch gepflückt habe. Hier blüht alles: alle Arten Blumen und Bäume: Akazien, Pfirsiche, Mimosa die gelben Blüten, die man in Berlin kauft Kirschen, Orangen, Mandelbäume ꝛc. Wir haben einen wundervollen Garten. Aber ich

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Kinder und herzliche Grüße allen Freunden..

Ich bin so sehr froh, daß Viktor Fränkl mit

der Denkschrift(es handelt sich um die Zithen⸗

sache. Red.) fertig ist. Noch einen Kuß... **

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Im letzten längeren Briefe aus San Remo heißt es u. a.:

Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie gütig Herr A. ist. Er denkt nur daran, uns Freude und Vergnügen zu bereiten. Er hat mein Leben, unser Leben mit Interesse verfolgt. Daß wir 5 Söhne und 2 Töchter erzogen haben, bewundert er, und er weiß, daß Du den größten Teil dazu beigetragen hast. Er besitzt wirklich ein wunderbar gütiges Herz, und er folgt meinem Rat in allen Dingen. Den Italienern, Oester⸗ reichern, Franzosen, Holländern giebt er viele Tausende. Die Polizei hat mich nicht im ge⸗ ringsten belästigt, und da ich ganz zurückgezogen lebe, kann ich wohl sagen, daß sie mich nicht belästigen will. Natürlich muß ich vorsichtig sein.... Ich fühle mich ausgezeichnet. Herr A. bittet mich, noch den nächsten Monat hier zu bleiben oder richtiger, je länger, je lieber. Natürlich ist das ganz unmöglich. In acht oder zehn Tagen reise ich ab und bin jedenfalls vor dem 29. März(Liebknechts letztem Geburtstag. Anm. d. Red.) in Berlin. Nur A. grübelt dar⸗ über nach, was er Dir schicken könnte, aber ich kann nur ganz Kleines mitnehmen. Herzliche Grüße Dir, den Kindern und allen Freunden

und tausend Küsse von Deinem Wilhelm. **

*

Kurz vor der Heimkehr nach Berlin schrieb Liebknecht seiner Frau noch folgende Zeilen:

.... Gestern besuchten wir ein Dorf, das 1887 durch ein Erdbeben zerstört worden ist etwas wie ein modernes Pompeji. Keine Seele lebt in den Ruinen.... Heute: Regen! Regen! Sonntag reise ich ab. Es wird mir schwer fallen. Ich komme mir wie der Bettler in 1001 Nacht vor, der einige Tage lang Fürst war. Ich wünsche nur, Du wärst meine Prinzessin. Tausend Küsse Dir und den Kindern.

Dein Wilhelm.

Humoristisches.

Derfreie Wille. Regimentskommandeur:

Ich kann euch ja nicht zwingen, freiwillig nach China

zu gehen, aber wers nicht thut, der ist ein ganz ehr⸗

loser Kerl, der so lange gepiesackt wird, bis er's für

Gnade ansieht, mitgehen zu dürfen. Ich habe euch

also die Wahl leicht gemacht nun entscheidet euch! **

*

Natürliche Reue. Die Mutter hat dem kleinen Maxl eine Strafpredigt gehalten, weil er dem Nachbar Aepfel gestohlen. Nach einer Weile, wie die Mutter wieder einmal ins Zimmer tritt, sitzt Maxl in einer Ecke und weint heftig.Nun, siehst Du Dein Unrecht ein? fragt ihn die Mutter begütigend.

Ach ja! schluchzt Marl,ich habe jetzt furcht⸗ bare Leibschmerzen!

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